Ursprünglich (ich erwähnte es bereits einmal kurz) wollte ich ja Radicchio als Wintersalat aus dem eigenen Garten haben. Winterbeet vorbereitet, Saatgut gekauft, gesät, jeden Tag die neuen Haufen bewundert, die die Wühlmäuse aufgeworfen haben, nicht mehr gewusst, was von dem kreuz- und quer spriessenden Zeugs Radicchio, was Chicorée, was Herbstrüben sind – time lapse – einige Zeit später in den Hofladen gefahren und Radicchio dort gekauft. Ätsch. Den und auch getrocknete Tomaten, denn dank unseres feuchten Klimas haben wir Braunfäule sobald die Pflanzen kiloweise Früchte tragen und können somit weder eigene Tomaten ernten noch trocknen. Weiterlesen
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Himmel un Eer
Gestern gab es zum ersten Mal in diesem Hause ‚Himmel un Ääd‚ oder um es auf Plattdeutsch zu sagen ‚Himmel un Eer‚. Anscheinend hat dieses Gericht in Norddeutschland keine Tradition, zumindest nicht hier oben oder keine uns bekannte – und das, obwohl deftiges Arme-Leute-Essen und vor allem die Kombination aus süß und salzig sehr weit verbreitet ist. Und wenn man sich die Zutaten ansieht, eignet es sich auch prima als Winteressen aus Lagervorräten, Äpfel, Kartoffeln und geräucherte Wurst hat man im Winter ja noch recht lange vorrätig.
Den Anstoß gab die wunderbare Wili beziehungsweise ihre Idee, dieses Gericht mit dem hier veröffentlichten Karamell-Apfelmus zu probieren. Mein Beitrag war, auch die Zwiebeln zu karamellisieren und so legten wir los. Weiterlesen
Kürbis-Karotten-Brot – ein wenig süss
Gelegentlich wird von einigen stillen Mitlesern dieser Seite moniert, dass ich zuwenige meiner Brotrezepte veröffentliche. Ich versuche mich zu bessern und direkt mal ein paar nachzuschieben, sofern ich mich noch an die Zutaten erinnern kann und Fotos gemacht habe.
Dieses ist ein Karotten-Kürbis-Brot, welches ich gebacken habe, um einen passenden Träger für die Sternanis-Marmelade zu haben. Weiterlesen
Äpfel in pikantem Apfelsirup
Dieses Rezept stammt wieder aus dem neulich schon erwähnten Buch ‚Gartenfrische Vorräte durchs ganze Jahr‘ von Nora Carey. Wer dieses Buch oder die Frau nicht ernst nimmt, weil haltbar machen einen angestaubten Eindruck macht, dem sei gesagt, dass es überwiegend tatsächlich um die Kombination haltbar machen & veredeln geht und Frau Carey die Pariser Kochschule ‚La Varenne‘ (mit)geleitet hat. Das dürfte ihre Reputation sicher etwas verbessern.
Auf diese Art eingelegte Äpfel eignen sich sehr gut als Beilage zu Schinken oder Braten schreibt die Autorin, ich kann mir das sehr gut vorstellen und plane demnächst einen gepökelten Schweinebraten mit diesen Äpfeln zu servieren. Vielleicht auch einen Wildschweinbraten; uns lief neulich eine auf einer Ansitzjagd erlegte Bache zu. Von exzellenter Fleischqualität kann also ausgegangen werden. Weiterlesen
Marinierte Pute mit Knoblauchreis, Kirschpaprika und glaciertem Kürbis
Ich weiss, ich weiss, die Zutaten wurden recht lieblos auf den Teller geklatscht und meine Schnappschüsse sind weit von dem entfernt, was man dem werten Leser heute anbieten muss. Zum Glück ist das hier ja auch kein Food Blog, sondern ein Tatsachenbericht aus dem echten landidyllischen Leben zwischen Windeln und Holzofen, Hühner füttern und Essen kochen. Und zum Gucken gibt es ja glücklicherweise viele tolle und professionell gemachte Blogs. Eins schöner als das andere. Weiterlesen
Apfelkompott mit Kardamom :: Gewürzapfelmus
Derzeit lese ich parallel zu einem anderen wunderbaren Buch ein Kochbuch über verschiedene Konservierungsmethoden mit etwas ausgefalleneren Rezepten. Es handelt sich um ‚Gartenfrische Vorräte durchs ganze Jahr‚ von Nora Carey. Der deutsche Titel klingt in meinen Ohren wie der Teaser eines Artikels in einer Frauenzeitschrift, im Original heisst das Werk ‚Perfect Preserves: Provisions from the Kitchen Garden‚ und es ist wirklich gut.
So bin ich auf ‚Blutorangen in Minzsirup‚ gestossen, auf ‚Karottenkonfitüre‚ und eben auch auf dieses Apfelkompott mit Kardamom. Gerade zur Winterzeit ist es ja nun nicht so sehr aussergewöhnlich, an sein Apfelkompott Gewürze wie Zimt zu geben, aber die Autorin schafft es zusätzlich bei vielen Rezepten durch die Art der Zubereitung und die Abfolge der Arbeitsschritte, anstatt einfacher lagerfähiger Konserven, veredelte Delikatessen herzustellen. Weiterlesen
VEL: Sauerkraut mit Kartoffelpüree und Kohlwurst

Dieses Rezept ist so simpel, dass es an sich jeder im Tiefschlaf zubereiten kann, aber in der neuen Serie VEL ‚Vom Eingemachten leben‚ darf es natürlich der Vollständigkeit halber nicht fehlen und ausserdem passt es ja perfekt zu dem Artikel in dem ich berichte, wie wir unser Sauerkraut selber herstellen.
Ihr könnt, wie berichtet, die Gärung eures Sauerkrauts dann abbrechen, wenn euch der Säuregrad und der Geschmack am besten gefallen und das Kraut portionsweise in Gläsern einkochen. Obwohl eingekochtes Gemüse im Gegensatz zu Obst normalerweise nur eine Halbkonserve ergibt, würde ich wetten, dass Sauerkraut durch die Säure eine Vollkonserve wird. Weiterlesen
Sauerkraut – wie wir es selber herstellen
Sauerkraut im Gärtopf selber herzustellen ist denkbar einfach, geht zügig, man kann selber bestimmen, ob und wann die Gärung abgebrochen wird und wie sauer oder mild man es gerne möchte. Man kann Sauerkraut im Gärtopf lange lagern oder es einkochen, wenn einem der Säuerungsgrad gefällt und damit die Fermentation unterbrechen.
Auch die Sorte des Weißkohls hat Einfluss auf den späteren Geschmack, ‚Filderkraut‘, welches wir letztes Jahr benutzt haben, wird zum Beispiel nachgesagt, dass es sehr mild und damit gut geeignet für die Sauerkrautherstellung ist. Dieses Jahr haben wir eine stinknormale, runde (späte!) Sorte benutzt und zusätzlich andere Parameter justiert und sind hochzufrieden. Weiterlesen
Traditioneller Grünkohl mit Kasseler Nacken und karamellisierten Kartoffeln
Nachdem ich die Grünkohl-Ernte relativ spät und mit entsprechenden Verlusten eingefahren habe, wollten wir nun ein ganz klassisches, norddeutsches Gericht daraus machen. Wobei ’norddeutsch‘ ja auch schon wieder ein weites Feld ist; auch wenn die hiesigen Gefilde im internationalen Vergleich klitzeklein sind, sind die regionalen, ja man muss wohl sagen lokalen Unterschiede gewaltig.
Das Plattdeutsch, welches in einigen, nicht weit entfernten, Dörfern gesprochen wird, brauche ich mich gar nicht erst bemühen zu verstehen und wer einmal in Dithmarschen zu einem Grünkohlessen in einem traditionellen Gasthaus war, staunt über die Berge von verschiedenen Fleischsorten, die dort gereicht werden. Da wird der Grünkohl schon fast zur Nebensache. Weiterlesen
Karamell-Apfelmus

Dieses Rezept veröffentliche ich auf speziellen Wunsch, es wurde auf einem Foto meiner Speisekammer erspäht und weckte berechtigterweise Interesse.
Ich habe das Rezept von einer lieben Bekannten bekommen und gehe davon aus, dass sie nichts gegen die Weitergabe hat, sie ist eine Selbstversorgerin und Kräuterfrau, die großes Interesse daran hat, den Menschen einen vernünftigen Zugang zu ihrer Nahrung, vor allem auch der in ihrer direkten Nachbarschaft zu geben und dafür aktiv wird.
Abgesehen davon ist das Rezept sehr einfach, so einfach, dass ich mich mal wieder frage, warum ich nicht noch öfter selber schalte und aus den gleichen Zutaten wie immer ‚mehr‘ mache. Ein gutes Beispiel dafür, wie gut und wichtig Vernetzung ist, im Kleinen wie im großen, auch wenn es ’nur‘ um Apfelmus-Rezepte geht. Weiterlesen








