Es mag nicht besonders schmuck aussehen, dafür ist dieses traditionelle Schmorgericht ein Gaumenschmaus und eine klassische Winterkost im echten Norden. Hier, wo der Kohl besonders gut gedeiht und wo es quadratkilometerweise Land gibt, welches nicht direkt für den Anbau von Nahrung genutzt werden kann, sondern nur über den Umweg Schafhaltung.
Ob zur Deichpflege, auf den feuchten Salzwiesen oder im Hinterland: Schafe prägen das Landschaftsbild von Dithmarschen und Nordfriesland und sind unverzichtbar für die Landschaftspflege. Aber natürlich gehören sie auch seit Alters her zur traditionellen norddeutschen Küche wie Kohl, Mehlbüdel und Fliederbeersuppe. Weiterlesen
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Fruchtig-saure Stachelbeer-Tarte
Mitten im Winter eine Stachelbeer-Tarte zu zeigen ist wahrlich nicht ganz saisonal. Aber wer einen ertragreichen Beerengarten besitzt, kennt vermutlich die Tage, an denen man seine Ernte nur noch schnell wäscht, in Gläser füllt und einfriert. Aus den Augen aus dem Sinn – während der heißen Phase der Erntezeit muss man sich manchmal einfach Platz freischaufeln – vor allem wenn zu allem Überfluss auch noch die Nachbarin mit einem Eimer voll zusätzlicher Stachelbeeren und einem verzweifelten Blick vor der Tür steht ‚Ick hev sooo veel!‘. Im Winter dann geht es an die Verarbeitung.
Natürlich habe ich die Stachelbeeren ungeputzt eingefroren – es sollte ja schnell gehen. Normalerweise bin ich etwas krüsch, was harte Stengel oder raschelnde Blütenansätze in meinem Essen angeht aber im gefrorenen und wieder aufgetauten Zustand ist das selbst für mich total vertretbar. Und trotzdem: die Stachelbeeren waren nach dem Auftauen sogar noch so knackig, dass ich einige so verspeist habe, erstaunlich. Weiterlesen
Leinsamenbrot – einfach, schnell und herrlich nussig

Für dieses Brot mit einem echt hohen Anteil an Leinsamen braucht es an sich gar kein Rezept. Es ist so einfach und schnell gemacht, dass es mir schon fast peinlich ist zugeben zu müssen, dass ich immer noch ziemlich häufig Brot kaufe.
Durch die geschroteten Leinsamen wird das Brot sehr locker und enthält jede Menge gesunde Omega-3-Fettsäuren. Weiterlesen
Kokosmakronen
Nachdem ich vor einiger Zeit die Herstellung von Kokosmakronen für mich entdeckt und ein wenig mit den Zutaten experimentiert habe, notiere ich hier die für mich beste Zusammensetzung. Kokosmakronen liebte ich schon als Kind und ich kann mich erinnern, gemeinsam mit meiner Lieblingsoma den ein oder anderen Beutel Makronen vernichtet zu haben. Heute freue ich mich, auf diese Weise überschüssiges Eiklar verarbeiten zu können, welches man z.B. vielleicht bei der Herstellung einer Tarte übrig hat. Makronen sind sehr leicht und sehr schnell gemacht und halten sich eine ganze Weile frisch. Ganz schön praktisch. Nur schade, dass die Kokosraspel von weit her geschafft werden müssen. Ich denke nicht, dass mir ein Ersatz mit Mandelstiften, gehäckselten Haselnüssen oder ähnlichem gefallen würde. Weiterlesen
Rohe, ausgereifte Einlegegurken als Vorrat für Mensch und Tier, ein Haltbarkeits-Wettstreit
Eine kleine Erkenntnis aus der Praxis kurz notiert weil es immer Menschen gibt, die genau das wissen wollen und weil ich garantiert irgendwann nach der Haltbarkeit roher, ausgereifter Einleger gefragt werde, es vergessen haben werde und mal wieder auf die Webseite verweisen muss. Ich baue als Einlegegurken die Sorten ‚Extra Early Green Prolific‘ und die ‚Vorgebirgstraube‘ an. Beide sind für Hausgärten und für Bioanbau von meiner Seite zu empfehlen, auch im feuchten und niederschlagsreichen norddeutschen Klima habe ich an 2 Pflanzen mehr als genug zum roh verwenden, einmachen, einlegen, verschenken und tauschen und es bleiben immer noch Gurken für die Tiere übrig. Sogar für interessante Tests wie diesen habe ich noch 10 Kilo abgezwackt.
Insgesamt sehr viel ertragreicher ist bei mir die Sorte Weiterlesen
Walnuss-Frischkäse (aus den ganzen fiesen, kleinen Bruchstücken, die beim unprofessionellen Knacken übrig bleiben)
Es begab sich zu einer Zeit, da lebte Klein-Oli ganz anders als heute. Sie musste nämlich viele Jahre in einer finsteren Drachenhöhle ausharren, dort gab es jede Menge Rauch, schwefeligen Geruch, Produkte von Aldi und ziemlich oft schlug der Blitz ein.
Nun ja, heute macht sie sich die Welt, wie sie ihr gefällt aber den Walnuss-Frischkäse von Aldi, den mochte sie damals wirklich gerne. Die einzelnen Portionen waren in dicke Alufolie verpackt, damals gab es weder gelbe Säcke um Plastikmüll vom Restmüll zu trennen, noch machte man sich Gedanken über die Auswirkungen, die Aluminium möglicherweise auf … ähhh Dementia praecox & Co. haben könnte.
Ja. Das waren Zeiten, keine guten, aber Zeiten – um mal einen anderen Höhlenbewohner zu zitieren.
Es folgten lange Jahre ohne Walnusskäse – bis vor einiger Zeit beim Samentausch-Treffen der norddeutschen Frunslüt Salmandra ein Glas voll selbst gemachten Walnuss-Frischkäse mitbrachte. Weiterlesen
Walnuß-Tarte mit Honig-Salz-Karamell
Zwischen den Jahren habe ich eine ausserordentlich deliziöse Walnuß-Tarte gemacht, die die komplette versammelte Sippe überzeugt hat. Daher muss das Rezept hier unbedingt (auf deutsch) vermerkt und ihr davon in Kenntnis gesetzt werden, dass ihr diese Tarte keinesfalls unprobiert lassen solltet. Das Ausgangsrezept stammt von Mamangerie, ich habe im Wesentlichen die Mengen sowie ein wenig das Vorgehen und die Zutaten geändert und würde beim nächsten Mal vielleicht einen etwas anderen Teig probieren. Dieser war mir ein wenig zu dröge – aber vielleicht reicht es auch, je nach Ofen, die Backzeit etwas anzupassen.
Willkommen Januar und 2017. Jahr des Wandels.
Ich wünsche euch allen ein gesegnetes neues Jahr, Gesundheit, Glück und Selbstvertrauen euren Weg zu gehen. Reiche Ernte, ausgeglichene Niederschläge, ein gutes Händchen für die Sortenwahl und viel Freude bei der Verarbeitung und der Verkostung der Erzeugnisse ausserdem denen, die Nahrung selbst erschaffen.
2017 fing an, wie 2016 endete und 2016 endete um ein Haar wie 2015. Terror in verschiedenen Facetten, an verschiedenen Orten und wir hier in Mittel- und Nordeuropa merken, dass die Einschläge näher kommen. Ich hatte es in der Dezember-Ausgabe ja bereits befürchtet. Sehr viel näher will ich an dieser Stelle nicht auf den Themenkomplex eingehen, sonst bleibt vom Monatsrückblick nicht viel nach.
Nach Wochen der Wut und Trauer bin ich nun wieder bereit, mich auf die für mich wirklich wichtigen Werte zu besinnen.
Gärtnern, Selbstversorgung, eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben, das Zurückerlangen von basalen Fertigkeiten, Vernetzung mit Menschen mit echten Fähigkeiten und Fertigkeiten und der Weg des Wandels in eine weniger Ressourcen verschlingende und in mancherlei Hinsicht ausgeglichenere Gesellschaft sind für mich hochpolitische Themen – und es sollten an sich die einzigen politischen Themen hier bleiben.
Vielleicht wird das aber nicht möglich sein. Die Entscheidung ist nicht nur von mir abhängig.
Der Dezember war in diesem Hause ein Monat des Ausnahmezustands. Ich war fast 4 Wochen krank, lag davon die meiste Zeit handlungsunfähig und wir haben mal wieder eindrucksvoll gemerkt, wie wichtig Gemeinschaften wären. Weiterlesen
Weihnachtssterne aus Holz: kostenlose Adventsdekoration für draussen

Die Herstellung dieser Holzsterne zog sich quer durch’s Jahr 2016. Am Zaun des Kindergartens hängen solche Sterne aus Vollholz und eines Tages dachte ich mir, dass wir sicher genug Restmaterial auf dem Hof finden müssten, um einen Schwung Weihnachtssterne für draussen herzustellen. Ein Stern wurde ausgeliehen, zuhause als Vorlage genommen und dann trat das Vorhaben dann eine Weile in den Hintergrund. Die Abschnitte vom Zaunbau – dicke fette Lärchenbretter – sammelte ich hingegen und rettete sie vor der Vernichtung im Lagerfeuer. Weiterlesen
Geschmorte & karamellisierte Champignon-Zwiebel-Pfanne mit wilden Kräutern auf geröstetem Brot mit Frischkäse

Die Idee zu dieser Vorspeise kam uns letztes Jahr im Rahmen einer Resteverwertung. Nun habe ich die Zutaten noch etwas besser abgestimmt und das Ergebnis spricht für sich. Total ausgewogen würzig-herzhaft lecker. Als Vorspeise, Snack oder Hauptgericht. Weiterlesen






