Archiv der Kategorie: Leben

Frischer Wind und Verstärkung, die Baumfrau kommt

Garten Juli

Ich freue mich euch berichten zu können, dass die Baumfrau ihr umfangreiches Wissen und ihre praktischen Erfahrungen mit uns teilen will, hier auf Landidylle.com.

Hinter dem Pseudonym ‚Baumfrau‘ welches einigen hier sicher aus den Kommentaren und anderen aus dem Selbstversorgerforum bekannt ist steckt Regina. Aufgewachsen in einer der schönsten Gegenden Schleswig-Holsteins, wo ihre Eltern eine respektable Selbstversorgerwirtschaft aufgebaut haben.
Von Haus aus gelernte Gärtnerin machte sie dann erfolgreich einen längeren Ausflug in die akademische Welt der Wirtschaft, stellte aber für sich fest, dass diese Modelle und dieses Leben nicht echt sind.  Weiterlesen

Willkommen Juli, Rapport, Meldung (und Küchenkunst)

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Wirsing und rote Zwiebeln vor Wirsing mit roten Zwiebeln.

Herzlich Willkommen Juli, Du Monat früherer Hitzewellen, der ungefähr einzige Monat, in dem es in Schleswig-Holstein auch abends und nachts nicht wirklich abkühlte. Man schlief unter dünnen Laken, die Menschen waren knackebraun oder krebsrot, über dem Asphalt flimmerte die Luft, mein Vater begoss die Steinplatten auf der Terrasse, damit wir uns die Kinderfüße nicht verbrannten, jeden Tag war Grillwetter und in der Schule gab es Hitzefrei.
Heute hingegen gibt es Dauerregen bei 15°C, in kurzen Regenpausen kann man an der Pflanze verrotteten Broccoli ernten bevor es mit Starkregen weitergeht. Nachts habe ich ein Schaffell an den Füßen, vor einigen Tagen lag ich wach weil ich so erbärmlich fror. Die meisten Menschen gehen freiwillig nicht mehr ungeschützt in die Sonne, mir ist es egal, ich bin eh braun. Über den Asphalt jagen Sturzbäche von Wasser, die Steinplatten auf den Terrassen müssen nicht gekühlt, sondern eher von Algen und Moos befreit werden, Grillwetter gab es gefühlt zuletzt im Mai und die Schulen sind heute Ganztagsschulen, zuhause wäre eh niemand, wozu hitzefrei?

Hier in der Landidylle wird nach wie vor mit Erkältungen gekämpft – nur jetzt unter erschwerten Bedingungen, denn der Herr des Hauses ist auch krank. Weiterlesen

Gibt es Bio-Schaffelle und wenn ja, wo?

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Das ist die Frage, die mich schon länger umtreibt. Natürlich kann man in den bekannten Läden für Naturtextilien Bio-Lammfelle oder Schaffelle kaufen, aber wie sind die eigentlich gegerbt? Und ist überhaupt festgelegt, was bei der Gerbung von Bio-Fellen an Substanzen benutzt werden darf? Wer kontrolliert, ob Schadstoffgehalte vielleicht doch überschritten werden?
Was passiert vor der Gerbung, gehen die Felle direkt nach der Schlachtung der Tiere in die Gerberei oder werden sie konserviert und um die halbe Welt geschickt, um dann in einem Billiglohnland ohne Umweltauflagen von Kindern verarbeitet zu werden? Weiterlesen

Mittsommer-Spaziergang in der Steinzeit

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Heute ist Sommersonnenwende und dieses Jahr fällt sie zusammen mit dem Vollmond. An sich eine magische Sache, Beleuchtung fast rund um die Uhr – wären da nicht die wasserspeienden Wolkenungetüme, die schon jetzt den Himmel verdunkeln und vorn vornherein ein Sonnenwendfeuer nahezu unmöglich machen.
Heute vormittag allerdings war hier schönes Wetter, die Sonne schien, es war warm durch den stetigen Wind aber angenehm und die Nachwüchsige und ich nutzten die Gelegenheit für einen Spaziergang entlang des Wanderweges am Steinzeitpark Albersdorf. Weiterlesen

Einen neuen Weg ausprobieren. Und Holunderplantagen finden.

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Vor einigen Tag probierte der Herr des Hauses einen neuen Weg aus; Dutzende Male war er rechts abgebogen und hatte den Weg links nicht bewusst wahrgenommen. Oft fuhr er dort zum Angeln, manchmal benutzte er den Weg als Schleichweg, auch ich bog gerne mal rechts ab, besah mir die Störche, die auf den Wiesen Frösche fangen, bog rechts ab und starrte auf’s Wasser und oder hing meinen Gedanken nach. Neulich nun also war es Zeit, die linke Seite wahrzunehmen, die wir beide so gar nicht auf der Rechnung hatten. Und siehe da: er fand verschlungene Pfade, wahre Holunderplantagen, Dickichte in Auwäldern und den Weg sehr viel weiter runter eine kleine Ferienhaussiedlung direkt am Kanal. Wenn wir hier vom Kanal reden, meinen wir natürlich den Nord-Ostsee-Kanal, „die meistbefahrene künstliche Wasserstraße für Seeschiffe weltweit“.

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Ein fauler, verregneter Nachmittag & ein Rezept für Gewürz-Kakao

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Bei uns in Norddeutschland hat vor einigen Tagen die frühsommerliche Regenzeit begonnen. Sehr zu meinem Leidwesen an sich, denn ich war zuletzt im Garten damit beschäftigt die ehemalige Mistplatte freizuräumen, einen riesigen Sandhaufen (mit dem an sich Putz für das Wohnzimmer angemischt werden sollte) zu einem neuen Landgewinnungsprojekt zu karren, das auf zugeflogenem und im Zuge der Haussanierung aus Zeitmangel nicht weggefegten Dreck spriessende Unkraut zu entfernen und ein altes Steckkieselpflaster freizulegen, welches anscheinend intakt unter der Betonierung schlummert. Genug zu tun – da ich mir aber auch eine Erkältung zugezogen habe, mag ich im Regen nicht arbeiten. Ausserdem finde ich, dass warme, verregnete Sommertage eine ganz spezielle Stimmung haben; die Zeit scheint langsamer zu laufen, alles und jeder scheint träge und ich bin geneigt ein paar Stunden mit dem Kind auf dem Ohrensessel zu verbringen und Bücher anzusehen, anstatt zu arbeiten. Weiterlesen

Alles aus Zitronenschalen – Resteverwertung

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Zitronenschalen einfach auf den Kompost zu werfen ist keine so gute Idee. Erstmal bekommen den Mikroorganismen die intensiven ätherischen Öle nicht gut und ausserdem gibt es so viele Möglichkeiten der Resteverwertung, dass es schade darum wäre. Ausserdem helfen diese Tipps Plastik, synthetische Reiniger und Geld einzusparen. Weiterlesen

Wasser einlagern?

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Ich glaube Wasser einzulagern ist ein Punkt, über den sich einige Menschen gar keine und andere große Gedanken machen – dazwischen scheint es nicht viel zu geben.
In dem Haus, was ich früher gemietet hatte – inmitten der Wälder auf dem Berg – gab es 2 Brunnen, die Haus und Garten mit Wasser versorgt haben. Benötigte man im Sommer viel Wasser im Garten wurde es drinnen knapp. Fiel mal wieder die Wasserpumpe aus, gab es gar kein Wasser. Auf die Idee, mir einige Kanister voll Wasser in eine ungenutzte Nische zu stellen kam ich also erst durch die praktische Erfahrung der Wasserknappheit. (Und wie man das Wasser dann sauber hält, darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht!) Es ist schon ziemlich nervig nicht duschen zu können wann man will, sich nicht einmal einen Kaffee oder Tee kochen zu können setzt dem ganzen die Krone auf und der verwöhnte Mensch von heute ist gestresst.
Hier im Dorf haben wir eine Wassergenossenschaft, einige wenige Haushalte und Höfe werden durch ein Wasserwerk versorgt, was dementsprechend klein ist – und störungsanfälliger als man es vielleicht aus Städten gewohnt ist. Weiterlesen

Kitzsuche vor dem ersten Schnitt

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Unser Biobauer bewirtschaftet – obwohl er einige Dörfer weiter in die andere Richtung ansässig ist – eine große Wiese in unserem Ort, in dem Revier, in dem mein Mann aktiv ist.
Vor einiger Zeit beim Einkauf im Hofladen stimmten wir ab, dass wir kurz Bescheid bekommen, bevor der erste Schnitt gemacht wird, sodass wir die Wiese nach dort abgelegten Kitzen absuchen können. Und vorletzte Woche kam dann mittags der Anruf: am nächsten Tag soll gemäht werden. Also haben schnell ein paar Leute improvisiert und abends haben wir mit 4 Erwachsenen und 2 Kindern die Wiese mehr oder weniger systematisch abgesucht. Weiterlesen

Plastikfreier, unzerbrechlicher Kinderbecher aus Laborglas. In hübsch.

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Dieses Glas wollte ich schon ewig mal zeigen. Erst kam ich nicht dazu, weil ich das Foto letztes Jahr mitten in der Erntezeit geschossen habe als ich das Glas der Tochter einer Freundin zum ersten Geburtstag schenkte, dann habe ich das Foto nicht wiedergefunden, zum Schluss wusste ich nichtmal mehr, wo ich das Glas gekauft habe – die Info wollte ich euch aber nicht vorenthalten denn ich gebe eine eindeutige Kaufempfehlung! Alle Eltern und Großeltern, Freunde, Paten, Tanten, Onkel und sonstwie Babies und Kleinkindern ausgesetzte: zugehört & nachgedacht!
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