Schrecken mit Quecken Teil VII

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Auch der siebente Teil der geliebten Serie hält unfassbare Tatsachen über Quecke parat, zumindest für Menschen mit zahmen Gärten. Diese können sich gemeinhin nicht die Wuchskraft und Widerstandsfähigkeit unserer Monsterquecken vorstellen. Ich erwähnte sicherlich im Nebensatz schonmal, dass unsere Quecke auch fast fingerdicke Stränge in purem Sand bildet. (Dass sie eingesperrt in Eimer mit Deckel, nachdem sie über Winter eingefroren war  unter Wasser weiterwächst, hatte ich ja berichtet und gezeigt)Weiterlesen

Blätterteig Caprese Stückchen

Blätterteig-Stückchen mit Mozzarella und Tomate

Zumindest fast. Diese Blätterteig-Stückchen sind eine wahre Wunderwaffe gegen Appetit und Hunger unter Zeitnot. Während die einen derzeit den Sommer geniessen und schnell ein leichtes aber leckeres Essen auf den Tisch bringen wollen, nutzen die anderen die Regenpausen, um trockenen Hauptes Tiere und Nutzgarten zu versorgen. Ein weiterer Vorteil neben der Tatsache, dass diese Teilchen sehr schnell gemacht und extrem lecker sind ist, dass sie total flexibel belegt werden können und man auch frisch geerntete Kleinigkeiten gut unterbringen kann. Die ersten Tomaten, die dicken aber noch nicht ausgereiften Zwiebeln, Rucola, Basilikum schnell bevor er blüht, Rosmarin und Thymian sowieso, Oregano, Mangold – alles immer schön auf einer leckeren Mozzarellaschicht gebettet und schnell in den Ofen geschoben. Weiterlesen

Willkommen Juli, Rapport, Meldung (und Küchenkunst)

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Wirsing und rote Zwiebeln vor Wirsing mit roten Zwiebeln.

Herzlich Willkommen Juli, Du Monat früherer Hitzewellen, der ungefähr einzige Monat, in dem es in Schleswig-Holstein auch abends und nachts nicht wirklich abkühlte. Man schlief unter dünnen Laken, die Menschen waren knackebraun oder krebsrot, über dem Asphalt flimmerte die Luft, mein Vater begoss die Steinplatten auf der Terrasse, damit wir uns die Kinderfüße nicht verbrannten, jeden Tag war Grillwetter und in der Schule gab es Hitzefrei.
Heute hingegen gibt es Dauerregen bei 15°C, in kurzen Regenpausen kann man an der Pflanze verrotteten Broccoli ernten bevor es mit Starkregen weitergeht. Nachts habe ich ein Schaffell an den Füßen, vor einigen Tagen lag ich wach weil ich so erbärmlich fror. Die meisten Menschen gehen freiwillig nicht mehr ungeschützt in die Sonne, mir ist es egal, ich bin eh braun. Über den Asphalt jagen Sturzbäche von Wasser, die Steinplatten auf den Terrassen müssen nicht gekühlt, sondern eher von Algen und Moos befreit werden, Grillwetter gab es gefühlt zuletzt im Mai und die Schulen sind heute Ganztagsschulen, zuhause wäre eh niemand, wozu hitzefrei?

Hier in der Landidylle wird nach wie vor mit Erkältungen gekämpft – nur jetzt unter erschwerten Bedingungen, denn der Herr des Hauses ist auch krank. Weiterlesen

Gibt es Bio-Schaffelle und wenn ja, wo?

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Das ist die Frage, die mich schon länger umtreibt. Natürlich kann man in den bekannten Läden für Naturtextilien Bio-Lammfelle oder Schaffelle kaufen, aber wie sind die eigentlich gegerbt? Und ist überhaupt festgelegt, was bei der Gerbung von Bio-Fellen an Substanzen benutzt werden darf? Wer kontrolliert, ob Schadstoffgehalte vielleicht doch überschritten werden?
Was passiert vor der Gerbung, gehen die Felle direkt nach der Schlachtung der Tiere in die Gerberei oder werden sie konserviert und um die halbe Welt geschickt, um dann in einem Billiglohnland ohne Umweltauflagen von Kindern verarbeitet zu werden? Weiterlesen

Zwiebelringe und Broccoli im Bierteig

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Jetzt war es an der Zeit, die neulich hergestellte Sweet ’n‘ hot Chili Sauce einmal standesgemäß zu verkosten. Planmässig mit etwas frittiertem, es ist ein Bierteig geworden.
Eigentlich passt dieses essen wunderbar in diese Jahreszeit, in der nun nach und nach alles mögliche im Garten reif wird, wir haben derzeit Zucchini, Salatgurken, Broccoli, Roten Meier, Mangold, Zwiebeln, Blumenkohl, Zuckererbsen, Kohlrabi und anderes mehr. Vieles davon kann man in diesen Bierteig tauchen und ausbacken. Nur ärgerlich, dass der Koch bei diesen Gerichten auf der Strecke bleibt, weil er den Frittiervorgang, der sich ja über einige Zeit ziehen kann, überwachen muss, während der Rest der Sippe schmaust. Weiterlesen

Mangold-Omelette mit Etagenzwiebelchen

IMG_0939Meine Etagenzwiebeln sind fertig und ich war sehr gespannt darauf, sie das erste Mal zu verwenden. Leider traf dieser Zeitpunkt zusammen mit dem Zustand relativer ‚Geschmacklosigkeit‘ wegen meiner Erkältung, mal wieder. Es wurde mir aber versichert, dass dieses Gericht sehr lecker, wirklich exquisit und durch die gartenfrischen Zutaten ein echter Luxus sei. Mangold und Etagenzwiebeln aus dem Garten, frische Eier von den Hühnern – es braucht nur wenige Zutaten und man hat die schönsten Sommergerichte beisammen. Weiterlesen

Rabbit on the run

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Dass die Kaninchen ihr Freilauf-Gehege durchlöchern, hatte ich ja bereits erwähnt. Bislang gab es wohl aber noch keine Ausgänge nach draussen – oder haben sie diese nur genutzt, wenn der Mensch weg war? – oder sind sie immer schnell wieder aufgetaucht, wenn der Mensch zur Fütterung am Gehege stand? Wirklich auffällig wäre es nicht gewesen, denn wenn sie plötzlich aus einem der Gänge auftauchen weiss man ja nicht, ob sie aus dem gehege-internen Höhlensystem kommen oder von weiter her. Nun war es aber gestern so, dass wir ein Kaninchen im Garten trafen. Ganz entspannt. Weiterlesen

Rettichblätter-Pesto

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Wie bereits erwähnt, habe ich aus den feinen, zarten Rettichblättern, die beim Kkakdugi machen übrig geblieben sind, Rettichblätter-Pesto hergestellt.
Auf die Idee brachte mich Katharina, die vor einigen Tagen ein Radieschenblätter-Pesto vorstellte. Rettich und Radieschen sind ja nunmal fast das gleiche aber Radieschen bauen wir nicht an, das Rezept klang sehr fein und so beschloss ich, es bei nächstbester Gelegenheit auszuprobieren. Normalerweise bekommen bei uns die Kaninchen die Blätter, aber zumindest die feinen, zarten selber zu konsumieren, ist auch eine schöne ‚Resteverwertung‘. Weiterlesen

Kkakdugi – ein Rettich-Kimchi

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Rettich-Kimchi wollte ich schon lange einmal machen. Mein ’normaler‘ Rettichsalat wird nur kurz fermentiert und die Art der Zubereitung nimmt sogar die Schärfe.
Nicht so beim Kkakdugi, da wird ganz traditionell koreanisch mit Schärfe nicht gespart! Das Zeug ist ganz sicher höllisch gesund aber eben auch recht scharf – man kann ja glücklicherweise als Selbermacher die Dosierung dem Gaumen anpassen. Oder sich langsam steigern was die körpereigene Toleranz gegenüber brennenden Zungen angeht. Weiterlesen

Pistazien-Kirschlikör-‚Amaretti‘

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Auch wenn diese ‚Amaretti‘ keine Amaretti sind weil schlicht der Amaretto fehlt und auch wenn sie wie Fladen anstatt wie elegante kleine Halbkugeln geformt sind, ist das Rezept es wert, hier verewigt zu werden, denn die Kekse sind sehr lecker und kamen wirklich gut an!
Die ansehnliche Version von Amaretti wurde neulich bei Reisespeisen veröffentlicht und ich plante sofort, sie beim nächsten Familienkaffee zu reichen. Unerschrocken wie ich bin, habe ich das auch getan.  Weiterlesen