Da wir ja Vorwerkhühner halten und die überzähligen Hähne geschlachtet haben, kann es nun öfter mal naturbelassenes, bio-gefüttertes und freilaufendes Huhn geben. Beziehungsweise Hahn. Heute nennt man das wohl ‚Bruderhahn‘ und fühlt sich besser dabei als früher, als man vorübergehend vergessen hatte, dass die Nachtzucht zu einem guten Teil männlich ist. Obwohl Vorwerks Zweinutzungshühner sind und demnach eine anständige Legeleistung haben und trotzdem Fleisch ansetzen, kann man die Schlachtkörper natürlich nicht mit denen von Fleischrassen vergleichen – geschweige denn von Masthybriden. Weiterlesen
Schlagwort-Archive: Selbstversorger
Die Ernte geht weiter: nochmals Schlachttag. Enten & Gänse & eine Tausch-Pute
Wie immer zeige ich die Fotos der Schlachtkörper nach dem Klick, der die bewusste Entscheidung, sich tierische Nahrungsmittel anzusehen, unterstreicht. Für alle anderen ein Foto unseres ungefährlichen und trotzdem vom Kleinkind arg strapazierten Adventskranzes sowie gute Wünsche für eine leckere vegetarische oder vegane Vorweihnachtszeit und allzeit eine ausgewogene Nährstoffversorgung.
Weiterlesen
XXL Eierkartons gesucht
Es ist ein lauwarmer Winter und die Flugenten legen bereits seit einigen Wochen wieder Eier. Ende Dezember hätten sie theoretisch dann ein Gelege beisammen und Ende Januar bis Anfang Februar würden die Küken schlüpfen. Viel zu früh.
Ich sammle also zumindest die Eier, die im Stall gelegt werden ein und benutze sie für Kuchen. Gelagert werden müssen sie aber bis dahin auch und da kommt nun das Problem. In den Eierpappen für Hühnereier ist bei Weitem nicht genug Platz für Enteneier und man bekommt den Deckel nicht richtig zu. Fangen noch mehr Enten an zu legen, muss ich die Eierkartons stapeln und mit nicht richtig geschlossenen Deckeln gibt das Stürze und Spiegelei. Weiterlesen
Yacon-Anbau in Norddeutschland
Yacon ist eine Verwandte des Topinambur und kommt ebenfalls aus Südamerika und zwar aus den peruanischen Hochebenen der Anden. Dort wird sie seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel angebaut und wird, wie ich irgendwo aufgeschnappt habe, zum Durst löschen gegessen. Der Geschmack der Speicherwurzeln erinnert uns etwas an eine Mischung aus Nashi und Mango. Von der Nashi das birnige und von der Mango das harzige. Aber da liest man manchmal auch was anderes, mag daran liegen, dass Geschmäcker verschieden sind, meine gehässige Vermutung ist allerdings, dass viele Seiten nur voneinander abschreiben und kaum einer der Autoren Yacon selber probiert hat. Soweit ich informiert bin, ist der Obst-Gemüse-Exot in Europa nicht als Lebensmittel zugelassen weil er hier keine Tradition hat (nicht, weil es nicht gesund wäre). Gedünstet oder gebraten sollen die Wurzeln an Wasserkastanien erinnern. Weiterlesen
Vollwertiger Apfelkuchen
Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich anscheinend noch nie meinen liebsten Apfelkuchen gezeigt habe. Ich backe ihn schon seit vielen Jahren mehrmals pro Saison und er kommt eigentlich immer gut an. Der Vorteil dieses Kuchen ist, dass er vollwertig und nicht so süss ist.
Der Teig wird mit Corn Flakes gemacht, man kann durchaus aber auch Müesli nehmen. Mit Corn Flakes oder Müesli lässt sich bei Kuchenteig ein Teil der Mehl- oder Zuckermenge ersetzen, ausserdem gibt es zusätzliche Ballaststoffe und einen deftigeren oder nussigeren Geschmack. Weiterlesen
Bitte um eure Aufmerksamkeit, Unterstützung & Taler!
Liebe Leser/innen von Landidylle.com,
heute möchte ich Euch ein Projekt vorstellen, was mir am Herzen liegt und dringend finanzielle sowie ‚bloggische‘ Unterstützung gebrauchen kann.
In dem Selbstversorgerforum, in dem ich seit Jahren aktiv bin, tauchte irgendwann Tom auf. Tom fiel durch seine markante Schreibweise und seine reiche Erfahrung im Selbermachen auf. Sei es der Anbau von Gemüse zur Selbstversorgung, das Reparieren von Dingen, die Fähigkeit aus fast nichts und ein wenig Wohlstandsmüll etwas zu bauen oder das Halten von Nutztieren. Weiterlesen
Weidegans im Gemüsebett und gefüllt mit würzigen Semmeln
Wir stellen mal wieder fest, wie privilegiert wir sind, uns mit so gutem Essen selbst versorgen zu können. Diese Gans wuchs bei uns auf, lebte auf der kleinen Streuobstwiese, pflanzte sich fort und wurde anderthalb Jahre alt, bevor sie zum Schlachter ging. Da wir auf Mast verzichten und die Gänse nur Gras weiden, lassen wir üblicherweise erst im Alter von 6-7 Monaten schlachten. Die auf dem Markt angebotenen Gänse sind ja oft noch halbe Küken, wenn sie geschlachtet werden, aber auch unser ‚altes‘ Tier war butterzart. Wir haben den Gänsebraten dieses Mal bei niedriger Temperatur zubereitet, 5 Stunden bei 100°, 1 Stunde bei 175° und 30 Minuten zum kross werden, nachdem sie mit Salzwasser eingepinselt wurde. Ganz zum Schluss wurde die Haut noch mit Honig eingepinselt. Auch der Rotkohl, die Äpfel, die Kartoffeln, die Pastinake, die Eier, der Porree, der Sellerie und die Bohnen kamen aus eigenem Anbau. Weiterlesen
Herbst-Wraps mit selbstgemachtem Guacamole-Dip
Diese Wraps sind folgerichtigerweise überwiegend aus Lagergemüsen entstanden, denn die letzten Salatgurken waren wattig geworden, Tomaten hatten wir ohnehin kaum und hier ist bei Weitem nicht das Wetter für Sommergemüse. Der Rotkohl liegt geerntet im kalten Vorflur und fängt ohnehin langsam an, unansehnlich zu werden. Den Trombincinos gefällt es im Vorflur besser und ich überlege schon spätestens seit der Ernte, wie ich sie verarbeiten könnte. Rote Linsen wollte ich schon lange machen, geschlachtete Hähne warteten im Gefrierschrank auf ihren Einsatz und die Tomatillos wurden zusammen mit gekauften Bio-Avocados zu einer Guacamole-Salsa (Rezept hier) verarbeitet. Es ist also mal wieder ein richtiges Selbstversorger–Essen geworden – wenn man großzügig ist und von den zugekauften Wraps, dem Ahornsirup, Öl und ein paar Gewürzen absieht. Und den Linsen, da will ich nächstes Jahr den Anbau testen. Weiterlesen
Selbst gemachte Guacamole-Salsa mit Tomatillos aus eigenem Anbau
Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal Tomatillos angebaut. Tomatillos gehören traditionell an viele mexikanische Salsas, so auch an Guacamole. Über den Anbau von Tomatillos werde ich sicherlich noch einmal einen gesonderten Artikel verfassen, hier geht es nun erst einmal um das Guacamole-Rezept. Die fertige Guacamole-Salsa wurde dann zusammen mit Lagergemüsen zu einer Herbstkreation eines Wraps verarbeitet. Wahrscheinlich kann man Tomatillos in größeren Städten in Feinkostläden oder auf gut ausgestatteten Märkten bekommen. Hier in der Provinz darf man so ein Sortiment nicht erwarten und es geht nichts über den eigenen Anbau. Der Geschmack der Tomatillos ähnelt dem anderer Physalis-Beeren, frisch, leicht süß, etwas säuerlich und relativ speziell. Weiterlesen
Kartoffel-Pastinaken-Rahmsuppe mit geschmorten Zwiebelringen, Champignons und Speck
Heute zeige ich Euch wieder ein klassisches Selbstversorger-Gericht. Ich bewundere ja immer die exotischen Ingredienzen und Gerichte auf anderen Kochblogs und bin ein wenig neidisch, dass es hier in der Provinz nichtmal einen Teil der Zutaten zu kaufen gibt, aber andererseits bin ich stolz und dankbar, dass wir uns von eigener Hände Arbeit und vom eigenen Land ernähren können könnten und nur wenig zukaufen müssten. Da das Hauptaugenmerk bei uns ja darauf liegt, aus der eigenen Ernte möglichst abwechslungsreiche und leckere Gerichte zu zaubern, und diese Ernte und dieser Anbau nun mal im feucht-kühlen Norddeutschland stattfindet, gibt es hier eher klassisches Arme-Leute-Essen. Aber wir stellen auch fest, dass man mit ein wenig Phantasie und zugekauften Produkten sehr feine Dinge zaubern kann und das in allerbester Qualität. Direkt vom Beet auf den Tisch. Heutzutage ist DAS der wahre Luxus. Weiterlesen









