Archiv der Kategorie: Kochen

Kochrezepte und Backrezepte, die wir meist selber entworfen und getestet haben und die wirklich schmecken und gelingen und – passend zum Thema des Blogs – oftmals typische Selbstversorgergerichte oder so genanntes Arme-Leute-Essen sind. Wir kochen mit guten Zutaten, welche im Idealfall aus dem eigenen Nutzgarten kommen. Es ist nicht unser Ziel den derzeit existierenden tausenden Foodblogs, die mit professioneller Ausrüstung und Bildbearbeitung auf hohem Niveau arbeiten, Konkurrenz zu machen. Hier wird alltäglich und chaotisch gekocht: zwischen Tür und Angel, zwischen Kind und Haushalt, zwischen Garten und Waschmaschine.

Sauerteig-Roggenbrot mit langer Haltbarkeit

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Angeregt durch die Unterhaltung, die nach dem Veröffentlichen des Runenbrotes entstanden ist, habe ich einen Test gemacht und einen uralten Sauerteig-Ansatz (Anstellgut) angefüttert und 2 Tage später verbacken.
Das Ergebnis ist, wie von diesem Sauerteigansatz gewohnt, super. Ein schweres aber lockeres, saftiges Brot, was sich unter anderem dank dem verwendeten Kochstück sehr lange frisch hält.
Für mich war es ein interessanter Versuch, wie lange sich so ein hungernder Ansatz tatsächlich reaktivieren lässt. In meinem Fall waren es einige Monate. Weiterlesen →

3 Johannisbeeren-Marmelade mit Aronia und Sternanis

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Seit Jahrzehnten Fan von eher herben Marmeladen wie Ingwer- oder Orangenmarmelade – was in der Praxis heisst, dass ich sie etwa 3 Mal im Jahr esse – habe ich neulich gelesen, dass sich Sternanis ganz gut in Marmeladen machen soll und wollte das mal ausprobieren. Da der Nachwuchs derzeit eine süsse Phase hat, war auch sichergestellt, dass es einen dankbaren Abnehmer gibt. Zusätzlich habe ich noch einige Aronia-Beeren an die Johannisbeeren gegeben, diese nehmen durch ihr herbes Aroma auch ein wenig Süße. Weiterlesen →

Hot Dogs mit Bratwurst, Schmorzwiebeln und süssem Hausmachersenf in Roggen-Buns

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Die rustikale Variante des allseits beliebten Fast Food mit rot gefärbten Würstchen, totem Mehl und mit allerlei ‚Es‘ stabilisierten Gurken und Röstzwiebeln.
Das Originalrezept, welches ich für unsere Zwecke abgewandelt habe, findet sich in dem hier schon einmal erwähnten ‚Winterkochbuch‘ von Jane Lawson.

Für kurz entschlossene ist dieses Rezept nichts, es handelt sich hierbei nämlich durchaus nicht um fast food, sondern die Vorbereitung braucht seine Zeit, namentlich der süsse Hausmachersenf. Diesen habe ich bereits vor einigen Wochen angefertigt, sodass er ordentlich Zeit zum Durchziehen hatte. Weiterlesen →

Post-Feiertags-Minimalismus: Arme Ritter

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Nun liegen die Feiertage schon wieder fast einen Monat zurück, aber ich habe immer noch Rezepte & Fotos von Enten, Gänsen und Lämmern auf der Festplatte. Und von ganz banalen aber trotzdem ab und an leckeren Dingen wie ‚Arme Ritter‘.
Dass ich über Silvester nichts veröffentlicht habe liegt durchaus nicht daran, dass ich verurlaubt, verkatert oder sonstwie verhindert war – nein, ich war 8 Tage t-offline. Während dieser Zeit habe ich gefühlte 8 Stunden die Musik der Warteschleife gehört, 2 Tage auf den Techniker gewartet, der sich lieber an den Briefkasten geschlichen hat um eine Nachricht einzuwerfen, der Kunde wäre leider zum vereinbarten Termin nicht im Hause gewesen, anstatt sich um das Problem zu kümmern. Wie auch immer, das Problem ist gelöst, ich bin wieder da, das zu kurze Kabel irgendwo am Relais ist verlängert worden (das hat er wirklich gesagt) und ihr müsst damit leben, dass hier noch Beiträge nachgeschoben werden. Weiterlesen →

Anbau und Verkostung: Stachys aka Knollen-Ziest aka Crosne

Stachys

In der letzten Saison haben wir zum ersten Mal Knollenziest angebaut, in der Schweiz besser bekannt als Stachys und in Frankreich als Crosnes. Stachys ist ein Wintergemüse, was ab November geerntet wird. Für den faulen Hobbygärtner ist gut zu wissen, dass Stachys ein ausdauerndes Gewächs ist und somit jedes Jahr wiederkommt sofern man nicht zu radikal die Wurzelknollen erntet. Weiterlesen →

Das Runenbrot

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Aus aktuellem Anlass muss ich notfallmässig schnell das Brotrezept für ein ganz einfaches, aber sehr herzhaftes Brot zwischenschieben. Das Brot besteht überwiegend aus Ruchmehl, etwas Roggenmehl habe ich zugefügt sowie Gewürze.

Ruchmehl ist ein aus Weizen oder Dinkel produziertes Mehl. Weissmehl wird vorwiegend aus dem inneren Teil des Getreidekornes hergestellt. Das Ruchmehl wird jedoch nach dem Entzug eines Teils des Weissmehls gewonnen und enthält daher einen größeren Anteil der äusseren Schalenschicht. Es enthält mehr Eiweiss, Mineralstoffe und Vitamine aus der Randschicht des Korns. Ruchmehl ist deshalb in seinem biologischen Nährwert dem Weiss- und Halbweissmehl überlegen. Es verfügt über einen ausgeprägteren Geschmack als Weissmehl und eignet sich für dunkle Backwaren

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Mit Hack, Feta und Paprika gefülltes Brot

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Früher gab es bei uns gelegentlich gefülltes Brot. Eine herzhafte und unproblematische Möglichkeit, ein leckeres und vollwertiges Mahl auch zum kalt essen oder mitnehmen zu bereiten. Also habe ich mich mal daran versucht. Die Mengenverteilung der Zutaten war leider nicht ganz ausgewogen; zu viel Hack und zu wenig Brotteig führten dazu, dass es im Ergebnis etwas feucht wurde und damit schlecht zu schneiden.
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Mit Tomaten-Risotto gefüllte Spitzpaprika mit knusprigen Lammfrikadellen und würziger Joghurtcrème

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Im Gefrierschrank befanden sich noch ein Großteil unserer Paprikaernte sowie das Lamm, welches wir von Bekannten gekauft hatten. Im Kühlschrank fand sich Quark, Pecorino und Joghurt – also stand der Plan für’s Abendessen schon fast.
Glücklicherweise hatten wir einen Gutteil der Spitzpaprikas schonend geputzt und im ganzen eingefroren, sodass wir sie immer noch zum Füllen benutzen können. Weiterlesen →

Krautspatzen oder Halušky se zelím a slaninou

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Ein besonders reichhaltiges Gericht, was ich in meiner Zeit in Tschechien kennengelernt habe, sind diese Spätzle mit Sauerkraut, Speck und Käse. Die Herkunft dieses Arme-Leute-Gerichts zu benennen ist sicherlich ein politisches Minenfeld wenn man die verschiedenen Zugehörigkeiten im Laufe der Geschichte bedenkt. Sicher ist, dass es das Gericht so auch in Österreich und der Slowakei gibt. Eigentlich logisch. Weiterlesen →