Archiv der Kategorie: Kochen

Mit CousCous-Feta-Hack gefüllte Zucchini in Tomatensauce

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Nach dem Sommermonsun habe ich im Zucchinibeet eine monströse Frucht gefunden,sie wog 2 Kilo und es war eine von den Zucchini ‚Alberello di Sarzana‘‘,die sich gut zum Füllen eignen. Mein Mann hatte Rinderhack gekauft,weil er eine von mir nicht geliebte und nicht mitgegessene Bolognese herstellen wollte. Er wollte aber auch zur Jagd und da kochen und jagen sich meistens aus zeitlichen Gründen ausschliessen, konnte ich das Hack verwenden. Alles passte und so ist mir gestern eine extrem leckere Kreation gelungen, alles war perfekt, ich brauche beim nächsten Mal nichts zu verändern und hoffe, dass ich exakt rekonstruieren kann, welche Zutaten ich wie verarbeitet habe. Das beste Kochrezept nützt ja nichts und erfüllt seinen Zweck als Gedächtnisstütze kaum, wenn wichtige Ingredienzen fehlen, in der falschen Menge oder zum falschen Zeitpunkt zugefügt werden. Weiterlesen

Kartoffel-Möhren-Stampf mal anders

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… alternativ könnte man in Hinblick auf aktuelles Weltgeschehen sagen: das Leben ist bunt.
Man nehme einen Ausflug zum regionalen Hofladen, kaufe schwarze Karotten, hierzulande sagt man an sich ‚Wurzeln‘, was mich schon immer gestört hat obwohl ich damit groß geworden bin. Wurzeln sind alles mögliche! Geht es etwas präziser bitte?
Ich lasse mich zugunsten einer üblichen regionalen Bezeichnung für dieses Gericht für diesen einen Beitrag dazu hinreißen, ‚Möhren‘ zu sagen.
Gut, man mache also diesen Ausflug, kaufe schwarze Möhren und allerhand anderes Zeugs, was im eigenen Garten nicht, nicht ausreichend oder anders vorhanden ist. Dann fahre man ein paar Kilometer weiter zum nächsten Hofladen, der gemüsemässig zwar nur Standardsortiment führt, aber fleischmässig dafür gut dasteht. Man wähle zu diesem Zwecke Lammbratwurst mit Uthlande-Siegel und erinnere sich, wie die Uthlande früher aussahen und was heute davon übrig ist. ‚Globale Erkältung‘ hin oder her, ihre geliebte Heimat im Meer versinken zu sehen war für die Menschen damals sicher ebenso unschön, wie die Angst vor weiterem Wandel heute. Mindestens. Weiterlesen

Ketchup à la Oli

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Nachdem eine Forenbekannte bei mir die Idee, Ketchup herzustellen wiedererweckte, habe ich nicht lange gefackelt und die Wildtomaten, an denen die Braun- und Krautfäule bis dato glücklicherweise vorüber gegangen war, verarbeitet. Wer weiss, wieviele eigene Tomaten noch kommen, es wird merklich kühler und bis auf die Wildtomaten musste ich ja schon alle Pflanzen roden.

Chutneys koche ich viel und gerne, aber interessanterweise habe ich noch nie Ketchup gekocht, obwohl das ja eigentlich auch nichts anderes als Chutney ist. Weiterlesen

Chia-Grieß-Flammeri

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Chia-Samen werden in Süd- und Mittelamerika sowie mittlerweile anderen subtropischen Gebieten angebaut, nicht eben um die Ecke und daher sollte sich jeder überlegen, ob er Nahrungsmittel kaufen will, die vorher rund um den Erdball gereist sind. Im Normalfall findet man auf diesem Blog zwar Nahrungsmittel aus dem eigenen Nutzgarten oder zumindest regional bio angebaut und das ganze nach Möglichkeit saisonal – ausser der Heißhunger bestimmt, dass wir dringend Paprika im Winter kaufen essen müssen. Auch das kommt mal vor. Nun könnte man uns zugute halten, dass wir zum Ausgleich viel klimaneutraler leben als andere Menschen, aber die schnöde Wahrheit ist in diesem Fall, dass wir ein Glas Chia-Samen geschenkt bekommen haben. Weiterlesen

Blaubeer-Sirup

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An sich sind wir nicht so sehr für Süßes, aber ein wenig selbst gemachten Sirup im Haus zu haben, schadet vielleicht doch nicht. Puddinge, Eis und Flammeris könnte man ja ab und an mal herstellen und dann passt ein wenig fruchtige Sauce. Ich bin immer noch nicht ganz glücklich mit dem Geschmack von den allgegenwärtigen amerikanischen Kulturheidelbeeren. Es ist zu schade, dass es hier keine Stelle mit wild wachsenden Blaubeeren zu geben scheint. Kaufen kann man sie leider auch nicht, also kennen andere wohl auch keine ergiebigen Stellen oder behalten die Beute. Weiterlesen

Zucchini-Karotten-Frittata

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Eine Frittata ist eigentlich ein perfektes Gericht: man kann sie komplett aus Zutaten aus dem Selbstversorger-Garten herstellen, aus Resten, sie ist schnell, günstig & einfach und trotzdem lecker, reichhaltig und – je nach Zutaten – ausgewogen.
Diese Frittata beinhaltet neben den klassischen Zutaten Ei und Gemüse ein wenig Sahne und Käse, beides wächst bei uns leider nicht. 😉 Weiterlesen

Zucchini in Olivenöl als Konserve

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Unser ehrgeiziger Plan ist ja, ohne zugekaufte Zucchini über den Winter zu kommen bzw. bis zum Start der neuen Saison sogar. Zu diesem Behufe habe ich einige wenige Zucchini eingefroren, was sicherlich für die Konsistenz und Inhaltsstoffe das beste ist, aber der Platz im Tiefkühler ist begrenzt. Bei der Energiebilanz dürfte der Tiefkühler sogar noch besser abschneiden als die in Öl eingelegten Zucchini wenn man das Kochen des Wassers für’s Blanchieren, das Anbraten der Zucchinistückchen, das Erhitzen des Öls und das Erhitzen des Abwaschwassers mitrechnet. Zucchinis zu trocknen steht auch noch auf der Agenda, das testen wir aber wohl nicht mehr dieses Jahr. Außerdem wollte ich gerne einige Früchte an der Pflanze ausreifen lassen und für den Winter einlagern – dieses Vorhaben muss anscheinend aber auch verschoben werden, denn die seltsame Zucchinifäule rafft die Früchte im Lager dahin. Ob die zu diesem Zwecke angebauten Rondini es dieses Mal bis in den April schaffen, bleibt abzuwarten. Weiterlesen

Knoblauchgurken aus dem Gärtopf

knoblauchgurken3Den nächsten Topf Knoblauchgurken habe ich wie gehabt angesetzt, nur kam dieses Mal ein deutscher, heller Balsamico-Essig zum Einsatz. An sich müsste das Ergebnis ja etwas fruchtiger werden, was meiner Meinung nach – zumindest in der Theorie – gut zu Knoblauch passt. Ob die bessere Hälfte, die für den verzehr von Knoblauchgurken zuständig ist das dann auch so sieht, bleibt abzuwarten. In etwa 2 Wochen können die Gurken verkostet werden. Weiterlesen

Chili-Gurken aus dem Gärtopf

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Unsere Chili-Gurken werden im Prinzip genauso eingelegt wie die süß-sauren Gewürzgurken. Ich verändere je nach Hauptgeschmacksrichtung und Verwendungszweck etwas die weiteren Zutaten und spiele ein wenig mit der Essigsorte, die zum Einsatz kommt.

Chili-Gurken werden im wesentlichen von mir gegessen und ich mag keinen Dill, ausserdem finde ich nicht, dass Chili und Dill sonderlich gut zusammenpassen – selbst wenn man nachsichtigerweise davon ausgeht, dass Dill überhaupt zu irgendetwas passt. Dill gehört also nicht zu den Zutaten für meine verschärften Gurken. Weiterlesen

Blaubeer-Ketchup mit Leid

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Kurz vor Saisonende haben wir die Gelegenheit genutzt und waren nochmal im Blaubeerfeld. Knappe 4 Kilo Blaubeeren müsste ich geerntet haben während die Mücken meine Beine fast vollkommen ausgelutscht haben. Natürlich wimmelt es im trockengelegten Moor mit ebenso vielen Entwässerungsgräben wie Wegen nur so vor Mücken. Klar, dass ich sowas nicht bedenke und trotzdem mit kurzem Kleidchen und halb offenen Schühchen ernten gehe. Ernsthaft, das letzte Mal als ich so zerstochen war ist sicher über 20 Jahre her, es war in Südspanien und ich bin wie eine Furie in die nächste Apotheke gerannt und habe etwas von Moskitos gestammelt.
Es war mir nicht mehr bewusst, dass Juckreiz so zermürbend ist. Sämtliche nun folgende Blaubeerrezepte müssten als Entschädigung eigentlich perfekt werden, das Leiden soll sich ja lohnen.

Bei der angeblich grössten, besten und beliebtesten Rezeptseite des Universums habe ich ein Rezept für Blaubeer-Ketchup gefunden, was sich erstmal sehr interessant anhörte. Ich habe es ein bisschen abgewandelt, getestet und werde es sicher wieder kochen – nur wieder etwas anders. Ich denke wenn ich noch ein wenig an den Stellschrauben drehe könnte es perfekt für unseren Geschmack werden. Weiterlesen