Da sich im Leben ja oftmals vieles fügt wenn man es zulässt, wir immer Augen und Ohren offen halten nach Rezepten für Gerichte aus der Vorratskammer und Verwendungen für unsere Vorräte sowie überhaupt leckere Sachen, die andere kochen – und der Herr des Hauses dazu auch noch ein sehr kommunikativer Mensch ist, der viel rumkommt, sind wir auf Bigos gekommen. Sicher kann man das auch einfacher haben, aber bei einem lütten Klönschnack Rezepte austauschen hat doch wesentlich mehr Qualität. Weiterlesen
Kümmel-Weißbrot als Beilage zu deftigen Eintöpfen
Dieses Weißbrot eignet sich perfekt als Beilage zu deftigen Eintöpfen weil es ausser jeder Menge Kümmel keine prominenten Eigenaromen mitbringt. Ja, man ahnt und sieht es kaum, aber in 2 dieser Laibe habe ich eine Handvoll Kümmelsamen versenkt.
Während mein Bigos auf dem Herd köchelte, beschloss ich, dass Kartoffeln als Beilage nicht so schön passen und erinnerte mich an alte Zeiten in Osteuropa wo viel Kümmelbrot gemacht wurde. Das passt!
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Kimchi nach Art des Hauses
In ‚The Art of Fermentation‚ schreibt Sandor Katz, dass es Kimchi in einer überwältigenden Anzahl von Variationen gibt. Er zitiert unter anderem aus Hi Soo Shin Hepinstalls Kochbuch ‚Growing Up in a Korean Kitchen‚ (frei übersetzt von mir): „In koreanischen Küchen werden mehr als einhundert verschiedene Arten Kimchi hergestellt, wobei von Kohl bis zu der Rinde von Wassermelonen sowie im Sommer Kürbisblüten alles benutzt wird. Das Kimchi einer jeden Familie hat einen einzigartigen, individuellen Geschmack.“
Das grundsätzliche Vorgehen ist zunächst einmal immer dasselbe, Gemüse wird vorab mehrere Stunden in einer salzigen Lake eingeweicht, manchmal zwischendurch gewendet. Alternativ können die geschnittenen Gemüse trocken gesalzen und dann einige Stunden ziehen gelassen werden. Danach wird das Gemüse gründlich gewaschen, um überschüssiges Salz zu entfernen. Durch das Salzen können die Gewürze allmählich in das Gemüse eindringen. Heutzutage wird dieser Prozess innerhalb eines Tages vollzogen während es früher bis zu 9 Tage dauern konnte. Weiterlesen
The Hungry Gap
‚The hungry gap‚ beschreibt die Zeit, in der die eingelagerten Gemüse langsam schlecht werden, die Kartoffeln keimen und ungeniessbar werden – aber draussen im Garten und in der Natur noch zu wenig Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, um die Menschen satt zu machen.
Ich grübele seit Tagen, ob es einen deutschen Begriff für diesen Zustand gibt, aber ich kenne keinen und konnte auch keinen finden. Kennt ihr einen?
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Topinambursuppe
Im Garten gibt es noch Wintergemüse. Pastinaken, neu austreibenden Grünkohl, vergessene Karotten, Haferwurzeln, Crosne, Süßwurzeln und Topinambur.
Ich habe letzte Saison 2 Sorten Topinambur angebaut, eine auf 5 qm normalem Gartenbeet, die jetzt so feucht sind, dass das Arbeiten mit der Grabegabel wahrlich kein Spaß ist – und eine neue Sorte zur Vermehrung im Kübel. Eben diesen Kübel habe ich mir vorgenommen um nachzusehen, wieviele Knollen die Pflanzen gebildet haben. Immerhin sind sie sehr gut gediehen und haben – im Gegensatz zu der anderen angeblichen Feinschmeckersorte – sogar geblüht. Aus einem halben, kleinen Mörtelkübel habe ich 2,5 Kg Knollen geerntet. Ich denke, das ist OK dafür, dass ich nur initial gedüngt habe. Weiterlesen
Strassen, Felder, landidyllische Gärten – alles unter Wasser
Nachdem es den ganzen Winter über irrsinnig viel geregnet hat und ich Mitte Dezember schon einmal berichtete, dass wir ‚Land unter‘ haben, hat sich die Situation nun – 2 Monate später -nochmals verschlimmert. Glücklicherweise habe ich beim Kauf des Hauses unter anderem darauf geachtet, dass es auf einem Hügel steht. in der Tat sind wir hier 20 m ü.N.N. (wobei diese Ausdrucksweise anscheinend veraltet und damit falsch ist). Das mag für den einen oder anderen lustig klingen, ist es aber nicht. Zusätzlich hat man die Häuser hier früher auf Hügel gesetzt und nicht unterkellert – und siehe da: die uralten Hütten stehen noch und gehören zu unserem Kulturgut. Man darf ehrlich gespannt sein, welche Bauwerke aus unserer Zeit überdauern. Weiterlesen
Die Evolution des Eis
Die Größe eines Hühnereis hängt davon ab, wie weit sich die Henne in der Legeperiode befindet, von der Rasse, von der Ernährung und anscheinend auch von der Jahreszeit wie man lesen kann.
Junghennen beginnen die Legetätigkeit mit kleinen Eiern – die Mütter unter uns werden dieses Entgegenkommen der Natur zu schätzen wissen – der Anteil des Eigelbs ist dabei prozentual höher als bei großen Eiern und Liebhaber wissen die ersten Eier einer Henne zu schätzen. Laut einem Fachbuch sind die ‚Zutaten‘ der ersten Eier auch weit besser als die der späteren. Weiterlesen
Lobia Masala Konkani Style – Black eyed Peas Curry Goa Style (mit Kokos)
Vor einiger Zeit begab es sich, dass ich in der großen klitzekleinen Stadt, die uns mit allem versorgt, was wir nicht selber anbauen und der Hofladen nicht führt, einen türkischen Supermarkt ansteuerte und ein paar trockene Vorräte aufstockte.
Aus heiterem Himmel überfiel mich vor ein paar Tagen die Idee, ein Bohnen-Curry zu machen, eine aufschlussreiche Recherche auf indischen Kochseiten ergab, dass das anscheinend eine gute Idee ist, dass mal wieder massenhaft Leute voneinander abschreiben, dass es je nach Weltanschauung die interessantesten Dinge gibt, die Menschen sich versagen zu essen (Zwiebeln & Knoblauch!), dass die Variante mit Kokos Konkani bzw. Goa zugeschrieben wird und dass ich das Gericht lieber verwestlicht kochen möchte. Weiterlesen
Blumenkohl-Rahmsüppchen mit Pilzen
Ein feines Süppchen nach einem langen, kühlen Tag in der grauen Stadt am Meer ist ein Seelenwärmer. Seltsam ist es, dass ich Suppen interessant finde und auswärts gerne esse, aber selten selber zubereite. Dieses Exemplar eines Rahmsüppchens habe ich schlicht und ergreifend aus sehr aromatischen Kartoffeln (leider war der Sack, in dem sich die geerntete Sorte befindet nicht beschriftet und ich könnte nur raten, welche der etwa 8 letzte Saison angebauten Sorten es war, Weiterlesen
Sarmale (Rumänische Krautwickel) eingenorddeutscht
Wir schreiben das Jahr 12 nach meinem Ausklinken aus der deutschen Fernsehwelt. Ich besitze zwar einen luxuriösen Fernseher, für den Fall, dass wider Erwarten einmal Zeit sein sollte eine DVD zu sehen, aber das passiert dank arbeitsreichen Tagen und Vorhandensein eines Familienbettes, welches ich mit dem Nachwuchs teile (und der mich ungerne wieder aufstehen lässt um Erwachsenensachen zu machen) nicht mehr.
Am Wochenende haben wir uns allerdings die Dreistigkeit herausgenommen, eine Folge ‚Zu Tisch in …‚ auf Youtube zu sehen. In diesem Falle ‚Zu Tisch in der Maramures‚. Weiterlesen










