Schlagwort-Archive: Norddeutschland

Jetzt ist das Maß langsam voll!

Dauerregen Sommer 2016Das obige Bild bietet sich derzeit fast durchgehend. Während der Sommer 2016 bis auf geschätzte 3 Wochen in Folge in denen es schwül-heiß war bislang schon verregnet war, gab es doch zwischen den 3-4 stundenlangen Güssen pro Tag immer noch die Phasen, in denen man trockenen Fusses die Tiere versorgen konnte. Jetzt nicht mehr.
Ich habe zwar wohl gehört, dass es sogar hier in Schlewig-Holstein Ecken geben soll, in denen es diesen Sommer kaum geregnet hat, aber wirklich glauben kann ich kaum, dass wir hier eine Dauerregen-Enklave sind.
Gerade trudelte der neue Newsletter vom NABU herein, den ich normalerweise durchaus zu schätzen weiss und in dem es immer etwas interessantes gibt. Heute allerdings wollte man mich ärgern, das Maß ist nun wirklich langsam voll: Weiterlesen

Gartenrundgang Anfang August (bei Wacken-Wetter)

Agapanthus blüht endlich

Ich bin gar nicht mal schlecht in der Zeit mit dem nächsten Gartenrundgang und wir starten bei bestem Wacken-Wetter auf dem Hof. Wacken-Wetter unterscheidet sich vom Kieler-Woche-Wetter durch den Neigungswinkel des Regens und wenn man mich fragt, auch durch die schiere Masse an Wasser. Wacken liegt deutlich näher am Herbst – aber zwischendurch gibt es immer wieder Phasen brennender Sonne, die den Festivalschlamm an Stiefeln und Klamotten derart festbacken, dass man die Sachen entsorgen kann. Erfahrung spricht aus mir.
Egal, zurück in den Garten. Auf dem Hof blüht endlich meine Schmucklilie. Seit ewigen Zeiten wollte ich eine haben und habe sie nie gekauft bis ich dieses Jahr Mitleid mit einer zu Recht preisreduzierten Pflanze hatte und sie mitnahm.
Noch blüht sie recht überschaubar, aber die Farbe finde ich schonmal wunderschön.
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Ein Vormittag im Watt

Lahnung
Manchmal ist es notwendig, im größten Trubel stehen zu blieben. Entweder um sich einen Überblick zu verschaffen oder um dem Hirn eine Ruhepause zu gönnen. In der Natur können wir auf unser wirkliches Maß zurückschrumpfen; dass wir vergänglich sind ist uns nur allzu schmerzlich bewusst dieser Tage. Dass die Welt sich weiter dreht, die Gezeiten kommen und gehen wie immer, aus den Elementen Pflanzen, dann Tiere, dann wieder Nährstoffe werden und sich im großen Kreislauf unendlich weiter wandeln werden, begreife ich am besten, wenn ich abseits von Menschen in der Natur bin. Früher habe ich stundenlange Spaziergänge durch die Wälder rings um das Haus gemacht. Hier und heute bietet es sich natürlich eher an, an das Meer zu fahren. Vielleicht gefällt dem einen oder anderen ein kleiner virtueller Ausflug an die Nordsee, die ruhige Weite klärt üblicherweise den Geist. Ein Blick auf den Gezeitenkalender und los geht es. Weiterlesen

Das Badezimmer (mit vorher-nachher-Bildern)

Englisches Badezimmer fertig

Zur Abwechslung gibt es endlich mal Fotos von einem (fast) fertigen Raum. Auf die Dauer sind die Bilder von bröckelndem Putz, Schiet und Dreck ja frustrierend und jemand könnte auf die Idee kommen, dass wir in einem Rattenloch hausen. Was die Ordnung und den Status der Baustellen und Nebenbaustellen in diesem Haus angeht tun wir das auch – denke ich gelegentlich – aber auf höherem Niveau als früher.  Und letztlich ist das Leben auf einer Baustelle mit Selbstversorgerwirtschaft und einem über die Maßen aktiven kleinen Kind vielleicht auch einfach dazu angetan etwas chaotischer zu sein.

Wir beginnen mit dem Bad. Dass ich der ganzen Welt einmal mein Badezimmer zeigen würde, hätte ich zunächst auch nicht gedacht, aber es macht wirklich Spaß die Sanierung und Renovierung Revue passieren zu lassen und zumindest einige der Geschichten aufzuschreiben. Wie ich sicherlich schonmal erwähnt habe ist mein Gedächtnis in gewisser Hinsicht ein Sieb und dafür, dass mir ziemlich oft kuriose Dinge passieren und seltsame Menschen begegnen, habe ich viel zu viel davon vergessen. Vielleicht sollte ich das alles einfach verbloggen. Weiterlesen

Das alte Haus wird in den Rohbau-Zustand versetzt

tapeten ab vorsprung noch da

Dieser Vorsprung konnte keiner Bestimmung zugeordnet werden und wurde entfernt.

Ich weiss, dass einige von euch diesem nächsten Beitrag über die Sanierung des Resthofes entgegenfiebern (bei uns heisst das dibbern). Nun will ich versuchen an den letzten Beitrag anzuknüpfen, in welchem ich euch das Haus von innen im Kaufzustand gezeigt habe.
Es gab also jede Menge zu tun und etwa 6 Monate Zeit bis die Umzugswagen anrollten. Es musste erstmal entkernt werden. Denn bei einem solchen Vorhaben gilt: ist der Rohbau-Zustand erreicht, hast Du schon viel gewonnen und jede Menge Arbeit und Geld investiert. Ab da kennt man die Verhältnisse ausreichend, die Materialien, die Statik, kann logisch die Arbeiten aufeinander folgen lassen und hat voraussichtlich die schlimmsten Überraschungen schon erlebt. Weiterlesen

Einen neuen Weg ausprobieren. Und Holunderplantagen finden.

Holunderweg

Vor einigen Tag probierte der Herr des Hauses einen neuen Weg aus; Dutzende Male war er rechts abgebogen und hatte den Weg links nicht bewusst wahrgenommen. Oft fuhr er dort zum Angeln, manchmal benutzte er den Weg als Schleichweg, auch ich bog gerne mal rechts ab, besah mir die Störche, die auf den Wiesen Frösche fangen, bog rechts ab und starrte auf’s Wasser und oder hing meinen Gedanken nach. Neulich nun also war es Zeit, die linke Seite wahrzunehmen, die wir beide so gar nicht auf der Rechnung hatten. Und siehe da: er fand verschlungene Pfade, wahre Holunderplantagen, Dickichte in Auwäldern und den Weg sehr viel weiter runter eine kleine Ferienhaussiedlung direkt am Kanal. Wenn wir hier vom Kanal reden, meinen wir natürlich den Nord-Ostsee-Kanal, „die meistbefahrene künstliche Wasserstraße für Seeschiffe weltweit“.

nok Weiterlesen

Das alte Haus von innen

wasserschaden

Eingangsflur

Nachdem ich also die Ruine das alte Haus bereits im Urzustand von aussen gezeigt habe, folgen nun ein paar Eindrücke von innen. Fangen wir harmlos an. Im Eingangsflur. Ausser einem Wasserschaden durch eine Kombination von durchhängendem Dach und defekter Regenrinne sowie einem wirklich aussergewöhnlichen Terrazzoboden, der leider übergemalt wurde, gab es hier nicht viel zu sehen. Reicht ja auch, immerhin gibt es nur eine Chance für einen miesen ersten Eindruck. Weiterlesen

Rhabarber-Grütze (mit Buchweizenpfannkuchen)

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Endlich habe ich den ersten Rhabarber geerntet und glücklicherweise war ich letztes Jahr so schlau, ein paar Erdbeeren einzufrieren, um beides zu einer typisch norddeutschen Grütze zu verarbeiten. Ein Glas eingefrorene Stachelbeeren waren auch noch da – perfekt für eine saure, nordische Grütze. Ich bereite Grütze ganz traditionell mit Sago zu. Mit Speisestärke wäre es dann eine Kaltschale. Dazu passen hervorragend Buchweizenpfannkuchen, auch wenn das vermutlich eher nicht so traditionell ist, aber da man Grütze durchaus auch als Hauptgericht essen kann, passt der Sättigungsfaktor dann besser – vor allem wenn man quadratmeterweise Beete vorbereitet, kubikmeterweise Kompost umgeschichtet und tonnenweise Kompost zum Nutzgarten hochgefahren hat. Viva la Hanggarten! Weiterlesen

Traditioneller Grünkohl mit Kasseler Nacken und karamellisierten Kartoffeln

gruenkohl-kasseler-kramellisierte-kartoffeln

Nachdem ich die Grünkohl-Ernte relativ spät und mit entsprechenden Verlusten eingefahren habe, wollten wir nun ein ganz klassisches, norddeutsches Gericht daraus machen. Wobei ’norddeutsch‘ ja auch schon wieder ein weites Feld ist; auch wenn die hiesigen Gefilde im internationalen Vergleich klitzeklein sind, sind die regionalen, ja man muss wohl sagen lokalen Unterschiede gewaltig.
Das Plattdeutsch, welches in einigen, nicht weit entfernten, Dörfern gesprochen wird, brauche ich mich gar nicht erst bemühen zu verstehen und wer einmal in Dithmarschen zu einem Grünkohlessen in einem traditionellen Gasthaus war, staunt über die Berge von verschiedenen Fleischsorten, die dort gereicht werden. Da wird der Grünkohl schon fast zur Nebensache. Weiterlesen