Mit Reh-Hack gefüllte Paprikas und spanischer Reis

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Manchmal fügt sich alles so schön zusammen, und ich weiß, dass Zweifel und der Unmut meist gar nicht angebracht sind. Vorgeschichte: Wir haben uns ja bekanntermassen in den Kopf gesetzt, uns nicht nur mit Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten selbst zu versorgen und die Tiere zur Fleischproduktion selber aufzuziehen oder auf der Jagd zu erlegen – nein, wir wollen auch noch das Tüpfelchen auf dem i, die Sahnehaube, die Delikatessen.
Rüben, Kartoffeln und Kohl als Grundnahrungsmittel kann in Norddeutschland jeder anbauen. Die Kunst wäre, in diesem mitunter traurigen Klima auch viele der Exoten, auf die man mittlerweile nicht mehr verzichten will, aus eigenem Anbau zur Verfügung zu haben.
Wir sind dieses Jahr zwar schon an den Tomaten gescheitert, da die samenfesten Sorten, die wir im Anbau hatten, aufgrund der Feuchte sofort der Kraut- und Braunfäule erlegen sind, dafür haben wir aber Yacon, Süsskartoffeln und Tomatillos – mit wieviel Erfolg wird sich demnächst bei der Ernte zeigen. Und wir geben so schnell nicht auf!

Unser Paprikabeet beispielsweise war beeindruckend, leider reiften die meisten Früchte in diesem Jammertal aus kalter, feuchter Luft nicht aus. Nachdem ich nach den ersten beiden Frostnächten stundenlang unverdrossen Früchte erntete war klar: die Ernte ist groß, nur grün! Weiterlesen →

Feldsalat mit Speck und Blaubeer-Balsamico

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Vermutlich habe ich es an dieser Stelle noch nicht erwähnt, weil es für uns ziemlich alltäglich ist, aber möglicherweise bringe ich ja jemanden auf den Geschmack.
Unser absoluter Lieblingssalat ist Feldsalat mit Speck und wechselnden Balsamico-Essigen. Glücklicherweise (was diesen Aspekt angeht) geht es auf den Winter zu und somit auf die Hochsaison des bitteren Feldsalats. Wie so oft gefällt uns die Mischung aus süß-bitter-sauer-salzig besonders und je nachdem, für welche Sorte Balsamico man sich entscheidet, kommt noch eine ausgesprochen fruchtige Note hinzu. Weiterlesen →

Mini-Kiwis

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Diese Mini-Kiwis habe ich im Supermarkt entdeckt. Interessant, dass dieses Wunschobst nun Mainstream zu werden scheint. Seit Jahren schon plane ich eine Kiwi an die Hauswand zu setzen. Abgehalten davon hat mich die Tatsache, dass unsere Hochbeete aus Granit-Trockenmauern, die ums Haus laufen sollen, noch nicht aufgesetzt sind, weil andere Baustellen wichtiger waren. Dass Kiwis und verschiedene Mini-Kiwis mit all‘ ihren exotischen Namen hier gedeihen wusste ich, dass sie überreichlich tragen können erfuhren wir vor wenigen Jahren von einem Bekannten. Weiterlesen →

Die andere Seite des Zauns …

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Wir alle wissen:
„The grass is always greener on the other side of the fence.“
Und wie sehr das stimmt! Das neu angelegte Kaninchengehege sieht nach wenigen Tagen aus, als würden dort zwei Mini-Schweine wohnen. Es ist kaum noch Gras zu sehen, was nicht vom Regen durchweicht und von den Riesenpfoten runtergetrampelt wurde, liegt unter einer Erdschicht verborgen. Die Karnickel haben ihre Karnickel-Gene entdeckt und einen Gang gebaut. Vielleicht sogar schon eine Höhle. Oder zwei. Möglicherweise ein Gangsystem. Wahrscheinlich aber noch keinen zweiten Ausgang auf der anderen Seite des Zauns – da wo das Gras wirklich noch grün ist. Weiterlesen →

Der erste ernstzunehmende Frost 2015

frost… wird von mir hiermit (für unsere Region) auf den 12 Oktober festgelegt.

Obwohl ich einen relativ frühen, stärkeren Frost vorgesagt habe, war ich schlecht vorbereitet. Die Paprikas waren allesamt noch auf dem Beet und hofften darauf, dass die letzte Sonne ihnen zu roten Bäckchen verhelfen würde. Den Winterrettich und die gelbe Bete hatte ich gerade erst angefangen zu ernten, die Karotten waren noch auf dem Beet und der Chicorée auch. Weiterlesen →

Reptilienhaut-Rettich

winterrettich

So heisst er natürlich nicht wirklich. Wobei: warum eigentlich nicht? Der Gärtner im Allgemeinen und der Gemüsegärtner im Besonderen gibt seinen Züchtungen doch gerne Namen, die an die Tierwelt angelehnt sind, bevorzugt von denen mit Attributen, deren Assoziation er bei seiner Pflanze gerne verstärken möchte: Ochsenherz-Tomate, Krötenhaut-Melone, Schlangengurke, Rattenschwanzrettich … Weiterlesen →

Wie lagerfähig sind ausgereifte Zucchini? Ein Versuch

zucchini_ausgereift

Wenn man mit der eigenen Ernte über das Jahr kommen will, kann man ja auf die verschiedensten Methoden zurückgreifen. Vom Einkochen, Dörren oder Einfrieren bis zum konsequenten saisonalen Verzehr von Obst und Gemüse, was gerade zur Verfügung steht. Je nachdem, wie gut man sich mit ergänzenden Wildkräutern auskennt und diversen äusseren Faktoren kommt man damit schon recht weit. Ich persönlich finde die Lagergemüse aber besonders toll. Ich mag es einfach, auf einem ganzen Haufen Vorräten zu sitzen, die nicht weichgekocht oder energiezehrend eingefroren sind. Lagergemüse kann man einmieten oder bei entsprechender Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit liegen lassen, ohne dass sie verderben. Weiterlesen →

Feigen-Aubergine-Feta-Crème

feigencreme

Bestimmt kennt ihr die wahnwitzig leckere Feigencrème vom Orientalen auf dem Markt?
Würzig, süsslich und irgendwie bekommt man nie so ganz heraus, was die geheimen Ingredienzen sind. Dieses Zeug hat definitiv einen eingebauten Suchtfaktor. Um es ganz dekadent im großen Stil als alleinigen Sattmacher zu einem frischen Fladenbrot zu essen, ist es aber recht teuer. Ein weiterer guter Grund, die Feigen-Auberginen-Crème selber herzustellen. Wir bauen (noch) keine Feigen an, in meinem alten Garten hatte ich einen Feigenbaum und der trug satt. Überbordend viel. Aber ich gebe zu, dass ich damals nicht so genau wusste, was ich aus den Feigen machen soll und somit sind die meisten dann verkommen. Was für ein Verlust! Weiterlesen →

Fladenbrot (noch nicht perfekt)

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Kürzlich benötigte ich als Brotbeilage dringend ein Fladenbrot und machte mich auf die Suche nach einem Rezept, was originale Schmackhaftigkeit und Konsistenz verspricht. Einige wenige konnte ich finden, ich habe auch exakt das verlangte Mehl benutzt, den Hefeteig entgegen meiner Gewohnheiten warm geführt, den Teig immer und immer wieder gefaltet und zweimal gehen lassen, im Ofen geschwadet. Trotzdem ist das Ergebnis eher ein flaches Weißbrot teutonischer Art als ein typisch türkisches oder griechisches Fladenbrot, so wie wir es schätzen. Weich und fluffig aber trotzdem zäh zu zerreissen mit großen Luftlöchern. Weiterlesen →