Schlagwort-Archive: Hühnerfutter

Willkommen März, willkommen Frühling

Nun wird es wirklich hohe Zeit, den März zu begrüßen. Der Frühling ist da, die Natur erwacht zu neuem Leben und entwickelt sich mal wieder so explosionsartig, wie man es sich im Winterhalbjahr nicht träumen lässt, nach alter Tradition rasseln die Waffen um dem Kriegsgott Mars zu huldigen, im Selbstversorgergarten ackert das Schlachtross und die Tag-und-Nacht-Gleiche steht vor der Tür. Im Gegensatz dazu lief der Februar fast noch in Zeitlupe ab, ungeliebt ist er von den meisten, denn so langsam hat man den Winter über, will nicht mehr frieren und zumindest hier oben im Norden auch mal wieder das Sonnenlicht sehen. Weiterlesen

Willkommen Februar, willkommen Midlife Crisis (sofern ich dafür Zeit finde)

Verfall

Februar. Der letzte Monat des Winters. Ich kann den Frühling bereits riechen, die Vögel ganz offenkundig auch, denn kaum ist der Zensus der Vogelschar aka Stunde der Gartenvögel vorüber (bei der sich kaum nennenswert Vögel in unserem Garten gefunden haben), zwitschert und tiriliert es aus ungefähr jedem Baum und Strauch. Zwar ist der Februar meistens noch einmal gut für spontane und echte Wintereinbrüche, aber es lässt sich nicht mehr leugnen, dass die dunkle Jahreszeit nun wirklich bald vorbei ist und die Natur schon bald zu neuem Leben erwachen wird. Das Bauernjahr beginnt und im alten Brauchtum wird das Licht in die Welt getragen. Apropos Licht und Welt: ein weiteres denkwürdiges Ereignis im Februar ist seit einigen Jahrzehnten mein Geburtstag. Weiterlesen

Kalk für’s Huhn, wenn man das Futter selber mischt

Eierschalen als Hühnerfutter

Mehr noch als Menschen brauchen Hühner eine recht ausgewogene Ernährung, denn unsere Haushühner sind weit von dem normalen Lebensstil ihrer Vorfahren entfernt, die nur etwa 15 Eier im Jahr legen. Ich maße mir nicht an ein Hühner-Ernährungsprofi zu sein und es gibt im Internet wirklich ausreichend richtig gute Webseiten, die sich mit dem Thema beschäftigen, aber ich will mal eben im Schnelldurchlauf erzählen, wie wir es machen. Speziell für Ismail.
Füttert man gekauftes Legemehl ist dieses üblicherweise ausgewogen, es muss nichts zugefüttert werden UND es darf an sich auch nichts zugefüttert werden – denn damit bringt man die Nährstoffzusammensetzung natürlich durcheinander. Ist das Legemehl oder Legekorn kein Alleinfuttermittel, steht entweder auf der Packung wieviel von was zugefüttert werden kann oder der nette Verkäufer im Landhandel kann Auskunft geben oder, wie in unserem Fall, die nette Bäuerin vom Biohof. Weiterlesen

Tierversuche mit Hühnern: Fermentierte Körner und Wasserkefir im Napf

Hühner trinken Tibica-Wasser (Wasserkefir)

Einer von den vielen Bereichen, über die ich bislang viel zu wenig oder gar nicht berichtet habe sind Fermente mit SCOBYs (symbiotic colony of bacteria and yeast). In meiner Speisekammer wohnen verschiedene Kulturen von Wasserkefir (Tibicos) bis Kombucha, ausserdem fermentieren wir wild mit Mikroorganismen aus der Umgebung und von der Oberfläche  (Sauerkraut, Kimchi) davon zumindest habe ich zum Teil schon berichtet.
Neulich nachts las ich mal wieder in Sandor Katz‘ grandiosem Buch ‚The Art of Fermentation‚ von dem hier an anderer Stelle noch die Rede sein soll und erfuhr, dass einige Tierhalter das Körnerfutter für ihre Tiere über Nacht fermentieren. Dass fermentierte Lebensmittel besser verträglich sind und die Nährstoffe besser aufgeschlossen als im Ursprungsprodukt, ist schon zu vielen durchgesickert; dass man mit Fermenten (bis zu einem gewissen Grad) schlechtes Wasser desinfizieren kann zu manchem, dass in der Landwirtschaft fermentiertes Futter gereicht wird, weiss jeder, der mal eine Landpartie gemacht hat und wahlweise die grünen/weißen Hügel mit Silage oder den herrlichen Duft derselben wahrgenommen hat. HarHar! Weiterlesen

Entenproteine als Hühnerfutter – Verwertung der Enteneier

huehnerfutter-entenprotein2

Die sinnvollste Verwertung für ungeliebtes oder im Überfluss vorhandenes Eiweiss ist im Selbstversorgergarten wahrscheinlich die Transformation zu einem anderen Eiweiss.
Karpfen in Hühnchen zu transformieren hatte ich bereits angesprochen, auch Weißfisch zu Ente ist denkbar, Fleischreste zu Wachtelfleisch, überschüssige Milch zu Schweinefleisch wäre ein Klassiker, Quecke zu Kaninchen ein Traum. Neu für mich entdeckt habe ich die Möglichkeit, Enteneier in Hühnereier zu verwandeln. Alchemie für Selbstversorger. Weiterlesen