Ich mag Weinbergschnecken. Als Kind habe ich sie mit Begeisterung gesammelt, wenn wir den bajuwarischen Teil der Familie besucht haben. Ohne Unrechtsbewusstsein übrigens, falls das damals schon verboten gewesen sein sollte. Wie auch immer; es gab sie dort in irrsinnigen Mengen und für mich waren sie irgendwie exotisch. Zwar gibt es hier oben auch Gärten, in denen mehr oder weniger viele Weinbergschnecken unterwegs sind, ich selber lebte – zumindest in Norddeutschland – aber nie in einem solchen. Als ich im Garten einer Freundin Weinbergschnecken entdeckte, war die Begeisterung wieder da. Weiterlesen
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Lieblingsente
OK, ich habe hochoffiziell eine Lieblingsente. Normalerweise interessieren mich bei den Flugenten eher Eigenschaften wie Brutwillen, Geschicklichkeit beim Überleben, Führen der Küken, Vererbung von Masse und die Aufnahme von verschiedenem Futter bzw. die eigenständige Suche danach. Ich habe es gerne wenn die Enten grasen und sie sollen einen schönen Schlachtkörper haben, genug Gewicht ansetzen, aber nicht fett sondern muskulös und beweglich sein. Diese Eigenschaften haben wir bei unseren Enten zufriedenstellend vertreten.
Im Gegensatz zu vielen anderen, vor allem Kunden von Flugenten, mag ich die Enten auch in weiß nicht so gerne. Etwaige dunkle Schattierungen auf dem Schlachtkörper stören mich nicht, aber der Konsument von heute möchte eher keine Anzeichen von Pigmentierung. Bei dem Schlupf von Elsbeths Tochter waren 2 Küken dabei, die mir sofort ins Auge stachen, sie hatten nämlich blaue Schnäbel und sowas hatte ich bislang noch nicht gesehen. Weiterlesen
Der Marder war wieder da
Ein weiteres Entenküken aus dem Schlupf von Elsbeths Tochter ist in die ewigen Jagdgründe übergewechselt. Neuer ‚Spielstand‘ gefangene Marder zu gefallenen Küken nun 6:3 wenn ich nicht irre. Eine weitere 180cm Lebendfalle wurde aufgestellt – samt Zwangspass natürlich und ich entwickle langsam Ehrgeiz, wie man einen Zwangspaß noch zwanghafter gestalten kann. Nächste Woche wird noch eine weitere Falle geliefert, leider hatte der Verkäufer eine Sicherung eingebaut, die Käufer davon abhält, mehr als 1 Produkt auf einmal zu erwerben. Wie auch immer, ich habe ihn dazu bewegen können zu liefern, die Fallen sind gut, dieses Modell ist auch fängig auf Hauskatzen und wird auch als Fuchsfalle verkauft. Meister Reinecke kommt hier aber nicht mehr, seit die erste Falle aufgestellt wurde. Der Marder allerdings schon. Er hat es nichtmal geschafft, den kopflosen Kadaver über den Zaun zu schleppen und sich damit begnügt, die Innereien zu fressen. Verschwendung von Leben, Verschwendung von Fleisch und ein Indiz dafür, dass er früher wiederkommt als gewohnt weil er hungrig blieb.
Die folgenden Bilder sind vielleicht nichts für empfindliche Menschen, die die Kreisläufe des Lebens als eklig empfinden, also nur weiterklicken, wenn ihr Marderbeute sehen wollt.
Unnatürliche Selektion
‚Eine von den weißen‘ hatte beharrlich unter einem Holzstoß gebrütet. In Sichtweite des Entengeheges, aber ganz für sich und alleine mit den Ratten, die des Nachts Eier klauten, saß sie unter einer Euro-Palette, über ihr sicher eine Tonne Gewicht und brütete. Ob das jetzt todesmutig oder dumm war, wage ich nicht zu beurteilen, aber es ging ja gut und ein Holzstoß 2 Hausnummern weiter fiel in sich zusammen. Weiterlesen
Der Gänsestall
Jetzt, da die Gänse auf der großen Koppel laufen, brauchten sie natürlich auch einen eigenen Stall. Hoch muss er ja nicht sein, ausser man wollte erhobenen Hauptes ausmisten. Aber der ambitionierte Selbstversorger entwickelt ja ohnehin im Laufe seiner Karriere einen Buckel vom Schuften und kann irgendwann einen solchen Stall normal begehen. Weiterlesen
Die Pommerngänse
Nachdem wir die letzten 2 Jahre weiße Dithmarscher Landgänse hatten und diese in dem Entengehege mitliefen, haben wir dieses Jahr etwas umstrukturiert. Da unsere Agria samt Mähbalken etwas schwach auf der Brust ist und wir nicht ständig den Lohnunternehmer zum Mähen holen wollen, die Koppel aber für Lämmer möglicherweise etwas zu klein ist und Gänsebraten von Weidegänsen sehr gut schmeckt, haben wir uns für Pommerngänse entschieden. Weiterlesen
Der Marder kam zu Besuch
Eigentlich haben wir uns dieses Jahr ein wenig sicher vor Marderattacken gefühlt, denn uns hat ein Marder in den Windfang gekackt – und da wo ein Marder wohnt räubert er nicht. Andere Marder auch nicht, das gäbe Haue wegen Wilderei in fremdem Revier. Weiterlesen
Naturbrut bei den Flugenten
Es begab sich, dass große Plagen über das Land kamen. Durch die Zwiebeln wuchs die Quecke, den Pflaumenbäumen brachen die Äste ab vor lauter Fruchtbehang, es gab eine große Dürre und danach sintflutartige Regenfälle. Die Krähen labten sich an den Enteneiern und die restlichen Gelege waren taub. Das ging landauf und landab so, die Menschen wollten aber auf ihre Weihnachtsbraten nicht verzichten und bettelten also bei den professionellen Geflügelhändlern nach Küken. Weiterlesen
Entenidylle
Dieses Jahr hatten viele Enten- und Gänsehalter Pech mit dem Nachwuchs. Die Eier waren taub, die Gelege blieben tot. Da wir als Omnivoren auf unsere Weihnachts- und Winterbraten aus vernünftiger Haltung genauso wenig verzichten wollen wie Verwandte und Bekannte, blieb uns nichts übrig ausser einige Küken zuzukaufen. Dachten wir*. Weiterlesen
Voilà: Les canards musqués
Wie ich ja später erklärend berichtet habe, war dieses Jahr ein schwieriges Jahr für die Naturbrut bei Wassergeflügel. So kamen 12 französische, männliche Flugentenküken zu uns. Keine Mularden, nein, ganz gewöhnliche Warzenenten oder Moschusenten wie der Franzose sagt, hört sich ja auch gleich viel appetitlicher an als wenn man von Warzen, Pickeln und Geschwüren redet. Weiterlesen








