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Senfgurken mit Senfpaste (und Senfkörnern)

Senfgurken mit Senfpaste

Zu den Dingen, die mich immer wieder überrumpeln gehört neben Weihnachten und anderen Feiertagen auch die plötzliche Reife von massenhaft Obst und Gemüse und die damit verbundene Notwendigkeit, diese zu verarbeiten – wozu man gewisse Zutaten braucht.
Während ich früher, wenn ich als Schulmädchen am Buß- und Bettag alleine vor der Schule stand einfach wieder nach Hause dackeln konnte – oder mit Anne spielen gehen! Anne war eine Weile eine Schwester im Geiste und erschien auch unplanmässig an freien Tagen – während das früher also ging und die Zeit trotzdem träge weiter floß, gerate ich heute etwas mehr ins Rotieren. Rahhh! Wie kann man in einem Selbstversorgerhaushalt zuwenig Senfkörner im Haus haben? Und überhaupt, wieso habe ich kein Saatgut genommen als es da war? Wieso habe ich zuwenig Essig? Zwar habe ich meinen selbst gemachten und verschiedene spezielle, aber ich will die wertvollen Erzeugnisse ja nicht nur irgendwie konservieren, sondern jeweils die bestmöglich passende Variante wählen können.  Weiterlesen

Rettich-Sirup als Hustensaft. Ein Versuch mit langem, weißen Sommer-Rettich.

Hustensirup aus Neckerruhm weiß Tempus fugit irreparabile wie wir alle wissen und zumindest in meinem Leben wird es immer schlimmer. Es ist nun also schon wieder eine ganze Weile her, dass wir hier auf Landidylle.com über Hustensirup aus Sommerrettich gesprochen haben. Ich habe mich zwischenzeitlich als Versuchskaninchen geopfert – dazu eigne ich mich mit meinen ständigen Infekten nämlich hervorragend – und will nun endlich berichten. Altbekannt ist Rettichsirup aus rundem, schwarzen Winterrettich als antibakterielles Hustenmittel. Das gleiche gilt für Zwiebelsirup. Man kann beides mit Zucker, respektive Kandis ansetzen oder mit Honig und natürlich lassen sich Zwiebeln und Rettich auch mischen, ich würde allerdings – wie meistens – empfehlen, eine Droge zur Zeit anzumischen und zu testen. Weiterlesen

Das perfekte Fladenbrot mit Taboulé und Tzaziki

Fladenbrot, Tabuleh und Tzaziki

Passend zu den wenigen heißen Sommertagen, die wir bislang in Norddeutschland hatten, gab es oft einfache, leichte Gerichte die sommerlich erfrischen, gut für den Mineralienhaushalt sind und deren Zutaten zum großen Teil aus dem Garten kommen. Namentlich Gurken, Gurken, Gurken.
Da jetzt gerade die Sonne durchs Fenster guckt fühle ich mich animiert, schnell etwas davon zu zeigen bevor möglicherweise der nächste Regenschauer mir die Lust dazu verdirbt.
Mir ist es endlich gelungen, das perfekte Fladenbrot zu backen. Dort wo ich aufgewachsen bin, gab es eine türkische Bäckerei, wo die ständig frischen, riesengroßen Fladen für 1 DM verkauft wurden und dementsprechend hoch hängt meine Messlatte. Weiterlesen

Was machen mit unreifen Äpfeln? Apfelpektin-Fond

unreife-äpfel

Mjaaa, da fehlt eine halbe Fliese. Unzuverlässige Handwerker immer …

Wie beim Gartenrundgang berichtet, tragen einige Apfelbäume hier mehr als sie tragen können, ohne zu brechen. Ich hatte gemutmasst, ob ich versuche, Apfelpektin-Fond als Geliermittel aus den unreifen Äpfeln zu kochen und das habe ich nun getan. Ich habe mithilfe dieses Fonds zwar noch keine Marmelade/Konfitüre mit pektinarmen Früchten zubereitet, wollte von dem Rezept aber vorab trotzdem schon einmal berichten, weil es dieses Jahr nicht unüblich ist, dass die Bäume so schwer tragen und sicher einige von euch das Rezept gebrauchen können, weil auch sie unreife Äpfel geerntet haben. Weiterlesen

Wilde Früchte: Holunder-Brombeer-Marmelade

brombeer-fliederbeer-marmelade

Wie beim letzten Gartenrundgang gezeigt, waren die Holunderbeeren an einem Strauch bereits vollreif, die Äste hingen schwer beladen bis zum Boden und was das schönste war: die Beeren waren alle gleichzeitig reif. Der Verdacht liegt nahe, dass dieser Holunder eine spezielle Varietät ist und viel Zuchtarbeit vor diesem tollen Ergebnis stand. Herausfinden werde ich das wohl aber nicht, denn wir haben ihn zusammen mit etwa 5 anderen als ganz normale wurzelnackte Ware in einer Bioland-Baumschule gekauft – als Ersatz für die hochgelobten ‚Haschberg‘ und ‚Haidegg 17‘ aus Klosterneuburg in Österreich, die hier verstarben.
Große, gesunde Brombeeren hatten wir auch reichlich und so lag es nahe, die beiden Wildfrüchte zu kombinieren. Weiterlesen

Holundermarmelade mit Pflaumen

Holunder und Pflaume

Da ich auf der Suche nach Inspirationen für die Verwertung der reifen Wildfrüchte ohnehin gerade viele meiner Kochbücher durchgeblättert habe, nahm ich auch mal wieder das hier bereits erwähnte ältere Buch mit dem etwas kitschig anmutenden Titel ‚Die gute alte Zeit – Alte Rezepte neu entdeckt‘ zur Hand. Da der Autor auch aus Norddeutschland stammt, viele Erinnerungen an altes Gebrauchswissen hat und vor allem auch schildert, was in seiner Kindheit durch die Jahreszeiten gegessen wurde, ist es für mich interessant. Wer sich für norddeutsche Alltagsgeschichte und ehrliche Rezepte aus einfachen Haushalten nicht interessiert, wird Bücher wie dieses furchtbar finden. Nichts exotisches mit dem man imponieren kann, sondern wilde Früchte aus dem nächsten Knick, nichts veganes, dafür vegetarisch satt, kein um die ganze Welt gereistes Superfood, sondern Brotsuppe mit Backpflaumen oder Brennnessel-Hafer-Suppe.
Natürlich sind Brennnesseln und Hafer auch Superfood und gerade wieder in Mode, aber vergesst auch die Holunderbeeren nicht. In dem Buch gibt es also neben allerlei anderen Rezepten mit Wildpflanzen auch eine Holundermarmelade mit Pflaumen. Weiterlesen

Pflaumenmus ohne Zucker aus dem Backofen

Traditionelles Pflaumenmus ohne Zucker

Vor einigen Jahren kochte ich zusammen mit meiner Freundin das weltbeste Pflaumenmus. Die Pflaumen kamen aus meinem tschechischen Garten, die ruhige Alleinlage in den Wäldern auf dem Berg schaffte genau die richtige, friedvolle Atmosphäre, die Tage dauerten Wochen und ich habe das Rezept nicht aufgeschrieben. Also das Rezept zum guten Leben habe ich soweit beisammen und feile nur noch an Feinheiten, aber das Pflaumenmusrezept ist perdu.
Ich meine, dass wir etwas Zucker benutzt haben, ausserdem waren die Pflaumen von den dunklen Sorte. So ähnlich habe ich es vor 3 Jahren nochmals gemacht und es war ebenso gut. Nun ging der gute alte Vorrat zuende und es ergab sich die Gelegenheit, 2 10l-Eimer voll ‚Königin Viktoria‘-Pflaumen geschenkt zu bekommen. Natürlich habe ich mich direkt ans Verarbeiten gemacht. Weiterlesen

Altmodischer Gurkensalat mit Senf

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Bei uns gibt es derzeit Salatgurken im Überfluss und obwohl ich sie nicht gut vertrage, fallen mir immer wieder neue Möglichkeiten ein, sie zu kombinieren und verwenden, ohne dass sie schwer im Magen liegen. Die schlichte, altmodische Variante, die Vinaigrette für Salat aus Schlangengurken mit Senf anzumachen rührt auch daher, sie verträglicher zu machen. Eine weitere Möglichkeit die verhindert, dass die Gurken über längere Zeit ‚Pfötchen geben‘ ist, die Schale zu entfernen, aber das wäre schon wieder schade bei den guten selbst angebauten Gurken.

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Kombucha und Kombucha-Essig selber herstellen

kombucha-herstellen-equipment

Wahrscheinlich kennen die meisten von euch Kombucha, denn vor ein paar Jahren war das Zeug ziemlich in. Allerdings verhält es sich hier genauso wie bei allen anderen Fermenten: das tote, pasteurisierte Zeug aus dem Supermarkt hat mit dem lebenden Original nicht viel gemein. Das gilt für Buttermilch ebenso wie Molke, Butter wie Kombucha, Sauerkraut wie Quark, wie Joghurt, wie Ginger Ale, wie Kefir etc. etc.
Während man beim wilden Fermentieren von z.B. Sauerkraut und Kimchi auf die natürlich vorkommenden Mikroorganismen aus der Umgebung zurückgreift, nährt man bei Kombucha (und Kefir, Ginger root beer, Wasserkefir) die SCOBYs, die die Fermente herstellen. Ein SCOBY (symbiotic colony of bacteria and yeast) besteht aus den symbiotisch miteinander lebenden Mikroorganismen (Hefepilze & Bakterien wie Milchsäurebakterien) die gemeinsam in Strukturen aus Eiweißen, Fetten und langkettigen Zuckern leben – wie zum Beispiel der Kefirknolle – und diese und sich selbst auch vermehren. Weiterlesen

Zucchini-Bratlinge mit Sauerrahm-Karamellzwiebel-Dip

Zucchini-Puffer mit Sauerrahm-Dip

Trotz widrigen Wetterbedingungen haben wir bereits Zucchini satt. Dank Mist-Hochbeet und dem Finden einer geeigneten Sorte für unsere Garten- und Klima-Voraussetzungen hier können wir von einer Pflanze bereits täglich ernten, eine weitere der gleichen Sorte produziert immerhin alle paar Tage und eine andere Sorte auf einem anderen Mistbeet kämpft noch wacker gegen Schnecken und Nährstoffklau von Seiten des benachbarten Mais.
Auch Zwiebeln können bereits im großen Stil geerntet werden sowie rote Bete. All‘ das (und ein wenig zugekauftes aus dem Hofladen) habe ich zu einem wirklich wunderbaren Gericht kombiniert. Probiert das unbedingt aus! Weiterlesen