Archiv der Kategorie: Leben

Waldspaziergang mit Pilzernte, Knochenfunden & Happy end

Ausnahmsweise ein Stück Laubwald

Ausnahmsweise ein Stück Laubwald, ringsherum ist Fichtenforst.

Es ist bekannt, dass wir Jäger und Sammler sind, in vielen Lebenslagen und seit langer Zeit. Das Sammeln von Pilzen gehörte zumindest für mich bislang allerdings nicht zum Repertoire. Leider.
Der Gatte sammelte früher schon fleissig Pilze, testete die Verträglichkeit notfalls am eigenen Vater, angelte und er jagt. Da ich in Punkto Lebensmittelsicherheit eine Bundesbedenkenträgerin bin (was ich normalerweise verachte), gibt es einige Einschränkungen bei dem, was ich für die Familie zum Verzehr freigebe. Während abgelaufene Lebensmittel, alte Schlachttiere und uralter Käse natürlich mit Augenmaß verwendet werden, verarbeite ich kein Obst & Gemüse aus dem Pestizidbad, keine auf einer Treibjagd oder in anderweitigem Stress erlegten Tiere und eben auch keine Wildpilze, über die ich mich nicht selber ein wenig schlau gemacht habe oder die aus absolut vertrauenswürdiger Quelle stammen. Weiterlesen

Willkommen Oktober, mögest du gülden sein.

nebel-starter

Willkommen Oktober, einer meiner liebsten Monate, der Abschluss der schönsten Jahreszeit, die für mich aus dem kühleren Teil des Spätsommers und dem schönen Teil des Herbstes besteht. Ein Oktober mit buntem Laub, frischer, kühler, würziger Luft, wärmenden Sonnenstrahlen, abendlichen Lagerfeuern, der Gewissheit, dass die Speisekammer gut gefüllt ist, kräftigen Eintöpfen aus dem Erntesegen und den ersten Ofenfeuern ist so schnell durch nichts zu toppen.
Nach diesem kalten, verregneten Sommer wäre es ein schönes Geschenk, einen trockenen, goldenen Oktober zu bekommen. Aber ich will nicht undankbar sein, der September war schon eine phantastische Entschädigung; das Wetter war wunderbar, die Ernte reich, der Fleiß groß und wir haben aus den 30 Tagen das beste herausgeholt. Weiterlesen

Hühner-Schaschlik mit gebackenen Kartoffelspalten, buntem Mais & Wildtomaten-Rucola-Salat: Alles aus dem Garten

img_4103

Es gibt diese Tage, da passt alles. Man hat den Vormittag gut genutzt*, einen Ausflug gemacht, ein paar entspannte Stunden mit der Familie verbracht und es ist trotzdem noch Zeit, durch den Garten zu streifen und zu ernten. Während der Ernte wird immer klarer, wie das Gericht daraus aussehen soll, schnell noch die Mistforke geschwungen und ein paar Kartoffeln ausgebuddelt und siehe da: es ist immer noch genug Zeit, um in Ruhe das Abendessen zuzubereiten. Weiterlesen

Trinkwasser einlagern – der Anfang musste gemacht werden

mangan-im-wasser

Es sind mittlerweile alte Neuigkeiten; das Trinkwasser, welches von unserer Wassergenossenschaft bereitgestellt wird, ist seit Wochen mit erhöhten Manganwerten belastet. ‚Belastet‘ ist im Falle von Mangan vielleicht ein hartes Wort, denn immerhin ist Mangan essentiell, ein Spurenelement und zu echten Überdosierungen kommt es eher nicht. Dennoch: Wie hoch der Wert wirklich ist, ob es eine Manganverbindung oder am Ende sogar ein Isotop ist weiss der Geier, diese Mitteilung (die der Vorsitzende freundlicherweise schnell persönlich hereingereicht hat weil er weiss, dass ein Kleinkind im Hause ist) habe ich als Erinnerung für mich gewertet, doch langsam mal aktiv zu werden und ein wenig Trinkwasser einzulagern. Es kann ja auch mal ein anderer Wert erhöht sein wie wir später erfahren werden oder das Wasser – mal wieder – ganz versiegen. Weiterlesen

Willkommen September & Tag-und-Nacht-Gleiche. Herbstanfang so wie so.

schmetterling-admiral-auf-fallobst

Admiral nuckelt an Fallobst. Zu dieser Jahreszeit bevölkern sie unseren Hof zu Dutzenden und wenn man mit dem Auto auf den Hof kommt, fliegen sie auf wie Fledermäuse im Horrorfilm.

Es sind erst 2 Beiträge erschienen, die den neuen Monat willkommen heißen und einen Rückblick – oder auch Rapport – geben auf das, was im Vormonat passiert ist und schon ist es eine lieb gewordene kleine Tradition. Ich bleibe also dabei und möchte euch ermuntern mitzumachen. Man führt sich ein bisschen von dem, was man getan hat nochmal vor Augen und insgesamt gesehen entsteht so ein schönes Album, ein Wochenbuch oder Monatsbuch sozusagen. Also los, Rückblick und Vorschau. Auch die sonnenhungrigsten Optimisten werden im September einsehen, dass der Herbst angebrochen ist, meteorologisch ist er bereits da, wichtiger ist allerdings der astronomische Herbstanfang zur Tag-und-Nacht-Gleiche und am wichtigsten – weil gerade auch regional aussagekräftig und wichtig für Bauern, Gärtner und Selbstversorger – der phänologische Herbstanfang. Und phänologisch haben wir hier im Herzen von Schleswig-Holstein derzeit Frühherbst. Weiterlesen

Morgenidylle im Altweibersommer

Spinnweben überall auf der WieseMeine liebste Jahreszeit hat begonnen. Der Spätsommer und die schönen Herbsttage finde ich so herrlich, dass mir wirklich das Herz aufgeht. Natürlich sind diese Tage auch besonders anstrengend, weil jetzt wirkliche Ernteberge verarbeitet werden müssen, ich stand schon über 12 Stunden in der Küche. Umso wichtiger, die Augen für die Schönheit der Natur offen zu halten und kleine Momente zu geniessen.
Diese Fotos sind morgens auf der Rückfahrt vom Kindergarten entstanden. Wie herrlich, das Kind über Wirtschaftswege und Landstrassen zwischen Wäldern und Feldern zum Kindergarten bringen zu können, anstatt 3 Stationen zwischen Menschenmassen mit der U-Bahn. Wir sind gesegnet. Weiterlesen

Die bei den Zwiebeln schläft

IMG_2714

‚Die bei den Zwiebeln schläft‘ hat heute nur ein paar kurze aber wesentliche Beobachtungen mit euch zu teilen.
1. Szenario: es regnet und regnet und regnet seit Wochen unablässig. Ab dem Augenblick, wo du Zwiebeln und Schalotten in Horden im Schlafzimmer aufgestellt hast, um sie dort zu trocknen beginnt der Sommer. Es wird keine Regenwolke mehr gesehen, es wird ernsthaft warm, nicht mal ein extremes Weichei würde auf die Idee kommen, den Ofen anzufeuern.

Fragen: was passiert, wenn ‚Die bei den Zwiebeln schläft‘ den Kram in den Garten räumt? Und wer von euch ist (eventuell sadistischerweise) dafür, dass sie es testet?

Weiterlesen

Jetzt ist das Maß langsam voll!

Dauerregen Sommer 2016Das obige Bild bietet sich derzeit fast durchgehend. Während der Sommer 2016 bis auf geschätzte 3 Wochen in Folge in denen es schwül-heiß war bislang schon verregnet war, gab es doch zwischen den 3-4 stundenlangen Güssen pro Tag immer noch die Phasen, in denen man trockenen Fusses die Tiere versorgen konnte. Jetzt nicht mehr.
Ich habe zwar wohl gehört, dass es sogar hier in Schlewig-Holstein Ecken geben soll, in denen es diesen Sommer kaum geregnet hat, aber wirklich glauben kann ich kaum, dass wir hier eine Dauerregen-Enklave sind.
Gerade trudelte der neue Newsletter vom NABU herein, den ich normalerweise durchaus zu schätzen weiss und in dem es immer etwas interessantes gibt. Heute allerdings wollte man mich ärgern, das Maß ist nun wirklich langsam voll: Weiterlesen

Willkommen August. Erntemonat & Monat des W:O:A

Jeden Morgen und jeden Abend wenn die Tiere versorgt werden, ernten wir im Vorbeigehen Brombeeren aus dem Knick

Jeden Morgen und jeden Abend wenn die Tiere versorgt werden, ernten wir im Vorbeigehen Brombeeren aus dem Knick

Der Beitrag ‚Willkommen Juli‚ mit dem Rückblick auf all‘ das, was passiert ist, verarbeitet, gekocht & geschafft oder auch nicht geschafft wurde sondern schiefgegangen ist hat mir gut gefallen. Und wie wir im Dialog festgestellt haben, macht man sich auf diese Weise viel eher bewusst, was wirklich erreicht wurde. Vielleicht schaffe ich es, jeden Monat so eine kleine Rundschau zu veröffentlichen und vielleicht mögen einige von euch mitmachen? Es würde mich sehr freuen, so können wir schnell und kompakt (uns selber) zeigen, dass wir doch nicht nur durchgehangen, prokrastiniert oder versagt haben.  Weiterlesen

Ein Vormittag im Watt

Lahnung
Manchmal ist es notwendig, im größten Trubel stehen zu blieben. Entweder um sich einen Überblick zu verschaffen oder um dem Hirn eine Ruhepause zu gönnen. In der Natur können wir auf unser wirkliches Maß zurückschrumpfen; dass wir vergänglich sind ist uns nur allzu schmerzlich bewusst dieser Tage. Dass die Welt sich weiter dreht, die Gezeiten kommen und gehen wie immer, aus den Elementen Pflanzen, dann Tiere, dann wieder Nährstoffe werden und sich im großen Kreislauf unendlich weiter wandeln werden, begreife ich am besten, wenn ich abseits von Menschen in der Natur bin. Früher habe ich stundenlange Spaziergänge durch die Wälder rings um das Haus gemacht. Hier und heute bietet es sich natürlich eher an, an das Meer zu fahren. Vielleicht gefällt dem einen oder anderen ein kleiner virtueller Ausflug an die Nordsee, die ruhige Weite klärt üblicherweise den Geist. Ein Blick auf den Gezeitenkalender und los geht es. Weiterlesen