Schlagwort-Archive: Selbstversorgung

Willkommen Oktober, mögest du gülden sein.

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Willkommen Oktober, einer meiner liebsten Monate, der Abschluss der schönsten Jahreszeit, die für mich aus dem kühleren Teil des Spätsommers und dem schönen Teil des Herbstes besteht. Ein Oktober mit buntem Laub, frischer, kühler, würziger Luft, wärmenden Sonnenstrahlen, abendlichen Lagerfeuern, der Gewissheit, dass die Speisekammer gut gefüllt ist, kräftigen Eintöpfen aus dem Erntesegen und den ersten Ofenfeuern ist so schnell durch nichts zu toppen.
Nach diesem kalten, verregneten Sommer wäre es ein schönes Geschenk, einen trockenen, goldenen Oktober zu bekommen. Aber ich will nicht undankbar sein, der September war schon eine phantastische Entschädigung; das Wetter war wunderbar, die Ernte reich, der Fleiß groß und wir haben aus den 30 Tagen das beste herausgeholt. Weiterlesen

Haferkuchen mit Birnen und Anis

Birnen-Haferkuchen mit Anis

Seit einigen Tagen ist es hier merklich Herbst geworden. Morgens und abends ist es frisch, tagsüber mit Glück sonnig, klar und warm. Heute aber hat es den ganzen Tag geregnet und nachdem die häuslichen Pflichten erfüllt waren, konnte ich ohne schlechtes Gewissen einen Kuchen backen und gemütlich eingemummelt vor dem Ofen lesen während draussen der Regen ans Fenster peitschte.
Andere hatten den heutigen Feiertag ohnehin schon gemächlich angehen lassen – was mich dazu veranlasste, eben jene Familienmitglieder nach draussen in den Birnbaum zu jagen und noch einige Früchte zu erhaschen. Weiterlesen

Gartenrundgang quer durch den September – mit Schandflecken

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Aus verschiedenen Gründen habe ich es diesen Monat nicht geschafft, einen Gartenrundgang an einem Tag zu fotografieren – also gibt es einen Rundgang quer durch den September.
Zusätzlich macht meine Kamera Probleme, sie fokussiert schlecht, viele Bilder waren unscharf und mussten aussortiert werden und es fehlen Fotos. Beim zoomen selber ‚weiss‘ sie oftmals schon nicht mehr, was sie fokussieren soll und ich überlege langsam wirklich, warum Kameras bei mir eine Halbwertszeit von 10 Monaten haben.

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Hühner-Schaschlik mit gebackenen Kartoffelspalten, buntem Mais & Wildtomaten-Rucola-Salat: Alles aus dem Garten

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Es gibt diese Tage, da passt alles. Man hat den Vormittag gut genutzt*, einen Ausflug gemacht, ein paar entspannte Stunden mit der Familie verbracht und es ist trotzdem noch Zeit, durch den Garten zu streifen und zu ernten. Während der Ernte wird immer klarer, wie das Gericht daraus aussehen soll, schnell noch die Mistforke geschwungen und ein paar Kartoffeln ausgebuddelt und siehe da: es ist immer noch genug Zeit, um in Ruhe das Abendessen zuzubereiten. Weiterlesen

Birnen in Ahornsirup

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Das Rezept für die Birnen in Ahornsirup stammt mal wieder aus dem Koch- und Einmachbuch ‚Gartenfrische Vorräte durchs ganze Jahr‘ von Nora Carey (DuMont). Die fertige Konserve kann im Winter als Füllung für Torten und Kuchen benutzt werden oder pur mit Sahne als Dessert.
Je nachdem wie gut die Quelle für Ahornsirup ist (glücklich die, die in Neuengland wohnen), wie locker das Portemonnaie sitzt und wie man es mag, kann man hier prima das Verhältnis von Ahornsirup zu Zucker anpassen und zugunsten von ersterem verschieben. Weiterlesen

Birnen in braunem Zuckersirup (mit Karamellnote)

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Vor 3 Jahren habe ich bereits im Telegrammstil kurz die Anweisung für Birnen in Sirup veröffentlicht; damals war ich ziemlich schwanger – wer die Umstände kennt, wird sich über nichts wundern – und anscheinend waren die Birnen später im Jahr reif. Ganze 3 Wochen später habe ich das ‚Rezept‘ veröffentlicht. Interessant. Dieses Jahr hat die Baumfrau zum Ernte- und Verarbeitungseinsatz einen wirklich ausgesprochen leckeren braunen Zucker mitgebracht, der eine starke Karamellnote hat und vorgeschlagen, darin Birnen einzumachen. Ganz einfach.
Und auch wenn ich es nicht mehr am gleichen Tag geschafft habe, die Birnen auf diese Art zuzubereiten, habe ich es natürlich dennoch später gemacht und kann verkünden: Regina, deine Birnen in braunem, karamelligem Zuckersirup sind fertig! Weiterlesen

Birnen in Ingwer

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Die Ingwerbirnen, die während des gemeinsamen Arbeitseinsatzes von der Baumfrau und mir entstanden sind, wurden nach einem uralten Rezept hergestellt, welches Doris hier erwähnt hatte. Ich habe bei der Herstellung sowohl eine Kladde geschrieben, als auch die wunderbare Funktion ’schneller Entwurf‘ im Dashboard benutzt, um zu notieren, was ich gerade wie verarbeite – denn meist stehen 2-3 Rezepturen gleichzeitig auf dem Herd, wir haben natürlich ausgiebig geschnackt und zu allem Überfluss hatten wir ausserplanmässig auch die Nachwüchsige bei der Einkoch-Session dabei, weil diese im Kindergarten einen Unfall hatte, abgeholt, beim Arzt vorgestellt und dann zuhause beobachtet werden musste. Langer Rede, kurzer Sinn: Weiterlesen

Süß-saure Chili-Birnen

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Es ist nach wie vor Erntezeit und somit sind die Tage im Selbstversorger-Haushalt noch ausgefüllter als ohnehin schon. Im Garten müsste einiges gemacht werden, die normalen Alltagspflichten warten aber am wichtigsten ist die Ernte und Verarbeitung der angebauten Lebensmittel – notfalls das Verfüttern an die Tiere – bevor Obst und Gemüse verderben. Bei uns sind nun die Birnen von Birnbaum II soweit, dass sie verarbeitet werden können und die Baumfrau und ich verabredeten uns schon vor einigen Wochen zu einem Ernte- und Verarbeitungs-Einsatz. Nun war es soweit und wir haben festgestellt, dass man zu zweit wesentlich mehr Freude an der Sache hat, die Arbeit nicht so schnell langweilig oder über wird und man sich fast genauso gut unterhalten und austauschen kann während man arbeitet, als wenn man sich ’nur so‘ zum Klönen treffen würde.  Weiterlesen

Rettich-Sirup als Hustensaft. Ein Versuch mit langem, weißen Sommer-Rettich.

Hustensirup aus Neckerruhm weiß Tempus fugit irreparabile wie wir alle wissen und zumindest in meinem Leben wird es immer schlimmer. Es ist nun also schon wieder eine ganze Weile her, dass wir hier auf Landidylle.com über Hustensirup aus Sommerrettich gesprochen haben. Ich habe mich zwischenzeitlich als Versuchskaninchen geopfert – dazu eigne ich mich mit meinen ständigen Infekten nämlich hervorragend – und will nun endlich berichten. Altbekannt ist Rettichsirup aus rundem, schwarzen Winterrettich als antibakterielles Hustenmittel. Das gleiche gilt für Zwiebelsirup. Man kann beides mit Zucker, respektive Kandis ansetzen oder mit Honig und natürlich lassen sich Zwiebeln und Rettich auch mischen, ich würde allerdings – wie meistens – empfehlen, eine Droge zur Zeit anzumischen und zu testen. Weiterlesen

Die bei den Zwiebeln schläft

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‚Die bei den Zwiebeln schläft‘ hat heute nur ein paar kurze aber wesentliche Beobachtungen mit euch zu teilen.
1. Szenario: es regnet und regnet und regnet seit Wochen unablässig. Ab dem Augenblick, wo du Zwiebeln und Schalotten in Horden im Schlafzimmer aufgestellt hast, um sie dort zu trocknen beginnt der Sommer. Es wird keine Regenwolke mehr gesehen, es wird ernsthaft warm, nicht mal ein extremes Weichei würde auf die Idee kommen, den Ofen anzufeuern.

Fragen: was passiert, wenn ‚Die bei den Zwiebeln schläft‘ den Kram in den Garten räumt? Und wer von euch ist (eventuell sadistischerweise) dafür, dass sie es testet?

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