Schlagwort-Archive: Winter

Baumfrau: Grundofen statt Zentralheizung – geht das?

Grundofen statt Zentralheizung – geht das?
Und wenn ja, wie?
(Kosten, Nutzen und Gefühle)

Als ich vor 11 Jahren mein 100 qm Holzhaus plante, war ich noch voll berufstätig mit vielen – auch mehrtägigen – Dienstreisen. Daher entschied ich mich für eine Gasheizung (mit Fußbodenheizung und Warmwasser) und schaffte mir einen wunderschönen kleinen gusseisernen Morsö-Kaminofen für die zusätzliche Wärme und die Gemütlichkeit an.

Die Jahre vergingen, die Arbeit außer Haus wurde weniger – erste Reparaturen der Gas-Brennwerttherme  (und erste Ausfälle im Winter) fielen an. Mein Kaminofen hielt sich wacker – heizte aber natürlich nur den Raum, in dem er stand und morgens war es dementsprechend kalt im Haus. Weiterlesen

Das war der Februar (Willkommen März)

Eierschwemme, Lagerkartoffeln und Spinat: Spätwinter-Essen

Nein, ich habe nicht das Interesse an der Selbstversorgung und den anderen Themen verloren, auch die Lust auf diesem Blog darüber zu berichten ist noch da. Dass seit geraumer Zeit jemand gehörig an der Uhr dreht habe ich schon oft genug erwähnt und das Phänomen der rasend schnell vergehenden Zeit kennt auch fast jeder selber, dass hier ein Baby wohnt, das langsam selbstständig wird und ein bedürfnisstarkes größeres Kind ist bekannt und auch, dass ich seit Januar täglich 2 Stunden reine Fahrtzeit in den/vom Waldorf-Kindergarten habe. Dass jedes Fass einmal so voll ist, dass ein weiterer Tropfen es unweigerlich zum Überlaufen bringt, ist logisch, nur weiss man leider meist nicht vorher, wann es soweit ist und welcher der X verschiedenen Faktoren im Leben dieser besondere Tropfen ist.

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Willkommen Februar, willkommen Licht

Es ist erstaunlich: obwohl die Zeit für viele Menschen gefühlt gerade so schnell vergeht wie noch nie, zieht sich der Januar doch vergleichsweise in die Länge. Liegt es daran, dass der Januar vor allem auch finanziell gesehen ein langer Monat ist, in dem sich viele Rechnungen häufen oder vielleicht daran, dass zwei lange Monate aufeinander folgen? Oder haben wir langsam die Dunkelheit und den Winter satt und jeder düstere Tag kommt uns vor wie einer, der nicht vergehen will?
Ich weiss es nicht, aber gewiss ist: wir haben den langen Januar hinter uns gebracht und können nun jeden Tag merklich mehr das Licht willkommen heißen! Weiterlesen

Willkommen Januar, Willkommen 2019


Das neue Jahr ist schon fast 3 Wochen alt und ich komme endlich dazu, den ersten Beitrag zu verfassen. Herrje, ich muss mich schon wieder entschuldigen!
Zunächst einmal danke ich allen für die lieben Weihnachts- und Neujahrswünsche und gebe diese dreifach an euch zurück. Ich freue mich immer sehr über Kommentare, E-Mails und Anrufe, schaffe es aber derzeit kaum zu antworten oder mich selbst zu melden.
Das Baby ist nun 8 Monate alt, krabbelt und braucht somit ständige Beaufsichtigung, es schläft nicht mehr auf dem Schoß an der Brust während Mama am Laptop sitzt sondern im Familienbett; es seufzt und schnauft bei jedem hörbaren Tastenanschlag weil es den leichten Schlaf der Mutter geerbt hat. Die ‚große‘ Tochter geht nun in einen Waldorf-Kindergarten in der nächsten Stadt – und da wir hier im Niemandsland zwischen 4 Städten sitzen ist das ein Fahrtweg von etwa 30 Minuten pro Tour.
Derzeit bin ich noch dabei, meinen neuen Rhythmus zu finden und vor allem die häuslichen Pflichten noch besser zu organisieren, sodass mittelfristig Zeit zum Lesen, Schreiben und Gärtnern bleibt. Woher ich die nehmen soll ist noch unklar denn neben dem Herrichten von 3 Mahlzeiten, 2 Stunden im Auto, dem Anheizen der Öfen, Versorgen der Tiere, den begleiteten Nickerchen des Babies, minimaler Arbeit und dem bisschen Haushalt bleibt unter der Woche keine Zeit für Extras. Derzeit bin ich froh, wenn ich es abends schaffe meine Zähne zu putzen. Ernsthaft.
Hätte mir das jemand gesagt, als ich noch keine Kinder hatte, sondern noch frei wie ein Vogel und Herrin über meine Zeit – ich hätte es nicht glauben können. Tja, jetzt ist es raus. Weiterlesen

Willkommen Januar, Willkommen 2018

Ich wünsche allen Lesern ein gesundes & friedliches Jahr 2018. Glück, immer eine Handbreit Groschen im Portemonnaie und für Hobbygärtner natürlich einen guten Ertrag in der nächsten Saison.
Ist es vermessen, den ersten Beitrag im neuen Jahr mit einem Matsch-Foto einzuleiten?
Ich denke nicht, denn Niederschläge, Matsch und Überschwemmungen sind das bestimmende Thema hier im echten Norden und – wie ich höre – nun auch anderswo. Weiterlesen

Der erste ernstzunehmende Frost 2017

… wird von mir für unser Kleinklima auf den 7. November festgelegt.
Auch dieses Jahr gab es vorher bereits das ein oder andere Mal Reif, aber im Wesentlichen nichts, was kälteempfindlichen Pflanzen ernsthaft geschadet hätte. Der erste echte Frost liegt dieses Jahr damit also im Mittelfeld meiner Aufzeichnungen.

Da das Wetter hier seit einigen Wochen das Hauptgesprächsthema ist wage ich sagen zu können, dass die meisten Mittelholsteiner wohl froh und glücklich wären, wenn es beim Frost geblieben wäre und nicht wochenlang geregnet hätte bis Gräben und Flüsse unter Wasser stehen, der Boden so gesättigt ist mit Wasser, dass bei kleineren Sturmböen bereits die Bäume entwurzelt werden und jeder Gang eine matschige Schlitterpartie wird.

Fazit: wäre der Regen der letzten Wochen als Schnee gefallen, hätten wir hier eine Winterwunderwelt sondergleichen.

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Traditionelle Dithmarscher Winterkost: Geschmortes Lamm auf Weißkohl mit Kartoffeln

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Es mag nicht besonders schmuck aussehen, dafür ist dieses traditionelle Schmorgericht ein Gaumenschmaus und eine klassische Winterkost im echten Norden. Hier, wo der Kohl besonders gut gedeiht und wo es quadratkilometerweise Land gibt, welches nicht direkt für den Anbau von Nahrung genutzt werden kann, sondern nur über den Umweg Schafhaltung.
Ob zur Deichpflege, auf den feuchten Salzwiesen oder im Hinterland: Schafe prägen das Landschaftsbild von Dithmarschen und Nordfriesland und sind unverzichtbar für die Landschaftspflege. Aber natürlich gehören sie auch seit Alters her zur traditionellen norddeutschen Küche wie Kohl, Mehlbüdel und Fliederbeersuppe. Weiterlesen

Willkommen Dezember

Nebelwald im November

Tja, Dezember. Wir wünschen ihn uns ruhig und friedlich, besinnlich und erholsam für Körper und Seele aber solange ich mich zurückerinnern kann, gab es im Dezember noch immer kleinere oder größere Katastrophen. Erwarten wir vielleicht einfach nicht zuviel von diesem besonderen Monat in diesem besonderen Jahr. 2016 war und ist für viele Menschen eine echte Herausforderung, verschiedene Zustände erscheinen unerträglich und ich persönlich kam seit Jahren nicht mehr so oft in die Situation sagen zu müssen: „Das ist ja kafkaesk!“
In diesem unseren Kulturkreis ist es ein guter Monat, um demütig zu sein und Raum für Rückblicke zu schaffen. Vielleicht dankbar zu sein für die wirklich wichtigen Dinge und darauf aufbauend dann immer wieder nach vorne zu schauen und mit guten, eigenen Plänen weiterzumachen. Oder endlich zu starten? Weiterlesen

Gartenrundgang Mitte November im Eis

Eiskristalle wachsen

Ein kurzer Gartenrundgang mit Fotos von heute morgen um 7 Uhr. Wie man an den Eiskristallen sehen kann, haben wir eine feuchte Kälte, die unangenehm beisst. Die Kristalle wachsen durch Feuchtigkeit in der Luft  von Tag zu Tag weiter. Heute zog am Vormittag ein recht starker Nebel auf und am Nachmittag kam die Sonne dazu noch heraus. Als wir über Land fuhren, zeigten sich uns also herrliche Bilder von weißen frostigen Landschaften im kalten, weißen Nebel und angestrahlt von der Sonne. Natürlich war die Kamera zuhause. Demnach also nur ein paar Impressionen aus dem leeren Garten ohne Tiere. Weiterlesen

Die Ernte geht weiter: Grünkohlernte im Januar mit Einsichten & Überraschungen

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Vor dem sowohl angekündigten, als auch be-merk-enswerten herannahenden Unwetter habe ich noch schnell einen Gartenrundgang gemacht um zu sehen, welche Pflanzen, die den Winter draussen verbringen, eventuell Schaden nehmen könnten.
Grünkohl.
Grünkohl wollten wir ohnehin demnächst essen und bevor mir Starkregen, Hagel oder Meteoritenschauer die Blätter zerschlagen, habe ich ihn kurzerhand geerntet.
Man kann eindrucksvoll sehen, dass Barfröste dem Grünkohl nicht guttun. Weiterlesen