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Echter (fermentierter) Holunderblütensekt

Holunderblüten fermentieren auf der Fensterbank

In einigen Wochen ist es wieder soweit und der Holunder blüht. Zumindest wird es bei uns hier oben in Norddeutschland noch etwas dauern, in klimatisch privilegierten Regionen und bei guten Sorten mag es schon eher soweit sein. Umso besser, wenn ich rechtzeitig daran erinnere, dass man aus den Blüten einen herrlichen Sekt machen kann!
Gemeint ist hier die echte Variante, bei der die Blüten in Zuckerlösung fermentieren; gelegentlich liest man davon, dass Holunderblütensirup in handelsüblichen Sekt oder Prosecco getan wird.
Welten, wenn nicht Universen trennen einen echten Holunderblütensekt, am besten noch in der Flasche gereift, von mit Holunderblütensirup aromatisiertem Sekt. Letztes Jahr setzte ich 6l Sekt an und 2 Flaschen standen bis vor einigen Tagen noch in der Speisekammer.

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Dezentrale Erdkeller in Hochbeeten zur Einlagerung von Obst & Gemüse

Verschiedene Apfelsorten im Erdkeller aka Auflagenbox..

Der treue Leser weiss, dass ich seit einigen Monaten kleine, dezentrale Erdkeller teste, die ich in Hochbeete eingegraben habe. Zum einen handelt es sich um Waschmaschinentrommeln von Top-Loadern und zum anderen um eine Auflagenbox.

Natürlich hätten wir auch gerne einen chicen, begehbaren Erdkeller aus Vollziegeln und gestampften Lehmboden. Was wir stattdessen besitzen ist ein abgerissener Stall in Form von Bauschutt auf dem höchsten Punkt des Grundstücks. Dort wäre es trocken. Das restliche Gelände ist mehr oder weniger nass, eher mehr.

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Willkommen April, mach‘ doch, was du willst!

Mir wurde zugetragen, dass die werte Leserschaft eine (von mir verursachte) Erwartungshaltung bezüglich neuer, amüsanter und interessanter Artikel und Berichte aus dem landidyllischen Leben hat. Das freut mich und das soll auch so sein, denn mir macht der Austausch und das Schreiben sicher ebenso viel Spaß, wie vielen ebender Austausch und das Lesen auf der anderen Seite. Nur zu gerne würde ich euch ungefähr täglich an meinen Aktivitäten in Küche & Garten sowie an meinen Experimenten gespeist aus meiner kindlichen Neugierde und an den Beobachtungen den normalen Wahnsinn betreffend teilhaben lassen aber derzeit ist mein Leben im ‚fast forward-Modus‘. Eine Woche vergeht wie ein Tag, völlig überraschend türmen sich urplötzlich 10 Maschinen Wäsche vor mir auf, das Saatgut musste gestern ausgesät werden, schon wieder den zweiwöchentlichen Abholtermin der Mülltonne verschwitzt, die Steuer ist auch schon wieder fällig, die hungrige Meute will erschreckenderweise abends was essen und irgendjemand erzählte mir, dass demnächst Ostern sei … Weiterlesen →

Beestmilchstuten, Stuten mit Biestmilch

Am Wochenende bekam ich von einer Bäuerin eine ordentliche Portion Biestmilch geschenkt mit dem Hinweis „Da kannst du Biestmilchstuten von machen!“
Vorsichtshalber fragte ich nach, wie sie den Stuten machen würde, könnte ja sein, dass da Insiderwissen mit bei ist. Aber nein, ein ganz normales Stuten-Rezept geht dafür prima, nur wird anstatt der normalen Milch, Biestmilch genommen. Ich weiss davon ja leider nichts, sondern muss mir dieses ganze alte Landwissen neu aneignen. Und Göttin sei Lob und Dank treffe ich oft Menschen, die dieses bereitwillig weitergeben.
Beestmilchstuten also.

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Pinienkern-Salzkaramell-Tarte (sowie Fragen zur Überlegung, wie ich Pinienkerne in Norddeutschland ernten kann)

Beim Herstellen der Walnuß-Salzkaramell-Tarte blieb zuletzt immer etwas Teig übrig, mit dem ich experimentierte. Die Kinder-Kuchenform von etwa 15cm Durchmesser erwies sich im Praxistest als wirklich einsatzfähig, also denkt dran: allein schon aus Eigennutz was Vernünftiges kaufen! Pinienkerne hatte ich vom letzten Jahr noch liegen, da wurde es eh Zeit, die mal zu verwerten. Und schon stand der Plan. Diese Pinien-Karamell-Tarte ist noch mächtiger als das Original, ich zumindest konnte davon nur ein halbes Kinderstück essen. Dreijährige hingegen schaffen auch eine ganze Tarte wie ich feststellen musste. Sachen gibt’s. Weiterlesen →

Willkommen März, willkommen Frühling

Nun wird es wirklich hohe Zeit, den März zu begrüßen. Der Frühling ist da, die Natur erwacht zu neuem Leben und entwickelt sich mal wieder so explosionsartig, wie man es sich im Winterhalbjahr nicht träumen lässt, nach alter Tradition rasseln die Waffen um dem Kriegsgott Mars zu huldigen, im Selbstversorgergarten ackert das Schlachtross und die Tag-und-Nacht-Gleiche steht vor der Tür. Im Gegensatz dazu lief der Februar fast noch in Zeitlupe ab, ungeliebt ist er von den meisten, denn so langsam hat man den Winter über, will nicht mehr frieren und zumindest hier oben im Norden auch mal wieder das Sonnenlicht sehen. Weiterlesen →

Orangeat-Grießflammeri mit Lebkuchen-Sauce und Pollen

Orangeat-Grießflammeri mit Lebkuchen-Sauce und Pollen

Dieses Dessert ist eine der schönen Möglichkeiten, leckeres selbst gemachtes Orangeat zu verwenden und damit eine an sich gewöhnliche Speise aufzuwerten. Dazu noch ein wenig Lebkuchengewürz an die Dessertsauce und Pollen als gesunde Garnitur mit vielen essentiellen Aminosäuren – ein wenig aussergewöhnlich aber sehr lecker und von den Aromen her gut passend zum aktuellen Wintereinbruch! Weiterlesen →

Orangeat aus süßen Orangen selbst gemacht

Orangeat selbst gemacht

Orangeat wird normalerweise aus der Bitterorange hergestellt und Zitronat aus der Zitronatzitrone bzw. Cedrat. Weder Orangeat noch Zitronat schmeckt hier im Hause jemandem und wir vermeiden alle Speisen, in denen sie vorkommen. Allerdings würden wir beiden Produkten eine Chance geben, wenn wir sie selber verarbeiten könnten. In Ermangelung von Bitterorange und Zedratzitrone als Testobjekten habe ich vor einigen Monaten Orangeat aus süßen Orangen selber hergestellt und bin recht angetan von dem Ergebnis. Einige Kilo Orangen pro Jahr kaufen auch wir und für die Schalen habe ich bislang wenig Verwendung gefunden ausser Orangenessig als Reinigungsmittel daraus herzustellen, Orangenzucker oder einige auf dem Ofen als Raumduft zu trocken und später als Ofenanzünder zu benutzen.

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Tannensirup als Hustenmittel

tannenspitzensirup

Gleich vorweg muss ich zugeben, dass ich nur ein Konsument dieser harzig-süßen Köstlichkeit bin, hergestellt wurde sie von der Baumfrau und vielleicht können wir sie überzeugen, ihr Rezept und ihre Vorgehensweise hier vorzustellen damit wir alle passend zum Austrieb der Tannen und Fichten im Mai dieses Naturheilmittel ansetzen können. Ich habe mittlerweile 3 verschiedene Chargen getestet und festgestellt, dass es erhebliche Unterschiede gibt – wenngleich ich jeder Intensität und Geschmacksrichtung etwas abgewinnen kann, ich mag diese würzig-harzigen Aromen sehr gerne.
Tannensirup wird mitunter auch Tannenhonig genannt, ist aber natürlich kein Honig weil er nicht von Bienen produziert wird. Stattdessen werden die frischen Austriebe von Fichten mit Zucker angesetzt. Die Heilwirkung, die man volksmedizinisch dem Maiwipferlsirup nachsagt, beziehen sich auf die oberen Atemwege bei Erkältungskrankheiten.  Weiterlesen →

Zwiebelhonig gegen Atemwegserkrankungen

Zwiebelhonig als Schleimlöser

Weiter geht es mit der Sammlung von Hausmitteln bei Erkältungen. Noch bekannter als Rettichsirup scheint Zwiebelhonig zu sein. Die Arten der Zubereitung unterscheiden sich dabei, teilweise wird aufgekocht, manchmal zuerst aus der Zwiebel zusammen mit Wasser ein Sud hergestellt. Auch über die Haltbarkeit gibt es verschiedene Angaben. Gerade heute telefonierte ich mit einer Bekannten, die auch noch über altes volksmedizinisches Wissen verfügt, bei ihrer Großmutter stand das Glas mit Zwiebelhonig auf dem Herd parat.
Ich zeige also das Rezept, was ich kenne und würde vorschlagen, dass wir andere Zubereitungsarten in den Kommentaren sammeln, die kann ich später im Artikel auflisten. Weiterlesen →