Rettich-Kimchi wollte ich schon lange einmal machen. Mein ’normaler‘ Rettichsalat wird nur kurz fermentiert und die Art der Zubereitung nimmt sogar die Schärfe.
Nicht so beim Kkakdugi, da wird ganz traditionell koreanisch mit Schärfe nicht gespart! Das Zeug ist ganz sicher höllisch gesund aber eben auch recht scharf – man kann ja glücklicherweise als Selbermacher die Dosierung dem Gaumen anpassen. Oder sich langsam steigern was die körpereigene Toleranz gegenüber brennenden Zungen angeht. Weiterlesen
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Sweet ’n‘ hot Chili Sauce
Es begab sich, dass bei uns eine Grillfeier anstand und ich mal wieder im Laden vor einer Flasche Chilisauce stand und dachte „Bei den wenigen essentiellen Inhaltsstoffen, kann das keine Kunst sein, die selber zu machen!“ Eben, abgesehen von E0815 bis E4711 ist da nur Wasser, Zucker, Chilis, Stärke, Knoblauch und Salz drin.
Von der Steige Chilis, die wir neulich bekamen, waren auch noch mehr als ausreichen da, also machte ich mich ans Werk. Weiterlesen
Traditionelles Apfelmus mit Zitronenschale
Nachdem ich vor einiger Zeit ja ein Apfelmus ohne Zuckerzusatz mit Apfel-Birnensaft gekocht habe und feststellte, dass es trotzdem recht süß geriet, habe ich mich nun an eine Variante ohne Zuhilfenahme von Saft gemacht so wie es zum Beispiel auch Tring macht, wie sie in einem Kommentar erzählt. Ich bereitete Apfelmus komplett ohne andere Zutaten bislang nur frisch zu, nie als Konserve. Und als ich liebevoll den letzten Tropfen Saft aus einer Zitrone quetschte, um diesen beim Kochen den zerkleinerten Äpfeln zuzugeben dachte ich mir, dass es doch sicher eine leckere und die Haltbarkeit fördernde Variante wäre, die Zitronenschale gleich mitzukochen. Kerngehäuse, Schale und Kerne der Äpfel werden ja ohnehin mit der Flotten Lotte vom Mus getrennt, da fallen ein paar Zitronenschalen nicht ins Gewicht. Weiterlesen
Erdbeer-Rhabarber-Sirup als Topping oder Getränkebasis
Wir sind hier oben in Norddeutschland mitten in der Rhabarber-Saison, aber die Erdbeeren werden noch aus den klimatisch privilegierten Regionen Deutschlands eingeführt. Die 250g-Mikro-Schachteln zu 3€ kaufen wir normalerweise nur einmal wöchentlich für den Nachwuchs zum Naschen, für die Elterntiere ist das zu teuer. Aber als Birgit vom BackenmitLeidenschaftBlog ihren Erdbeer-Rhabarber-Sirup vorstellte, wollte ich das Rezept dringend schnell abändern, um den Sirup als Topping für Eiscrème zu benutzen – zumal ich mich durchgerungen habe, die Eismaschine für meine KitchenAid zu kaufen. Weiterlesen
Duftpelargonien-Sirup & die Limonade des Sommers 2016
In dem hier nun schon mehrfach erwähnten Buch ‚Kochen mit Wildkräutern und Wildpflanzen‘ entdeckte ich beim Durchblättern den Pelargoniencocktail. Alkohol müssen wir zwar nicht unbedingt haben, aber das Grundrezept machte mich neugierig, denn ich wollte schon länger meine wild wuchernden Duftpelargonien nutzen, die bei uns im Badezimmer wohnen, jährlich Dutzende Ableger hervorbringen und bei jeder Berührung einen starken Zitronenduft verbreiten. Weiterlesen
Waldmeistersirup naturel
Neulich hatte ich Gartenbesuch und damit wir ungestört tauschen, schnacken und gucken konnten, machte der Herr des Hauses mit dem Nachwuchs einen Ausflug. Ihn zog es zu anderen Gartenbekannten mit einem wunderschönen Waldgarten. Dort wächst Waldmeister.
Natürlich brachte er also eine Schüssel voll mit und ich machte mich daran, ihn zu verarbeiten.
Dass man Waldmeister erst einmal anwelken lassen muss, damit sich das typische Aroma entfaltet, wusste ich – was genau ich mit dem Waldmeister anfangen wollte hingegen nicht.
Bestimmt habe ich Dutzende Post-its in entsprechenden Büchern kleben und ebensoviele Bookmarks gesetzt, aber ein kurzer Blick in meine Ressourcen fiel unbefriedigend aus – ich fand nicht, was ich suchte. Weiterlesen
Traditionelles Apfel-Birnenmus ohne Zucker konserviert
Neulich sprachen wir mit Bekannten bei einem Apfelkuchen über traditionelles Haltbarmachen. Wir meinten uns zu erinnern, dass entweder Honig zum Süssen und Konservieren benutzt wurde, oder die Früchte auf dem Herd solange gerührt wurden, bis sie eindickten und durch Verlust an Flüssigmasse süsser wurden. Wir brauchen es alle nicht so schrecklich süss, aber beim Konservieren ist Zucker (neben Salz, Säure und Flüssigkeitsentzug) eben auch ein Garant für Haltbarkeit. Weiterlesen
Kiwi-Marmelade und andere Mißtöne
Verzeihung, natürlich heisst es heutzutage Konfitüre.
Wie auch immer, der Tauschhandel floriert. Der Bekannte mit reichhaltiger schleswig-holsteiner Kiwi-Ernte hat uns so einige Eierpappen voll Kiwis überlassen und bekam im Gegenzug ein paar unserer (noch) wenigen Eier. Ich mag Kiwis an sich manchmal ganz gerne, wäre aber nie auf die Idee gekommen welche zu kaufen. Der Nachwuchs hingegen scheint zeitweise regelrecht besessen von Kiwis zu sein und obwohl sie sehr lange lagerfähig sind, kommt (je nach Lagerung) jetzt die Zeit wo sie langsam verarbeitet werden müssen. Weiterlesen
Kimchi nach Art des Hauses
In ‚The Art of Fermentation‚ schreibt Sandor Katz, dass es Kimchi in einer überwältigenden Anzahl von Variationen gibt. Er zitiert unter anderem aus Hi Soo Shin Hepinstalls Kochbuch ‚Growing Up in a Korean Kitchen‚ (frei übersetzt von mir): „In koreanischen Küchen werden mehr als einhundert verschiedene Arten Kimchi hergestellt, wobei von Kohl bis zu der Rinde von Wassermelonen sowie im Sommer Kürbisblüten alles benutzt wird. Das Kimchi einer jeden Familie hat einen einzigartigen, individuellen Geschmack.“
Das grundsätzliche Vorgehen ist zunächst einmal immer dasselbe, Gemüse wird vorab mehrere Stunden in einer salzigen Lake eingeweicht, manchmal zwischendurch gewendet. Alternativ können die geschnittenen Gemüse trocken gesalzen und dann einige Stunden ziehen gelassen werden. Danach wird das Gemüse gründlich gewaschen, um überschüssiges Salz zu entfernen. Durch das Salzen können die Gewürze allmählich in das Gemüse eindringen. Heutzutage wird dieser Prozess innerhalb eines Tages vollzogen während es früher bis zu 9 Tage dauern konnte. Weiterlesen
Äpfel in pikantem Apfelsirup
Dieses Rezept stammt wieder aus dem neulich schon erwähnten Buch ‚Gartenfrische Vorräte durchs ganze Jahr‘ von Nora Carey. Wer dieses Buch oder die Frau nicht ernst nimmt, weil haltbar machen einen angestaubten Eindruck macht, dem sei gesagt, dass es überwiegend tatsächlich um die Kombination haltbar machen & veredeln geht und Frau Carey die Pariser Kochschule ‚La Varenne‘ (mit)geleitet hat. Das dürfte ihre Reputation sicher etwas verbessern.
Auf diese Art eingelegte Äpfel eignen sich sehr gut als Beilage zu Schinken oder Braten schreibt die Autorin, ich kann mir das sehr gut vorstellen und plane demnächst einen gepökelten Schweinebraten mit diesen Äpfeln zu servieren. Vielleicht auch einen Wildschweinbraten; uns lief neulich eine auf einer Ansitzjagd erlegte Bache zu. Von exzellenter Fleischqualität kann also ausgegangen werden. Weiterlesen










