Archiv der Kategorie: Garten

Wir sind keine Gartenprofis, aber vielleicht ist es gerade deswegen interessant, von unseren Erfahrungen mit dem Anbau, der Pflege und Ernte von Obst, Kräutern und Gemüse im eigenen Garten zu lesen.

Schrecken mit Quecken VIII

Quecke wächst und gedeiht in rotem Wasser

Gelegentlich liest man, dass Hobbygärtner sich über knallrotes Wasser in alten Zinkwannen wundern. Nicht abschliessend klären können sie, woran diese Verfärbung liegt. Die einen spekulieren, dass Blutalgen der Grund sein könnten, andere vermuten, dass die Eisenwannen dort wo die Verzinkung schadhaft ist, rosten.

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Dezentrale Erdkeller in Hochbeeten zur Einlagerung von Obst & Gemüse

Verschiedene Apfelsorten im Erdkeller aka Auflagenbox..

Der treue Leser weiss, dass ich seit einigen Monaten kleine, dezentrale Erdkeller teste, die ich in Hochbeete eingegraben habe. Zum einen handelt es sich um Waschmaschinentrommeln von Top-Loadern und zum anderen um eine Auflagenbox.

Natürlich hätten wir auch gerne einen chicen, begehbaren Erdkeller aus Vollziegeln und gestampften Lehmboden. Was wir stattdessen besitzen ist ein abgerissener Stall in Form von Bauschutt auf dem höchsten Punkt des Grundstücks. Dort wäre es trocken. Das restliche Gelände ist mehr oder weniger nass, eher mehr.

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Gartenrundgang März

Der Vollständigkeit halber ein schneller und noch wenig ansehnlicher Gartenrundgang aus dem März, der ja nun auch schon wieder einige Wochen zurückliegt. Die Natur entwickelt sich gerade rasant und da wäre es ja ärgerlich, wenn der Beginn des sich wieder regenden Lebens nicht dokumentiert würde.

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Der Einsatz von Kräutern in der Hühnerhaltung. Gastbeitrag

Heilkräuter benutzen wir manchmal ganz automatisch. Ein Kamillentee hilft wenn der Magen revoltiert, Salbei bei Husten und Fencheltee für Babys Bauchkrämpfe. Folgerichtig ist also, Kräuter auch in der Tierhaltung einzusetzen und Hühnern & Co. ebenfalls die Vorteile der sanften Medizin zukommen zu lassen. Immerhin ist der Organismus von Legehennen im Dauereinsatz weil wir das so hingezüchtet haben und wir tun damit nicht nur etwas für ihr Wohlbefinden, sondern direkt und indirekt auch für die Gesundheit. Nur welche Kräuter sind für Hühnchen geeignet und welches Kraut ist gegen welchen Parasiten, welches Gebrechen oder welchen Wellness-Einsatz gewachsen?
Da weiss die Fachfrau Rat. Denise betreibt eine ganze Webseite zum Thema Hühner-Kräuter und man merkt sofort, dass sie das Wissen nicht nur zusammengesammelt hat so wie es leider manchmal vorkommt, sondern richtig tief in die Materie einsteigt, auf’s Detail achtet und jeden Aspekt beleuchtet. Sowas schätze ich natürlich sehr und ich freue mich, dass sie Landidylle einen Gastartikel zur Verfügung gestellt hat, der euch ein wenig Lust machen soll, auf Hühner-Kräuter.de zu stöbern. Die Webseite ist noch jung aber sowohl grafisch sehr ansprechend, als auch inhaltlich und vom Stil her mein Ding also wünsche ich mir (auch aus Eigennutz), dass sie wächst und gedeiht und uns noch lange als Nachschlagewerk – zu dem sie hoffentlich wachsen wird – erhalten bleibt. Denn neben den erwähnten Vorteilen ist der selbstversorgerische Aspekt nicht zu vernachlässigen: wir können uns einen Großteil unserer Medizin selber machen und sammeln! Und nun hat Denise das Wort!


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Der Muckelmann kommt nicht mehr (und die anderen Kaninchen auch nicht)

Nachdem viele Leser den ‚Muckelmann‘, unser frei im Garten lebendes Kaninchen, welches auf Zuruf kam und sich täglich morgens seine Karotte abholte ins Herz geschlossen haben, bin ich einen Bericht über die Kaninchen schuldig.
Abgesehen davon habe ich ja auch sonst nichts geschönt, sondern immer auch von Rückschlägen berichtet, Authentizität ist der einzige Weg für mich.
Also: alle Kaninchen sind tot und ich bin vermutlich schuld.
Ich werde versuchen, die Vorkommnisse etwas sortiert der Reihe nach kurz zu schildern, auch um mir selbst vielleicht noch klar darüber zu werden, welche meiner Missetaten, die Katastrophe ausgelöst haben – oder ob es am Ende doch einfach unausweichliches Pech war.

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Schwarzwurzelanbau im Hochbeet – ein Rückblick


In der Saison 2016/2017 habe ich zum ersten Mal überhaupt Schwarzwurzeln (Scorzonera hispanica) angebaut und möchte nun kurz die Erfahrungen notieren. Es wurden die einjährigen Schwarzwurzeln von Dreschflegel benutzt. Laut Dreschflegel eine der ersten Sorten, die „für die Nutzung schon im ersten Jahr gezüchtet wurde“.
Diese Sorte kann in unserem Kleinklima das Beet rund um’s Jahr belegen. Gesät wird ab März und die letzten Schwarzwurzeln kann man dann im folgenden März roden. Erste Ernten lohnen sich ab Oktober. Da die Pflanzen komplett winterhart sind, lohnt sich der Anbau in wintermilden Gebieten vor allem als immer frisch zu erntendes Wintergemüse.
Diese Sorte bildet eine lange, zylinderförmige Wurzel, was beim Anbau im Hochbeet mit humoser, lockerer Erde zu einem reichen Ertrag führt. Bei schwerem Boden baut man vielleicht lieber eine der Sorten mit kürzeren, stumpferen Wurzeln an. Selbst in unserer Hochbeeterde, die in der oberen Schicht aus 50/50 Humus besteht, war die Ernte mitunter ein wenig kniffelig, weil die Spitzen der Wurzeln nicht abbrechen sollen.
Dann tritt weißer Milchsaft aus der Wurzel aus und sie büsst von ihrer Haltbarkeit ein. Weiterlesen →

Aussaaten + Pflanzungen mit Terminen 2017

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Auch dieses Jahr werden die Aussaaten und Pflanzungen als Gedächtnisstütze für mich und für diejenigen, die es interessiert, festgehalten. Wie jedes Jahr stelle ich jetzt schon fest, dass ich zu wenig Beetfläche habe, wie jedes Jahr habe ich den Eindruck, dass ich etwas spät dran bin und wie jedes Jahr habe ich mir vorgenommen, mich auf das Wesentliche zubeschränken.
Vermutlich werde ich tatsächlich zu wenig Beetfläche haben, wahrscheinlich liege ich pi mal Daumen gar nicht so schlecht in der Zeit und das Wesentliche kommt möglicherweise etwas zu kurz zugunsten von mannigfaltigen Experimenten und Dutzenden neuen Sorten, die ich gekauft und getauscht habe. Die Übersicht über alle angebauten Sorten und Arten 2017 findet sich wie immer unter der Anbauplanung Nutzgarten, nämlich hier, ist allerdings noch nicht/nicht mehr aktuell und man kann nur hoffen, dass sie es überhaupt einmal wird. Weiterlesen →

Neues vom wild lebenden Kaninchen

zahmes-kaninchen

… regelmässigen Lesern auch bekannt als ‚Muckelmann‘. Der bislang einzige Nachfahre einer unserer beiden Zippen und des zugezogenen Bocks dürfte nun etwa 6 Monate alt sein. Sicher ist, dass er/sie/es in den letzten Wochen nochmals einen Wachstumsschub hingelegt hat, von dem ich nicht dachte, dass ihn Kaninchen in dem Alter noch haben.
Nachdem der Muckelmann aus dem elterlichen Gehege auszog, noch bevor er trocken hinter den Ohren war, liess er sich im Alter von etwa 2 Monaten wieder öfter dort blicken, blieb aber nie länger als 2 Tage. Vornehmlich ging es bei den Besuchen wohl darum, bei einsetzendem Winter leichter an eine hochkalorische Ration Futter zu kommen – und vielleicht auch beim Kuscheln etwas Nestwärme zu ergattern. Es gibt Zeiten, da kann ich es wunderbar nachvollziehen, alle Verantwortung, Eigenständigkeit und sich-selbst-versorgen fahren zu lassen und sich einfach an den gedeckten Tisch setzen zu können. Weiterlesen →

Thymiantee bei Erkältung, Bronchitis und Husten

Thymiantee

Thymian ist nicht nur ein traditionelles Naturheilmittel, sondern seine Wirksamkeit wurde auch in verschiedenen Studien nachgewiesen – manch einem verschafft diese Tatsache ja besonders viel Linderung. Früher war die Wirkung Beweis genug, seit alters her ist bekannt, dass Thymian sowohl antibakteriell, als auch antiviral wirkt und diese Wirkung insbesondere in den oberen Atemwegen entfaltet. Die pharmazeutische Nutzung des echten Thymian wird durch die Wahl zur Arzneipflanze des Jahres 2006 geehrt. Diese Eigenschaften alleine machen den echten Thymian schon zu einer echten Notwendigkeit im Selbstversorgergarten. Aber er kann noch mehr; in der Küche ist er als Gewürz für mich unverzichtbar, ich nutze ihn gerne und viel bei verschiedensten Arten von Gerichten und im Garten macht er sich prima als Bienenweide. Weiterlesen →

Endlich mal: Eine beheizte Wintertränke im Hühnerstall

Wintertränke beheizt mit Kerze, ein Erd-Stövchen

An sich nicht der Rede wert, wäre es nicht so traurig, dass ich es jetzt erst geschafft habe, eine Wintertränke für die Hühner zu konstruieren zusammen zu pfuschen. Bislang schleppte ich je nach Temperatur zweimal am Tag warmes Wasser in die Voliere. Legehennen müssen zwingend immer ausreichend Wasser zur Verfügung haben, sie haben einen Hochleistungskreislauf der sie zwingt 70 bis über 90% Eier zu legen und nur wenn ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden kann, können Eier produziert werden. Ziemlich logisch. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Problem von einfrierenden Hühnertränken zu lösen, ich habe mich für eine günstige low tech-Variante entschieden. Weiterlesen →