Obwohl es nun einige Tage lang tagsüber nicht mehr über 20° ging, hört die Gurkenschwemme noch nicht auf. Sonnabend haben wir wieder 10l Einlegegurken geerntet und ich habe nochmals einen Gärtopf freigemacht, der an sich für Sauerkraut oder Kimchi vorgesehen war.
Zusätzlich habe ich 2 weitere Gärtöpfe bestellt, denn Sauerkraut und Kimchi müssen auch sein. Problematisch ist, dass die Temperaturen wieder gestiegen sind und ich eine weitere Gurkenschwemme erwarten kann. Noch mehr einlegen? Hm, eher nicht. Verschenken? Gerne, aber wer legt noch selber Gurken ein? Hier in meinem Umfeld kenne ich niemanden.
Neulich hatte ich getestet, ob die Kaninchen Einlegegurken fressen, leider am nächsten Tag vergessen zu kontrollieren, das wäre ja noch eine gute Option. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Kochen
Waldblaubeer-Balsamico
Sonnabend auf dem Markt habe ich echte Waldblaubeeren ergattern können. Leider waren die Beeren recht klein und sauer, kurz schwelgte ich in Erinnerungen an ein Land vor dieser Zeit, wo man wild gepflückte Blaubeeren kiloweise am Straßenrand kaufen konnte – große, aromatische Früchte. Nun, anscheinend ist hier kein so gutes Blaubeerland, aber immerhin: echte Waldbeeren! Nachdem ich bei dem Rezept zum Balsamico aus Kulturblaubeeren schon geschrieben hatte, dass ich vermute, nur mit echten Blaubeeren bekomme man diesen fast schon künstlichen Geschmack hin, den ich gerne erreichen wollte, war klar, dass das gesamte Körbchen Blaubeeren in die Balsamico-Produktion fliessen würde.
Um kein Quentchen Aroma entwischen zu lassen, habe ich mich für die Rezeptvariante entschieden, in der die Beeren püriert werden und nicht nur zerquetscht. Weiterlesen
Carottes râpées in bunt
Karottensalat gab es bei mir immer schon oft und gerne. Das Problem bei Speisen – auch wenn sie noch so simpel sind – die man häufig und gerne isst, ist, dass man eine ganze Weile Zeit zum Optimieren und irgendwann die perfekte Zusammensetzung gefunden hat.
Danach kann es nur noch abwärts gehen, insbesondere wenn man es wagt, einen seiner Lieblinge auswärts zu verspeisen. Ungezählte geraspelte Karotten wurden von mir verschmäht und stehen gelassen, nachdem sie als nicht zumutbar eingestuft wurden. Zum Glück sind die Geschmäcker verschiedenen und ich hoffe, dass es auch Menschen gibt, die die häufig servierten gegarten Karotten oder die beim Einlegen bis zur Unkenntlichkeit zerfallenen mögen, ich mag sie nicht. Carottes râpées sind bei mir Rohkost. Weiterlesen
Mit CousCous-Feta-Hack gefüllte Zucchini in Tomatensauce
Nach dem Sommermonsun habe ich im Zucchinibeet eine monströse Frucht gefunden,sie wog 2 Kilo und es war eine von den Zucchini ‚Alberello di Sarzana‘‘,die sich gut zum Füllen eignen. Mein Mann hatte Rinderhack gekauft,weil er eine von mir nicht geliebte und nicht mitgegessene Bolognese herstellen wollte. Er wollte aber auch zur Jagd und da kochen und jagen sich meistens aus zeitlichen Gründen ausschliessen, konnte ich das Hack verwenden. Alles passte und so ist mir gestern eine extrem leckere Kreation gelungen, alles war perfekt, ich brauche beim nächsten Mal nichts zu verändern und hoffe, dass ich exakt rekonstruieren kann, welche Zutaten ich wie verarbeitet habe. Das beste Kochrezept nützt ja nichts und erfüllt seinen Zweck als Gedächtnisstütze kaum, wenn wichtige Ingredienzen fehlen, in der falschen Menge oder zum falschen Zeitpunkt zugefügt werden. Weiterlesen
Kartoffel-Möhren-Stampf mal anders
… alternativ könnte man in Hinblick auf aktuelles Weltgeschehen sagen: das Leben ist bunt.
Man nehme einen Ausflug zum regionalen Hofladen, kaufe schwarze Karotten, hierzulande sagt man an sich ‚Wurzeln‘, was mich schon immer gestört hat obwohl ich damit groß geworden bin. Wurzeln sind alles mögliche! Geht es etwas präziser bitte?
Ich lasse mich zugunsten einer üblichen regionalen Bezeichnung für dieses Gericht für diesen einen Beitrag dazu hinreißen, ‚Möhren‘ zu sagen.
Gut, man mache also diesen Ausflug, kaufe schwarze Möhren und allerhand anderes Zeugs, was im eigenen Garten nicht, nicht ausreichend oder anders vorhanden ist. Dann fahre man ein paar Kilometer weiter zum nächsten Hofladen, der gemüsemässig zwar nur Standardsortiment führt, aber fleischmässig dafür gut dasteht. Man wähle zu diesem Zwecke Lammbratwurst mit Uthlande-Siegel und erinnere sich, wie die Uthlande früher aussahen und was heute davon übrig ist. ‚Globale Erkältung‘ hin oder her, ihre geliebte Heimat im Meer versinken zu sehen war für die Menschen damals sicher ebenso unschön, wie die Angst vor weiterem Wandel heute. Mindestens. Weiterlesen
Ketchup à la Oli
Nachdem eine Forenbekannte bei mir die Idee, Ketchup herzustellen wiedererweckte, habe ich nicht lange gefackelt und die Wildtomaten, an denen die Braun- und Krautfäule bis dato glücklicherweise vorüber gegangen war, verarbeitet. Wer weiss, wieviele eigene Tomaten noch kommen, es wird merklich kühler und bis auf die Wildtomaten musste ich ja schon alle Pflanzen roden.
Chutneys koche ich viel und gerne, aber interessanterweise habe ich noch nie Ketchup gekocht, obwohl das ja eigentlich auch nichts anderes als Chutney ist. Weiterlesen
Chia-Grieß-Flammeri
Chia-Samen werden in Süd- und Mittelamerika sowie mittlerweile anderen subtropischen Gebieten angebaut, nicht eben um die Ecke und daher sollte sich jeder überlegen, ob er Nahrungsmittel kaufen will, die vorher rund um den Erdball gereist sind. Im Normalfall findet man auf diesem Blog zwar Nahrungsmittel aus dem eigenen Nutzgarten oder zumindest regional bio angebaut und das ganze nach Möglichkeit saisonal – ausser der Heißhunger bestimmt, dass wir dringend Paprika im Winter kaufen essen müssen. Auch das kommt mal vor. Nun könnte man uns zugute halten, dass wir zum Ausgleich viel klimaneutraler leben als andere Menschen, aber die schnöde Wahrheit ist in diesem Fall, dass wir ein Glas Chia-Samen geschenkt bekommen haben. Weiterlesen
Blaubeer-Sirup
An sich sind wir nicht so sehr für Süßes, aber ein wenig selbst gemachten Sirup im Haus zu haben, schadet vielleicht doch nicht. Puddinge, Eis und Flammeris könnte man ja ab und an mal herstellen und dann passt ein wenig fruchtige Sauce. Ich bin immer noch nicht ganz glücklich mit dem Geschmack von den allgegenwärtigen amerikanischen Kulturheidelbeeren. Es ist zu schade, dass es hier keine Stelle mit wild wachsenden Blaubeeren zu geben scheint. Kaufen kann man sie leider auch nicht, also kennen andere wohl auch keine ergiebigen Stellen oder behalten die Beute. Weiterlesen
Zucchini-Karotten-Frittata
Eine Frittata ist eigentlich ein perfektes Gericht: man kann sie komplett aus Zutaten aus dem Selbstversorger-Garten herstellen, aus Resten, sie ist schnell, günstig & einfach und trotzdem lecker, reichhaltig und – je nach Zutaten – ausgewogen.
Diese Frittata beinhaltet neben den klassischen Zutaten Ei und Gemüse ein wenig Sahne und Käse, beides wächst bei uns leider nicht. 😉 Weiterlesen
Zucchini in Olivenöl als Konserve
Unser ehrgeiziger Plan ist ja, ohne zugekaufte Zucchini über den Winter zu kommen bzw. bis zum Start der neuen Saison sogar. Zu diesem Behufe habe ich einige wenige Zucchini eingefroren, was sicherlich für die Konsistenz und Inhaltsstoffe das beste ist, aber der Platz im Tiefkühler ist begrenzt. Bei der Energiebilanz dürfte der Tiefkühler sogar noch besser abschneiden als die in Öl eingelegten Zucchini wenn man das Kochen des Wassers für’s Blanchieren, das Anbraten der Zucchinistückchen, das Erhitzen des Öls und das Erhitzen des Abwaschwassers mitrechnet. Zucchinis zu trocknen steht auch noch auf der Agenda, das testen wir aber wohl nicht mehr dieses Jahr. Außerdem wollte ich gerne einige Früchte an der Pflanze ausreifen lassen und für den Winter einlagern – dieses Vorhaben muss anscheinend aber auch verschoben werden, denn die seltsame Zucchinifäule rafft die Früchte im Lager dahin. Ob die zu diesem Zwecke angebauten Rondini es dieses Mal bis in den April schaffen, bleibt abzuwarten. Weiterlesen










