Zumindest fast. Diese Blätterteig-Stückchen sind eine wahre Wunderwaffe gegen Appetit und Hunger unter Zeitnot. Während die einen derzeit den Sommer geniessen und schnell ein leichtes aber leckeres Essen auf den Tisch bringen wollen, nutzen die anderen die Regenpausen, um trockenen Hauptes Tiere und Nutzgarten zu versorgen. Ein weiterer Vorteil neben der Tatsache, dass diese Teilchen sehr schnell gemacht und extrem lecker sind ist, dass sie total flexibel belegt werden können und man auch frisch geerntete Kleinigkeiten gut unterbringen kann. Die ersten Tomaten, die dicken aber noch nicht ausgereiften Zwiebeln, Rucola, Basilikum schnell bevor er blüht, Rosmarin und Thymian sowieso, Oregano, Mangold – alles immer schön auf einer leckeren Mozzarellaschicht gebettet und schnell in den Ofen geschoben. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Kochen
Zwiebelringe und Broccoli im Bierteig
Jetzt war es an der Zeit, die neulich hergestellte Sweet ’n‘ hot Chili Sauce einmal standesgemäß zu verkosten. Planmässig mit etwas frittiertem, es ist ein Bierteig geworden.
Eigentlich passt dieses essen wunderbar in diese Jahreszeit, in der nun nach und nach alles mögliche im Garten reif wird, wir haben derzeit Zucchini, Salatgurken, Broccoli, Roten Meier, Mangold, Zwiebeln, Blumenkohl, Zuckererbsen, Kohlrabi und anderes mehr. Vieles davon kann man in diesen Bierteig tauchen und ausbacken. Nur ärgerlich, dass der Koch bei diesen Gerichten auf der Strecke bleibt, weil er den Frittiervorgang, der sich ja über einige Zeit ziehen kann, überwachen muss, während der Rest der Sippe schmaust. Weiterlesen
Mangold-Omelette mit Etagenzwiebelchen
Meine Etagenzwiebeln sind fertig und ich war sehr gespannt darauf, sie das erste Mal zu verwenden. Leider traf dieser Zeitpunkt zusammen mit dem Zustand relativer ‚Geschmacklosigkeit‘ wegen meiner Erkältung, mal wieder. Es wurde mir aber versichert, dass dieses Gericht sehr lecker, wirklich exquisit und durch die gartenfrischen Zutaten ein echter Luxus sei. Mangold und Etagenzwiebeln aus dem Garten, frische Eier von den Hühnern – es braucht nur wenige Zutaten und man hat die schönsten Sommergerichte beisammen. Weiterlesen
Rettichblätter-Pesto
Wie bereits erwähnt, habe ich aus den feinen, zarten Rettichblättern, die beim Kkakdugi machen übrig geblieben sind, Rettichblätter-Pesto hergestellt.
Auf die Idee brachte mich Katharina, die vor einigen Tagen ein Radieschenblätter-Pesto vorstellte. Rettich und Radieschen sind ja nunmal fast das gleiche aber Radieschen bauen wir nicht an, das Rezept klang sehr fein und so beschloss ich, es bei nächstbester Gelegenheit auszuprobieren. Normalerweise bekommen bei uns die Kaninchen die Blätter, aber zumindest die feinen, zarten selber zu konsumieren, ist auch eine schöne ‚Resteverwertung‘. Weiterlesen
Kkakdugi – ein Rettich-Kimchi
Rettich-Kimchi wollte ich schon lange einmal machen. Mein ’normaler‘ Rettichsalat wird nur kurz fermentiert und die Art der Zubereitung nimmt sogar die Schärfe.
Nicht so beim Kkakdugi, da wird ganz traditionell koreanisch mit Schärfe nicht gespart! Das Zeug ist ganz sicher höllisch gesund aber eben auch recht scharf – man kann ja glücklicherweise als Selbermacher die Dosierung dem Gaumen anpassen. Oder sich langsam steigern was die körpereigene Toleranz gegenüber brennenden Zungen angeht. Weiterlesen
Pistazien-Kirschlikör-‚Amaretti‘
Auch wenn diese ‚Amaretti‘ keine Amaretti sind weil schlicht der Amaretto fehlt und auch wenn sie wie Fladen anstatt wie elegante kleine Halbkugeln geformt sind, ist das Rezept es wert, hier verewigt zu werden, denn die Kekse sind sehr lecker und kamen wirklich gut an!
Die ansehnliche Version von Amaretti wurde neulich bei Reisespeisen veröffentlicht und ich plante sofort, sie beim nächsten Familienkaffee zu reichen. Unerschrocken wie ich bin, habe ich das auch getan. Weiterlesen
Sweet ’n‘ hot Chili Sauce
Es begab sich, dass bei uns eine Grillfeier anstand und ich mal wieder im Laden vor einer Flasche Chilisauce stand und dachte „Bei den wenigen essentiellen Inhaltsstoffen, kann das keine Kunst sein, die selber zu machen!“ Eben, abgesehen von E0815 bis E4711 ist da nur Wasser, Zucker, Chilis, Stärke, Knoblauch und Salz drin.
Von der Steige Chilis, die wir neulich bekamen, waren auch noch mehr als ausreichen da, also machte ich mich ans Werk. Weiterlesen
Mandel-Quark-Waffeln mit Tannensirup
Es gibt zwar viele schöne Zutaten, die man Waffeln zusetzen kann, um sie etwas von der guten, alten Standard-Waffel abzuheben, die mich immer an Dorffeste oder Adventsbasare erinnert, aber diese Waffeln sind mein derzeitiges Non-plus-ultra. Sie bekommen die nötige Substanz durch jede Menge Quark, Süße durch Ahornsirup und nussig-herben Geschmack durch Mandeln. Dazu gab es Tannensirup, den ich nicht selbst gemacht, sondern von der Baumfrau geschenkt bekommen habe und den wir derzeit sehr gerne zu allerlei Dingen wie zum Beispiel auch herben Schokoladenpudding aus Kakaopulver, Chia, Kokosmehl und Milch essen. Weiterlesen
Einen neuen Weg ausprobieren. Und Holunderplantagen finden.
Vor einigen Tag probierte der Herr des Hauses einen neuen Weg aus; Dutzende Male war er rechts abgebogen und hatte den Weg links nicht bewusst wahrgenommen. Oft fuhr er dort zum Angeln, manchmal benutzte er den Weg als Schleichweg, auch ich bog gerne mal rechts ab, besah mir die Störche, die auf den Wiesen Frösche fangen, bog rechts ab und starrte auf’s Wasser und oder hing meinen Gedanken nach. Neulich nun also war es Zeit, die linke Seite wahrzunehmen, die wir beide so gar nicht auf der Rechnung hatten. Und siehe da: er fand verschlungene Pfade, wahre Holunderplantagen, Dickichte in Auwäldern und den Weg sehr viel weiter runter eine kleine Ferienhaussiedlung direkt am Kanal. Wenn wir hier vom Kanal reden, meinen wir natürlich den Nord-Ostsee-Kanal, „die meistbefahrene künstliche Wasserstraße für Seeschiffe weltweit“.
Ein fauler, verregneter Nachmittag & ein Rezept für Gewürz-Kakao

Bei uns in Norddeutschland hat vor einigen Tagen die frühsommerliche Regenzeit begonnen. Sehr zu meinem Leidwesen an sich, denn ich war zuletzt im Garten damit beschäftigt die ehemalige Mistplatte freizuräumen, einen riesigen Sandhaufen (mit dem an sich Putz für das Wohnzimmer angemischt werden sollte) zu einem neuen Landgewinnungsprojekt zu karren, das auf zugeflogenem und im Zuge der Haussanierung aus Zeitmangel nicht weggefegten Dreck spriessende Unkraut zu entfernen und ein altes Steckkieselpflaster freizulegen, welches anscheinend intakt unter der Betonierung schlummert. Genug zu tun – da ich mir aber auch eine Erkältung zugezogen habe, mag ich im Regen nicht arbeiten. Ausserdem finde ich, dass warme, verregnete Sommertage eine ganz spezielle Stimmung haben; die Zeit scheint langsamer zu laufen, alles und jeder scheint träge und ich bin geneigt ein paar Stunden mit dem Kind auf dem Ohrensessel zu verbringen und Bücher anzusehen, anstatt zu arbeiten. Weiterlesen








