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Willkommen Januar und 2017. Jahr des Wandels.

Spülfelder im JanuarIch wünsche euch allen ein gesegnetes neues Jahr, Gesundheit, Glück und Selbstvertrauen euren Weg zu gehen. Reiche Ernte, ausgeglichene Niederschläge, ein gutes Händchen für die Sortenwahl und viel Freude bei der Verarbeitung und der Verkostung der Erzeugnisse ausserdem denen, die Nahrung selbst erschaffen.

2017 fing an, wie 2016 endete und 2016 endete um ein Haar wie 2015. Terror in verschiedenen Facetten, an verschiedenen Orten und wir hier in Mittel- und Nordeuropa merken, dass die Einschläge näher kommen. Ich hatte es in der Dezember-Ausgabe ja bereits befürchtet. Sehr viel näher will ich an dieser Stelle nicht auf den Themenkomplex eingehen, sonst bleibt vom Monatsrückblick nicht viel nach.
Nach Wochen der Wut und Trauer bin ich nun wieder bereit, mich auf die für mich wirklich wichtigen Werte zu besinnen.

Gärtnern, Selbstversorgung, eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben, das Zurückerlangen von basalen Fertigkeiten, Vernetzung mit Menschen mit echten Fähigkeiten und Fertigkeiten und der Weg des Wandels in eine weniger Ressourcen verschlingende und in mancherlei Hinsicht ausgeglichenere Gesellschaft sind für mich hochpolitische Themen – und es sollten an sich die einzigen politischen Themen hier bleiben.
Vielleicht wird das aber nicht möglich sein. Die Entscheidung ist nicht nur von mir abhängig.

Der Dezember war in diesem Hause ein Monat des Ausnahmezustands. Ich war fast 4 Wochen krank, lag davon die meiste Zeit handlungsunfähig und wir haben mal wieder eindrucksvoll gemerkt, wie wichtig Gemeinschaften wären.  Weiterlesen →

Preiswert Essen

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke

„Preiswert Essen“ heißt für mich intelligent & kreativ, durchdacht und vorbereitet zu kochen. Und schmackhaft! Preiswertes Essen sättigt Leib und Seele.

„Billiges“ Essen (also billig eingekauft) macht meist weder satt noch befriedigt es. Meine Erfahrung: Von gutem Essen brauche ich nur einen Teller und bin zufrieden und gesättigt. Von „billigem“ Essen brauche ich mehr und bin eher „voll“ als satt.

Ein Schwank aus meiner beruflichen Vergangenheit: Bis vor einem Jahr war ich beruflich oft unterwegs. Am genießbarsten war das Essen in Familiengeführten 3* Hotels auf dem Land. Am schlechtesten (auch wenn es optisch gut präsentiert und von der Auswahl vielfältig war) in 5* Kettenhotels in der Stadt. Nach diesen Edel-Speisungen merkte ich meist, dass ich öfter mal aufstoßen musste, einen vollen Bauch hatte und am nächsten Tag nicht so vital wie gewohnt war. Einmal hatte ich mehrere Übernachtungen in so einem berühmten Hotel und gleichzeitig beruflich einen sehr herausfordernden Termin. Gottseidank war am Abend etwas Zeit, ich konnte im nahegelegenen Park spazierengehen – und sammelte Wildkräuter wie Brennessel, Giersch, Taubnessel, Spitzwegerich. Ich hab‘ mich dann einfach getraut, bin mit meinem Kräuterstrauß ins Restaurant und bat darum, den Koch sprechen zu dürfen. Der kam auch und ich fragte ihn, ob er mit meinen Kräutern mir ein Omelett zubereiten würde. Der zuckte nicht mit der Wimper (das haben die wohl in diesen Edelketten gelernt) und machte mir ein überaus schmackhaftes Omelett. Danach ging es mir wieder richtig gut! Später erfuhr ich, dass die in dieser Art von Kettenhotels überwiegend Convienence (wie schreibt man das eigentlich?) Produkte benutzen, nix frisch, alles schon vorbereitet, abgepackt – aber hübsch präsentiert. Bähh!  Weiterlesen →

Wintereintopf I (Grundrezept)

Ein- bis zweimal pro Woche gönne ich mir im Winter einen Eintopf aus Vorräten, der für 2 Tage hält.

Das Rezept ist jedes Mal das Gleiche, aber mit anderen Zutaten Das Tolle an diesem Eintopf ist: Er schmeckt jedes Mal anders und immer wieder super lecker. Ich muss nicht einkaufen gehen, weil ich alles im Hause habe – und was gerade nicht da ist, ersetze ich kreativ. Die Zutaten sind, da der Jahreszeit entsprechend, sehr preiswert. Und nicht zuletzt ist er gesund und wärmt.

Für den Eintopf verwende ich nur Eingelagertes, Eingekochtes, das was noch im Garten ist und regional zugekaufte Vorräte. Regional kaufe ich Fleisch und Wurst, Porree (der eigene Porree wurde dieses Jahr von Ungeziefer heimgesucht) und Knollensellerie sowie (Weiß-)kohl, die bislang bei mir im Garten nichts wurden oder mir zu aufwändig im Anbau sind. Weiterlesen →

Knoblauchbrot mit Kochschinken und Sahnemeerrettich – eine tschechische Vorspeise perfekt für die Erkältungszeit

Knoblauchbrot mit Prager Schinken und Sahne-Meerrettich

Meine Variante dieser tschechischen kalten Vorspeise sieht zwar nicht halb so nett aus wie sie könnte – aber sie schmeckt und wirkt. Meist wird der Prager Schinken (Pražská šunka) in Tschechien als Röllchen serviert und der Sahne-Meerrettich wird in die Röllchen hinein gespritzt (šunkové rolky s křenovou pěnou). Sieht gut aus und man hat ordentlich viel Schinken und Meerrettich auf dem Teller. Diese Variante kommt auf einem gerösteten Graubrot, welches mit ordentlich Knoblauch versehen wurde daher, der Schinken liegt maximal doppelt und die Sahne-Meerrettich-Mischung ist ausgewogen. So gab es dieses Gericht in einem der Restaurants, in denen ich zu meiner Zeit in Tschechien zu speisen pflegte. Česnek chléb se šunkou a smetanovým křenem sollte das ganze dann wohl heissen.
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Mispelsauce

mispelsauce

Während Mispeln im Mittelalter in Europa weit verbreitet waren, findet man heute anscheinend nur noch wenige Vorkommen. Rezepte mit echten Mispeln sind rar gesät, wenn Foodblogger von Mispeln schreiben, kann man anhand der Fotos meist erkennen, dass sie Loquats, also die asiatische Mispel verarbeitet haben. Die echte Mispel, auch deutsche Mispel genannt hatte früher eine Tradition als Naturheilmittel, ihre Wirkung ist unter anderem harntreibend.
Ich hatte zwar geplant, einen Mispelbaum zu pflanzen, aber wer weiss, ob ich es wirklich getan hätte, wäre nicht mal wieder der Zufall zu Hilfe gekommen. Während der ersten Bauphase hatte ich die Koppel dem Reiterhof die Straße runter überlassen. Sie konnten dort 2-3 Pferde beköstigen und ich musste mich ums Mähen nicht kümmern. Win-win. Weiterlesen →

Wärmender Herbsttee – gegen eingefrorene Leiber bei Schietwetter

Schietwetter-Tee

Es begab sich vor einigen Tagen, an einem bitterkalten Herbsttag, da durfte ein kleines, kleines Mädchen endlich reiten. Auf einem echten Pony durch eine wunderschöne bunte Landschaft. Und weil es so beeindruckt war, dass es still und andächtig immer weiter ritt, war es am Ende wohl eine halbe Stunde unterwegs und ziemlich durchgefroren. Nicht, dass es sich beschwert hätte, die ergriffene Stimmung wirkte noch nach. Weiterlesen →

Quittenkrapfen

Blätterteigtaschen mit Quittenmus

Dieses Rezept stammt aus einer Linksammlung zum Thema Quittenrezepte, die Doris gefunden und hier verlinkt hat. Vielen Dank dafür!
Die Zubereitung ist so einfach, dass man dafür wirklich nicht extra einen Beitrag verfassen müsste, andererseits kann ich euch sonst ja schlecht davon in Kenntnis setzen, dass ich 2 wichtige Dinge herausgefunden habe.

  1. Dieses Gebäck schmeckt, kann komplett aus Vorräten zubereitet werden (sofern man eine Kühltruhe benutzt) und ist innerhalb von etwa 3 Minuten zubereitet und in wenigen Minuten gebacken.
  2. Da ich mich wunderte, warum dieses Gebäck ‚Krapfen‘ heisst, habe ich es mal nachgeschlagen und weiss jetzt, dass man in der Schweiz anscheinend zu einer Form der Blätterteigtasche Krapfen sagt.

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Quittenbrot mit Honig und Kokosflocken für die Adventszeit

Quittenbrot oder Quittenpaste

Damit sich in meinem Arbeitsordner zusätzlich zu den derzeit um die 200 unveröffentlichten Themen nicht noch mehr gesellen, versuche ich kurz und bündig einige der aktuelleren Rezepte runterzuschreiben, solange ich meine Notizen noch entziffern kann. Wie schon oft erwähnt ist es immer schade, wenn ich mich in der nächsten Saison nicht an Details zur Zubereitung erinnern kann.
Diesmal geht es um Quittenbrot oder Quittenpaste, welches man früher traditionell in der Adventszeit genascht hat. Natürlich kann man dazu etliche Rezepte finden, hier geht es allerdings darum, die für mich beste Zubereitungsart zu dokumentieren. Für mich und Menschen, die mein Urteil schätzen. Weiterlesen →

Weiße Bohnensuppe mit frittierter Wurzelpetersilie

Bohnensuppe mit Petersilienwurzl

Ein klassisches Gericht der armen Leute aus dem Selbstversorgergarten. Nahrhaft, proteinreich, wärmend, stärkend und rundum eine ehrliche Nummer aus der Region. Optisch wahrlich kein Hingucker, nein, auch kein Gericht, was Finesse und Importe verlangt, dafür aber mit inneren Werten.
Saisonal passt dieser Eintopf sowohl in den Herbst, als auch in den Winter denn die Wurzelgemüse kann man prima in Sand einschlagen und lagern und die Bohnen sind natürlich Trockenbohnen. Demnach passt das Rezept prima in die Kategorie ‚Vom Eingemachten leben‚ beziehungsweise ‚aus eingelagerten Zutaten‚.
Wurzelpetersilie gehört angeblich zu den wiederentdeckten alten Sorten, die vorübergehend in Vergessenheit geraten waren – bei uns war sie nie vergessen, sie gehörte in jedes Suppengemüse und war demnach Bestandteil der meisten Eintöpfe und Suppen. Weiterlesen →

Willkommen November, ich habe dich nicht vergessen

Doppelter Regenboden über unserem HofNein, November, du graues Elend, ich habe dich nicht vergessen. Du Bindeglied zwischen (optimalerweise) herrlich warmen Oktobertagen mit buntem Laub und zunehmend kühler, klarer Luft – die wohl jeder Norddeutsche liebt – und der gemütlichen Adventszeit und dem Ausklang des Jahres mit Weihnachtsfest und Silvester im Dezember.
Der Selbstversorger und Hobbygärtner hat nun schon weniger zu tun, je nach persönlichen Gegebenheiten und dem Status des Gartens wäre selbiger jetzt noch winterfest zu machen und wir haben die beste Pflanzzeit solange der Boden noch offen ist. Die Öfen laufen, Obst wird gedörrt, Kuchen gebacken und manch einer ist schon im Endspurt und will die letzten Arbeitstage des Jahres herumbringen, bevor das Rennen von Neuem beginnt.
Ansonsten kann ich dem November in Norddeutschland wenig Schönes abgewinnen. Ein grauer Himmel trifft auf graue Landschaften, es gibt wahlweise Nieselregen, Herbststurm mit peitschendem Regen oder Nebel der ebenfalls so nass ist, dass man an sich Ölzeug bräuchte. Weiterlesen →