Schlagwort-Archive: Dörren

Willkommen Oktober, Adieu Licht

Heißt mich willkommen zurück, es gibt mich noch, sogar noch mehr als sonst wenn wir mal nach dem Körpergewicht gehen.
Ich habe viel Zeit im Wald verbracht – gut behütet von meinem neuen Regenhut und auf der Suche nach Pilzen, und wenig Zeit im Garten.
Ich habe an der Bundestagswahl teilgenommen und die Berichterstattung amüsiert bis fassungslos verfolgt.
Ich habe viel Zeit am Rechner verbracht aber wenig mit dem Veröffentlichen von Beiträgen.
Ich habe ein kaputtes Trackpad zu beklagen und arbeite – wie wahrscheinlich die meisten Mac-User – ohne Maus; bin also gehandicapt und wenig begeistert von der Idee, das MacBook in fremde Hände zur Reparatur zu geben.
Ich habe fassungslos dem andauernden Regen zugesehen, bin durch den völlig aufgeweichten Boden zu den Tierställen geschmatzt und wartete mehr oder weniger geduldig auf regenfreie Tage, an denen ich Mais und Bohnen hätte ernten können und Wintergemüse sowie Knoblauch pflanzen.

So sieht es also aus; Deutschland ist ein kopfloses Huhn, Norddeutschland steht unter Wasser und ich könnte mich Mittags (wenn es gerade einigermassen hell geworden ist) schon ins Bett legen.

Ich erhoffe mir vom Oktober wettermässig nichts, würde mich über ein paar güldene Tage aber nicht beschweren. Es ist also höchste Zeit, sich wieder mehr den kulinarischen Freuden zu widmen und Kerzen anzuzünden! Weiterlesen

Danke, lieber Giersch – oder: Nach dem Winter ist vor dem Winter…


Seit Anfang April nährt mich der Giersch von meinem Extra Gierschbeet (darüber haben schon einige den Kopf geschüttelt…) auf vielfältige Art und Weise: Als Pesto (die jungen Gierschblätter), als Gierschgemüse, in Pfannkuchen und im Smoothie. Weiterlesen

Willkommen Dezember

Nebelwald im November

Tja, Dezember. Wir wünschen ihn uns ruhig und friedlich, besinnlich und erholsam für Körper und Seele aber solange ich mich zurückerinnern kann, gab es im Dezember noch immer kleinere oder größere Katastrophen. Erwarten wir vielleicht einfach nicht zuviel von diesem besonderen Monat in diesem besonderen Jahr. 2016 war und ist für viele Menschen eine echte Herausforderung, verschiedene Zustände erscheinen unerträglich und ich persönlich kam seit Jahren nicht mehr so oft in die Situation sagen zu müssen: „Das ist ja kafkaesk!“
In diesem unseren Kulturkreis ist es ein guter Monat, um demütig zu sein und Raum für Rückblicke zu schaffen. Vielleicht dankbar zu sein für die wirklich wichtigen Dinge und darauf aufbauend dann immer wieder nach vorne zu schauen und mit guten, eigenen Plänen weiterzumachen. Oder endlich zu starten? Weiterlesen

Früher ging das.

Beeren an der Sonne trocknen. Früher ging das.

Alte Bücher sind toll. Natürlich finde ich Bücher generell toll, wie meine eindrucksvollen Stapel quer durch’s Haus und unter Bücherlasten zusammenbrechenden Schränke unter Beweis stellen, aber wenn Bücher als Zeitzeugen fungieren, denen man schwerlich Schönfärberei und Demenz unterstellen kann, ist es besonders toll. In Sommern wie diesen, wo wir uns gegenseitig von unseren Erinnerungen an heißere Zeiten erzählen während die Zeitungsfritzen sich dabei lächerlich machen, ständig und immer auf’s Neue zu beteuern, wie falsch doch unsere Erinnerungen sind, dass jeder neue Sommer mal wieder der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war und die gemeinen Menschen generell zu verblendet sind um ihren eigenen Erinnerungen und Gefühlen vertrauen zu können, sind sie noch toller. Ich danke meinem Mann, der sehr viel weniger geizig ist als ich und mir ein altes, holsteinisches Kochbuch kaufte, welches ich zwar seit Jahren auf Sicht hatte, bis dato aber nicht kaufte weil ich eine stoische Geduld beim Warten auf Schnäppchen entwickeln kann. Weiterlesen