Natürlich, selbstverständlich – ist doch klar, dass die Karnickel ihre Erdarbeiten genau dort ausführen müssen, wo ein Pfeiler in einer Einschlaghülse befestigt ist!
Das Gehege sieht mittlerweile aus wie ein Schweizer Käse und ich traue mich kaum noch den Boden zu betreten um auszumisten. Neulich habe ich es tun müssen und siehe da: diese Gänge sind – obwohl sie so ziemlich direkt unter der Erdoberfläche verlaufen – irgendwie gut statisch abgesichert. Die kleine Erdschicht hält mein Fliegengewicht aus obwohl es kein gewachsener Boden ist, sondern Aushub von dem ersten Bauvorhaben. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Garten
Zwei gute Taten – oder die Rache der Katzentiere
Schon seit einiger Zeit habe ich auf meiner inneren to-do-Liste stehen, bei der Tierärztin einen Termin für Huberta & Heinzi zu machen, die Kastration steht an.
Nachdem ich gestern wichtige Dinge erledigt hatte und endlich wieder zuhause war, wollte ich an sich anrufen. Aber noch beim Ausladen des Autos fuhr die Tierärztin hier vorbei.
Heisst an sich Schonzeit und Aufschub für die Katzen denn bei mir dauert es normalerweise einige Zeit, bis ich dann wieder ernsthaft an sowas denke. Nicht so dieses Mal. Kurz vor knapp rief ich an und machte für Montag früh einen Termin. Eine gute Tat, denn wir wollen nicht zur übermässigen Katzenpopulation beitragen und hoffen ausserdem, den Aktionsradius der Tiere einzugrenzen.
Vermutlich hatte ich bei dem Telefonat Mithörer. Weiterlesen
Praxistest: Wühlmausfalle à la Eliot Coleman im Hochbeet
Eliot Coleman, amerikanischer Farmer, wirtschaftlich erfolgreicher Enthusiast des biologischen Landbaus, Erfinder von verbesserten Werkzeugen und Maschinen, Forscher, Lehrer, Autor und Kopf der ‚Four Season Farm‚ in Maine berichtete in seinem Buch ‚Handbuch Wintergärtnerei‘ nicht nur davon, wie er seine riesigen Gewächshäuser auf Kufen stellte und so verschiebbar machte, wie er dem Wetter in Maine trotzt und trotzdem rund ums Jahr Gemüse anbaut und hochpreisig verkauft, dass wir Mittel- bis Nordeuropäer nunmal nicht auf demselben Breitengrad liegen wie Maine (welches zu Saint-Tropez gehört) sondern eher wie Hudson Bay, Saskatchewan, in der Mitte von Kanada (was uns auf den Boden der Tatsachen zurückholt), sondern auch von seinen erprobten Wühlmausfallen. Super fängig, super simpel. Weiterlesen
Ostereier färben mit natürlichen Farben aus der Speisekammer
In den letzten Wochen und Tagen gab es einige Artikel zum Thema ‚Naturfarben für Ostereier‘ und dank den Bloggern – die wahrscheinlich extra für diese Artikel 2x nacheinander bunte Ostereier gegessen haben – eine Menge Informationen zu verschiedenen Techniken, Ostereier natürlich zu färben: mit Tee, mit Zwiebelschalen, mit Gewürzen. Gerade wenn man Ostereier mit Kindern zusammen färbt, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, ob es nicht der richtige Zeitpunkt ist, um auf Naturfarben umzusteigen, denn selbst die zugelassen, synthetischen Farben sind ernsthaft ungut wie Doris sehr schön recherchiert hat.
Die Verbraucherzentralen und Naturschutzverbände halten übrigens auch Listen mit den konventionellen Ostereifarben samt deren Nebenwirkungen sowie Tipps zu natürlichen Alternativen bereit.
An sich wollte ich dieses Jahr Eier mit Tee färben, dazu hat Nicole einen schönen Beitrag mit tollen fotografisch dokumentierten Ergebnissen geschrieben, aber dann ritt mich doch wieder mein Experimentiergeist. Weiterlesen
Pasta mit Bärlauch und roter Spitzpaprika
Wir lieben Bärlauch. Egal ob zu Pasta, im Frischkäse auf frisch gebackenem Brot oder im Kräuterquark zu einer Kartoffel. Das Zeug ist einfach wahnsinnig lecker und wahrscheinlich macht auch der psychologische Faktor etwas aus; was rar ist und auch heute noch nicht über das ganze Jahr im Überfluss verfügbar, muss verzehrt werden solange es geht.
In diesem Sinne habe ich im Februar argwöhnisch meine Bärlauchbestände im Garten betrachtet. Mein Bärlauch war definitiv viel früher dran als irgendwo im Umkreis, aber ich wollte an sich noch keine grössere ernte vornehmen, damit die Pflanzen sich erstmal noch weiter ausbreiten können, denn Schleswig-Holstein ist Bärlauch-Wüste. Lieget vielleicht auch daran, dass wir hier keine wirklichen Wälder haben, in jedem Fall sollte man, wen man Bärlauch frisch ernten möchte, selber welchen anbauen oder die wenigen ‚wilden‘ Stellen kennen.
Freilaufende Raptoren
Wie ich in dem Beitrag über den Hühnerstall und anderswo bereits berichtet habe, sollen die Hühner ja ausserhalb der dauernass-kalten Jahreszeit relativ frei laufen, zumindest sollten sie ein großes Freilaufgehege bekommen. Nun begab es sich, dass die Nachbarshühner unsere Seite vom Zaun grüner fanden und sich hier bei uns unter die Enten und Gänse mischten.
Vielleicht ist unsere Seite vom Zaun tatsächlich grüner und bei ihnen zuhause haben die Schafe die Grasnarbe eingekürzt – Tatsache ist jedenfalls: wenn unsere Koppel für Nachbarshühner ausreichend Käfer, Würmer& Gras bereithält, dann wird es wohl auch für die eigenen reichen und es gab keinen Grund mehr, die Hühnerschar in der Voliere zu halten. Weiterlesen
Krank und chaotisch im Vorfrühling
Nachdem gefühlt allerorten in den Gartenblogs derzeit Fotos von Aussaaten, Keimlingen und anderen Zöglingen gezeigt werden, fühle ich mich gezwungen, auf meine Art nachzulegen.
Meine Saatschalen und Aussaatbeete sehen nicht anders aus, als in den anderen Jahren auch, da gibt es an sich nichts Aussergewöhnliches zu sehen. Ausserdem habe ich mir eine wirklich bösartige Erkältung zugezogen und lag 2 Tage stramm im Bett, habe Zwiebelsaft geschluckt, Lindenblütentee gesoffen und mit Kamillenbädern inhaliert.
Ich bin also nicht sehr gut in der Zeit – aber andererseits bin ich auch sonst nie besonders früh oder spät dran gewesen, sondern irgendwo im Mittelfeld. Passend, dass ich die Sache nicht sportlich sehe, sondern zufrieden bin mit dem was sich trotz alledem – oder gerade wegen der entspannten Einstellung – über das Jahr auf den Beeten entwickelt. Weiterlesen
Der praktische Hühnerstall
Einen Vorteil hat es wenn man jahrelang auf seine Hühner warten muss: man kann sich in der Zwischenzeit ausreichend Gedanken über die Konstruktion des Hühnerstalls machen. Dass er auf Stelzen stehen muss ist klar bei unserer Witterung, mir fällt hier in der Umgebung spontan nur ein Hühnerstall ein, der nicht auf Stelzen steht oder ein Bauwagen ist. Darunter können sich die Tiere bei Regen nicht nur unterstellen, sondern man kann dort auch den Huderplatz mit Sandbad oder Aschebad anlegen, wo die Tiere Federpflege betreiben.
1 Hochzeit, 3 Todesfälle, 2 Fälle von Doofheit und 1 erstaunlicher Fall
1 Hochzeit: Das Gänsepaar gemeinsam von Sommer an über den Winter zu bringen hat sich gelohnt. Es wurde ein Nest gebaut und zumindest 1 Ei gelegt. Nun ist das Nest mit Stroh allseits isoliert und ich kann nicht mehr hineinsehen.
3 Todesfälle: 2 kapitale Ratten lagen tot am Hühnerstall. Gut für uns und glücklicherweise hatte kein Huhn davon gefressen. Ach ja, ich weiss, Ratten sind DAS Tabuthema schlechthin unter Nutztierhaltern. Verzeihung. Der dritte Todesfall ist Marianne, das weiße Dudelhuhn. Sie war den Tag zuvor schon sehr müde und schwach und ich ahnte, dass es nicht mehr lange dauern würde.
2 Fälle von Doofheit: Enten ins Bett gebracht, durchgezählt, 2 fehlen. Check: auf dem Grundstück nicht zu finden, dann ist das so. Entweder sie kommen wieder oder sie/wir haben Pech gehabt. Fuchsfallen kontrolliert, eine ist zu. Immer noch nicht geschaltet. Falle geöffnet um zu sehen, ob der Rest von einem Jäger erledigt werden muss: 2 Enten flattern heraus mit einem Gesichtsausdruck der sagte „OK ja, es ist uns schon einmal passiert, aber mal unter uns: eigentlich ist es doch gar nicht passiert oder? Also Schwamm drüber, lass‘ uns mal schnell in den Stall wir haben Hunger!“
1 erstaunlicher Fall: Meine Katze frisst Porree. Direkt vom Beet.
Winterkochen auf der Feuerstelle
Gut, wirklich gekocht haben wir nicht, aber immerhin das leckere Bigos aufgewärmt. Reicht auch für den Feierabend eines Arbeitstages und ist ein schöner Ausklang für den Tag.
Alle haben sich den ganzen Tag schon darauf gefreut und besprochen, was alles gemacht wird:
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