Schlagwort-Archive: Jagd

Willkommen Juno, willkommen Sonnenwende

Die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres ist da denn derzeit spielt sich ein Großteil des Lebens draussen ab. Die Temperaturen hier bei uns im echten Norden sind beständig hoch wie seit Jahren nicht mehr und es gibt wenige Gründe, das Haus aufzusuchen.
Auch Touristen aus ganz Deutschland wissen die schleswig-holsteinische Lebensart, die Meere, das Klima und die vom blühenden Raps gelben Landschaften offenbar noch mehr als sonst zu schätzen. Dazu trägt vermutlich auch die bis dato bombenarme Stimmung hier oben bei. Wo hat man das noch?

Der Juni bringt uns lange, lange helle Tage und kurze Nächte, für viele Eltern tägliche Erklärungen, warum es trotzdem schon nachts und damit irgendwann einmal Zeit zum Schlafen ist und er bringt uns die Sommersonnenwende. Dieses hohe Fest erinnert uns wieder einmal daran, dass wir jeden schönen Moment auskosten sollten denn das Rad der Zeit dreht sich schneller und schneller, die Tage werden wieder kürzer und ich bedaure es sagen zu müssen, aber gefühlt schon bald wird die derzeit überbordende Natur vom Werden ins Vergehen übergehen und die dunkle Jahreszeit Einzug halten. Noch nie raste der Jahreslauf so schnell und selten überstürzten sich internationale und andere Ereignisse so sehr, dass viele schon abgestumpft resignieren und auf medialen Einfluß und Informationen verzichten. Weiterlesen

Olis Marinade für gegrillte Rehkeule

Marinierte Rehkeule zum Grillen

Zu einem der Lagerfeuer in jüngster Zeit brachten wir marinierte Rehkeule zum Grillen mit. Obwohl alle Beteiligten Jäger waren oder aus jagdlichen Haushalten kamen, gab es zunächst eine gewisse Skepsis, die allerdings schnell in – ja, man muss es wohl so sagen – Begeisterung umschlug. Von wegen ‚Watt de Bur nie kennt, dat freht he nie‘!*
Auf besonderen Wunsch versuche ich hier nun so eine Art Rezept festzuhalten. Marinaden mache ich meistens nach Gefühl, aber so in etwa wird es was.

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Marinade für gegrilltes Wildbret (und Gemüse) nach Art der geduldigen Jägersgattin

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Geduldig sollte man als Partner einer Jägerin oder eines Jägers schon sein. Denn anders als es gewisse Aufrührer uns weis machen wollen, geht der Jäger nicht in Wald und Flur, ballert das erstbeste Stück Wild ab, wiederholt dies nach Belieben wöchentlich und schleppt auf breiten Schultern grunzend zentnerweise Beute in die Höhle. Die Realität ist eher, dass man je nach Revier und Einsatzbereitschaft 2-3 Stück Rehwild im Jahr in die Truhe bekommt und diese nach wochen- oder monatelangem beobachten geschossen werden, nachdem die Jäger des Reviers von der unteren Jagdbehörde erzählt bekommen haben, wieviel Rehwild von welcher Sorte geschossen werden muss. Dann einigt man sich darauf, wer dieses Jahr wieviel und was schiessen darf und dann braucht es noch Geduld und Glück. Erfahrung schadet auch nicht. Bei Hochwild sieht das ähnlich aus, bei Wildschweinen anders. Aber darum geht es hier ja nicht. Sondern um das, was nach der Geduld  und der althergebrachten Fleischbeschaffung wider der Massentierhaltung und Tiertransporten zum Schlachthof kommt.
Diese Marinade passt unserer Meinung besonders gut zu Wildschwein und Reh, aber auch als Marinade für gegrillte Zucchini, Auberginen und Süßkartoffeln macht sie sich sehr gut. Weiterlesen

Kitzsuche vor dem ersten Schnitt

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Unser Biobauer bewirtschaftet – obwohl er einige Dörfer weiter in die andere Richtung ansässig ist – eine große Wiese in unserem Ort, in dem Revier, in dem mein Mann aktiv ist.
Vor einiger Zeit beim Einkauf im Hofladen stimmten wir ab, dass wir kurz Bescheid bekommen, bevor der erste Schnitt gemacht wird, sodass wir die Wiese nach dort abgelegten Kitzen absuchen können. Und vorletzte Woche kam dann mittags der Anruf: am nächsten Tag soll gemäht werden. Also haben schnell ein paar Leute improvisiert und abends haben wir mit 4 Erwachsenen und 2 Kindern die Wiese mehr oder weniger systematisch abgesucht. Weiterlesen

Niederwild-Ernte: Hasen & Fasan für Abwechslung auf dem Speiseplan

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Es ist die Zeit des Jahres, in der Gesellschaftsjagden stattfinden und je nach Revier und vorheriger Hege eine mehr oder minder reiche Ernte von Niederwild eingefahren werden kann. Natürlich sind die Bestände von Niederwild durch Agrarindustrie mit z.B. flächendeckenden Maisplantagen für die Energie- (nicht Futtermittel!) Erzeugung, nein Umwandlung fast überall merklich zurückgegangen und in vielen Revieren werden Hasen und Fasane geschont.

Aber es gibt auch Oasen in denen Hasen, Fasane und wie ich höre sogar Rebhühner Nahrung und Deckung finden und sich gut vermehren. Hier kann dann gelegentlich ein wenig geerntet werden. Weiterlesen