Willkommen März, willkommen Frühling

Nun wird es wirklich hohe Zeit, den März zu begrüßen. Der Frühling ist da, die Natur erwacht zu neuem Leben und entwickelt sich mal wieder so explosionsartig, wie man es sich im Winterhalbjahr nicht träumen lässt, nach alter Tradition rasseln die Waffen um dem Kriegsgott Mars zu huldigen, im Selbstversorgergarten ackert das Schlachtross und die Tag-und-Nacht-Gleiche steht vor der Tür. Im Gegensatz dazu lief der Februar fast noch in Zeitlupe ab, ungeliebt ist er von den meisten, denn so langsam hat man den Winter über, will nicht mehr frieren und zumindest hier oben im Norden auch mal wieder das Sonnenlicht sehen.

Auch wenn der Februar schon ganz langsam Hoffnung auf nahenden Frühling macht, Hasel, Erlen und Weiden die Allergiker ärgern und die Schneeglöckchen meteorologisch den Vorfrühling einläuten, so ist er von den Arbeiten her ein Hybrid zwischen den Jahreszeiten. Überall wurde noch schnell geknickt, gefällt und gesägt bevor  der Rückschnitt aus Vogelschutzgründen erstmal wieder verboten ist. Unser Holzplatz auf dem Hof ist randvoll und im gleichen Maße hat sich der Holzplatz, an dem wir die vergangenen Wochenenden gearbeitet haben geleert.

Üblicherweise erscheine ich etwas später am Vormittag am Holzplatz, nachdem die hausfraulichen Pflichten oberflächlich erfüllt sind und bringe Kaffee mit. Eines schönen Tages sollte ich auch die Spaltaxt einpacken, wandere also zum Hackklotz, setze meine nicht gerade schwächlichen Muskeln sowie mein beachtliches Körpergewicht ein und: nichts! Sitzt fest wie eingewachsen.
Da muss man dann einsehen, dass nicht jeder für die gleichen Arbeiten geeignet ist und die Axt dann auch mal mitsamt ihres natürliches Habitats einpacken.

Zwar habe ich bislang keine Zeit gefunden, eine Art Midlife-Crisis zu entwicklen aber im Rahmen der Überlegungen zu meinem vierzigsten Geburtstag festgestellt, dass mir einige Arbeiten auch schon mal leichter fielen. Und das, obwohl ich gut im Training bin, arbeiten kann wie ein Pferd und gewiss kein Jammerlappen. Ein Grund mehr also im Hinterkopf zu behalten, den Garten weiterhin so zu planen, dass er auch mit weniger Arbeitseinsatz noch zu bewirtschaften ist. Ausserdem würden wir unter dem Dach gerne ein paar Zimmer ausbauen, damit wir irgendwann auch einmal WWOOFer, HelpXer, workawayer oder andere Gastarbeiter und Gäste unterbringen können. Gemeinsam arbeitet es sich manchmal leichter, ein kleiner Schnack zwischendurch und genereller Austausch sind ja auch ganz nett. Obwohl ich auch die Zeit liebe, in der ich mutterseelenallein einfach vor mich hin werkeln kann.

Ansonsten haben wir im kalten, dunklen Februar ein wenig gebacken. Nämlich wiederholte Male die Walnuß-Tarte mit Honig-Salz-Karamell und eine weitere Walnuß-Honig-Kreation, eine schnelle Walnußrolle aus Aserbaidschan: Gozlu Ordubad Dürmeyi.

Dann hatten wir es im Februar noch mit einer kleinen Drachenplage zu tun, was ich ziemlich gut verstehen kann. Hätte ich als Kind dieses Selbstbewusstsein und ein quietschbuntes Drachenkostüm aus Plastikplüsch gehabt, wäre ich wahrscheinlich auch einige Tage lang damit herumgelaufen und hätte Leute erschreckt.

Kulinarisch ist der Februar noch ein echter Wintermonat gewesen, im Garten gibt es frische Helianthi, Topinambur, letzte Karotten und Schwarzwurzeln, im Lager sind die roten Bete noch gut und die Zwiebeln.

Meine Judasohren schrumpften und quollen je nach Witterung und ich habe es dann doch nicht über’s Herz gebracht, sie alle zu ernten und stattdessen Mu-Err und selbst gezogene Sprossen zu einem weiteren Wintergericht verarbeitet. Der Judasohren-Schrumpftest im Dörrautomaten war aber zumindest sehr interessant, Wahnsinn, wie sehr die schrumpfen!

Ebenfalls passend zum Frühling legen die Hühner nun merklich mehr Eier. Da kann man ihnen ja auch mal einen Kranz an den Hühnerstall hängen. Ab dem 10. Februar hat sich das Licht verändert, das Gras begann zu wachsen, Knospen schwollen, die Natur war kurz vor dem Erwachsen und die Hennen haben sich auf Produktion eingestellt. Hoffentlich ist die Stallpflicht bald vorbei. In diesem Setting kann ich schlecht eine Naturbrut zulassen. Dabei haben unsere Hühner es ja wirklich noch gut mit ihrer großen, hellen Voliere. Ich mag mir nicht vorstellen, wie abgekommen die Tiere in dunklen Ställen mittlerweile sind.
Also: Eier satt. Wir hatten das Thema ja letztes Jahr bereits rund um die Unterhaltungen zur ‚Hungry Gap‚: nun kam traditionell die Zeit der Eierschwemme, die man zusammen mit den ersten Wildkräutern genoss. Die (mühsam) überwinterten Nutztiere schlachtet man natürlich nicht sondern lässt sie sich vermehren und der rituelle Überbau nennt sich heute Fastenzeit.

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen führen bei Katzen unweigerlich zum lasziven Rumlungern und Dösen. Heinzi sucht sich wie gehabt Gewächshäuser dafür aus – oder das, was er dafür hält – während Fremdkatze auf dem schmalen Grad des Hochbeets balanciert und die Mausepopulation überwacht. Fremdkatze ist offenbar mit Heinzi zusammen gezogen. Sie schlafen allerdings nicht im Windfang im Katzenkobel sondern auswärts, das sieht Mama natürlich nicht so gerne. Fremdkatze beherrscht das Hypnotisieren durch die Küchentür hindurch perfekt, beharrlich lungernd sitzt sie auf der Fußmatte, bis ich mich erbarme die armen Tiere vor dem Hungertod zu retten. Allerdings ist sie immer noch nicht so weit, dass sie sich anfassen lässt. Langsam wird es Zeit, sie einzufangen und beim Tierarzt vorzustellen, notfalls mit einer Falle. Nicht, dass wir im Mai den ganzen Hof voller Katzenbabies haben, die uns nicht gehören.

Ebenfalls im Februar fand ein weiteres Treffen der norddeutschen Frunslüt statt, bei dem wir diesmal kein Saatgut tauschten, sondern Rezepte. Zu diesem Behufe brachte jede eine Auswahl ihrer Köstlichkeiten mit und diese wurden bei dem Gelage verkostet. Es war mal wieder ausgesprochen nett und inspirierend und natürlich unheimlich wertvoll, die Produkte zum Rezept direkt testen zu können und sich auszutauschen, wie man die Ernte aus dem Garten wirklich und lecker nutzen kann.

Auch ich habe mit den ersten Aussaaten begonnen, besonders früh bin ich nie dran, aber ich habe auch kein entsprechendes Equipment respektive Beleuchtung für die Jungpflanzenanzucht. Und wenn wir mal bedenken, dass wir hier auf der Höhe von Saskatchewan, Kanada liegen und es zu dieser Jahreszeit noch kaum Licht bis auf den Erdboden schafft, ist das schon OK. Denn irgendwann müssten die auf der Thermomatte angezogenen Pflanzen ja verteilt und vernünftig beleuchtet werden, Geilwuchs nützt niemandem etwas.
Und weil ich auch sonst immer mehr vor habe als Zeit vorhanden ist, sind hier noch Safrankrokusse und Knoblauchzehen vom Herbst liegengeblieben, mit denen ich jetzt einen Test mache: wer wächst besser und schneller: der im Herbst oder Frühjahr gesteckte Pflanzknoblauch?
Ganz allgemein ist mein Aussaat-Plan für dieses Jahr: jeden Tag etwas. Keine Riesenaktionen, nach denen keine Zeit mehr bleibt, um ein warmes Essen auf den Tisch zu bekommen, sondern jeden Tag wird etwas ausgesät, gepflanzt, Stecklinge gemacht oder Reiser gepfropft. Schon jetzt ist zu merken, dass dieses Vorgehen sehr zum entspannten Arbeiten beiträgt, ob die Ernte mir am Ende recht gibt werden wir sehen.

Ein weiterer Punkt, der seit Februar zusätzliche Zeit kostet ist, dass der Gatte sich nun auch selbstständig gemacht hat. Natürlich unterstütze ich ihn und bin nun auch in diesem Bereich Mädchen für alles. Nur während man Bankunterlagen oder Post durch die Gegend kutschiert, Rechnungen ablegt und Angebote ausdruckt, Bauschutt zur Deponie bringt und Material vom Baustoffhandel holt, kann man weder im Garten werkeln noch bloggen. Immerhin kann ich den Telefondienst vom Garten aus erledigen und der Rest wird sich einpendeln.

Auch Versuche gab es im Februar wieder. Zum einen habe ich Weidenwasser getestet. Dieses soll das Bewurzeln von Stecklingen sehr beschleunigen und verbessern. Es gibt verschiedene Rezepturen und Vorgehensweisen, ich habe die Rinde von jungen Weidenästen geschält, mit kaltem Wasser angesetzt und 24 Stunden ziehen lassen. Darin dann die Abrisse für 24-48 Stunden stehen lassen und danach ganz normal in Anzuchterde gesteckt. Ergebnisse aus dem versuch kann ich natürlich noch nicht präsentieren, aber ich habe vor, den Versuch zu wiederholen und auszuweiten mit anderen Methoden und Pflanzen.

Ein weiterer Versuch betrifft diese schmucke Sumpfpflanze. Ich habe sie in einem fast ausgetrockneten Schlickloch an unserem Holzplatz gefunden und später auch in einem angrenzenden Wassergraben. Noch habe ich sie nicht bestimmt, aber ich meine mich erinnern zu können, vor einiger Zeit bei der Recherche von dieser Pflanze gelesen zu haben. Da ging es um die Produktion von großen Mengen Grünfutter (z.B. als Hühnerfutter) im Rahmen der hofeigenen Kreislaufwirtschaft. Leider haben Wasserlinsen, Entenflott und all‘ diese anspruchslosen und sich von Luft und Liebe ernährenden Pflanzen den grossen Nachteil, dass sie Radioaktivität wie einen Schwamm aufsaugen. Sozusagen. Meine Versuchspflanze lebt und wächst seit einigen Wochen auf der Fensterbank. Ein wenig Licht und klares Wasser bekommt sie und hat in der Zeit etwa das Doppelte an Grünmasse gebildet. Bislang habe ich leider nicht gewogen, aber man stelle sich nun vor, ich würde Hühnerkacke oder Karnickelkötel in das Wasser geben. Da müsste sie abgehen wie eine Rakete.

Ich habe auch weiter an der ‚Entrümpelung‘ gearbeitet. Das betrifft zum einen Dinge, die wirklich entsorgt werden konnten und hier nur kostbaren Platz verbrauchten und zum anderen all‘ das Zeug, was vielleicht nett anzusehen ist, aber in diesem Setting keinen praktischen Nutzen hat. Ersteres wird rigoros ins Auto und auf den Anhänger gebracht und zur Deponie gefahren (auf dem Rückweg kann man immer prima einen 3/4 Kubikmeter Erde mitnehmen!) und letzteres soll verkauft werden. Begonnen habe ich mit kartonweise Büchern, die zu dem allseits bekannten Internet-Ankäufer geschickt wurden. Ein Befreiungsschlag! Platz! Die Bücher waren nicht nur physisch aus dem Weg, es wurde auch ein Platz im Hirn frei, der bislang mit dem Gedanken belegt war ‚darum musst du dich bei Gelegenheit auch mal kümmern, hättest du schon längst machen können‘

Nachteil an der Aktion war, dass im Nachgang ausgerechnet die relativ hochpreisigen Bücher als in sehr schlechtem Zustand bemängelt und kostenneutral entsorgt anstatt vergütet wurden. Dass darunter auch 2 ungelesene Marketingbücher waren, gibt dem ganzen einen unangenehmen Beigeschmack. Aber vermutlich war das nur Zufall, ich kann mir kaum vorstellen, dass bei so einem großen Konzern der einzelne Mindestlohn-Mitarbeiter, der die Ware auspackt, das alte Töpfchen-und-Kröpfchen-Spiel spielt.

Das war im Wesentlichen der Februar. Geburtstag hatte ich natürlich auch und habe mich diebisch gefreut, dass ich just an diesem Tag so viele Bekannte getroffen habe, die nichts davon wussten und es vermutlich niemals erfahren werden. Es macht mir wesentlich mehr Spaß, Dinge für mich zu behalten, anstatt sie auszuplaudern. Man glaubt es kaum, betrachtet man die Länge meiner Beiträge. Ich schmunzle fast täglich bei dem Gedanken an das, was mir der nette Polizist alles erzählt hat, der auf unserer Hofstätte diejenige/denjenigen aus der Nachbarschaft suchte, die/der unsere Adresse für etwas benutzte worüber ich informiert wurde und auch sonst ‚keine(e) Unbekannte(r) sei. Und darüber, dass die Nachbarschaft garantiert dachte, der kommt wegen uns.

Nun ja, und bei euch so?

12 Gedanken zu „Willkommen März, willkommen Frühling

  1. anyone4curryandotherthings

    Ich habe es genossen das Photo mit den Schneegloeckchen zu sehen – mein UK Garten war voll damit. Geniesse den Fruehling und btw ich finde es lustig, dass Du Deinen Huehnern den Kranz gemacht hast – gibt es jetzt wirklich auch mehr Eier? 🙂

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Das freut mich. 🙂 Ich habe mit ganz wenigen Schneeglöckchen hier angefangen und bin noch dabei, immer wieder zu teilen und zu verpflanzen. Irgendwann, wenn ich als alte Oma mit einer warmen Decke in meinem Schaukelstuhl sitze will ich zufrieden einen Traumgarten anschauen können.
      Es ist jetzt die Zeit, wo sich das Licht merklich verändert und die Hühner reagieren sofort darauf, sie legen jetzt wesentlich mehr. Einige Hühner legen im Winter ja gar nicht. Den Kranz habe ich leider nicht selber gemacht sondern geschenkt bekommen. Über Winter hat er uns im Haus erfreut und nun darf er noch ein bisschen am Stall hängen.
      LG Oli

      Antwort
  2. Alex

    Wieder ein kurzweiliger Bericht, der Lust darauf macht, näher am Land als bisher zu wohnen.
    Allerdings muss das warten bis zum nächsten Leben, in diesem wird das nichts mehr.
    Aber es ist schön zu träumen und auch ein bisschen teilzuhaben 🙂
    LG Alex

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Das klingt schon etwas traurig Alex aber ich freue mich, wenn ich zum Träumen inspirieren kann!
      Das Teilhaben lassen soll nach Möglichkeit in Zukunft nicht mehr so kurz kommen, derzeit haste ich zwar durchs Leben, aber das regelmässigere Bloggen und der Austausch fehlen mir schon.
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
      1. Alex

        Das soll nicht traurig klingen, nur realistisch. Wäre ich nochmal so jung wie einst… 🙂 läge mir die Welt vor den Füssen…
        Ist aber nicht so, und ich hadere auch nicht damit. Aber ich wuchs als ganz kleiner Knirps 3 sehr idyllische Jahre ganauso auf und hab das nie vergessen. Daran erinnern mich Deine Ausführungen.
        LG Alex

  3. Denise

    Hi Oli, just am Wochenende meinte meine Schwiegermama ob ich nicht Wasserlinsen für die Hühner „anbauen“ will in einer Wanne. 🙂 Ich fand die Idee Super, aber jetzt ab ich Zweifel… Meinst Du, das ist so krass mit der Radioaktivität? Also, ich ess auch Pilze aus’m Wald (in Bayern) und Wildschwein auch… Liebe Grüße, Denise

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Hallo Denise, ich esse auch Pilze aus dem Wald und Wildschweine und könnte mir vorstellen, dass alles mit Augenmaß vertretbar ist. Wenn man allerdings einen grösseren Teil des Grünfutters durch Wasserlinsen ersetzt, gibt es anscheinend Probleme. Ich habe auf die Schnelle 2 Artikel rausgepickt, suchte aber an sich einen anderen, besseren: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/das-langlebige-element-hat-eine-halbwertszeit-von-1600-jahren/134920.html

      https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Wasserlinse

      Da der Anbau so einfach ist und die restlichen Inhaltsstoffe so wertvoll sind, ist der Gedanke das Zeug zu Verfüttern wirklich verlockend. Ich liebäugle auch immer wieder damit und derzeit wird die kleine Wasserlinse als Wildgemüse für den Menschen auch sehr gehyped. Es dürfte aber noch andere, produktive Wasserpflanzen geben, die man für Tiernahrung leicht anbauen kann. Habe eben meinen Verlauf durchsucht, meine Favoriten und mein Hirn zermartert – aber ich komme nicht auf die eine Art, die in Deutschland als Neophyt unterwegs ist, superproduktiv, gesund, leicht anzubauen … Ich habe erst vor ein paar Wochen darüber was gelesen und trage mich seitdem mit dem Gedanken einen Test im IBC-Tank zu machen. Zu blöd, dass ich die Art nicht wiederfinde gerade.
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
      1. Denise

        Danke für die schnellen Infos!! Ich frag mal meinen Mann noch, der ist Fisch-&teichwirt, vielleicht kann er da was dazu beitragen. Will er nur glaub ich nicht – er hat schon so geguckt, als ich das mit den Wasserlinsen erwähnt hab… Er befürchtet eine Masseninvasion von Mücken auf der Terrasse, weil ich Feuchtbiotope im Garten verteile. 😉

      2. Oli@Landidylle Autor

        Ach, dann kommen eben noch ein paar anspruchslose Fischlis mit ins Bassin, die die Mückenlarven fressen und später – bevor das Bassin durchfriert – Hühnerfutter werden. Win-Win-Win-Win 🙂 Bestimmt kann der werte Gatte dich in Punkto geeignete Fischarten beraten. HarHar 😉

  4. Denise

    🙂 dann gleich die eigene Fischzucht! Um eure Karpfenteiche beneid ich euch, ich liebe Karpfen…Ein komplett unterschätzter ökofisch. Hab jetzt noch was gefunden zu den Wasserlinsen:
    http://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/entengruetze-eine-nutzpflanze-der-zukunft-ein-unscheinb-10187
    Meine Schlussfolgerung daraus – die Linsen sind dann maximal so belastet wie das Wasser in dem sie wachsen. Ich probier’s einfach 🙂 zum Thema Wasserpflanze neophyt hab ich auch was gefunden – ausgerechnet im Karpfenteich! Da die Pflanze aber auch über Vögel verbreitet werden kann, ist mir auch der „geschlossene“ Anbau in der Wanne zu gefährlich…
    http://anglerverein-borken.de/files/algenfarn_neophyt_ft062015.pdf

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Ist nur ein Teich und wir mögen keine Karpfen. 😦
      Dabei stimme ich dir zu: es wäre perfekt für die Kreislaufwirtschaft, ihn hier zu verwenden!

      Da die Wasserlinsen filtern und anreichern, beinhalten sie hinterher natürlich Stoffe aus Massen Wasser. Und das dürfte für alle Arten und Sorten gelten. Udo Pollmer hat noch was einzuwerfen: http://www.deutschlandradiokultur.de/entengruetze-geheimrezept-fuer-smoothie-fans.993.de.html?dram:article_id=378034
      Ich finde es ja immer herrlich, wie er Hypes auf den Grund geht, aber manchmal finde ich es auch etwas borniert, wenn er neuen Ideen nicht etwas aufgeschlossener ist.
      Danke für den Artikel über Azolla, das war glaube ich das Kraut, was ich meinte.

      Sooo vielversprechende Pflanzen und wunderbar in Kreisläufe einzufügen! Schade, aber das Risiko ist mir auch ein wenig groß.

      Wenn du deine Entengrützenproduktion startest bin ich sehr gespannt!

      Antwort

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