Wahrscheinlich gibt es diese Kreation schon und wahrscheinlich hat sie einen klangvollen, exotischen Namen. Ich hatte Appetit auf Linsen, noch Hokkaido im Lager und einen Sack Futterwurzeln im Flur feinste, saftige Delikatess-Karotten. Zwiebeln ebenfalls sackweise und Curry sowieso, also habe ich mal getestet, das alles zusammenzuwerfen. Weiterlesen
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Farfalle in Verde
Dieses sehr einfache aber immer wieder schmackhafte Gericht mit dem klangvollen Namen ‚Schmetterlinge im Grünen‘ gab es bei einem meiner Stamm-Italiener früher. Erstaunlich, dass ich es entweder noch nie gepostet habe oder der Beitrag zusammen mit den meisten anderen alten Beiträgen beim Daten- und Backupverlust abhanden gekommen ist.
Der einzige Kniff bei diesem Gericht ist, dass man den Knoblauch wirklich sehr fein schneiden und gemütlich in viel Öl braten muss. Ob Martin Scorseses Film ‚Goodfellas‚ und darin die Szene im Gefängnis, wo von den Mitgliedern der Familie den ganzen Tag lang gut gekocht und gegessen – und eben von Gangsterboss Pauli der Knoblauch mit einer Rasierklinge fein gehobelt – wird, Vorlage gewesen ist, weiss man nicht. In jedem Fall stimmt der Hinweis der Bosse aus dem Film, dass der Knoblauch in der Pfanne fast schmelzen würde, ganz genau. Weiterlesen
Ricotta-Gnocchi mit Salbei-Sugo (und gebratenem Chicorée auf Manouri)
Da ich in meiner kleinen Einöde Idylle ein wenig von der medialen Außenwelt abgeschnitten bin, erreichen mich manche Informationen eher spät. Ich habe festgestellt, dass das recht heilsam sein kann, denn die Dinge, die uns direkt betreffen & Neuigkeiten aus der Region erfährt man ohnehin. Ob man will oder nicht.
Vielleicht ist es also diesem entrückten Umstand geschuldet, dass ich anonymekoeche.net bislang nicht kannte. Zumindest bin ich neulich auf die Seite gelangt und habe mich direkt festgelesen. In sympathischer Form beschriebene, ansprechend fotografierte Gerichte, die – soweit ich es überschauen kann – wohl zumeist der arme-Leute-Küche zuzuschreiben sind. Genau unser Ding also. Weiterlesen
Pastinakensuppe mit karamellisierten Petersilienwurzeln
Eine feine Wintersuppe aus Lagergemüsen, in denen echte Kraft steckt. Unsere gigantischen Pastinaken hatte ich ja vor einigen Tagen geerntet und so langsam müssen sie verarbeitet werden. Der würzig-frische Geschmack der Petersilienwurzeln wird durch das Karamellisieren etwas abgeschwächt und harmoniert ganz prima mit dem ja etwas eigenen aber nach meinem Empfinden sehr leckeren Aroma der Pastinake. Weiterlesen
Karotten-Ingwer-Suppe
Nachdem ich neulich noch behauptet habe, dass ich zwar gerne Suppen esse aber selten selber welche kreiere oder koche habe ich jetzt anscheinend einen kleinen Suppenlauf.
Diese hier ist besonders fein; die Süße und die Erdigkeit der Karotten zusammen mit dem fruchtig-warmen Ingwer, jeder Menge weissem Pfeffer und ein wenig Sahne ergibt echtes Soulfood. Die Karottensuppe wird es von nun an öfter geben, zunächst vielleicht sogar sehr oft. Weiterlesen
Buntes Entenfrikassee
Hier im Hause herrscht klare Aufgabenteilung und dazu gehört auch, dass der Gatte für Hühnerfrikassee zuständig ist. Seit ziemlich langer Zeit ging er schon mit dem Gedanken schwanger, eine unserer freilaufenden, glücklichen Flugenten zu einem Entenfrikassee zu verarbeiten. Ich war geringfügig skeptisch.
Nun war es soweit, eine Flugente die ohnehin etwas pielig war (was bei dunklem Federkleid natürlich dem Konsumenten nicht unbedingt das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt), wurde verarbeitet. Da die Haut nicht benötigt wird, interessiert es auch niemanden, dass sie pielig war und schmecken tun sie alle – bei dieser Haltungsform. Weiterlesen
Bienenwachstücher als plastikfreier Ersatz für Frischhaltefolie
Ich habe mich endlich einmal schnell an ein kleines Projekt gemacht, was ich schon lange vorhatte. Mit Bienenwachs getränkte Tücher als Ersatz für Plastikfolie zum Abdecken und Einwickeln von Lebensmitteln. Der übermässige Gebrauch von Plastik im Alltag ist vielen ein Dorn im Auge, ausserdem ist er oft sinnlos, umweltschädlich und gesundheitsgefährdend.
Auf amerikanischen Blogs konnte man schon länger die so genannten ‚Bee’s Wraps‘ sehen und auch im deutschsprachigen Raum sind sie seit einiger Zeit vertreten.
Warum auch immer ich so lange gebraucht habe, endlich welche herzustellen – es ist wirklich einfach, schnell gemacht und funktioniert prima.
Penne mit Champignons, Speck-Bärlauchgemüse und in Balsamico karamellisierten Kirschtomaten
Ich bin derzeit mal wieder auf dem Bärlauch-Trip. Passiert immer zum Frühjahr und gibt sich so schnell auch nicht wieder. Dabei haben wir noch so viele Wintergerichte zu kochen – man kann fast dankbar sein, dass das Wetter sich hier oben im Norden merklich verschlechtert und abgekühlt hat, es ist pustig, ich denke nicht daran draussen zu arbeiten und werde mir wohl schon bald die nächsten Wintergerichte bzw. Gerichte aus eingelagerten Zutaten vornehmen. Bis Sonntag war es allerdings frühlingshaft mild und schön und ich hatte Lust, etwas leichteres zu kochen. Weiterlesen
Rübli-Kuchen mit Pastinake
Vor ein paar Tagen veröffentlichte Heidi von Esst mehr Kuchen eine Rübli-Torte mit niedlichen Marzipan-Möhrchen und jeder Menge Mascarpone. Passend dazu wollte ich für das Familientreffen ohnehin meine Variation eines Rübli-Kuchens backen, geht schnell, Zutaten sind eigentlich immer im Hause, schmeckt immer gut und ist auch am nächsten Tag noch frisch. Die Allzweckwaffe für ausgelastete Selbstversorger-Mütter.
Beim Einkaufen überlegte ich noch, ob ich wirklich alles im Hause habe und auf dem Rückweg fiel mir dann ein, dass ich keine Lebensmittelfarbe habe. Die synthetische Variante möchte ich ohnehin nicht nutzen, meine Annattosamen habe ich weggeworfen weil sie alt waren und vermisste sie nun schmerzlich – also müsste es weiße Karotten auf dem Kuchen geben. Von weißen Karotten – und diese Farbe ist ja durchaus vertreten aber heute unüblich – kam ich dann auf Pastinaken. Weiterlesen
Pasta mit Bärlauch und roter Spitzpaprika
Wir lieben Bärlauch. Egal ob zu Pasta, im Frischkäse auf frisch gebackenem Brot oder im Kräuterquark zu einer Kartoffel. Das Zeug ist einfach wahnsinnig lecker und wahrscheinlich macht auch der psychologische Faktor etwas aus; was rar ist und auch heute noch nicht über das ganze Jahr im Überfluss verfügbar, muss verzehrt werden solange es geht.
In diesem Sinne habe ich im Februar argwöhnisch meine Bärlauchbestände im Garten betrachtet. Mein Bärlauch war definitiv viel früher dran als irgendwo im Umkreis, aber ich wollte an sich noch keine grössere ernte vornehmen, damit die Pflanzen sich erstmal noch weiter ausbreiten können, denn Schleswig-Holstein ist Bärlauch-Wüste. Lieget vielleicht auch daran, dass wir hier keine wirklichen Wälder haben, in jedem Fall sollte man, wen man Bärlauch frisch ernten möchte, selber welchen anbauen oder die wenigen ‚wilden‘ Stellen kennen.









