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Pikante Pflaumensauce mit Marsala

pflaumensauceDerzeit hört ihr recht wenig von mir weil ich bis über beide Ohren in einer reichen Ernte stecke und es kaum schaffe, alles rechtzeitig zu verarbeiten. Zum Glück gibt es immer Menschen, die Ernteüberschüsse gerne abnehmen und notfalls freuen sich die Tiere. Nachdem ich mich durch eimerweise Einlegegurken gekämpft habe und dennoch kein Ende in Sicht ist, habe ich heute einen Eimer Zwetschgen ‚The Czar‘ verarbeitet. Ursprünglich wollte ich eine würzig-süße Zwetschgensauce machen und ein Pflaumenchutney, aber die Sauce war so lecker, dass ich dann direkt eine zweite Charge davon angefertigt habe und das Rezept auch direkt verblogge bevor es verloren geht! Die Sauce ist ein wenig pikant durch ein klitzekleines bisschen Chili und Koriander – müsste also ziemlich gut zu Fleisch passen – aber durch Honig und Zimt auch warm-süß genug, um sie zu Eis oder Flammeris zu genießen. Was wir direkt getestet haben. Weiterlesen

Das perfekte Fladenbrot mit Taboulé und Tzaziki

Fladenbrot, Tabuleh und Tzaziki

Passend zu den wenigen heißen Sommertagen, die wir bislang in Norddeutschland hatten, gab es oft einfache, leichte Gerichte die sommerlich erfrischen, gut für den Mineralienhaushalt sind und deren Zutaten zum großen Teil aus dem Garten kommen. Namentlich Gurken, Gurken, Gurken.
Da jetzt gerade die Sonne durchs Fenster guckt fühle ich mich animiert, schnell etwas davon zu zeigen bevor möglicherweise der nächste Regenschauer mir die Lust dazu verdirbt.
Mir ist es endlich gelungen, das perfekte Fladenbrot zu backen. Dort wo ich aufgewachsen bin, gab es eine türkische Bäckerei, wo die ständig frischen, riesengroßen Fladen für 1 DM verkauft wurden und dementsprechend hoch hängt meine Messlatte. Weiterlesen

Was machen mit unreifen Äpfeln? Apfelpektin-Fond

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Mjaaa, da fehlt eine halbe Fliese. Unzuverlässige Handwerker immer …

Wie beim Gartenrundgang berichtet, tragen einige Apfelbäume hier mehr als sie tragen können, ohne zu brechen. Ich hatte gemutmasst, ob ich versuche, Apfelpektin-Fond als Geliermittel aus den unreifen Äpfeln zu kochen und das habe ich nun getan. Ich habe mithilfe dieses Fonds zwar noch keine Marmelade/Konfitüre mit pektinarmen Früchten zubereitet, wollte von dem Rezept aber vorab trotzdem schon einmal berichten, weil es dieses Jahr nicht unüblich ist, dass die Bäume so schwer tragen und sicher einige von euch das Rezept gebrauchen können, weil auch sie unreife Äpfel geerntet haben. Weiterlesen

Blaubeersauce mit einem Hauch von Blutorange

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Es ist schon wieder soweit und die Blaubeersaison ist in vollem Gange. An sich hätten wir zuhause im Nutzgarten genug Kulturpflanzen und in den Knicks Wildfrüchte zu ernten und verarbeiten, aber mit dem Töchterlein in die Blaubeerfelder zu gehen ist ein kleines Abenteuer, eine Auszeit und etwas Besonderes. Ausserdem reicht unsere eigene Blaubeerernte vermutlich noch immer nicht für die ganzen Kochexperimente, die ich vorhabe. Im Supermarkt kostet das Kilo Blaubeeren 7,95, am Blaubeerhof 5,95 und selbstgepflückt 2,95 – da fällt die Entscheidung nicht so schwer, sich seine Kilos selber zu sammeln. Und wenn man dann noch mit Trick 17 vorgeht, kommt man an die dicken, süßen Früchte und die Sonne geht auf. Weiterlesen

Wilde Früchte: Holunder-Brombeer-Marmelade

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Wie beim letzten Gartenrundgang gezeigt, waren die Holunderbeeren an einem Strauch bereits vollreif, die Äste hingen schwer beladen bis zum Boden und was das schönste war: die Beeren waren alle gleichzeitig reif. Der Verdacht liegt nahe, dass dieser Holunder eine spezielle Varietät ist und viel Zuchtarbeit vor diesem tollen Ergebnis stand. Herausfinden werde ich das wohl aber nicht, denn wir haben ihn zusammen mit etwa 5 anderen als ganz normale wurzelnackte Ware in einer Bioland-Baumschule gekauft – als Ersatz für die hochgelobten ‚Haschberg‘ und ‚Haidegg 17‘ aus Klosterneuburg in Österreich, die hier verstarben.
Große, gesunde Brombeeren hatten wir auch reichlich und so lag es nahe, die beiden Wildfrüchte zu kombinieren. Weiterlesen

Holundermarmelade mit Pflaumen

Holunder und Pflaume

Da ich auf der Suche nach Inspirationen für die Verwertung der reifen Wildfrüchte ohnehin gerade viele meiner Kochbücher durchgeblättert habe, nahm ich auch mal wieder das hier bereits erwähnte ältere Buch mit dem etwas kitschig anmutenden Titel ‚Die gute alte Zeit – Alte Rezepte neu entdeckt‘ zur Hand. Da der Autor auch aus Norddeutschland stammt, viele Erinnerungen an altes Gebrauchswissen hat und vor allem auch schildert, was in seiner Kindheit durch die Jahreszeiten gegessen wurde, ist es für mich interessant. Wer sich für norddeutsche Alltagsgeschichte und ehrliche Rezepte aus einfachen Haushalten nicht interessiert, wird Bücher wie dieses furchtbar finden. Nichts exotisches mit dem man imponieren kann, sondern wilde Früchte aus dem nächsten Knick, nichts veganes, dafür vegetarisch satt, kein um die ganze Welt gereistes Superfood, sondern Brotsuppe mit Backpflaumen oder Brennnessel-Hafer-Suppe.
Natürlich sind Brennnesseln und Hafer auch Superfood und gerade wieder in Mode, aber vergesst auch die Holunderbeeren nicht. In dem Buch gibt es also neben allerlei anderen Rezepten mit Wildpflanzen auch eine Holundermarmelade mit Pflaumen. Weiterlesen

Blaubeer-Tomaten-Ketchup

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Nachdem ich letztes Jahr sowohl einen recht guten Blaubeer-Ketchup und einen exquisiten Wildtomaten-Ketchup gemacht hatte, habe ich dieses Jahr Blaubeeren und Tomaten kombiniert und einen weiteren wirklich guten Ketchup kreiert. Ich habe ihn erstmal pur gelassen – von ein wenig Chili abgesehen – es ist noch Raum für Gewürzexperimente, aber ehrlich gesagt gefällt er uns so ziemlich gut, wir haben keinen akuten Bedarf, etwas zu verändern.
Ausserdem plane ich, sobald ich Zeit habe, einen Pflaumen-Ketchup zu entwerfen, für geschmackliche Variationen ist also ohnehin gesorgt. Nun aber erstmal der Blaubeer-Tomaten-Ketchup. Weiterlesen

Pflaumenmus ohne Zucker aus dem Backofen

Traditionelles Pflaumenmus ohne Zucker

Vor einigen Jahren kochte ich zusammen mit meiner Freundin das weltbeste Pflaumenmus. Die Pflaumen kamen aus meinem tschechischen Garten, die ruhige Alleinlage in den Wäldern auf dem Berg schaffte genau die richtige, friedvolle Atmosphäre, die Tage dauerten Wochen und ich habe das Rezept nicht aufgeschrieben. Also das Rezept zum guten Leben habe ich soweit beisammen und feile nur noch an Feinheiten, aber das Pflaumenmusrezept ist perdu.
Ich meine, dass wir etwas Zucker benutzt haben, ausserdem waren die Pflaumen von den dunklen Sorte. So ähnlich habe ich es vor 3 Jahren nochmals gemacht und es war ebenso gut. Nun ging der gute alte Vorrat zuende und es ergab sich die Gelegenheit, 2 10l-Eimer voll ‚Königin Viktoria‘-Pflaumen geschenkt zu bekommen. Natürlich habe ich mich direkt ans Verarbeiten gemacht. Weiterlesen

Rettichblätter-Pesto

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Wie bereits erwähnt, habe ich aus den feinen, zarten Rettichblättern, die beim Kkakdugi machen übrig geblieben sind, Rettichblätter-Pesto hergestellt.
Auf die Idee brachte mich Katharina, die vor einigen Tagen ein Radieschenblätter-Pesto vorstellte. Rettich und Radieschen sind ja nunmal fast das gleiche aber Radieschen bauen wir nicht an, das Rezept klang sehr fein und so beschloss ich, es bei nächstbester Gelegenheit auszuprobieren. Normalerweise bekommen bei uns die Kaninchen die Blätter, aber zumindest die feinen, zarten selber zu konsumieren, ist auch eine schöne ‚Resteverwertung‘. Weiterlesen

Kkakdugi – ein Rettich-Kimchi

kkakdugi-rettich-kimchi

Rettich-Kimchi wollte ich schon lange einmal machen. Mein ’normaler‘ Rettichsalat wird nur kurz fermentiert und die Art der Zubereitung nimmt sogar die Schärfe.
Nicht so beim Kkakdugi, da wird ganz traditionell koreanisch mit Schärfe nicht gespart! Das Zeug ist ganz sicher höllisch gesund aber eben auch recht scharf – man kann ja glücklicherweise als Selbermacher die Dosierung dem Gaumen anpassen. Oder sich langsam steigern was die körpereigene Toleranz gegenüber brennenden Zungen angeht. Weiterlesen