Archiv der Kategorie: Kochen

Schwyzer Käsesuppe

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Dieses Gericht soll typisch sein für viele Schweizer Gebirgsregionen auf denen Alpwirtschaft betrieben wird, aber dieses kommt aus dem Kanton Schwyz. Über Sommer müssen die Sennen sich für einige Wochen verpflegen und haben oft nur eine einfache Kochstelle und keine Hilfsmittel. Alles muss mühsam hinaufgeschleppt werden und so ergab es sich wohl, dass dieses Gericht entstanden ist. Alpkäse gibt es mehr als genug, altbackenes Brot auch, ausserdem braucht man nur Wasser und ein wenig Gewürz. Weiterlesen

Walnußöl-Ahornsirup-Dressing mit frischem Oregano

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Passend zur Salatsaison kommt hier mein zweites Lieblingsdressing für bittere Salate. Im Laufe der Jahre hat es einige Wandlungen durchgemacht, alle sind gut, aber so gefällt es mir am besten. Zu Beginn habe ich Tannenhonig anstatt Ahornsirup benutzt und Basilikum statt Oregano. Die Option zur Veränderung besteht ja in viele Richtungen, passend zum bitterem Geschmack von einigen Kopfsalaten finde ich aber einerseits die Süße und andererseits das nussige Aroma. Weiterlesen

Saftiger, saurer Rhabarberkuchen

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Das Rezept für diesen Kuchen stammt von einer Rezeptkarte meiner Schwiegermutter. In einen Mürbeteig kommt eine wirklich saftige Füllung aus Quark, Ei, Sahne und jeder Menge Rhabarber, jedoch wirklich wenig Zucker. Mir ist dieser Kuchen fast zu sauer und ich bin keine besonders Süße, ich denke man kann den Zuckeranteil der Füllung getrost verdoppeln, aber ich zeige hier erstmal das Originalrezept. Weiterlesen

Spargelcrèmesuppe fruchtig statt sauer

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Bevor ich es wieder vergesse und der Vollständigkeit halber sei hier notiert, wie ich die pfingstliche Spargelcrèmesuppe gemacht habe und wie es dazu kam, dass wir doch noch Spargel vom Markt mitgenommen haben. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass grüner Bio-Spargel 24€ und weisser immer noch 15€ gekostet hat und wir stattdessen leckere Schwarzwurzeln zu 5€ gekauft haben. Der Höker schaltete sich in unser Gespräch ein, in dem wir über Vor- und Nachteile von Spargel und Schwarzwurzeln sowie die aktuellen Preise sprachen und merkte an, dass Schwarzwurzeln früher der Spargel des armen Mannes waren. Das ist altbekannt und ich erwiderte, dass das bei uns heute noch so sei. Daraufhin liess er uns den weissen Spargel für 10€ und wir nahmen ein Pfund mit. Weiterlesen

Mit Rindswurstbrät gefüllte Conchiglioni auf Spinatbett mit Béchamelsauce überbacken

Mit Rinderbratwurst gefüllte Conchiglioni

Einmal pro Woche fahre ich zum Bauern und kaufe frische Milch vom Tank sowie Dinge, die wir nicht selber haben. Wurst und Speck zum Beispiel. Letzten Freitag nahm ich also frische Rindsbratwurst mit und erwartete an sich, dass einer der Pfingsttage warm und trocken genug sein würde, um grillen und ein Lagerfeuer machen zu können. Pfingstmontag am Abend nach einem arbeitsreichen Tag wurde mir dann klar, dass das lange Wochenende nun zu Ende ist und das Wetter lange nicht stabil genug gewesen zum Grillen. Also, was kochen?
Rinderwurst im Haus, Spinat im Beet, große Muschelnudeln seit Monaten in der Speisekammer, Knoblauch ohnehin immer in rauen Mengen da – plötzlich und spontan stand mein Plan und meine Kreation ist irrsinnig lecker! Versprochen. Weiterlesen

Joghurt-Buttermilch-Dressing insbesondere für bittere Kopfsalate

Joghurtdressing

Eigentlich habe ich nur 2 Lieblingsdressings für Kopfsalate. Beide beinhalten Oregano und sind etwas süßlich-was wohl daran liegt, dass wir Salate mit Bitterstoffen schätzen.
Dieses Joghurt-Dressing habe ich vor etlichen Jahren einmal abgewandelt von einem Rezept meiner Oma, die hat – wenn ich mich richtig entsinne – Joghurt, Sahne & Zucker benutzt. Ich finde, das Fett erschlägt den Salat und es darf ruhig ein Gewürz mit an das Dressing. Ansonsten passt es schon ganz gut. Weiterlesen

Duftpelargonien-Sirup & die Limonade des Sommers 2016

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In dem hier nun schon mehrfach erwähnten Buch ‚Kochen mit Wildkräutern und Wildpflanzen‘ entdeckte ich beim Durchblättern den Pelargoniencocktail. Alkohol müssen wir zwar nicht unbedingt haben, aber das Grundrezept machte mich neugierig, denn ich wollte schon länger meine wild wuchernden Duftpelargonien nutzen, die bei uns im Badezimmer wohnen, jährlich Dutzende Ableger hervorbringen und bei jeder Berührung einen starken Zitronenduft verbreiten. Weiterlesen

Lamm-Hackbraten mit grünem Pfeffer, Rahm-Champignons & Schwarzwurzeln mit Kartoffelröschen

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Sonnabend vor Pfingsten auf dem Heider Wochenmarkt: der grösste Marktplatz Deutschlands ist bevölkert mit Touristen und Eingeborenen die anscheinend gleichermassen die Befürchtung hegen verhungern zu müssen weil sie einen Tag länger als sonst nicht einkaufen können. Wäre es noch doppelt so warm gewesen – so wie am Tag zuvor – hätte ich stichelnd vermutet, dass den Menschen das Wetter nicht bekommt und sie an Mango Madness leiden. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass man, während man genüsslich ein Krabbenbrötchen isst, 2 Autounfälle in 5 Minuten beobachten kann, wo die einen tobsüchtig schreiend auf das Auto des Gegners eindreschen und die anderen sich lachend nach einem kurzen Klönschnack trennen, nachdem sie feststellten, dass Plastikautos sich selbst ausbeulen. Weiterlesen

Hopfensprossen überbacken mit Pecorino

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Hopfensprossen sind laut Waltraud Witteler (Kochen mit Wildkräutern und Wildpflanzen) eines der teuersten Gemüse hierzulande. Sie haben eine kurze Saison (März/April) und sind durch ihre Widerhaken, an denen man sich ernstlich wehtun kann, schwer zu ernten. Andererseits wuchert Hopfen enorm, wenn man ihn wild im Garten hat. Besonders gerne rankt er sich an Bäumen und Büschen hoch, die entlang – wie könnte es anders sein – von Bächen, Flüssen und in Auwäldern stehen. Ich weiss nicht, wie viele Eimer voll Hopfen ich alleine im vergangenen Jahr an die Kaninchen verfüttert habe, nun war es Zeit, diese Wildpflanze selber zu testen. Weiterlesen

Salzige Cracker

Salzige Cracker selbst gemacht
Diese Cracker habe ich neulich im Zuge des Appetits auf salziges Naschwerk in einem Rutsch mit den Chips hergestellt. Das Grundrezept stammt aus dem Buch ‚Besser leben ohne Plastik‚, wurde von mir aber etwas angepasst. Sie sind wirklich lecker, ganz luftig, kross und schmelzen auf der Zunge – mich erinnern sie an Tuc-Kekse. Weiterlesen