Von der seltsamen Zucchinifäule im Sommer hatte ich berichtet, mutmasslich handelte es sich dabei um die bakterielle Weichfäule. Nachdem ich die Blüten an den Früchten sorgsam mit dem Cuttermesser abgeschnitten hatte, aber auch bei Früchten an denen ich es vergessen hatte, liessen die Symptome nach. Nur noch wenige, einzelne Früchte waren befallen, ich konnte sogar 5 Zucchinis riesengroß werden lassen, um sie zu füllen. Weiterlesen
Zwiebelsuppe
Eine kräftige Zwiebelsuppe ist einfach und schnell gemacht und passt prima als Vorsuppe zu vielerlei Hausmannskost. Nahrhaft, schmackhaft, heizt ein – perfekt nach einem Arbeitstag im herbstlichen Garten. Während die klassische Französische Zwiebelsuppe, die meiner recht ähnlich ist, mit Mehl abgebunden wird, haben wir festgestellt, dass es uns wesentlich besser gefällt, eine gekochte Kartoffel in der Suppe zu pürieren. Das Ergebnis wird fein sämig und das Aroma gewinnt. Weiterlesen
Herzerwärmend (Raumwärmend auch)
In unserer wunderbaren Küche – dem ehemaligen Stall – gibt es keine Heizung. Die passive Erwärmung über andere Räume hält sich in Grenzen denn der nächste Raum ist ein unbeheizter Flur. Erschwerend kommt hinzu, dass an den Stall/die Küche nur durch eine provisorische ‚Tür‘ abgetrennt die Baustelle, bestehend aus 2 noch nicht fertiggestellten Räumen mit Bretterdecke und Deckenloch zum ungedämmten Dachboden angrenzt. Weiterlesen
Es herbstet, die Bratäpfel dürfen zubereitet werden!
Ich kann es nicht oft genug erwähnen: der Herbst ist meine liebste Jahreszeit, solange es nicht permanent regnet. Schöne, frische abends kühle Luft, reifes Obst wohin man sich wendet, man bekommt langsam Lust, sich abends wieder in Decken und Schaffelle zu mummeln und auch mal den Ofen anzuwerfen.
Ruhigen Gewissens können jetzt die ersten Bratäpfel als Nachspeise zubereitet werden. Welche Apfelsorte sich dafür eignet, müsst ihr probieren oder Menschen aus eurem Umfeld fragen. Bei hunderten verschiedenen Apfelsorten ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass wir alle Zugriff auf die gleichen Sorten haben – es sei denn, man bevorzugt die geschmacksneutralen aber gut transportfähigen Supermarktäpfel. Wobei ein gut sortierter Supermarkt normalerweise auch schöne Sorten bereithalten sollte. Weiterlesen
Was kochen mit frischen Datteln?
Letztens gab es einen heftigen Herbststurm mit sintflutartigen Regenfällen, als wir gerade auf dem Wochenmarkt waren. So kam es, dass wir uns bei einem Höker unterstellten, bei dem wir üblicherweise nicht kaufen weil er nur Waren aus konventionellem Anbau hat.
NUR? Nein, nicht nur, manchmal gibt es dort auch Kräuter, Pilzen und Obst aus Wildsammlung – je nach Saison. Er ist der einzige, der im Frühjahr Bärlauch verkauft wenn ich nicht irre und er hatte die wilden Blaubeeren. Nun gab es dort frische Datteln zu kaufen. Natürlich musste ich die mitnehmen und probieren. Ich habe zwar bereits in einem Land gelebt, wo Datteln wachsen, aber ich kann mich beim besten Willen nicht entsinnen, ob ich frische, also gelbe Datteln gegessen habe. Diese sind noch sehr fest und hinterlassen einen etwas pelzigen Geschmack wie ich finde. Andere Probanden waren da allerdings anderer Meinung.
Nun habe ich allerdings überhaupt keine Ahnung, was am am besten mit diesem kostbaren Obst anstellt, zum roh essen sind sie zu unreif, wie ich finde (und danach geht es hier ja 😉 ) und brauche Tipps! Weiterlesen
Knoblauch-Chili-Gurken eingelegt im Gärtopf
Obwohl es nun einige Tage lang tagsüber nicht mehr über 20° ging, hört die Gurkenschwemme noch nicht auf. Sonnabend haben wir wieder 10l Einlegegurken geerntet und ich habe nochmals einen Gärtopf freigemacht, der an sich für Sauerkraut oder Kimchi vorgesehen war.
Zusätzlich habe ich 2 weitere Gärtöpfe bestellt, denn Sauerkraut und Kimchi müssen auch sein. Problematisch ist, dass die Temperaturen wieder gestiegen sind und ich eine weitere Gurkenschwemme erwarten kann. Noch mehr einlegen? Hm, eher nicht. Verschenken? Gerne, aber wer legt noch selber Gurken ein? Hier in meinem Umfeld kenne ich niemanden.
Neulich hatte ich getestet, ob die Kaninchen Einlegegurken fressen, leider am nächsten Tag vergessen zu kontrollieren, das wäre ja noch eine gute Option. Weiterlesen
Waldblaubeer-Balsamico
Sonnabend auf dem Markt habe ich echte Waldblaubeeren ergattern können. Leider waren die Beeren recht klein und sauer, kurz schwelgte ich in Erinnerungen an ein Land vor dieser Zeit, wo man wild gepflückte Blaubeeren kiloweise am Straßenrand kaufen konnte – große, aromatische Früchte. Nun, anscheinend ist hier kein so gutes Blaubeerland, aber immerhin: echte Waldbeeren! Nachdem ich bei dem Rezept zum Balsamico aus Kulturblaubeeren schon geschrieben hatte, dass ich vermute, nur mit echten Blaubeeren bekomme man diesen fast schon künstlichen Geschmack hin, den ich gerne erreichen wollte, war klar, dass das gesamte Körbchen Blaubeeren in die Balsamico-Produktion fliessen würde.
Um kein Quentchen Aroma entwischen zu lassen, habe ich mich für die Rezeptvariante entschieden, in der die Beeren püriert werden und nicht nur zerquetscht. Weiterlesen
Carottes râpées in bunt
Karottensalat gab es bei mir immer schon oft und gerne. Das Problem bei Speisen – auch wenn sie noch so simpel sind – die man häufig und gerne isst, ist, dass man eine ganze Weile Zeit zum Optimieren und irgendwann die perfekte Zusammensetzung gefunden hat.
Danach kann es nur noch abwärts gehen, insbesondere wenn man es wagt, einen seiner Lieblinge auswärts zu verspeisen. Ungezählte geraspelte Karotten wurden von mir verschmäht und stehen gelassen, nachdem sie als nicht zumutbar eingestuft wurden. Zum Glück sind die Geschmäcker verschiedenen und ich hoffe, dass es auch Menschen gibt, die die häufig servierten gegarten Karotten oder die beim Einlegen bis zur Unkenntlichkeit zerfallenen mögen, ich mag sie nicht. Carottes râpées sind bei mir Rohkost. Weiterlesen
Riesige Herbsthimbeeren
Große Freude herrscht, die erste der vielen Herbsthimbeeren, die ich im Frühjahr gepflanzt habe, trägt bereits wieder reife Früchte. Somit hatten wir nur eine ganz kurze Erntepause bei den Himbeeren, vielleicht 2 Wochen? Ich hatte bei der Baumschule Horstmann geschätzte 24 Pflanzen bestellt, Sommer- und Herbsthimbeeren, jeweils die resistentesten, aromatischsten. Nun sollen die sich bewähren, wer zu anfällig ist oder fade schmeckt, fliegt raus und wird durch Ableger einer besseren Sorte ersetzt. Jetzt im Herbst müssen wir dringend noch das geplante Spalier aus Schwachholzstangen aka Bohnenstangen errichten, was im Frühjahr wegen Arbeitsüberschuß aus der Liste gefallen ist.
Lieblingsente
OK, ich habe hochoffiziell eine Lieblingsente. Normalerweise interessieren mich bei den Flugenten eher Eigenschaften wie Brutwillen, Geschicklichkeit beim Überleben, Führen der Küken, Vererbung von Masse und die Aufnahme von verschiedenem Futter bzw. die eigenständige Suche danach. Ich habe es gerne wenn die Enten grasen und sie sollen einen schönen Schlachtkörper haben, genug Gewicht ansetzen, aber nicht fett sondern muskulös und beweglich sein. Diese Eigenschaften haben wir bei unseren Enten zufriedenstellend vertreten.
Im Gegensatz zu vielen anderen, vor allem Kunden von Flugenten, mag ich die Enten auch in weiß nicht so gerne. Etwaige dunkle Schattierungen auf dem Schlachtkörper stören mich nicht, aber der Konsument von heute möchte eher keine Anzeichen von Pigmentierung. Bei dem Schlupf von Elsbeths Tochter waren 2 Küken dabei, die mir sofort ins Auge stachen, sie hatten nämlich blaue Schnäbel und sowas hatte ich bislang noch nicht gesehen. Weiterlesen










