
Orangeat wird normalerweise aus der Bitterorange hergestellt und Zitronat aus der Zitronatzitrone bzw. Cedrat. Weder Orangeat noch Zitronat schmeckt hier im Hause jemandem und wir vermeiden alle Speisen, in denen sie vorkommen. Allerdings würden wir beiden Produkten eine Chance geben, wenn wir sie selber verarbeiten könnten. In Ermangelung von Bitterorange und Zedratzitrone als Testobjekten habe ich vor einigen Monaten Orangeat aus süßen Orangen selber hergestellt und bin recht angetan von dem Ergebnis. Einige Kilo Orangen pro Jahr kaufen auch wir und für die Schalen habe ich bislang wenig Verwendung gefunden ausser Orangenessig als Reinigungsmittel daraus herzustellen, Orangenzucker oder einige auf dem Ofen als Raumduft zu trocken und später als Ofenanzünder zu benutzen.




Das Quittengelee wird rot durch die verwendete Quittensorte und vor allem durch das lange kochen. Färbende Zusätze braucht es nicht – auch wenn man heutzutage gelegentlich von diesem Notbehelf liest. Mein Quittengelee hat eine schöne klassische, rote Farbe bekommen. Wer es nicht rot haben möchte, sondern gelb wie man es im Supermarkt kaufen kann, müsste entweder Gelierzucker verwenden oder Pektin zusetzen damit die Kochzeit ganz wesentlich reduziert werden kann. Ansonsten und für Puristen sind gelierende Zusätze aber absolut nicht notwendig weil Quitten ohnehin unheimlich viel Pektin haben. Mit voranschreitender Reife nimmt der Pektingehalt allerdings ab. 


