Archiv für den Monat Februar 2016

Marinierte Pute mit Knoblauchreis, Kirschpaprika und glaciertem Kürbis

pute-kuerbis-knoblauchreis

Ich weiss, ich weiss, die Zutaten wurden recht lieblos auf den Teller geklatscht und meine Schnappschüsse sind weit von dem entfernt, was man dem werten Leser heute anbieten muss. Zum Glück ist das hier ja auch kein Food Blog, sondern ein Tatsachenbericht aus dem echten landidyllischen Leben zwischen Windeln und Holzofen, Hühner füttern und Essen kochen. Und zum Gucken gibt es ja glücklicherweise viele tolle und professionell gemachte Blogs. Eins schöner als das andere. Weiterlesen

Die Pommernenten

pommernenten

Seit einiger Zeit wollte ich schon unsere Pommernenten vorstellen. Wie man unschwer erkennen kann, lagert das Foto schon seit dem Spätsommer auf der Festplatte, aber nun ist es soweit. Wir halten ja seit einigen Jahren Flugenten und irgendwann kam mein Mann auf die Idee, dass wir Pommernenten brauchen. Bei einem Besuch des Archehofs Warder sahen wir einige Schläge der Tiere in natura und sie fielen sofort durch ihre Zutraulichkeit auf.
Handfest wie er nunmal ist fragte der Gatte dann sogleich, ob wir einige dieser Enten kaufen können. Wir konnten und schon bald haben wir diesen kleinen Zuchtstamm zu uns geholt. Weiterlesen

Apfelkompott mit Kardamom :: Gewürzapfelmus

gewuerz-apfelkompott

Derzeit lese ich parallel zu einem anderen wunderbaren Buch ein Kochbuch über verschiedene Konservierungsmethoden mit etwas ausgefalleneren Rezepten. Es handelt sich um ‚Gartenfrische Vorräte durchs ganze Jahr‚ von Nora Carey. Der deutsche Titel klingt in meinen Ohren wie der Teaser eines Artikels in einer Frauenzeitschrift, im Original heisst das Werk ‚Perfect Preserves: Provisions from the Kitchen Garden‚ und es ist wirklich gut.
So bin ich auf ‚Blutorangen in Minzsirup‚ gestossen, auf ‚Karottenkonfitüre‚ und eben auch auf dieses Apfelkompott mit Kardamom. Gerade zur Winterzeit ist es ja nun nicht so sehr aussergewöhnlich, an sein Apfelkompott Gewürze wie Zimt zu geben, aber die Autorin schafft es zusätzlich bei vielen Rezepten durch die Art der Zubereitung und die Abfolge der Arbeitsschritte, anstatt einfacher lagerfähiger Konserven, veredelte Delikatessen herzustellen. Weiterlesen

VEL: Sauerkraut mit Kartoffelpüree und Kohlwurst

sauerkraut-kohlwurst
Dieses Rezept ist so simpel, dass es an sich jeder im Tiefschlaf zubereiten kann, aber in der neuen Serie VEL ‚Vom Eingemachten leben‚ darf es natürlich der Vollständigkeit halber nicht fehlen und ausserdem passt es ja perfekt zu dem Artikel in dem ich berichte, wie wir unser Sauerkraut selber herstellen.

Ihr könnt, wie berichtet, die Gärung eures Sauerkrauts dann abbrechen, wenn euch der Säuregrad und der Geschmack am besten gefallen und das Kraut portionsweise in Gläsern einkochen. Obwohl eingekochtes Gemüse im Gegensatz zu Obst normalerweise nur eine Halbkonserve ergibt, würde ich wetten, dass Sauerkraut durch die Säure eine Vollkonserve wird.  Weiterlesen

Sauerkraut – wie wir es selber herstellen

sauerkraut3

Sauerkraut im Gärtopf selber herzustellen ist denkbar einfach, geht zügig, man kann selber bestimmen, ob und wann die Gärung abgebrochen wird und wie sauer oder mild man es gerne möchte. Man kann Sauerkraut im Gärtopf lange lagern oder es einkochen, wenn einem der Säuerungsgrad gefällt und damit die Fermentation unterbrechen.

Auch die Sorte des Weißkohls hat Einfluss auf den späteren Geschmack, ‚Filderkraut‘, welches wir letztes Jahr benutzt haben, wird zum Beispiel nachgesagt, dass es sehr mild und damit gut geeignet für die Sauerkrautherstellung ist. Dieses Jahr haben wir eine stinknormale, runde (späte!) Sorte benutzt und zusätzlich andere Parameter justiert und sind hochzufrieden. Weiterlesen

Traditioneller Grünkohl mit Kasseler Nacken und karamellisierten Kartoffeln

gruenkohl-kasseler-kramellisierte-kartoffeln

Nachdem ich die Grünkohl-Ernte relativ spät und mit entsprechenden Verlusten eingefahren habe, wollten wir nun ein ganz klassisches, norddeutsches Gericht daraus machen. Wobei ’norddeutsch‘ ja auch schon wieder ein weites Feld ist; auch wenn die hiesigen Gefilde im internationalen Vergleich klitzeklein sind, sind die regionalen, ja man muss wohl sagen lokalen Unterschiede gewaltig.
Das Plattdeutsch, welches in einigen, nicht weit entfernten, Dörfern gesprochen wird, brauche ich mich gar nicht erst bemühen zu verstehen und wer einmal in Dithmarschen zu einem Grünkohlessen in einem traditionellen Gasthaus war, staunt über die Berge von verschiedenen Fleischsorten, die dort gereicht werden. Da wird der Grünkohl schon fast zur Nebensache. Weiterlesen