Archiv der Kategorie: Kochen

Kochrezepte und Backrezepte, die wir meist selber entworfen und getestet haben und die wirklich schmecken und gelingen und – passend zum Thema des Blogs – oftmals typische Selbstversorgergerichte oder so genanntes Arme-Leute-Essen sind. Wir kochen mit guten Zutaten, welche im Idealfall aus dem eigenen Nutzgarten kommen. Es ist nicht unser Ziel den derzeit existierenden tausenden Foodblogs, die mit professioneller Ausrüstung und Bildbearbeitung auf hohem Niveau arbeiten, Konkurrenz zu machen. Hier wird alltäglich und chaotisch gekocht: zwischen Tür und Angel, zwischen Kind und Haushalt, zwischen Garten und Waschmaschine.

Leinsamenbrot – einfach, schnell und herrlich nussig

Leinsamenbrot

Für dieses Brot mit einem echt hohen Anteil an Leinsamen braucht es an sich gar kein Rezept. Es ist so einfach und schnell gemacht, dass es mir schon fast peinlich ist zugeben zu müssen, dass ich immer noch ziemlich häufig Brot kaufe.
Durch die geschroteten Leinsamen wird das Brot sehr locker und enthält jede Menge gesunde Omega-3-Fettsäuren.  Weiterlesen →

Kokosmakronen

Selbst gemachte Kokosmakronen

Nachdem ich vor einiger Zeit die Herstellung von Kokosmakronen für mich entdeckt und ein wenig mit den Zutaten experimentiert habe, notiere ich hier die für mich beste Zusammensetzung. Kokosmakronen liebte ich schon als Kind und ich kann mich erinnern, gemeinsam mit meiner Lieblingsoma den ein oder anderen Beutel Makronen vernichtet zu haben. Heute freue ich mich, auf diese Weise überschüssiges Eiklar verarbeiten zu können, welches man z.B. vielleicht bei der Herstellung einer Tarte übrig hat. Makronen sind sehr leicht und sehr schnell gemacht und halten sich eine ganze Weile frisch. Ganz schön praktisch. Nur schade, dass die Kokosraspel von weit her geschafft werden müssen. Ich denke nicht, dass mir ein Ersatz mit Mandelstiften, gehäckselten Haselnüssen oder ähnlichem gefallen würde. Weiterlesen →

Walnuss-Frischkäse (aus den ganzen fiesen, kleinen Bruchstücken, die beim unprofessionellen Knacken übrig bleiben)

Selbst gemachter Walnuß-Frischkäse

Es begab sich zu einer Zeit, da lebte Klein-Oli ganz anders als heute. Sie musste nämlich viele Jahre in einer finsteren Drachenhöhle ausharren, dort gab es jede Menge Rauch, schwefeligen Geruch, Produkte von Aldi und ziemlich oft schlug der Blitz ein.
Nun ja, heute macht sie sich die Welt, wie sie ihr gefällt aber den Walnuss-Frischkäse von Aldi, den mochte sie damals wirklich gerne. Die einzelnen Portionen waren in dicke Alufolie verpackt, damals gab es weder gelbe Säcke um Plastikmüll vom Restmüll zu trennen, noch machte man sich Gedanken über die Auswirkungen, die Aluminium möglicherweise auf … ähhh Dementia praecox & Co. haben könnte.
Ja. Das waren Zeiten, keine guten, aber Zeiten – um mal einen anderen Höhlenbewohner zu zitieren.
Es folgten lange Jahre ohne Walnusskäse – bis vor einiger Zeit beim Samentausch-Treffen der norddeutschen Frunslüt Salmandra ein Glas voll selbst gemachten Walnuss-Frischkäse mitbrachte. Weiterlesen →

Walnuß-Tarte mit Honig-Salz-Karamell

Zwischen den Jahren habe ich eine ausserordentlich deliziöse Walnuß-Tarte gemacht, die die komplette versammelte Sippe überzeugt hat. Daher muss das Rezept hier unbedingt (auf deutsch) vermerkt und ihr davon in Kenntnis gesetzt werden, dass ihr diese Tarte keinesfalls unprobiert lassen solltet. Das Ausgangsrezept stammt von Mamangerie, ich habe im Wesentlichen die Mengen sowie ein wenig das Vorgehen und die Zutaten geändert und würde beim nächsten Mal vielleicht einen etwas anderen Teig probieren. Dieser war mir ein wenig zu dröge – aber vielleicht reicht es auch, je nach Ofen, die Backzeit etwas anzupassen.

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Preiswert Essen

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke

„Preiswert Essen“ heißt für mich intelligent & kreativ, durchdacht und vorbereitet zu kochen. Und schmackhaft! Preiswertes Essen sättigt Leib und Seele.

„Billiges“ Essen (also billig eingekauft) macht meist weder satt noch befriedigt es. Meine Erfahrung: Von gutem Essen brauche ich nur einen Teller und bin zufrieden und gesättigt. Von „billigem“ Essen brauche ich mehr und bin eher „voll“ als satt.

Ein Schwank aus meiner beruflichen Vergangenheit: Bis vor einem Jahr war ich beruflich oft unterwegs. Am genießbarsten war das Essen in Familiengeführten 3* Hotels auf dem Land. Am schlechtesten (auch wenn es optisch gut präsentiert und von der Auswahl vielfältig war) in 5* Kettenhotels in der Stadt. Nach diesen Edel-Speisungen merkte ich meist, dass ich öfter mal aufstoßen musste, einen vollen Bauch hatte und am nächsten Tag nicht so vital wie gewohnt war. Einmal hatte ich mehrere Übernachtungen in so einem berühmten Hotel und gleichzeitig beruflich einen sehr herausfordernden Termin. Gottseidank war am Abend etwas Zeit, ich konnte im nahegelegenen Park spazierengehen – und sammelte Wildkräuter wie Brennessel, Giersch, Taubnessel, Spitzwegerich. Ich hab‘ mich dann einfach getraut, bin mit meinem Kräuterstrauß ins Restaurant und bat darum, den Koch sprechen zu dürfen. Der kam auch und ich fragte ihn, ob er mit meinen Kräutern mir ein Omelett zubereiten würde. Der zuckte nicht mit der Wimper (das haben die wohl in diesen Edelketten gelernt) und machte mir ein überaus schmackhaftes Omelett. Danach ging es mir wieder richtig gut! Später erfuhr ich, dass die in dieser Art von Kettenhotels überwiegend Convienence (wie schreibt man das eigentlich?) Produkte benutzen, nix frisch, alles schon vorbereitet, abgepackt – aber hübsch präsentiert. Bähh!  Weiterlesen →

Wintereintopf I (Grundrezept)

Ein- bis zweimal pro Woche gönne ich mir im Winter einen Eintopf aus Vorräten, der für 2 Tage hält.

Das Rezept ist jedes Mal das Gleiche, aber mit anderen Zutaten Das Tolle an diesem Eintopf ist: Er schmeckt jedes Mal anders und immer wieder super lecker. Ich muss nicht einkaufen gehen, weil ich alles im Hause habe – und was gerade nicht da ist, ersetze ich kreativ. Die Zutaten sind, da der Jahreszeit entsprechend, sehr preiswert. Und nicht zuletzt ist er gesund und wärmt.

Für den Eintopf verwende ich nur Eingelagertes, Eingekochtes, das was noch im Garten ist und regional zugekaufte Vorräte. Regional kaufe ich Fleisch und Wurst, Porree (der eigene Porree wurde dieses Jahr von Ungeziefer heimgesucht) und Knollensellerie sowie (Weiß-)kohl, die bislang bei mir im Garten nichts wurden oder mir zu aufwändig im Anbau sind. Weiterlesen →

Geschmorte & karamellisierte Champignon-Zwiebel-Pfanne mit wilden Kräutern auf geröstetem Brot mit Frischkäse

Champignonpfanne auf Frischkäsebrot

Die Idee zu dieser Vorspeise kam uns letztes Jahr im Rahmen einer Resteverwertung. Nun habe ich die Zutaten noch etwas besser abgestimmt und das Ergebnis spricht für sich. Total ausgewogen würzig-herzhaft lecker. Als Vorspeise, Snack oder Hauptgericht. Weiterlesen →

Knoblauchbrot mit Kochschinken und Sahnemeerrettich – eine tschechische Vorspeise perfekt für die Erkältungszeit

Knoblauchbrot mit Prager Schinken und Sahne-Meerrettich

Meine Variante dieser tschechischen kalten Vorspeise sieht zwar nicht halb so nett aus wie sie könnte – aber sie schmeckt und wirkt. Meist wird der Prager Schinken (Pražská šunka) in Tschechien als Röllchen serviert und der Sahne-Meerrettich wird in die Röllchen hinein gespritzt (šunkové rolky s křenovou pěnou). Sieht gut aus und man hat ordentlich viel Schinken und Meerrettich auf dem Teller. Diese Variante kommt auf einem gerösteten Graubrot, welches mit ordentlich Knoblauch versehen wurde daher, der Schinken liegt maximal doppelt und die Sahne-Meerrettich-Mischung ist ausgewogen. So gab es dieses Gericht in einem der Restaurants, in denen ich zu meiner Zeit in Tschechien zu speisen pflegte. Česnek chléb se šunkou a smetanovým křenem sollte das ganze dann wohl heissen.
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Mispelsauce

mispelsauce

Während Mispeln im Mittelalter in Europa weit verbreitet waren, findet man heute anscheinend nur noch wenige Vorkommen. Rezepte mit echten Mispeln sind rar gesät, wenn Foodblogger von Mispeln schreiben, kann man anhand der Fotos meist erkennen, dass sie Loquats, also die asiatische Mispel verarbeitet haben. Die echte Mispel, auch deutsche Mispel genannt hatte früher eine Tradition als Naturheilmittel, ihre Wirkung ist unter anderem harntreibend.
Ich hatte zwar geplant, einen Mispelbaum zu pflanzen, aber wer weiss, ob ich es wirklich getan hätte, wäre nicht mal wieder der Zufall zu Hilfe gekommen. Während der ersten Bauphase hatte ich die Koppel dem Reiterhof die Straße runter überlassen. Sie konnten dort 2-3 Pferde beköstigen und ich musste mich ums Mähen nicht kümmern. Win-win. Weiterlesen →

Wärmender Herbsttee – gegen eingefrorene Leiber bei Schietwetter

Schietwetter-Tee

Es begab sich vor einigen Tagen, an einem bitterkalten Herbsttag, da durfte ein kleines, kleines Mädchen endlich reiten. Auf einem echten Pony durch eine wunderschöne bunte Landschaft. Und weil es so beeindruckt war, dass es still und andächtig immer weiter ritt, war es am Ende wohl eine halbe Stunde unterwegs und ziemlich durchgefroren. Nicht, dass es sich beschwert hätte, die ergriffene Stimmung wirkte noch nach. Weiterlesen →