Neulich hatte ich Gartenbesuch und damit wir ungestört tauschen, schnacken und gucken konnten, machte der Herr des Hauses mit dem Nachwuchs einen Ausflug. Ihn zog es zu anderen Gartenbekannten mit einem wunderschönen Waldgarten. Dort wächst Waldmeister.
Natürlich brachte er also eine Schüssel voll mit und ich machte mich daran, ihn zu verarbeiten.
Dass man Waldmeister erst einmal anwelken lassen muss, damit sich das typische Aroma entfaltet, wusste ich – was genau ich mit dem Waldmeister anfangen wollte hingegen nicht.
Bestimmt habe ich Dutzende Post-its in entsprechenden Büchern kleben und ebensoviele Bookmarks gesetzt, aber ein kurzer Blick in meine Ressourcen fiel unbefriedigend aus – ich fand nicht, was ich suchte. Weiterlesen
Archiv für den Monat Mai 2016
Gartenrundgang im Mai
Bis zu meiner Blogpause Ende 2014 bis Mitte 2015 habe ich während der Saison wöchentlich Fotos aus dem Garten gepostet (die dann vermutlich komplett dem Datenverlust anheim gefallen sind). Sehr interessant, um Vergleiche anzustellen mit anderen oder mit dem eigenen Garten im Verlauf der Jahre. ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich diese Intervalle weiterhin einhalten kann. Um ehrlich zu sein bin ich jetzt schon vollends ausgelastet. ich werde es auf mich zukommen lassen, sinnvoll sind die Wochenintervalle allemal denn jetzt ist die Zeit, wo man den Pflanzen (und Tieren) beim Wachsen zusehen kann. Erstmal werde ich aber nun einen Überblick über den Stand des Gartens in der ersten Maiwoche zeigen. Mit dabei sind auch Bereiche und Ecken ausserhalb des Nutzgartens, die sonst eh zu kurz kommen. Verdient oder unverdient. Es sind hier mehr Wildkräuter und Bäume, der eigentliche Nutzgarten folgt. Weiterlesen
Cowgirl-Gnocchi mit Lagerfeuerromantik
Passend zu dem Look, in dem man mich gelegentlich morgens im Garten sieht sehen könnte, wenn ich schnell die Tiere aus den Ställen lasse; nämlich ‚lange Elli‘, Strohhut und … nunja, keine Cowboystiefel sondern Gummistiefel, gibt es heute die vorerst letzte Kürbis-Gnocchi-Verwertung. Sozusagen eine Lagerfeuer-Bohnen mit Speck-Mahlzeit im Cowboy-Stil – oder Flodder, je nachdem, was man eher assoziiert. Weiterlesen
Die Büffel sind zurück, sichert die Grenzen!
Im letzten Jahr ergaben sich einige Dinge die dazu führten, dass anstatt der Pferde auf der Nachbarkoppel Wasserbüffel einzogen. Anscheinend sind sie in Deutschland auf dem Vormarsch, wir hatten sie bislang nur in Tierparks gesehen und staunten also erstmal nicht schlecht. Schnell stellte sich heraus, dass sie angenehmere Nachbarn sind als Pferde (was zum teil auch daran liegen mag, dass sie einen tollen neuen Stromzaun haben und daher unsere Erlen- und Hainbuchen nicht auffressen). Kein hysterisches Gewieher, kein rasendes Galopp 5 Meter von meinem Schlafzimmer entfernt, sodass die Erde bebt – nein, wenn sie in ‚Stampede‘ die Koppel hinunter rasen, um unten im Sumpf ihre Ruhe zu haben, sieht es trotzdem gemächlich aus. Und meinem Empfinden nach bebt die Erde auch nicht so stark, aber vielleicht bin ich voreingenommen. Büffel sind tolle Nachbarn! Weiterlesen
Aussaaten + Pflanzungen mit Terminen 2016
Ich bin nun fast durch mit den Aussaaten für dieses Jahr. Als Gedächtnisstütze für mich und für wen es sonst noch interessieren mag, veröffentliche ich die Gemüsesorten mit Terminen hier. Welche Sorten wir dieses Jahr genau im Anbau haben, könnt ihr hier nachlesen. Einerseits bin ich froh, dass nun alles erstmal vor sich hin wachsen und gedeihen kann, viele Pflanzen in den nächsten Tagen noch ins Freiland ziehen – andererseits frage ich mich, ob das schon alles war, es kommt mir dieses Jahr so wenig vor und ich bin etwas angespannt, weil mir schon wieder Beetfläche fehlt. Ich brauche dieses Jahr ein Tomaten-Hochbeet für einen Test und ich brauche ein Erdbeer-Hochbeet und zwar gestern. Das ist etwas unplanmässig. Ausserdem müssen noch ungefähr 20 Kürbispflanzen untergebracht werden, davon aber höchstens die Hälfte auf der Versuchsfläche III, die anderen müssten auch in ein Hochbeet. Meine kompletten ‚Lagerköhler‘ (Weisskohl, Wirsing, Rotkohl) müssen noch raus und die Paprikas. Über Sellerie, Porree und Yacon habe ich noch gar nicht nachgedacht. Zucchinis kommen auf das Quadratmeterbeet wie letztes Jahr nur mit neuer Erde.
Mais, Amaranth und Quinoa kommen auf Bodenbeete – wovon mir dieses Jahr auch welche fehlen weil wir eine Beetreihe brachliegen lassen beziehungsweise abdecken. Weiterlesen
Willkommen auf dieser Welt kleine Entenküken!
Kürbis-Gnocchi mit gebratenem & karamellisiertem Gemüse
So einfach wie gut. Ein leichtes, buntes Frühlingsessen, welches durch die Kürbisgnocchi ausreichend sättigt. Die Gnocchi sind hier eingeschlagen wie eine Granate. Ich hatte ja berichtet, dass Gnocchi bislang zu den Speisen gehörten, die ich nur zubereiten ‚durfte‘ wenn der Herr des Hauses anderweitig versorgt oder bekocht wurde. Ich bin wirklich glücklich über diese Neuerung, immerhin sind wir recht erfolgreich im Anbau von Kürbissen zur Selbstversorgung, selbige bleiben bei uns im Lager extrem lange frisch, sie sind sehr gesund, lecker und durch den eigenen Anbau günstig. Ein ganz wichtiges, dankbares und vielseitiges Gemüse für die winterliche Vorratskammer. Weiterlesen
Beetabdeckung im Allgemeinen & im Besonderen
Wer etwas auf seine Erde hält, deckt sie zu. Das ist nichts neues und auch wenn manch ein ganz ordentlicher Gärtner den Anblick von blanker Erde gerne hat und für ein Zeichen seines Fleisses ansieht, weiss man im Allgemeinen doch, dass man den Boden damit der Erosion preisgibt, Humus weggeweht und abgeschwemmt wird, Regen die feine Struktur zerstört, Sonne den Boden zu stark aufheizt und das empfindliche Gefüge an Mikroorganismen durcheinandergebracht wird und sowohl Sonne als auch Wind die Beete rasch austrocknen.
Die Art der Bodenbedeckung ist eine Glaubensfrage. Wir haben Untersaaten, mulchen mit verschiedenen Kräutern wie Kamille, Beinwell und Brennnessel – und so vorhanden Grasschnitt – und wir decken die Erde mitunter mit Textil zu. Weiterlesen
Traditionelles Apfel-Birnenmus ohne Zucker konserviert
Neulich sprachen wir mit Bekannten bei einem Apfelkuchen über traditionelles Haltbarmachen. Wir meinten uns zu erinnern, dass entweder Honig zum Süssen und Konservieren benutzt wurde, oder die Früchte auf dem Herd solange gerührt wurden, bis sie eindickten und durch Verlust an Flüssigmasse süsser wurden. Wir brauchen es alle nicht so schrecklich süss, aber beim Konservieren ist Zucker (neben Salz, Säure und Flüssigkeitsentzug) eben auch ein Garant für Haltbarkeit. Weiterlesen







