Archiv der Kategorie: Vorratshaltung

Winterlicher Obstsalat mit Lagerobst und Yacon

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Äpfel, Weintrauben und Yacon haben etwas gemeinsam: sie passen prima in einen winterlichen Obstsalat denn sie sind lange lagerfähig. Und auch wenn wir uns normalerweise weitestgehend regional ernähren haben einige Orangen, Mandarinen und Bananen den Weg in unsere Küche gefunden – immerhin haben erstere Saison. Weiterlesen

XXL Eierkartons gesucht

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Es ist ein lauwarmer Winter und die Flugenten legen bereits seit einigen Wochen wieder Eier. Ende Dezember hätten sie theoretisch dann ein Gelege beisammen und Ende Januar bis Anfang Februar würden die Küken schlüpfen. Viel zu früh.
Ich sammle also zumindest die Eier, die im Stall gelegt werden ein und benutze sie für Kuchen. Gelagert werden müssen sie aber bis dahin auch und da kommt nun das Problem. In den Eierpappen für Hühnereier ist bei Weitem nicht genug Platz für Enteneier und man bekommt den Deckel nicht richtig zu. Fangen noch mehr Enten an zu legen, muss ich die Eierkartons stapeln und mit nicht richtig geschlossenen Deckeln gibt das Stürze und Spiegelei. Weiterlesen

Ein Lamm für eine Fülle von Wintergerichten

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Unsere Lammversorgung steht wieder. Bei unseren Bekannten, die uns regelmässig mit Schweinen versorgen, laufen auf der Hauskoppel wunderschöne Fleischrinder verschiedener Rassen, Lämmer, Enten und Hühner. Ein schönes Bild, uns ist es ja wichtig, dass die Tiere, die wir essen ein gutes Leben hatten, bevor sie den letzten Gang antreten und das ist – so denken wir – hier in jedem Fall gewährleistet. Beim letzten Besuch erwähnten wir, mal wieder ein Lamm zu benötigen und so wurde zügig ein Termin beim Hausschlachter arrangiert. Weiterlesen

Trombolina d’Albenga – eine Entdeckung

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Immer auf der Suche nach neuem,schmackhaften Lagergemüse bin ich Anfang des Jahres im Dreschflegel-Katalog über den ‚Trombolina d’Albenga‘ gestolpert. Er wird dort Keulenzucchini ‚Trombetta di Albenga‘ genannt und beschrieben als „rankend. Viele, keulenförmige, meist zum Kreis gebogene Früchte mit kleiner Samenhöhle und viel Fleisch“ und sollte gut lagerfähig sein. Also wurde er gekauft und ausgesät in einem Anzuchttopf.

Als ich Mitte/Ende Mai meine Zucchini, Rondini, Kürbisse und Gurken auspflanzte, überraschte mich ein Hagelschauer, die Hagelkörner zerschossen von vielen Pflanzen die Blätter und nicht alle kamen durch. An eine frei gewordene Stelle pflanzte ich vermeintlich einen Butternut-Kürbis. Später im Jahr beobachtete ich argwöhnisch die Früchte und konnte sie so gar nicht zuordnen. Grün gestreift wie eine Zucchini aber laaaang und gebogen. Weiterlesen

Reptilienhaut-Rettich

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So heisst er natürlich nicht wirklich. Wobei: warum eigentlich nicht? Der Gärtner im Allgemeinen und der Gemüsegärtner im Besonderen gibt seinen Züchtungen doch gerne Namen, die an die Tierwelt angelehnt sind, bevorzugt von denen mit Attributen, deren Assoziation er bei seiner Pflanze gerne verstärken möchte: Ochsenherz-Tomate, Krötenhaut-Melone, Schlangengurke, Rattenschwanzrettich … Weiterlesen

Wie lagerfähig sind ausgereifte Zucchini? Ein Versuch

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Wenn man mit der eigenen Ernte über das Jahr kommen will, kann man ja auf die verschiedensten Methoden zurückgreifen. Vom Einkochen, Dörren oder Einfrieren bis zum konsequenten saisonalen Verzehr von Obst und Gemüse, was gerade zur Verfügung steht. Je nachdem, wie gut man sich mit ergänzenden Wildkräutern auskennt und diversen äusseren Faktoren kommt man damit schon recht weit. Ich persönlich finde die Lagergemüse aber besonders toll. Ich mag es einfach, auf einem ganzen Haufen Vorräten zu sitzen, die nicht weichgekocht oder energiezehrend eingefroren sind. Lagergemüse kann man einmieten oder bei entsprechender Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit liegen lassen, ohne dass sie verderben. Weiterlesen

Knoblauch-Chili-Gurken eingelegt im Gärtopf

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Obwohl es nun einige Tage lang tagsüber nicht mehr über 20° ging, hört die Gurkenschwemme noch nicht auf. Sonnabend haben wir wieder 10l Einlegegurken geerntet und ich habe nochmals einen Gärtopf freigemacht, der an sich für Sauerkraut oder Kimchi vorgesehen war.
Zusätzlich habe ich 2 weitere Gärtöpfe bestellt, denn Sauerkraut und Kimchi müssen auch sein. Problematisch ist, dass die Temperaturen wieder gestiegen sind und ich eine weitere Gurkenschwemme erwarten kann. Noch mehr einlegen? Hm, eher nicht. Verschenken? Gerne, aber wer legt noch selber Gurken ein? Hier in meinem Umfeld kenne ich niemanden.
Neulich hatte ich getestet, ob die Kaninchen Einlegegurken fressen, leider am nächsten Tag vergessen zu kontrollieren, das wäre ja noch eine gute Option. Weiterlesen

Waldblaubeer-Balsamico

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Sonnabend auf dem Markt habe ich echte Waldblaubeeren ergattern können. Leider waren die Beeren recht klein und sauer, kurz schwelgte ich in Erinnerungen an ein Land vor dieser Zeit, wo man wild gepflückte Blaubeeren kiloweise am Straßenrand kaufen konnte – große, aromatische Früchte. Nun, anscheinend ist hier kein so gutes Blaubeerland, aber immerhin: echte Waldbeeren! Nachdem ich bei dem Rezept zum Balsamico aus Kulturblaubeeren schon geschrieben hatte, dass ich vermute, nur mit echten Blaubeeren bekomme man diesen fast schon künstlichen Geschmack hin, den ich gerne erreichen wollte, war klar, dass das gesamte Körbchen Blaubeeren in die Balsamico-Produktion fliessen würde.

Um kein Quentchen Aroma entwischen zu lassen, habe ich mich für die Rezeptvariante entschieden, in der die Beeren püriert werden und nicht nur zerquetscht. Weiterlesen

Ketchup à la Oli

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Nachdem eine Forenbekannte bei mir die Idee, Ketchup herzustellen wiedererweckte, habe ich nicht lange gefackelt und die Wildtomaten, an denen die Braun- und Krautfäule bis dato glücklicherweise vorüber gegangen war, verarbeitet. Wer weiss, wieviele eigene Tomaten noch kommen, es wird merklich kühler und bis auf die Wildtomaten musste ich ja schon alle Pflanzen roden.

Chutneys koche ich viel und gerne, aber interessanterweise habe ich noch nie Ketchup gekocht, obwohl das ja eigentlich auch nichts anderes als Chutney ist. Weiterlesen

Blaubeer-Sirup

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An sich sind wir nicht so sehr für Süßes, aber ein wenig selbst gemachten Sirup im Haus zu haben, schadet vielleicht doch nicht. Puddinge, Eis und Flammeris könnte man ja ab und an mal herstellen und dann passt ein wenig fruchtige Sauce. Ich bin immer noch nicht ganz glücklich mit dem Geschmack von den allgegenwärtigen amerikanischen Kulturheidelbeeren. Es ist zu schade, dass es hier keine Stelle mit wild wachsenden Blaubeeren zu geben scheint. Kaufen kann man sie leider auch nicht, also kennen andere wohl auch keine ergiebigen Stellen oder behalten die Beute. Weiterlesen