Schlagwort-Archive: Gurken

Gartenrundgang Ende Juli

Für Freunde von Heinzi dem Kater starten wir den heutigen Rundgang direkt mal im Dschungel. Der Dschungel besteht aus rotem Futtermais und Einlegegurken und befindet sich in einem Hochbeet. Mais in einem Hochbeet anzubauen, mag manch einem verrückt erscheinen, das passiert aber nur, wenn man unsere Spezial-Quecke nicht kennt.
Wie auch immer: der Mais wächst gigantös in die Höhe und bildet viel Masse, da ich aber keine Silage machen will sondern Körner verfüttern, wäre es mir lieb wenn er direkt mal anfängt zu blühen. Die Gurke hingegen steht nicht gut in diesem Pseudo-Milpa-Beet, denn der Mais nimmt Sonne und Kraft. Im nächsten Jahr möchte ich vermutlich einmal weg von den Mischkulturen und einen Versuch mit artenreinen Beeten, Reinkultur oder wie man sowas nennt, machen.

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Rohe, ausgereifte Einlegegurken als Vorrat für Mensch und Tier, ein Haltbarkeits-Wettstreit

Einlegegurke 'Vorgebirgstraube'

Einlegegurke ‚Vorgebirgstraube‘ Mitte Dezember

Eine kleine Erkenntnis aus der Praxis kurz notiert weil es immer Menschen gibt, die genau das wissen wollen und weil ich garantiert irgendwann nach der Haltbarkeit roher, ausgereifter Einleger gefragt werde, es vergessen haben werde und mal wieder auf die Webseite verweisen muss. Ich baue als Einlegegurken die Sorten ‚Extra Early Green Prolific‘ und die ‚Vorgebirgstraube‘ an. Beide sind für Hausgärten und für Bioanbau von meiner Seite zu empfehlen, auch im feuchten und niederschlagsreichen norddeutschen Klima habe ich an 2 Pflanzen mehr als genug zum roh verwenden, einmachen, einlegen, verschenken und tauschen und es bleiben immer noch Gurken für die Tiere übrig. Sogar für interessante Tests wie diesen habe ich noch 10 Kilo abgezwackt.
Insgesamt sehr viel ertragreicher ist bei mir die Sorte  Weiterlesen

Ingwer-Honiggurken mit Chili

Ingwergurken

Jaja, überall wird über Kürbisse gebloggt, ich habe einen Quittenlauf und komme jetzt noch mit einem Gurkenrezept um die Ecke. Ende Oktober vielleicht etwas ungewöhnlich aber ich fand gerade einen meiner berüchtigten Schmierzettel mit Küchennotizen wieder und konnte ihn entziffern. Die beste Gelegenheit also, um eines der letzten diesjährigen Gurkenrezepte nachzuliefern. Mit Quitten geht es später weiter und Kürbisse … Kürbisse sind ein Lagergemüse und werden hier – von einigen kleinen Ausnahmen abgesehen – über Winter verbraucht.
Wer seine Einlegegurken hat ausreifen lassen, hat jetzt noch welche liegen und kann sie noch einmachen oder im Winter den Tieren als Wintertränke füttern.
Salatgurken, die ja auch oft für Honiggurken benutzt werden, hat man jetzt eher nicht mehr, es sei denn, man lässt sie quer durch die Welt zu sich nach Hause karren.

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Honig-Senfgurken (mit Chili und/oder Dill)

Honig-Senfgurken

Nachdem ich letztes Jahr jede Menge Einlegegurken in verschiedenen Würzmischungen fermentiert habe – was die gesündere weil probiotische und natürlichere Variante ist, Gurken zu konservieren – versuche ich mich dieses Jahr wieder an sauren Gurken als Essiggurken. Wobei ich gar nicht genau weiss, ob der Begriff ’saure Gurken‘ klar einer Herstellungsmethode zugewiesen werden kann. Sauer werden die Gurken in jeden Fall, ob man sie im Gärtopf fermentiert oder auf die ‚brutale Art‘ mit einer Essiglösung einkocht.
Es muss vor 2 Jahren gewesen sein, dass ich gutgläubig ein Rezept nachgeahmt habe, was sich auf den ersten Blick ganz gut las und als Ergebnis viel zu saure, verhunzelte Gurken bekam. Dieses Problem scheint öfter aufzutauchen und je mehr man sich umhört, je mehr man bei Grillabenden, an der Gartenpforte, im Schnack mit anderen Hobbygärtnern und Selbstversorgern Rezepte austauscht, umso öfter hört man zähneknirschend, dass die sauren Gurken dann etwas zu sauer geworden sind. Wobei ich mir manchmal auch nicht sicher bin, ob die Leute einen vernünftigen Essig benutzt haben. Wer natürlich Branntweinessig als Zutat benutzt, wird vermutlich nie einen leckeren Sud damit herstellen können – aber zum Entkalken ist das Zeug bombig. Allerdings ist das nur meine Meinung, ihr dürft sehr gerne eine andere haben. Weiterlesen

Senfgurken mit Senfpaste (und Senfkörnern)

Senfgurken mit Senfpaste

Zu den Dingen, die mich immer wieder überrumpeln gehört neben Weihnachten und anderen Feiertagen auch die plötzliche Reife von massenhaft Obst und Gemüse und die damit verbundene Notwendigkeit, diese zu verarbeiten – wozu man gewisse Zutaten braucht.
Während ich früher, wenn ich als Schulmädchen am Buß- und Bettag alleine vor der Schule stand einfach wieder nach Hause dackeln konnte – oder mit Anne spielen gehen! Anne war eine Weile eine Schwester im Geiste und erschien auch unplanmässig an freien Tagen – während das früher also ging und die Zeit trotzdem träge weiter floß, gerate ich heute etwas mehr ins Rotieren. Rahhh! Wie kann man in einem Selbstversorgerhaushalt zuwenig Senfkörner im Haus haben? Und überhaupt, wieso habe ich kein Saatgut genommen als es da war? Wieso habe ich zuwenig Essig? Zwar habe ich meinen selbst gemachten und verschiedene spezielle, aber ich will die wertvollen Erzeugnisse ja nicht nur irgendwie konservieren, sondern jeweils die bestmöglich passende Variante wählen können.  Weiterlesen

Willkommen September & Tag-und-Nacht-Gleiche. Herbstanfang so wie so.

schmetterling-admiral-auf-fallobst

Admiral nuckelt an Fallobst. Zu dieser Jahreszeit bevölkern sie unseren Hof zu Dutzenden und wenn man mit dem Auto auf den Hof kommt, fliegen sie auf wie Fledermäuse im Horrorfilm.

Es sind erst 2 Beiträge erschienen, die den neuen Monat willkommen heißen und einen Rückblick – oder auch Rapport – geben auf das, was im Vormonat passiert ist und schon ist es eine lieb gewordene kleine Tradition. Ich bleibe also dabei und möchte euch ermuntern mitzumachen. Man führt sich ein bisschen von dem, was man getan hat nochmal vor Augen und insgesamt gesehen entsteht so ein schönes Album, ein Wochenbuch oder Monatsbuch sozusagen. Also los, Rückblick und Vorschau. Auch die sonnenhungrigsten Optimisten werden im September einsehen, dass der Herbst angebrochen ist, meteorologisch ist er bereits da, wichtiger ist allerdings der astronomische Herbstanfang zur Tag-und-Nacht-Gleiche und am wichtigsten – weil gerade auch regional aussagekräftig und wichtig für Bauern, Gärtner und Selbstversorger – der phänologische Herbstanfang. Und phänologisch haben wir hier im Herzen von Schleswig-Holstein derzeit Frühherbst. Weiterlesen

Das perfekte Fladenbrot mit Taboulé und Tzaziki

Fladenbrot, Tabuleh und Tzaziki

Passend zu den wenigen heißen Sommertagen, die wir bislang in Norddeutschland hatten, gab es oft einfache, leichte Gerichte die sommerlich erfrischen, gut für den Mineralienhaushalt sind und deren Zutaten zum großen Teil aus dem Garten kommen. Namentlich Gurken, Gurken, Gurken.
Da jetzt gerade die Sonne durchs Fenster guckt fühle ich mich animiert, schnell etwas davon zu zeigen bevor möglicherweise der nächste Regenschauer mir die Lust dazu verdirbt.
Mir ist es endlich gelungen, das perfekte Fladenbrot zu backen. Dort wo ich aufgewachsen bin, gab es eine türkische Bäckerei, wo die ständig frischen, riesengroßen Fladen für 1 DM verkauft wurden und dementsprechend hoch hängt meine Messlatte. Weiterlesen

Willkommen August. Erntemonat & Monat des W:O:A

Jeden Morgen und jeden Abend wenn die Tiere versorgt werden, ernten wir im Vorbeigehen Brombeeren aus dem Knick

Jeden Morgen und jeden Abend wenn die Tiere versorgt werden, ernten wir im Vorbeigehen Brombeeren aus dem Knick

Der Beitrag ‚Willkommen Juli‚ mit dem Rückblick auf all‘ das, was passiert ist, verarbeitet, gekocht & geschafft oder auch nicht geschafft wurde sondern schiefgegangen ist hat mir gut gefallen. Und wie wir im Dialog festgestellt haben, macht man sich auf diese Weise viel eher bewusst, was wirklich erreicht wurde. Vielleicht schaffe ich es, jeden Monat so eine kleine Rundschau zu veröffentlichen und vielleicht mögen einige von euch mitmachen? Es würde mich sehr freuen, so können wir schnell und kompakt (uns selber) zeigen, dass wir doch nicht nur durchgehangen, prokrastiniert oder versagt haben.  Weiterlesen

Falafel, Bete-Carpaccio, Pita, Tzaziki & Tahini Sauce

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Ein würziges, abwechslungsreiches, leichtes und dabei doch gut sättigendes Mahl (überwiegend) aus dem mittleren Osten. Es bedarf relativ viel Vorbereitungszeit wie ich finde. Je nach Jahreszeit geniesse ich es, stunden- und tagelange Vorbereitungen für ein Mahl zu tätigen – wobei letzteres seit dem Beginn der Sanierung und vor allem seit der wuselige Nachwuchs da ist selten geworden ist. Auch im Sommer und Herbst ist dafür kaum Zeit, täglich müsste eimerweise Gemüse aus dem Garten geerntet und verarbeitet werden. Die Vorbereitung dieser Speisen kostet wie gesagt auch etwas Zeit aber sie lässt sich recht flexibel strecken. Weiterlesen

Altmodischer Gurkensalat mit Senf

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Bei uns gibt es derzeit Salatgurken im Überfluss und obwohl ich sie nicht gut vertrage, fallen mir immer wieder neue Möglichkeiten ein, sie zu kombinieren und verwenden, ohne dass sie schwer im Magen liegen. Die schlichte, altmodische Variante, die Vinaigrette für Salat aus Schlangengurken mit Senf anzumachen rührt auch daher, sie verträglicher zu machen. Eine weitere Möglichkeit die verhindert, dass die Gurken über längere Zeit ‚Pfötchen geben‘ ist, die Schale zu entfernen, aber das wäre schon wieder schade bei den guten selbst angebauten Gurken.

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