Archiv der Kategorie: Kochen

Kochrezepte und Backrezepte, die wir meist selber entworfen und getestet haben und die wirklich schmecken und gelingen und – passend zum Thema des Blogs – oftmals typische Selbstversorgergerichte oder so genanntes Arme-Leute-Essen sind. Wir kochen mit guten Zutaten, welche im Idealfall aus dem eigenen Nutzgarten kommen. Es ist nicht unser Ziel den derzeit existierenden tausenden Foodblogs, die mit professioneller Ausrüstung und Bildbearbeitung auf hohem Niveau arbeiten, Konkurrenz zu machen. Hier wird alltäglich und chaotisch gekocht: zwischen Tür und Angel, zwischen Kind und Haushalt, zwischen Garten und Waschmaschine.

Kürbisgnocchi in weich & fest – Wie es euch gefällt

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Erstaunlicherweise gibt es gelegentlich Probleme mit Kürbisgnocchi und zwar derart, die richtige Konsistenz zu erreichen. Ich habe experimentiert und festgestellt, dass bei Zugabe von wirklich wenig Maismehl und Weichweizengrieß die Gnocchi nicht zerfallen, wie man manchmal liest, sondern sie einfach eine unschöne Textur bekommen. Bei Zugabe von wirklich viel Maismehl und Grieß braucht es mehr Kochzeit und die Gnocchi sind anstrengend zu kauen – so weit, so logisch. Ich plädiere dafür zu testen, was spricht dagegen, mit einer moderaten Mischung zu beginnen, einige Gnocchi zu kochen und nach der Kau- und Geschmacksprobe entweder zu beschliessen, dass die gesamte Charge nun gekocht werden kann – oder eben noch mehr trockene Zutaten benötigt werden? Weiterlesen →

Benutzung der Chitarra am Beispiel Fettucine

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Christian fragte sich heute morgen, ob die kürzlich in 2 anderen Artikeln gezeigte Chitarra riesengroß sei oder nur so wirkt, weil eine Kinderhand darauf zu sehen ist, ob sie nicht putzaufwändig sei und stellte sich (ebenso wie mein Gatte) das ganze Gerät wie einen ‚überdimensionalen Eierschneider‘ vor. Anlass genug, nochmal ein paar Fotos und Worte zur Benutzung des urtümlichen Teils hier zu verlieren. Weiterlesen →

Rhabarber-Grütze (mit Buchweizenpfannkuchen)

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Endlich habe ich den ersten Rhabarber geerntet und glücklicherweise war ich letztes Jahr so schlau, ein paar Erdbeeren einzufrieren, um beides zu einer typisch norddeutschen Grütze zu verarbeiten. Ein Glas eingefrorene Stachelbeeren waren auch noch da – perfekt für eine saure, nordische Grütze. Ich bereite Grütze ganz traditionell mit Sago zu. Mit Speisestärke wäre es dann eine Kaltschale. Dazu passen hervorragend Buchweizenpfannkuchen, auch wenn das vermutlich eher nicht so traditionell ist, aber da man Grütze durchaus auch als Hauptgericht essen kann, passt der Sättigungsfaktor dann besser – vor allem wenn man quadratmeterweise Beete vorbereitet, kubikmeterweise Kompost umgeschichtet und tonnenweise Kompost zum Nutzgarten hochgefahren hat. Viva la Hanggarten! Weiterlesen →

Wildschwein-Bolognese mit Fliederbeersaft und selbst gemachten Spaghetti

Wildschweinbolognese mit selbst gemachten Spaghetti

Ich mag keine Bolognese, mochte sie noch nie, als Kind schon mochte ich das Mundgefühl von dem krümeligen Fleisch nicht. Ragoutsauce für Lasagna bereite ich anders zu und drehe das Fleisch nochmal extra durch einen feinen Wolf. Aber der Herr des Hauses liebt Bolognese und was soll’s, er hat schon mehr für mich getan als nur etwas zuzubereiten, was er nicht mag. Also machte ich mich daran, eine Bolognese zu kochen. Und wie das so ist: man steht am Herd, sinniert, improvisiert, kreiert, hindert das Kind daran, aus Kaffeemehl Schneemänner zu bauen und kommt von Wildschweinen zu Obelix zu den Römern, zu unterworfenen Völkern, geheimnisvollen, furchterregenden Wäldern, spinnenden Römern (und dem Ursprung der Bolognese) und der Geschichte Norddeutschlands und damit zu den Parallelen. Immerhin haben weder Obelix und seine Brüder noch die Norddeutschen von den Römern erobern lassen. Weiterlesen →

5 Farben: Orange-Suppe

Linsen-Kürbis-Karottensuppe mit Curry

Wahrscheinlich gibt es diese Kreation schon und wahrscheinlich hat sie einen klangvollen, exotischen Namen. Ich hatte Appetit auf Linsen, noch Hokkaido im Lager und einen Sack Futterwurzeln im Flur feinste, saftige Delikatess-Karotten. Zwiebeln ebenfalls sackweise und Curry sowieso, also habe ich mal getestet, das alles zusammenzuwerfen.  Weiterlesen →

Rauchige Wildschwein-Frikadellen, Schwarzwurzeln in Zitronensauce & selbst gemachte Pommes Frites

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Dem Herren des Hauses war es nach etwas herzhaftem. Konkret, etwas hackfleischigem. Daher haben wir das Hack vom Wildschwein aus dem Tiefkühler genommen, etwas Rinderhack zugekauft und darüber hinaus habe ich mich frei gefühlt zu experimentieren. Schwarzwurzeln hatten wir noch und Kartoffeln sowieso. Während des Kochens hatte ich die Idee, eine Zitronensauce zu machen, nicht, dass ich wüsste, wie man sowas normalerweise macht, falls es den Begriff beim Kochen überhaupt gibt. Aber sie ist sehr gelungen. Weiterlesen →

Tierversuche mit Hühnern: Fermentierte Körner und Wasserkefir im Napf

Hühner trinken Tibica-Wasser (Wasserkefir)

Einer von den vielen Bereichen, über die ich bislang viel zu wenig oder gar nicht berichtet habe sind Fermente mit SCOBYs (symbiotic colony of bacteria and yeast). In meiner Speisekammer wohnen verschiedene Kulturen von Wasserkefir (Tibicos) bis Kombucha, ausserdem fermentieren wir wild mit Mikroorganismen aus der Umgebung und von der Oberfläche  (Sauerkraut, Kimchi) davon zumindest habe ich zum Teil schon berichtet.
Neulich nachts las ich mal wieder in Sandor Katz‘ grandiosem Buch ‚The Art of Fermentation‚ von dem hier an anderer Stelle noch die Rede sein soll und erfuhr, dass einige Tierhalter das Körnerfutter für ihre Tiere über Nacht fermentieren. Dass fermentierte Lebensmittel besser verträglich sind und die Nährstoffe besser aufgeschlossen als im Ursprungsprodukt, ist schon zu vielen durchgesickert; dass man mit Fermenten (bis zu einem gewissen Grad) schlechtes Wasser desinfizieren kann zu manchem, dass in der Landwirtschaft fermentiertes Futter gereicht wird, weiss jeder, der mal eine Landpartie gemacht hat und wahlweise die grünen/weißen Hügel mit Silage oder den herrlichen Duft derselben wahrgenommen hat. HarHar! Weiterlesen →

Vollwertige und körnige Schokoladen-Muffins

IMG_8758Diese Muffins sind das richtige, wenn jemand wie ich Appetit auf Schokolade bekommt. Vollwertig, voller guter Nüsse und Samen, die den Zähnen Widerstand leisten aber auch viel Schokolade.
Sicher sind diese Schoko-Muffins aber nichts für Leute, die einen weichen, pur schokoladigen Genuss haben wollen. Aber für die gibt es ja genug andere Rezepte für Schokoladenmuffins oder wie wäre es direkt mit dem Schokoladen-Overkill: Death by Chocolate?
Manchmal, so alle paar Jahre ist das ja auch nicht verkehrt! Weiterlesen →

Farfalle in Verde

Dieses sehr einfache aber immer wieder schmackhafte Gericht mit dem klangvollen Namen ‚Schmetterlinge im Grünen‘ gab es bei einem meiner Stamm-Italiener früher. Erstaunlich, dass ich es entweder noch nie gepostet habe oder der Beitrag zusammen mit den meisten anderen alten Beiträgen beim Daten- und Backupverlust abhanden gekommen ist.
Der einzige Kniff bei diesem Gericht ist, dass man den Knoblauch wirklich sehr fein schneiden und gemütlich in viel Öl braten muss. Ob Martin Scorseses Film ‚Goodfellas‚ und darin die Szene im Gefängnis, wo von den Mitgliedern der Familie den ganzen Tag lang gut gekocht und gegessen – und eben von Gangsterboss Pauli der Knoblauch mit einer Rasierklinge fein gehobelt – wird, Vorlage gewesen ist, weiss man nicht. In jedem Fall stimmt der Hinweis der Bosse aus dem Film, dass der Knoblauch in der Pfanne fast schmelzen würde, ganz genau. Weiterlesen →

Müesli-Muffins als gehaltvoller Proviant

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Spontan kreiert und schnell notiert: ein funktionierendes Rezept für Müesli-Muffins, die schmecken, auch am nächsten (und übernächsten) Tag noch saftig sind und einen praktischen Proviant für Ausflüge abgeben. Handlich, gesund, haltbar und dazu wirklich lecker. Weiterlesen →