Schlagwort-Archive: Gemüse

Dumme Selbstversorger …

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… ernten auch dicke Kartoffeln.

Dieses Exemplar der Sorte ‚Red Duke of York‘ aka ‚Roter Erstling‘ wuchs im Hochbeet, bedrängt durch blühenden Spinat und stammt aus eigenem Saatgut, es wog um die 700g wenn ich mich recht entsinne.

Und weil kein Blogger daran vorbei kommt, einen launigen Spruch zur Dummheit abzuliefern wenn er über dicke Kartoffeln bloggt, lasse ich mal was von Jean Cocteau hier: „Halte dich immer für dümmer als die anderen – sei es aber nicht!“ Weiterlesen

Bete-Blätter & Gorgonzola-Sauce mit Kirschtomaten zu Pasta

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Der Trend geht eindeutig zur restlosen Verwertung. Mehr denn je. Regelmässige Leser des Blogs wissen ja um mein Bestreben, möglichst viele Kreisläufe zu schliessen ohne auf Lebensqualität zu verzichten. Das ist das eine, die andere Seite ist ganz klar, dass der Platz im Garten begrenzt ist, die Zeit auch und es daher schade um jedes Stück essbares Gemüse ist, welches nicht auf unserem Teller landet. Zumal wenn es so gut schmeckt, dass man sich wundert, warum das Laub der roten Bete beispielsweise nicht standardmässig gegessen wird.
Diesmal kam ich auf die Idee, aus den Blättern der roten Bete eine spinatähnliche Pasta-Sauce zu machen.
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Altmodischer Gurkensalat mit Senf

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Bei uns gibt es derzeit Salatgurken im Überfluss und obwohl ich sie nicht gut vertrage, fallen mir immer wieder neue Möglichkeiten ein, sie zu kombinieren und verwenden, ohne dass sie schwer im Magen liegen. Die schlichte, altmodische Variante, die Vinaigrette für Salat aus Schlangengurken mit Senf anzumachen rührt auch daher, sie verträglicher zu machen. Eine weitere Möglichkeit die verhindert, dass die Gurken über längere Zeit ‚Pfötchen geben‘ ist, die Schale zu entfernen, aber das wäre schon wieder schade bei den guten selbst angebauten Gurken.

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Marinade für gegrilltes Wildbret (und Gemüse) nach Art der geduldigen Jägersgattin

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Geduldig sollte man als Partner einer Jägerin oder eines Jägers schon sein. Denn anders als es gewisse Aufrührer uns weis machen wollen, geht der Jäger nicht in Wald und Flur, ballert das erstbeste Stück Wild ab, wiederholt dies nach Belieben wöchentlich und schleppt auf breiten Schultern grunzend zentnerweise Beute in die Höhle. Die Realität ist eher, dass man je nach Revier und Einsatzbereitschaft 2-3 Stück Rehwild im Jahr in die Truhe bekommt und diese nach wochen- oder monatelangem beobachten geschossen werden, nachdem die Jäger des Reviers von der unteren Jagdbehörde erzählt bekommen haben, wieviel Rehwild von welcher Sorte geschossen werden muss. Dann einigt man sich darauf, wer dieses Jahr wieviel und was schiessen darf und dann braucht es noch Geduld und Glück. Erfahrung schadet auch nicht. Bei Hochwild sieht das ähnlich aus, bei Wildschweinen anders. Aber darum geht es hier ja nicht. Sondern um das, was nach der Geduld  und der althergebrachten Fleischbeschaffung wider der Massentierhaltung und Tiertransporten zum Schlachthof kommt.
Diese Marinade passt unserer Meinung besonders gut zu Wildschwein und Reh, aber auch als Marinade für gegrillte Zucchini, Auberginen und Süßkartoffeln macht sie sich sehr gut. Weiterlesen

Blätterteig Caprese Stückchen

Blätterteig-Stückchen mit Mozzarella und Tomate

Zumindest fast. Diese Blätterteig-Stückchen sind eine wahre Wunderwaffe gegen Appetit und Hunger unter Zeitnot. Während die einen derzeit den Sommer geniessen und schnell ein leichtes aber leckeres Essen auf den Tisch bringen wollen, nutzen die anderen die Regenpausen, um trockenen Hauptes Tiere und Nutzgarten zu versorgen. Ein weiterer Vorteil neben der Tatsache, dass diese Teilchen sehr schnell gemacht und extrem lecker sind ist, dass sie total flexibel belegt werden können und man auch frisch geerntete Kleinigkeiten gut unterbringen kann. Die ersten Tomaten, die dicken aber noch nicht ausgereiften Zwiebeln, Rucola, Basilikum schnell bevor er blüht, Rosmarin und Thymian sowieso, Oregano, Mangold – alles immer schön auf einer leckeren Mozzarellaschicht gebettet und schnell in den Ofen geschoben. Weiterlesen

Willkommen Juli, Rapport, Meldung (und Küchenkunst)

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Wirsing und rote Zwiebeln vor Wirsing mit roten Zwiebeln.

Herzlich Willkommen Juli, Du Monat früherer Hitzewellen, der ungefähr einzige Monat, in dem es in Schleswig-Holstein auch abends und nachts nicht wirklich abkühlte. Man schlief unter dünnen Laken, die Menschen waren knackebraun oder krebsrot, über dem Asphalt flimmerte die Luft, mein Vater begoss die Steinplatten auf der Terrasse, damit wir uns die Kinderfüße nicht verbrannten, jeden Tag war Grillwetter und in der Schule gab es Hitzefrei.
Heute hingegen gibt es Dauerregen bei 15°C, in kurzen Regenpausen kann man an der Pflanze verrotteten Broccoli ernten bevor es mit Starkregen weitergeht. Nachts habe ich ein Schaffell an den Füßen, vor einigen Tagen lag ich wach weil ich so erbärmlich fror. Die meisten Menschen gehen freiwillig nicht mehr ungeschützt in die Sonne, mir ist es egal, ich bin eh braun. Über den Asphalt jagen Sturzbäche von Wasser, die Steinplatten auf den Terrassen müssen nicht gekühlt, sondern eher von Algen und Moos befreit werden, Grillwetter gab es gefühlt zuletzt im Mai und die Schulen sind heute Ganztagsschulen, zuhause wäre eh niemand, wozu hitzefrei?

Hier in der Landidylle wird nach wie vor mit Erkältungen gekämpft – nur jetzt unter erschwerten Bedingungen, denn der Herr des Hauses ist auch krank. Weiterlesen

Zwiebelringe und Broccoli im Bierteig

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Jetzt war es an der Zeit, die neulich hergestellte Sweet ’n‘ hot Chili Sauce einmal standesgemäß zu verkosten. Planmässig mit etwas frittiertem, es ist ein Bierteig geworden.
Eigentlich passt dieses essen wunderbar in diese Jahreszeit, in der nun nach und nach alles mögliche im Garten reif wird, wir haben derzeit Zucchini, Salatgurken, Broccoli, Roten Meier, Mangold, Zwiebeln, Blumenkohl, Zuckererbsen, Kohlrabi und anderes mehr. Vieles davon kann man in diesen Bierteig tauchen und ausbacken. Nur ärgerlich, dass der Koch bei diesen Gerichten auf der Strecke bleibt, weil er den Frittiervorgang, der sich ja über einige Zeit ziehen kann, überwachen muss, während der Rest der Sippe schmaust. Weiterlesen

Mangold-Omelette mit Etagenzwiebelchen

IMG_0939Meine Etagenzwiebeln sind fertig und ich war sehr gespannt darauf, sie das erste Mal zu verwenden. Leider traf dieser Zeitpunkt zusammen mit dem Zustand relativer ‚Geschmacklosigkeit‘ wegen meiner Erkältung, mal wieder. Es wurde mir aber versichert, dass dieses Gericht sehr lecker, wirklich exquisit und durch die gartenfrischen Zutaten ein echter Luxus sei. Mangold und Etagenzwiebeln aus dem Garten, frische Eier von den Hühnern – es braucht nur wenige Zutaten und man hat die schönsten Sommergerichte beisammen. Weiterlesen

Kkakdugi – ein Rettich-Kimchi

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Rettich-Kimchi wollte ich schon lange einmal machen. Mein ’normaler‘ Rettichsalat wird nur kurz fermentiert und die Art der Zubereitung nimmt sogar die Schärfe.
Nicht so beim Kkakdugi, da wird ganz traditionell koreanisch mit Schärfe nicht gespart! Das Zeug ist ganz sicher höllisch gesund aber eben auch recht scharf – man kann ja glücklicherweise als Selbermacher die Dosierung dem Gaumen anpassen. Oder sich langsam steigern was die körpereigene Toleranz gegenüber brennenden Zungen angeht. Weiterlesen

Kichererbsen auf Erdnuss-Chicorée

Kichererbsen auf Chicoree

Vor einigen Tagen entdeckte ich bei Katharina aka Genussspecht ein Gericht, was mir direkt den Mund wässrig machte. Das musste ich nachkochen. Noch einige Tage später beim wöchentlichen Einkauf im Bio-Hofladen stellte ich fest, dass einige der gewünschten Zutaten nicht verfügbar sind und improvisierte. Im Originalrezept kommen z.B. Radicchio und Spitzpaprika zum Einsatz. Radicchio ist einer meiner liebsten Wintersalate und derzeit nicht zu bekommen, aber Chicorée wird noch getrieben. Spitzpaprika will ich nicht kaufen denn wir haben eine ganze Stiege rote Chilis in der Speisekammer, die verwendet werden müssen. Tamarindenpaste habe ich eh nicht und statt Erdnussmus kam Erdnussbutter zum Einsatz, der Knoblauch trieb munter aus und wurde zwischen die Erdbeerpflanzen gesetzt anstatt ins Essen zu wandern – aber das Ergebnis war sehr, sehr lecker und darf, wenn es nach dem Gatten geht, öfter auf den Tisch kommen! Weiterlesen