Archiv der Kategorie: Kochen

Kochrezepte und Backrezepte, die wir meist selber entworfen und getestet haben und die wirklich schmecken und gelingen und – passend zum Thema des Blogs – oftmals typische Selbstversorgergerichte oder so genanntes Arme-Leute-Essen sind. Wir kochen mit guten Zutaten, welche im Idealfall aus dem eigenen Nutzgarten kommen. Es ist nicht unser Ziel den derzeit existierenden tausenden Foodblogs, die mit professioneller Ausrüstung und Bildbearbeitung auf hohem Niveau arbeiten, Konkurrenz zu machen. Hier wird alltäglich und chaotisch gekocht: zwischen Tür und Angel, zwischen Kind und Haushalt, zwischen Garten und Waschmaschine.

Lamm-Hackbraten mit grünem Pfeffer, Rahm-Champignons & Schwarzwurzeln mit Kartoffelröschen

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Sonnabend vor Pfingsten auf dem Heider Wochenmarkt: der grösste Marktplatz Deutschlands ist bevölkert mit Touristen und Eingeborenen die anscheinend gleichermassen die Befürchtung hegen verhungern zu müssen weil sie einen Tag länger als sonst nicht einkaufen können. Wäre es noch doppelt so warm gewesen – so wie am Tag zuvor – hätte ich stichelnd vermutet, dass den Menschen das Wetter nicht bekommt und sie an Mango Madness leiden. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass man, während man genüsslich ein Krabbenbrötchen isst, 2 Autounfälle in 5 Minuten beobachten kann, wo die einen tobsüchtig schreiend auf das Auto des Gegners eindreschen und die anderen sich lachend nach einem kurzen Klönschnack trennen, nachdem sie feststellten, dass Plastikautos sich selbst ausbeulen. Weiterlesen →

Hopfensprossen überbacken mit Pecorino

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Hopfensprossen sind laut Waltraud Witteler (Kochen mit Wildkräutern und Wildpflanzen) eines der teuersten Gemüse hierzulande. Sie haben eine kurze Saison (März/April) und sind durch ihre Widerhaken, an denen man sich ernstlich wehtun kann, schwer zu ernten. Andererseits wuchert Hopfen enorm, wenn man ihn wild im Garten hat. Besonders gerne rankt er sich an Bäumen und Büschen hoch, die entlang – wie könnte es anders sein – von Bächen, Flüssen und in Auwäldern stehen. Ich weiss nicht, wie viele Eimer voll Hopfen ich alleine im vergangenen Jahr an die Kaninchen verfüttert habe, nun war es Zeit, diese Wildpflanze selber zu testen. Weiterlesen →

Salzige Cracker

Salzige Cracker selbst gemacht
Diese Cracker habe ich neulich im Zuge des Appetits auf salziges Naschwerk in einem Rutsch mit den Chips hergestellt. Das Grundrezept stammt aus dem Buch ‚Besser leben ohne Plastik‚, wurde von mir aber etwas angepasst. Sie sind wirklich lecker, ganz luftig, kross und schmelzen auf der Zunge – mich erinnern sie an Tuc-Kekse. Weiterlesen →

Kartoffelchips aus dem Backofen

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Kartoffelchips sind ein seltsames Ding, herkömmliche sind viel zu salzig und zu fett für meinen Geschmack und einigermassen vernünftig hergestellte sehr teuer. Da viele Menschen ausserdem ’süchtig‘ werden, wenn sie erstmal eine Tüte angefangen haben, hält die Tüte natürlich auch nicht lange, sondern wird sofort vertilgt. In meinem Beitrag über das Buch ‚Besser leben ohne Plastik‘ erwähnte ich, dass es unter anderem ein Rezept für selbst gemachte Kartoffelchips enthält – allerdings aus der Mikrowelle. Darüber entspann sich eine Unterhaltung mit Nicole, wie man Chips sonst noch selber herstellen könnte. Das Rezept aus dem Buch kam aus verschiedenen Gründen für mich nicht in Frage. Weiterlesen →

Waldmeistersirup naturel

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Neulich hatte ich Gartenbesuch und damit wir ungestört tauschen, schnacken und gucken konnten, machte der Herr des Hauses mit dem Nachwuchs einen Ausflug. Ihn zog es zu anderen Gartenbekannten mit einem wunderschönen Waldgarten. Dort wächst Waldmeister.
Natürlich brachte er also eine Schüssel voll mit und ich machte mich daran, ihn zu verarbeiten.
Dass man Waldmeister erst einmal anwelken lassen muss, damit sich das typische Aroma entfaltet, wusste ich – was genau ich mit dem Waldmeister anfangen wollte hingegen nicht.
Bestimmt habe ich Dutzende Post-its in entsprechenden Büchern kleben und ebensoviele Bookmarks gesetzt, aber ein kurzer Blick in meine Ressourcen fiel unbefriedigend aus – ich fand nicht, was ich suchte. Weiterlesen →

Cowgirl-Gnocchi mit Lagerfeuerromantik

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Passend zu dem Look, in dem man mich gelegentlich morgens im Garten sieht sehen könnte, wenn ich schnell die Tiere aus den Ställen lasse; nämlich ‚lange Elli‘, Strohhut und … nunja, keine Cowboystiefel sondern Gummistiefel, gibt es heute die vorerst letzte Kürbis-Gnocchi-Verwertung. Sozusagen eine Lagerfeuer-Bohnen mit Speck-Mahlzeit im Cowboy-Stil – oder Flodder, je nachdem, was man eher assoziiert.  Weiterlesen →

Kürbis-Gnocchi mit gebratenem & karamellisiertem Gemüse

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So einfach wie gut. Ein leichtes, buntes Frühlingsessen, welches durch die Kürbisgnocchi ausreichend sättigt. Die Gnocchi sind hier eingeschlagen wie eine Granate. Ich hatte ja berichtet, dass Gnocchi bislang zu den Speisen gehörten, die ich nur zubereiten ‚durfte‘ wenn der Herr des Hauses anderweitig versorgt oder bekocht wurde. Ich bin wirklich glücklich über diese Neuerung, immerhin sind wir recht erfolgreich im Anbau von Kürbissen zur Selbstversorgung, selbige bleiben bei uns im Lager extrem lange frisch, sie sind sehr gesund, lecker und durch den eigenen Anbau günstig. Ein ganz wichtiges, dankbares und vielseitiges Gemüse für die winterliche Vorratskammer. Weiterlesen →

Traditionelles Apfel-Birnenmus ohne Zucker konserviert

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Neulich sprachen wir mit Bekannten bei einem Apfelkuchen über traditionelles Haltbarmachen. Wir meinten uns zu erinnern, dass entweder Honig zum Süssen und Konservieren benutzt wurde, oder die Früchte auf dem Herd solange gerührt wurden, bis sie eindickten und durch Verlust an Flüssigmasse süsser wurden. Wir brauchen es alle nicht so schrecklich süss, aber beim Konservieren ist Zucker (neben Salz, Säure und Flüssigkeitsentzug) eben auch ein Garant für Haltbarkeit.  Weiterlesen →

Gebrätelte Kartoffeln mit Austernpilzen

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Ein kleines, schmutziges Geheimnis muss ich nun lüften: ich bin gar nicht so norddeutsch, wie manch einer denken könnte. Nein, einer meiner Großväter kam aus der Pfalz. Und das ist längst nicht alles, aber darum geht es hier. Zwar nicht um den selbstversorgerisch tätigen Opa, sondern um ein Rezept, welches meine Mutter von ihm übernommen hat. Gebrätelte. Weiterlesen →

Kürbisgnocchi mit Kirschtomaten und Oliven

Kürbis-Gnocchi mit Nocellara del Belice und Cherrytomaten

Ab und an ergibt sich die Gelegenheit etwas kochen zu können, was niemand anders schmecken muss ausser dem Nachwuchs und mir. Wobei der Nachwuchs auch mit Oliven der Sorte ‚Nocellara del Belice‘ alleine glücklich ist. Der Gatte hatte in Anbetracht des Aprilwetters (Schnee, Hagel, 3°C) mehr Appetit auf ein Nudelgericht, was in etwa zu gleichen Teilen aus Zwiebeln, Käse und Nudeln (und Speck) besteht und daher aus gutem Grund ‚Schmodder‘ genannt wird. Mir ist das zu schwer, daher habe ich die Gelegenheit genutzt und gleich 3 Zutaten verarbeitet, die der Gatte nicht ganz so gerne im Essen haben muss: Gnocchi im Allgemeinen, Kürbis und Oliven. Dass er sich am Ende die grösste Portion davon aufgeladen hat, bestätigt hier also mal wieder, dass es oftmals nur auf die Zubereitung ankommt. Ich nehme mich da nicht aus, siehe Wildschwein-Bolognese. Weiterlesen →