Auf besonderen Wunsch schiebe ich ein Rezept ein, was sich derzeit leider nicht ganz aus den Erzeugnissen des Gartens herstellen lässt, aber kommt Folientunnel, kommt Okra – hoffe ich. Große Garnelen haben wir hier nicht und die kleinen Garnelen aka Nordsee-Krabben werden immer seltener, sodass man sich selbst als Norddeutscher kaum noch ein Krabbenbrötchen leisten kann. Garnelen sind beim Gumbo nicht unbedingt notwendig, aber sie passen schon mächtig gut. Wer eine nachhaltige Variante bevorzugt, könnte sich an der Zubereitung chinesischer Wollhandkrabben versuchen. Die haben wir hier massenhaft, sie lassen sich sehr leicht fangen und in China sind sie eine Delikatesse. Einzig die Aufbereitung ist wohl etwas speziell, wie man bei Ting Ting lesen kann. Auch dazu habe ich eine Idee, und die wäre die perfekte Überleitung zum Hühnchenfleisch. Wer mich kennt, weiss Bescheid …
Archiv des Autors: Oli
Olis Marinade für gegrillte Rehkeule
Zu einem der Lagerfeuer in jüngster Zeit brachten wir marinierte Rehkeule zum Grillen mit. Obwohl alle Beteiligten Jäger waren oder aus jagdlichen Haushalten kamen, gab es zunächst eine gewisse Skepsis, die allerdings schnell in – ja, man muss es wohl so sagen – Begeisterung umschlug. Von wegen ‚Watt de Bur nie kennt, dat freht he nie‘!*
Auf besonderen Wunsch versuche ich hier nun so eine Art Rezept festzuhalten. Marinaden mache ich meistens nach Gefühl, aber so in etwa wird es was.
Schrecken mit Quecken VIII
Gelegentlich liest man, dass Hobbygärtner sich über knallrotes Wasser in alten Zinkwannen wundern. Nicht abschliessend klären können sie, woran diese Verfärbung liegt. Die einen spekulieren, dass Blutalgen der Grund sein könnten, andere vermuten, dass die Eisenwannen dort wo die Verzinkung schadhaft ist, rosten.
Echter (fermentierter) Holunderblütensekt
In einigen Wochen ist es wieder soweit und der Holunder blüht. Zumindest wird es bei uns hier oben in Norddeutschland noch etwas dauern, in klimatisch privilegierten Regionen und bei guten Sorten mag es schon eher soweit sein. Umso besser, wenn ich rechtzeitig daran erinnere, dass man aus den Blüten einen herrlichen Sekt machen kann!
Gemeint ist hier die echte Variante, bei der die Blüten in Zuckerlösung fermentieren; gelegentlich liest man davon, dass Holunderblütensirup in handelsüblichen Sekt oder Prosecco getan wird.
Welten, wenn nicht Universen trennen einen echten Holunderblütensekt, am besten noch in der Flasche gereift, von mit Holunderblütensirup aromatisiertem Sekt. Letztes Jahr setzte ich 6l Sekt an und 2 Flaschen standen bis vor einigen Tagen noch in der Speisekammer.
Dezentrale Erdkeller in Hochbeeten zur Einlagerung von Obst & Gemüse
Der treue Leser weiss, dass ich seit einigen Monaten kleine, dezentrale Erdkeller teste, die ich in Hochbeete eingegraben habe. Zum einen handelt es sich um Waschmaschinentrommeln von Top-Loadern und zum anderen um eine Auflagenbox.
Natürlich hätten wir auch gerne einen chicen, begehbaren Erdkeller aus Vollziegeln und gestampften Lehmboden. Was wir stattdessen besitzen ist ein abgerissener Stall in Form von Bauschutt auf dem höchsten Punkt des Grundstücks. Dort wäre es trocken. Das restliche Gelände ist mehr oder weniger nass, eher mehr.
Gartenrundgang März
Der Vollständigkeit halber ein schneller und noch wenig ansehnlicher Gartenrundgang aus dem März, der ja nun auch schon wieder einige Wochen zurückliegt. Die Natur entwickelt sich gerade rasant und da wäre es ja ärgerlich, wenn der Beginn des sich wieder regenden Lebens nicht dokumentiert würde.
Willkommen April, mach‘ doch, was du willst!
Mir wurde zugetragen, dass die werte Leserschaft eine (von mir verursachte) Erwartungshaltung bezüglich neuer, amüsanter und interessanter Artikel und Berichte aus dem landidyllischen Leben hat. Das freut mich und das soll auch so sein, denn mir macht der Austausch und das Schreiben sicher ebenso viel Spaß, wie vielen ebender Austausch und das Lesen auf der anderen Seite. Nur zu gerne würde ich euch ungefähr täglich an meinen Aktivitäten in Küche & Garten sowie an meinen Experimenten gespeist aus meiner kindlichen Neugierde und an den Beobachtungen den normalen Wahnsinn betreffend teilhaben lassen aber derzeit ist mein Leben im ‚fast forward-Modus‘. Eine Woche vergeht wie ein Tag, völlig überraschend türmen sich urplötzlich 10 Maschinen Wäsche vor mir auf, das Saatgut musste gestern ausgesät werden, schon wieder den zweiwöchentlichen Abholtermin der Mülltonne verschwitzt, die Steuer ist auch schon wieder fällig, die hungrige Meute will erschreckenderweise abends was essen und irgendjemand erzählte mir, dass demnächst Ostern sei … Weiterlesen
Der Einsatz von Kräutern in der Hühnerhaltung. Gastbeitrag
Heilkräuter benutzen wir manchmal ganz automatisch. Ein Kamillentee hilft wenn der Magen revoltiert, Salbei bei Husten und Fencheltee für Babys Bauchkrämpfe. Folgerichtig ist also, Kräuter auch in der Tierhaltung einzusetzen und Hühnern & Co. ebenfalls die Vorteile der sanften Medizin zukommen zu lassen. Immerhin ist der Organismus von Legehennen im Dauereinsatz weil wir das so hingezüchtet haben und wir tun damit nicht nur etwas für ihr Wohlbefinden, sondern direkt und indirekt auch für die Gesundheit. Nur welche Kräuter sind für Hühnchen geeignet und welches Kraut ist gegen welchen Parasiten, welches Gebrechen oder welchen Wellness-Einsatz gewachsen?
Da weiss die Fachfrau Rat. Denise betreibt eine ganze Webseite zum Thema Hühner-Kräuter und man merkt sofort, dass sie das Wissen nicht nur zusammengesammelt hat so wie es leider manchmal vorkommt, sondern richtig tief in die Materie einsteigt, auf’s Detail achtet und jeden Aspekt beleuchtet. Sowas schätze ich natürlich sehr und ich freue mich, dass sie Landidylle einen Gastartikel zur Verfügung gestellt hat, der euch ein wenig Lust machen soll, auf Hühner-Kräuter.de zu stöbern. Die Webseite ist noch jung aber sowohl grafisch sehr ansprechend, als auch inhaltlich und vom Stil her mein Ding also wünsche ich mir (auch aus Eigennutz), dass sie wächst und gedeiht und uns noch lange als Nachschlagewerk – zu dem sie hoffentlich wachsen wird – erhalten bleibt. Denn neben den erwähnten Vorteilen ist der selbstversorgerische Aspekt nicht zu vernachlässigen: wir können uns einen Großteil unserer Medizin selber machen und sammeln! Und nun hat Denise das Wort!
Beestmilchstuten, Stuten mit Biestmilch
Am Wochenende bekam ich von einer Bäuerin eine ordentliche Portion Biestmilch geschenkt mit dem Hinweis „Da kannst du Biestmilchstuten von machen!“
Vorsichtshalber fragte ich nach, wie sie den Stuten machen würde, könnte ja sein, dass da Insiderwissen mit bei ist. Aber nein, ein ganz normales Stuten-Rezept geht dafür prima, nur wird anstatt der normalen Milch, Biestmilch genommen. Ich weiss davon ja leider nichts, sondern muss mir dieses ganze alte Landwissen neu aneignen. Und Göttin sei Lob und Dank treffe ich oft Menschen, die dieses bereitwillig weitergeben.
Beestmilchstuten also.
Pinienkern-Salzkaramell-Tarte (sowie Fragen zur Überlegung, wie ich Pinienkerne in Norddeutschland ernten kann)
Beim Herstellen der Walnuß-Salzkaramell-Tarte blieb zuletzt immer etwas Teig übrig, mit dem ich experimentierte. Die Kinder-Kuchenform von etwa 15cm Durchmesser erwies sich im Praxistest als wirklich einsatzfähig, also denkt dran: allein schon aus Eigennutz was Vernünftiges kaufen! Pinienkerne hatte ich vom letzten Jahr noch liegen, da wurde es eh Zeit, die mal zu verwerten. Und schon stand der Plan. Diese Pinien-Karamell-Tarte ist noch mächtiger als das Original, ich zumindest konnte davon nur ein halbes Kinderstück essen. Dreijährige hingegen schaffen auch eine ganze Tarte wie ich feststellen musste. Sachen gibt’s. Weiterlesen










