Birnen in Ingwer

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Die Ingwerbirnen, die während des gemeinsamen Arbeitseinsatzes von der Baumfrau und mir entstanden sind, wurden nach einem uralten Rezept hergestellt, welches Doris hier erwähnt hatte. Ich habe bei der Herstellung sowohl eine Kladde geschrieben, als auch die wunderbare Funktion ’schneller Entwurf‘ im Dashboard benutzt, um zu notieren, was ich gerade wie verarbeite – denn meist stehen 2-3 Rezepturen gleichzeitig auf dem Herd, wir haben natürlich ausgiebig geschnackt und zu allem Überfluss hatten wir ausserplanmässig auch die Nachwüchsige bei der Einkoch-Session dabei, weil diese im Kindergarten einen Unfall hatte, abgeholt, beim Arzt vorgestellt und dann zuhause beobachtet werden musste. Langer Rede, kurzer Sinn: Weiterlesen →

Süß-saure Chili-Birnen

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Es ist nach wie vor Erntezeit und somit sind die Tage im Selbstversorger-Haushalt noch ausgefüllter als ohnehin schon. Im Garten müsste einiges gemacht werden, die normalen Alltagspflichten warten aber am wichtigsten ist die Ernte und Verarbeitung der angebauten Lebensmittel – notfalls das Verfüttern an die Tiere – bevor Obst und Gemüse verderben. Bei uns sind nun die Birnen von Birnbaum II soweit, dass sie verarbeitet werden können und die Baumfrau und ich verabredeten uns schon vor einigen Wochen zu einem Ernte- und Verarbeitungs-Einsatz. Nun war es soweit und wir haben festgestellt, dass man zu zweit wesentlich mehr Freude an der Sache hat, die Arbeit nicht so schnell langweilig oder über wird und man sich fast genauso gut unterhalten und austauschen kann während man arbeitet, als wenn man sich ’nur so‘ zum Klönen treffen würde.  Weiterlesen →

Birnen in Würzsirup

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Birnen kocht man am besten ein, wenn sie zwar schon etwas Geschmack und Süße haben, aber auf keinen Fall dann, wenn sie reif sind. Die Konserve würde verderben. Einkochzeiten und -rezepturen sind bei Birnen ebenfalls unterschiedlich je nachdem, welche Sorte in welchem Reifezustand man verarbeitet. Es ist also etwas Erfahrung und Fingerspitzengefühl vonnöten. Wer selber keinen Birnbaum beernten kann aber dennoch selber Birnenkonserven herstellen möchte, kann Kochbirnen oder Backbirnen kaufen. Diese alten Sorten werden erst durch das Kochen oder Backen weich und aromatischer. Das Rezept für diesen Würzsud kann seinen teil dazu beitragen, eingekochten Birnen mehr Aroma zu geben. Weiterlesen →

Schlichter Tomatenketchup

Schnörkelloser Tomatenketchup

Auch wenn einer der Vorteile am selber machen definitiv ist, dass man sich an sämtlichen Geschmacksrichtungen nach Belieben austoben kann und somit vermutlich überproportional viele etwas extravagantere Geschmacksrichtungen ausprobiert als Otto-Normalkäufer, verlangt der Appetit doch auch nach ganz einfachen Dingen. Ein simpler Tomatenketchup ohne Firlefanz aber mit sattem Geschmack fehlte noch in meinem privaten Kochbuch. Zwar ist mein Wildtomaten-Ketchup auch vergleichsweise schlicht, aber alleine durch das Anbraten von Zutaten und den Cassis-Balsamico entstehen Aromen, auf die ich diesmal verzichten wollte. Ein ganz frischer, einfacher Geschmack sollte her. Weiterlesen →

Grüne Tomaten und die Frage nach der Verwertung

Grüne unreife Wildtomaten

Wild UND grün, argh!

Seit Jahren wollte ich mich einmal etwas intensiver mit der Recherche über Giftigkeit von grünen Tomaten beschäftigen, denn immerhin stellt sich bei unserem Klima fast jährlich die Frage, ob man grüne Tomaten rechtzeitig vor der Braunfäule oder dem Frost abernten soll oder auf den grösseren Teil der Ernte verzichten will – nun habe ich kürzlich damit begonnen und bin einer seltsamen Sache auf der Spur.
Eigentlich gibt es 2 Dinge, die ich merkwürdig finde und zwischen beiden liegt jeweils der große Teich:

  1. Zum einen sind die Empfehlungen, ob man grüne Tomaten essen sollte ungefähr diametral entgegengesetzt, je nachdem, ob man sich im deutschsprachigen Raum Europas oder den USA informiert.
  2. Zum anderen sind die Angaben darüber, welcher (schwach) giftige Stoff eigentlich wirklich in grünen Tomaten vorhanden ist ganz unterschiedlich und widersprüchlich.

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Überraschung im Kaninchengehege

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Heute haben wir gemeinsam als Sippe die Tiere ‚ins Bett gebracht‘ damit der Gatte zeitnah zur Jagd verschwinden kann während ich weiter ungestört meinen hausfraulichen Pflichten nachkommen kann. Die Nachwüchsige übte sich im Fährtenlesen (Indianerphase), der Gatte trieb die Gänse und Enten und ich hatte gerade die hungrigen Hühnermäuler gestopft und schnitt noch etwas Futter für die Kaninchen, als plötzlich ganz selbstverständlich ein Kaninchenbaby aus dem Stall gehoppelt kam!
Mir war zwar der vermehrte Appetit der Damen in den letzten Wochen aufgefallen und ich fand auch, dass sie etwas dicke Bäuche bekommen hatten, aber die schlankesten waren sie noch nie und mein Verdacht war vage. Ausserdem befanden sich alle 3 immer ausserhalb des Stalls wenn ich in dem Bereich werkelte und ich hätte gedacht, dass eine säugende Zippe öfter inhäusig ist. Weiterlesen →

Pinđur oder Pindjur – ein mazedonisches Relish aus Paprika und Tomaten

Pindjur selber machen, ein bosnisches Rezept

Vor einiger Zeit begutachtete ich im Laden ein Glas hochwertiges Pindjur mit einer sauberen Zutatenliste, kostete es und war sehr angetan. Natürlich kam sofort die Frage auf, ob ich das nicht auch selber machen könnte. Zwar läuft der Paprika-Anbau echt gut hier, aber von ausgereiften, roten Paprikas kann ich nur träumen. Von Tomaten reden wir lieber nicht, ausser Wildtomaten, darüber können wir reden, aber für eine reelle Portion Pindjur bräuchte ich da schon eine veritable Menge gleichzeitig gereifter Wildtomaten. Pindjur aus eigenem Zutaten fällt also flach solange wir kein Glashaus haben, aber selber machen kann man es ja immerhin. Schon mal, als Trockenübung sozusagen. Weiterlesen →

Honig-Senfgurken (mit Chili und/oder Dill)

Honig-Senfgurken

Nachdem ich letztes Jahr jede Menge Einlegegurken in verschiedenen Würzmischungen fermentiert habe – was die gesündere weil probiotische und natürlichere Variante ist, Gurken zu konservieren – versuche ich mich dieses Jahr wieder an sauren Gurken als Essiggurken. Wobei ich gar nicht genau weiss, ob der Begriff ’saure Gurken‘ klar einer Herstellungsmethode zugewiesen werden kann. Sauer werden die Gurken in jeden Fall, ob man sie im Gärtopf fermentiert oder auf die ‚brutale Art‘ mit einer Essiglösung einkocht.
Es muss vor 2 Jahren gewesen sein, dass ich gutgläubig ein Rezept nachgeahmt habe, was sich auf den ersten Blick ganz gut las und als Ergebnis viel zu saure, verhunzelte Gurken bekam. Dieses Problem scheint öfter aufzutauchen und je mehr man sich umhört, je mehr man bei Grillabenden, an der Gartenpforte, im Schnack mit anderen Hobbygärtnern und Selbstversorgern Rezepte austauscht, umso öfter hört man zähneknirschend, dass die sauren Gurken dann etwas zu sauer geworden sind. Wobei ich mir manchmal auch nicht sicher bin, ob die Leute einen vernünftigen Essig benutzt haben. Wer natürlich Branntweinessig als Zutat benutzt, wird vermutlich nie einen leckeren Sud damit herstellen können – aber zum Entkalken ist das Zeug bombig. Allerdings ist das nur meine Meinung, ihr dürft sehr gerne eine andere haben. Weiterlesen →

Senfgurken mit Senfpaste (und Senfkörnern)

Senfgurken mit Senfpaste

Zu den Dingen, die mich immer wieder überrumpeln gehört neben Weihnachten und anderen Feiertagen auch die plötzliche Reife von massenhaft Obst und Gemüse und die damit verbundene Notwendigkeit, diese zu verarbeiten – wozu man gewisse Zutaten braucht.
Während ich früher, wenn ich als Schulmädchen am Buß- und Bettag alleine vor der Schule stand einfach wieder nach Hause dackeln konnte – oder mit Anne spielen gehen! Anne war eine Weile eine Schwester im Geiste und erschien auch unplanmässig an freien Tagen – während das früher also ging und die Zeit trotzdem träge weiter floß, gerate ich heute etwas mehr ins Rotieren. Rahhh! Wie kann man in einem Selbstversorgerhaushalt zuwenig Senfkörner im Haus haben? Und überhaupt, wieso habe ich kein Saatgut genommen als es da war? Wieso habe ich zuwenig Essig? Zwar habe ich meinen selbst gemachten und verschiedene spezielle, aber ich will die wertvollen Erzeugnisse ja nicht nur irgendwie konservieren, sondern jeweils die bestmöglich passende Variante wählen können.  Weiterlesen →

Gelbe Honig-Bete mit Kurkuma – eine süß-saure Luxus-Konserve

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Einer meiner Vorsätze für’s Gartenjahr 2016 war, sehr viel mehr gelbe Bete anzubauen. Die Mission ist erfüllt. Nachdem das Saatgut letztes Jahr seltsamerweise überhaupt nicht keimte, säte ich dieses Jahr vorsichtshalber etwas dichter. Und siehe da: es sind ungefähr 427% aller Samen aufgelaufen und da ich gleich eine gesamte Hochbeetlänge von 5 m vollgemacht habe, bin ich jetzt stolze Besitzerin von etwa 40Kg gelber Bete. Leider habe ich dieses Jahr kaum etwas davon gegessen, wie meist wenn wir etwas im Überfluss haben. Abgesehen von diesem unschönen Verhalten gibt es da aber auch noch das Krrrrk-Problem. Krk ist tschechisch und bedeutet Hals und ich wette 20Kg gelbe Bete darauf, dass dieser Begriff lautmalerischer Natur ist. Weiterlesen →