Schlagwort-Archive: Selbstversorgergarten

Freilaufende Raptoren

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Wie ich in dem Beitrag über den Hühnerstall und anderswo bereits berichtet habe, sollen die Hühner ja ausserhalb der dauernass-kalten Jahreszeit relativ frei laufen, zumindest sollten sie ein großes Freilaufgehege bekommen. Nun begab es sich, dass die Nachbarshühner unsere Seite vom Zaun grüner fanden und sich hier bei uns unter die Enten und Gänse mischten.
Vielleicht ist unsere Seite vom Zaun tatsächlich grüner und bei ihnen zuhause haben die Schafe die Grasnarbe eingekürzt – Tatsache ist jedenfalls: wenn unsere Koppel für Nachbarshühner ausreichend Käfer, Würmer& Gras bereithält, dann wird es wohl auch für die eigenen reichen und es gab keinen Grund mehr, die Hühnerschar in der Voliere zu halten. Weiterlesen

Krank und chaotisch im Vorfrühling

Gekeimte Kartoffeln 'Roter Erstling'

Nachdem gefühlt allerorten in den Gartenblogs derzeit Fotos von Aussaaten, Keimlingen und anderen Zöglingen gezeigt werden, fühle ich mich gezwungen, auf meine Art nachzulegen.
Meine Saatschalen und Aussaatbeete sehen nicht anders aus, als in den anderen Jahren auch, da gibt es an sich nichts Aussergewöhnliches zu sehen. Ausserdem habe ich mir eine wirklich bösartige Erkältung zugezogen und lag 2 Tage stramm im Bett, habe Zwiebelsaft geschluckt, Lindenblütentee gesoffen und mit Kamillenbädern inhaliert.

Ich bin also nicht sehr gut in der Zeit – aber andererseits bin ich auch sonst nie besonders früh oder spät dran gewesen, sondern irgendwo im Mittelfeld. Passend, dass ich die Sache nicht sportlich sehe, sondern zufrieden bin mit dem was sich trotz alledem – oder gerade wegen der entspannten Einstellung – über das Jahr auf den Beeten entwickelt. Weiterlesen

Der praktische Hühnerstall

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Einen Vorteil hat es wenn man jahrelang auf seine Hühner warten muss: man kann sich in der Zwischenzeit ausreichend Gedanken über die Konstruktion des Hühnerstalls machen. Dass er auf Stelzen stehen muss ist klar bei unserer Witterung, mir fällt hier in der Umgebung spontan nur ein Hühnerstall ein, der nicht auf Stelzen steht oder ein Bauwagen ist. Darunter können sich die Tiere bei Regen nicht nur unterstellen, sondern man kann dort auch den Huderplatz mit Sandbad oder Aschebad anlegen, wo die Tiere Federpflege betreiben.

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Topinambursuppe

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Im Garten gibt es noch Wintergemüse. Pastinaken, neu austreibenden Grünkohl, vergessene Karotten, Haferwurzeln, Crosne, Süßwurzeln und Topinambur.
Ich habe letzte Saison 2 Sorten Topinambur angebaut, eine auf 5 qm normalem Gartenbeet, die jetzt so feucht sind, dass das Arbeiten mit der Grabegabel wahrlich kein Spaß ist – und eine neue Sorte zur Vermehrung im Kübel. Eben diesen Kübel habe ich mir vorgenommen um nachzusehen, wieviele Knollen die Pflanzen gebildet haben. Immerhin sind sie sehr gut gediehen und haben – im Gegensatz zu der anderen angeblichen Feinschmeckersorte – sogar geblüht. Aus einem halben, kleinen Mörtelkübel habe ich 2,5 Kg Knollen geerntet. Ich denke, das ist OK dafür, dass ich nur initial gedüngt habe. Weiterlesen

Die Ernte geht weiter: Grünkohlernte im Januar mit Einsichten & Überraschungen

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Vor dem sowohl angekündigten, als auch be-merk-enswerten herannahenden Unwetter habe ich noch schnell einen Gartenrundgang gemacht um zu sehen, welche Pflanzen, die den Winter draussen verbringen, eventuell Schaden nehmen könnten.
Grünkohl.
Grünkohl wollten wir ohnehin demnächst essen und bevor mir Starkregen, Hagel oder Meteoritenschauer die Blätter zerschlagen, habe ich ihn kurzerhand geerntet.
Man kann eindrucksvoll sehen, dass Barfröste dem Grünkohl nicht guttun. Weiterlesen

Porree-Anbau im Graben-System für extra lange weiße Schäfte

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Die Geschichte des landidyllischen Porree-Anbaus ist eine Erfolgsgeschichte und zeichnet sich dadurch aus, dass wir Jahr für Jahr gezeigt haben, dass wir dazulernen können – was für tendenziell eher späte Zünder wie wir es manchmal sind schon bemerkenswert ist.
Wir haben ja von Anfang an all‘ unsere Gemüsepflanzen selber aus Saatgut vorgezogen bzw. angebaut. Selten kommt es vor, dass wir auf dem Markt oder bei ähnlichen Gelegenheiten Jungpflanzen kaufen, eher schon, dass mit Gartenbekannten getauscht oder hin- und hergeschenkt wird. Weiterlesen

Anbau und Verkostung: Stachys aka Knollen-Ziest aka Crosne

Stachys

In der letzten Saison haben wir zum ersten Mal Knollenziest angebaut, in der Schweiz besser bekannt als Stachys und in Frankreich als Crosnes. Stachys ist ein Wintergemüse, was ab November geerntet wird. Für den faulen Hobbygärtner ist gut zu wissen, dass Stachys ein ausdauerndes Gewächs ist und somit jedes Jahr wiederkommt sofern man nicht zu radikal die Wurzelknollen erntet. Weiterlesen

Entenproteine als Hühnerfutter – Verwertung der Enteneier

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Die sinnvollste Verwertung für ungeliebtes oder im Überfluss vorhandenes Eiweiss ist im Selbstversorgergarten wahrscheinlich die Transformation zu einem anderen Eiweiss.
Karpfen in Hühnchen zu transformieren hatte ich bereits angesprochen, auch Weißfisch zu Ente ist denkbar, Fleischreste zu Wachtelfleisch, überschüssige Milch zu Schweinefleisch wäre ein Klassiker, Quecke zu Kaninchen ein Traum. Neu für mich entdeckt habe ich die Möglichkeit, Enteneier in Hühnereier zu verwandeln. Alchemie für Selbstversorger. Weiterlesen

Schrecken mit Quecken Teil VI

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Tja, auch der nunmehr sechste Teil der allseits verhassten Serie „Schrecken mit Quecken“ ist natürlich das Eingeständnis einer Pleite. Merke: Wenn Du Quecke verjauchen willst – was an sich ja ein prima Plan ist – benutze doch lieber keine weißen Eimer dafür.
Diese lassen nämlich zuviel Licht hindurch was die Überlebenskünstlerin Quecke zum Anlass nimmt, submers, ohne Substrat und mit diffusem Licht, was wohl kaum einer anderen Pflanze reichen würde, einfach weiter zu wachsen.

Nächster Versuch mit dunklen Tonnen. Oder Schrot. Oder Hühnern. Notfalls Schweinen.

Natürliche Wintertränke für Kaninchen

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Jeder Nutztierhalter kennt wohl die Problematik mit eingefrorenen Tränken und Trögen. Entweder man schleppt mehrmals am Tag Giesskannen mit heißem Wasser zu den Gehegen oder man beheizt die Tränken selber mittels elektrischem Heizstab oder Grablicht. Kaninchen stillen ihren Wasserbedarf normalerweise über die Nahrung. Das funktioniert aber natürlich nur, solange die Nahrung saftreich ist und ausreichend zur Verfügung steht. In Gefangenschaft gehaltene Kaninchen (und das gilt in den allermeisten Fällen wohl auch für Gehegehaltung) haben zumindest im Winter diese Möglichkeit nicht. Zumeist wird im Winter überwiegend Heu gefüttert und als Energiespender gegen die Kälte mitunter Kaninchenmüesli.  Weiterlesen