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Kürbis-Gnocchi mit gebratenem & karamellisiertem Gemüse

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So einfach wie gut. Ein leichtes, buntes Frühlingsessen, welches durch die Kürbisgnocchi ausreichend sättigt. Die Gnocchi sind hier eingeschlagen wie eine Granate. Ich hatte ja berichtet, dass Gnocchi bislang zu den Speisen gehörten, die ich nur zubereiten ‚durfte‘ wenn der Herr des Hauses anderweitig versorgt oder bekocht wurde. Ich bin wirklich glücklich über diese Neuerung, immerhin sind wir recht erfolgreich im Anbau von Kürbissen zur Selbstversorgung, selbige bleiben bei uns im Lager extrem lange frisch, sie sind sehr gesund, lecker und durch den eigenen Anbau günstig. Ein ganz wichtiges, dankbares und vielseitiges Gemüse für die winterliche Vorratskammer. Weiterlesen

Traditionelles Apfel-Birnenmus ohne Zucker konserviert

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Neulich sprachen wir mit Bekannten bei einem Apfelkuchen über traditionelles Haltbarmachen. Wir meinten uns zu erinnern, dass entweder Honig zum Süssen und Konservieren benutzt wurde, oder die Früchte auf dem Herd solange gerührt wurden, bis sie eindickten und durch Verlust an Flüssigmasse süsser wurden. Wir brauchen es alle nicht so schrecklich süss, aber beim Konservieren ist Zucker (neben Salz, Säure und Flüssigkeitsentzug) eben auch ein Garant für Haltbarkeit.  Weiterlesen

Kürbisgnocchi in weich & fest – Wie es euch gefällt

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Erstaunlicherweise gibt es gelegentlich Probleme mit Kürbisgnocchi und zwar derart, die richtige Konsistenz zu erreichen. Ich habe experimentiert und festgestellt, dass bei Zugabe von wirklich wenig Maismehl und Weichweizengrieß die Gnocchi nicht zerfallen, wie man manchmal liest, sondern sie einfach eine unschöne Textur bekommen. Bei Zugabe von wirklich viel Maismehl und Grieß braucht es mehr Kochzeit und die Gnocchi sind anstrengend zu kauen – so weit, so logisch. Ich plädiere dafür zu testen, was spricht dagegen, mit einer moderaten Mischung zu beginnen, einige Gnocchi zu kochen und nach der Kau- und Geschmacksprobe entweder zu beschliessen, dass die gesamte Charge nun gekocht werden kann – oder eben noch mehr trockene Zutaten benötigt werden? Weiterlesen

Rhabarber-Grütze (mit Buchweizenpfannkuchen)

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Endlich habe ich den ersten Rhabarber geerntet und glücklicherweise war ich letztes Jahr so schlau, ein paar Erdbeeren einzufrieren, um beides zu einer typisch norddeutschen Grütze zu verarbeiten. Ein Glas eingefrorene Stachelbeeren waren auch noch da – perfekt für eine saure, nordische Grütze. Ich bereite Grütze ganz traditionell mit Sago zu. Mit Speisestärke wäre es dann eine Kaltschale. Dazu passen hervorragend Buchweizenpfannkuchen, auch wenn das vermutlich eher nicht so traditionell ist, aber da man Grütze durchaus auch als Hauptgericht essen kann, passt der Sättigungsfaktor dann besser – vor allem wenn man quadratmeterweise Beete vorbereitet, kubikmeterweise Kompost umgeschichtet und tonnenweise Kompost zum Nutzgarten hochgefahren hat. Viva la Hanggarten! Weiterlesen

Farfalle in Verde

Dieses sehr einfache aber immer wieder schmackhafte Gericht mit dem klangvollen Namen ‚Schmetterlinge im Grünen‘ gab es bei einem meiner Stamm-Italiener früher. Erstaunlich, dass ich es entweder noch nie gepostet habe oder der Beitrag zusammen mit den meisten anderen alten Beiträgen beim Daten- und Backupverlust abhanden gekommen ist.
Der einzige Kniff bei diesem Gericht ist, dass man den Knoblauch wirklich sehr fein schneiden und gemütlich in viel Öl braten muss. Ob Martin Scorseses Film ‚Goodfellas‚ und darin die Szene im Gefängnis, wo von den Mitgliedern der Familie den ganzen Tag lang gut gekocht und gegessen – und eben von Gangsterboss Pauli der Knoblauch mit einer Rasierklinge fein gehobelt – wird, Vorlage gewesen ist, weiss man nicht. In jedem Fall stimmt der Hinweis der Bosse aus dem Film, dass der Knoblauch in der Pfanne fast schmelzen würde, ganz genau. Weiterlesen

Karotten-Ingwer-Suppe

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Nachdem ich neulich noch behauptet habe, dass ich zwar gerne Suppen esse aber selten selber welche kreiere oder koche habe ich jetzt anscheinend einen kleinen Suppenlauf.
Diese hier ist besonders fein; die Süße und die Erdigkeit der Karotten zusammen mit dem fruchtig-warmen Ingwer, jeder Menge weissem Pfeffer und ein wenig Sahne ergibt echtes Soulfood. Die Karottensuppe wird es von nun an öfter geben, zunächst vielleicht sogar sehr oft. Weiterlesen

Gepökeltes Brathähnchen mit Succotash

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Dieses Gericht habe ich vor der feindlichen Übernahme meines Körpers durch die hartnäckigen Erkältungsviren gemacht, zu einer Zeit, als ich noch schmecken konnte. Die Veröffentlichung dann wurde wohl schon aufgrund der fiesen Symptome verschoben.
Wie auch immer, dieser gepökelte Brathahn war noch besser als der erste und das salzige, gepökelte Fleisch in Verbindung mit dem süsslichen Succotash eine Wucht.

Nachtrag: Succotash, eine Gemüsemischung indigener Amerikaner, nennt man die Mischung von Mais und (Lima*-)Bohnen, eine Kombination, die zusammen 101% biologische Wertigkeit der Proteine erreicht, ausserdem ergänzen die Proteine der Bohnen gut die Kohlenhydrate des Mais‘. In Teilen des Südens der USA wird jede Zubereitung von Gemüse mit Butter oder Schmalz Succotash genannt.
Dank Alex‚ Hinweis nochmal ergänzt. Weiterlesen

Ringelblumen-Balsam selbstgemacht

ringelblume im Garten

Letztes Jahr hatte ich nach längerer Zeit mal wieder Ringelblumen im Garten. Und zwar satt und dreckig wie man hier sagt. In Hülle und Fülle, soviel, dass ich am Ende eimerweise die Kaninchen damit gefüttert habe, ähnlich wie Dill und Kamille. Früher gab es natürlich auch schon Ringelblumen bei mir, auch wenn ich sie nie verwendet habe, sondern mich nur an der beeindruckenden Wuchskraft und Fröhlichkeit, die sie ausstrahlen, erfreut habe.
Nach dem Gartenwechsel und mangelnder Saatgutgewinnung war dieser Garten dann Calendula-frei. Auf einem Flohmarkt in Friedrichstadt dann hatte eine alte Dame einen Stand und verkaufte Ringelblumensaat lose aus einem großen Karton, abgemessen wurde mit einem Pflanzpott. Auf diese Weise zu Saatgut zu kommen ist natürlich besonders sympathisch und da wir eine besondere Beziehung zu der Stadt haben, umso mehr. Also wurden 2015 recht viele Ringelblumen angebaut. Weiterlesen

Topinambursuppe

topinambursuppe

Im Garten gibt es noch Wintergemüse. Pastinaken, neu austreibenden Grünkohl, vergessene Karotten, Haferwurzeln, Crosne, Süßwurzeln und Topinambur.
Ich habe letzte Saison 2 Sorten Topinambur angebaut, eine auf 5 qm normalem Gartenbeet, die jetzt so feucht sind, dass das Arbeiten mit der Grabegabel wahrlich kein Spaß ist – und eine neue Sorte zur Vermehrung im Kübel. Eben diesen Kübel habe ich mir vorgenommen um nachzusehen, wieviele Knollen die Pflanzen gebildet haben. Immerhin sind sie sehr gut gediehen und haben – im Gegensatz zu der anderen angeblichen Feinschmeckersorte – sogar geblüht. Aus einem halben, kleinen Mörtelkübel habe ich 2,5 Kg Knollen geerntet. Ich denke, das ist OK dafür, dass ich nur initial gedüngt habe. Weiterlesen

Sauerkraut – wie wir es selber herstellen

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Sauerkraut im Gärtopf selber herzustellen ist denkbar einfach, geht zügig, man kann selber bestimmen, ob und wann die Gärung abgebrochen wird und wie sauer oder mild man es gerne möchte. Man kann Sauerkraut im Gärtopf lange lagern oder es einkochen, wenn einem der Säuerungsgrad gefällt und damit die Fermentation unterbrechen.

Auch die Sorte des Weißkohls hat Einfluss auf den späteren Geschmack, ‚Filderkraut‘, welches wir letztes Jahr benutzt haben, wird zum Beispiel nachgesagt, dass es sehr mild und damit gut geeignet für die Sauerkrautherstellung ist. Dieses Jahr haben wir eine stinknormale, runde (späte!) Sorte benutzt und zusätzlich andere Parameter justiert und sind hochzufrieden. Weiterlesen