Archiv der Kategorie: Kochen

Kochrezepte und Backrezepte, die wir meist selber entworfen und getestet haben und die wirklich schmecken und gelingen und – passend zum Thema des Blogs – oftmals typische Selbstversorgergerichte oder so genanntes Arme-Leute-Essen sind. Wir kochen mit guten Zutaten, welche im Idealfall aus dem eigenen Nutzgarten kommen. Es ist nicht unser Ziel den derzeit existierenden tausenden Foodblogs, die mit professioneller Ausrüstung und Bildbearbeitung auf hohem Niveau arbeiten, Konkurrenz zu machen. Hier wird alltäglich und chaotisch gekocht: zwischen Tür und Angel, zwischen Kind und Haushalt, zwischen Garten und Waschmaschine.

Quittenkrapfen

Blätterteigtaschen mit Quittenmus

Dieses Rezept stammt aus einer Linksammlung zum Thema Quittenrezepte, die Doris gefunden und hier verlinkt hat. Vielen Dank dafür!
Die Zubereitung ist so einfach, dass man dafür wirklich nicht extra einen Beitrag verfassen müsste, andererseits kann ich euch sonst ja schlecht davon in Kenntnis setzen, dass ich 2 wichtige Dinge herausgefunden habe.

  1. Dieses Gebäck schmeckt, kann komplett aus Vorräten zubereitet werden (sofern man eine Kühltruhe benutzt) und ist innerhalb von etwa 3 Minuten zubereitet und in wenigen Minuten gebacken.
  2. Da ich mich wunderte, warum dieses Gebäck ‚Krapfen‘ heisst, habe ich es mal nachgeschlagen und weiss jetzt, dass man in der Schweiz anscheinend zu einer Form der Blätterteigtasche Krapfen sagt.

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Rotes Quittengelee ohne Gelierzucker

Rotes Quittengelee ohne GeliermittelDas Quittengelee wird rot durch die verwendete Quittensorte und vor allem durch das lange kochen. Färbende Zusätze braucht es nicht – auch wenn man heutzutage gelegentlich von diesem Notbehelf liest. Mein Quittengelee hat eine schöne klassische, rote Farbe bekommen. Wer es nicht rot haben möchte, sondern gelb wie man es im Supermarkt kaufen kann, müsste entweder Gelierzucker verwenden oder Pektin zusetzen damit die Kochzeit ganz wesentlich reduziert werden kann. Ansonsten und für Puristen sind gelierende Zusätze aber absolut nicht notwendig weil Quitten ohnehin unheimlich viel Pektin haben. Mit voranschreitender Reife nimmt der Pektingehalt allerdings ab. Weiterlesen →

Quittenbrot mit Honig und Kokosflocken für die Adventszeit

Quittenbrot oder Quittenpaste

Damit sich in meinem Arbeitsordner zusätzlich zu den derzeit um die 200 unveröffentlichten Themen nicht noch mehr gesellen, versuche ich kurz und bündig einige der aktuelleren Rezepte runterzuschreiben, solange ich meine Notizen noch entziffern kann. Wie schon oft erwähnt ist es immer schade, wenn ich mich in der nächsten Saison nicht an Details zur Zubereitung erinnern kann.
Diesmal geht es um Quittenbrot oder Quittenpaste, welches man früher traditionell in der Adventszeit genascht hat. Natürlich kann man dazu etliche Rezepte finden, hier geht es allerdings darum, die für mich beste Zubereitungsart zu dokumentieren. Für mich und Menschen, die mein Urteil schätzen. Weiterlesen →

Weiße Bohnensuppe mit frittierter Wurzelpetersilie

Bohnensuppe mit Petersilienwurzl

Ein klassisches Gericht der armen Leute aus dem Selbstversorgergarten. Nahrhaft, proteinreich, wärmend, stärkend und rundum eine ehrliche Nummer aus der Region. Optisch wahrlich kein Hingucker, nein, auch kein Gericht, was Finesse und Importe verlangt, dafür aber mit inneren Werten.
Saisonal passt dieser Eintopf sowohl in den Herbst, als auch in den Winter denn die Wurzelgemüse kann man prima in Sand einschlagen und lagern und die Bohnen sind natürlich Trockenbohnen. Demnach passt das Rezept prima in die Kategorie ‚Vom Eingemachten leben‚ beziehungsweise ‚aus eingelagerten Zutaten‚.
Wurzelpetersilie gehört angeblich zu den wiederentdeckten alten Sorten, die vorübergehend in Vergessenheit geraten waren – bei uns war sie nie vergessen, sie gehörte in jedes Suppengemüse und war demnach Bestandteil der meisten Eintöpfe und Suppen. Weiterlesen →

Herbstliche Kürbissuppe zu Halloween am Lagerfeuer

Kürbissuppe am Lagerfeuer

Ich weiss: es ist aktuell schwer angesagt Halloween doof zu finden und neumodisch. Mich kann man damit nicht meinen, ich bin Feiertagsopportunist und gucke mir lieber die Traditionen und den Sinn hinter den Feiern an und entscheide dann, was ich mitmache. Das uralte Fest Halloween ist für mich ein Abschluss und eine Dankesfeier, aber auch die Einstimmung auf die dunkle Zeit mit kurzen Tagen. Die grossen Erntewellen sind vorüber, in unseren Breiten beginnt die dunkle Jahreszeit mit aller Macht und den Pflanzen fehlt Licht und Wärme, die Natur ruht sich aus.
Wer mit den Jahreszeiten lebt stellt fest, dass nun ganz andere Dinge wichtig sind, als noch vor wenigen Wochen und dass die Natur sich in vielen Bereichen verändert. Die Tiere hier haben einen wesentlich höheren Grundumsatz weil sie klammer Nässe durch Dauernebel, peitschendem Regen mit Herbststürmen und Frösten trotzen müssen, Weiterlesen →

Duftende Bratquitten mit Marzipan und Rosenwasser

Gebratene Quitten mit Rosenwasser, Marzipan und Rosinen

Bratquitten wie Bratäpfel herzustellen, wollte ich an sich neulich schon bei unserem Halloween-Lagerfeuer testen. Dazu kam es nicht, weil die listige Zeit uns während der gemütlichen Runde und guter Gespräche mal wieder einen Streich spielte und zack-zack verrann. Also musste ich den Test verschieben, das Ergebnis liegt seit heute Abend vor.
Quitten eignen sich sehr gut als Bratäpfel könnte man sagen, zumindest vom Geschmack her und bevorzugt wenn die Quitten wirklich reif sind.
Bei diesen meinen Birnenquitten war es dennoch mit den mir zur Verfügung stehenden Küchenwerkzeugen nicht möglich, dass Kerngehäuse aus der ganzen Quitte herauszulösen, um die Frucht klassisch von oben zu füllen. Weiterlesen →

Quittenmarmelade ähnlich Pitts-Deep – oder Quitten in Quittengelee

Pitts-Deep-Quittenmarmelade

Was auf den ersten Blick aussieht wie Borschtsch ist eine Quittenmarmelade, auf die ich auch nur gestoßen bin weil ich zweimal gelesen habe. Nora Carey beschreibt in ‚Gartenfrische Vorräte durchs ganze Jahr‘ die Pitts-Deep-Quittenmarmelade, sie soll ein wichtiger Bestandteil der Vorratskammer des namensgebenden Cottage sein (welches man heutzutage mieten kann).
Die Marmelade ist im Buch ohne Foto beschrieben und eigentlich eine Mischung aus Gelee und Konfitüre. Die Zubereitung ist etwas aufwändiger als bei den meisten anderen Konfitüren, das Ergebnis spricht aber für sich. Weiterlesen →

Ingwer-Honiggurken mit Chili

Ingwergurken

Jaja, überall wird über Kürbisse gebloggt, ich habe einen Quittenlauf und komme jetzt noch mit einem Gurkenrezept um die Ecke. Ende Oktober vielleicht etwas ungewöhnlich aber ich fand gerade einen meiner berüchtigten Schmierzettel mit Küchennotizen wieder und konnte ihn entziffern. Die beste Gelegenheit also, um eines der letzten diesjährigen Gurkenrezepte nachzuliefern. Mit Quitten geht es später weiter und Kürbisse … Kürbisse sind ein Lagergemüse und werden hier – von einigen kleinen Ausnahmen abgesehen – über Winter verbraucht.
Wer seine Einlegegurken hat ausreifen lassen, hat jetzt noch welche liegen und kann sie noch einmachen oder im Winter den Tieren als Wintertränke füttern.
Salatgurken, die ja auch oft für Honiggurken benutzt werden, hat man jetzt eher nicht mehr, es sei denn, man lässt sie quer durch die Welt zu sich nach Hause karren.

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Quittenmus mit Ziegenkäse als Dessert & das Quittenmus-Rezept

Quittenmus mit Ziegenfrischkäse

Das Quittenmus bekommt einen sehr feinen, zarten Geschmack und kann wie Apfelmus verwendet werden – hat aber natürlich das duftige Quittenaroma. Die Schalen und Kerngehäuse, in denen viel Pektin und viele Aromastoffe sitzen, werden in diesem Fall nicht mit verwendet, das Mus ist also nicht so fest wie andere Quittenprodukte und hat nur einen feinen, unaufdringlichen Quittengeschmack.
Es passt gut als Beilage zu Pfannkuchen, sicherlich auch auf einem Kuchen aber besonders gut gefiel es uns auch in Kombination mit Ziegenfrischkäse. Weiterlesen →

Quittenmark wie Melimelon & ein paar allgemeine Erkenntnisse

melimelon-mit-quitten

Normalerweise müsste ich jetzt schreiben, dass es Apfelquitten gibt, die sehr trocken aber hocharomatisch sind und Birnenquitten, die weicher sind; dass es schade ist, dass nicht mehr in jedem Garten ein Quittenbaum steht und man Quitten nicht im Supermarkt bekommen kann. So wie man es überall lesen kann und so wie im Frühjahr allerorten darauf hingewiesen wird, dass Rhabarber ein Gemüse ist.
Kann ich aber nicht. Denn abseits der Supermarktgesellschaft scheinen Quitten wieder ein recht normales Obst zu sein, gemeint sind einheimische Quitten. Mit etwas Umhören, kommt wohl jeder auch ohne Baum zu Quitten.
Damit ich nicht falsch verstanden werde: natürlich ist es jammerschade, dass diese nach Ambrosia duftenden Früchte offenbar in manchen Gegenden und innerhalb von Städten schwer zu finden sind und wenn es so ist, dass sie nur noch selten angebaut werden, mache ich den Vorschlag: Pflanzt einen Quittenbusch! Sie stehen Ziergehölzen in nichts nach, sind auch für kleine Gärten geeignet und produzieren Nahrungsmittel, sind ihnen also per se überlegen. Dass die Blätter wunderschön sind und die Blüten ebenfalls reicht an sich schon, dass man im Herbst wunderbares Raumparfum und Früchte zum Verarbeiten gratis bekommt ist eine willkommene Dreingabe, Tauschgut oder Ware für den Straßenstand. Weiterlesen →