Schlagwort-Archive: Selbstversorgung

Zwiebelhonig gegen Atemwegserkrankungen

Zwiebelhonig als Schleimlöser

Weiter geht es mit der Sammlung von Hausmitteln bei Erkältungen. Noch bekannter als Rettichsirup scheint Zwiebelhonig zu sein. Die Arten der Zubereitung unterscheiden sich dabei, teilweise wird aufgekocht, manchmal zuerst aus der Zwiebel zusammen mit Wasser ein Sud hergestellt. Auch über die Haltbarkeit gibt es verschiedene Angaben. Gerade heute telefonierte ich mit einer Bekannten, die auch noch über altes volksmedizinisches Wissen verfügt, bei ihrer Großmutter stand das Glas mit Zwiebelhonig auf dem Herd parat.
Ich zeige also das Rezept, was ich kenne und würde vorschlagen, dass wir andere Zubereitungsarten in den Kommentaren sammeln, die kann ich später im Artikel auflisten. Weiterlesen

Endlich mal: Eine beheizte Wintertränke im Hühnerstall

Wintertränke beheizt mit Kerze, ein Erd-Stövchen

An sich nicht der Rede wert, wäre es nicht so traurig, dass ich es jetzt erst geschafft habe, eine Wintertränke für die Hühner zu konstruieren zusammen zu pfuschen. Bislang schleppte ich je nach Temperatur zweimal am Tag warmes Wasser in die Voliere. Legehennen müssen zwingend immer ausreichend Wasser zur Verfügung haben, sie haben einen Hochleistungskreislauf der sie zwingt 70 bis über 90% Eier zu legen und nur wenn ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden kann, können Eier produziert werden. Ziemlich logisch. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Problem von einfrierenden Hühnertränken zu lösen, ich habe mich für eine günstige low tech-Variante entschieden. Weiterlesen

Auf der Suche nach den Judasohren & Überlegungen dazu. Ein Spaziergang durch Holunder & Spülfelder

Feuchte Wiesen mit Wollgras und Rohrkolben

Der Januar ist kein schlechter Monat, um Judasohren (Auricularia auricula-judae) zu sammeln. Nicht schlechter als jeder andere Monat zumindest – und da der gewöhnliche Selbstversorger im Winter weit weniger mit dem Garten und der Verarbeitung etwaiger Ernten zu tun hat, sondern eher mit dem Verzehr selbiger und dem Anfeuern von Öfen sowie der Lektüre von spezifischer Literatur und der Anbauplanung – ist der Januar sogar weit besser geeignet. Soweit zumindest die Theorie. In der Praxis werden meine Bücherstapel kaum niedriger und auch die Anbauplanung steht noch nicht. Der Verzehr von Speisen läuft hingegen gewohnt gut und zu diesem Behufe habe ich mich mit dem Nachwuchs auf den Weg gemacht, um Nachschub zu sichern. Wenn man schon nicht erntet, kann man ja wenigstens sammeln oder jagen. Weiterlesen

Traditionelle Dithmarscher Winterkost: Geschmortes Lamm auf Weißkohl mit Kartoffeln

geschmorter-kohl-lamm

Es mag nicht besonders schmuck aussehen, dafür ist dieses traditionelle Schmorgericht ein Gaumenschmaus und eine klassische Winterkost im echten Norden. Hier, wo der Kohl besonders gut gedeiht und wo es quadratkilometerweise Land gibt, welches nicht direkt für den Anbau von Nahrung genutzt werden kann, sondern nur über den Umweg Schafhaltung.
Ob zur Deichpflege, auf den feuchten Salzwiesen oder im Hinterland: Schafe prägen das Landschaftsbild von Dithmarschen und Nordfriesland und sind unverzichtbar für die Landschaftspflege. Aber natürlich gehören sie auch seit Alters her zur traditionellen norddeutschen Küche wie Kohl, Mehlbüdel und Fliederbeersuppe. Weiterlesen

Preiswert Essen

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke

„Preiswert Essen“ heißt für mich intelligent & kreativ, durchdacht und vorbereitet zu kochen. Und schmackhaft! Preiswertes Essen sättigt Leib und Seele.

„Billiges“ Essen (also billig eingekauft) macht meist weder satt noch befriedigt es. Meine Erfahrung: Von gutem Essen brauche ich nur einen Teller und bin zufrieden und gesättigt. Von „billigem“ Essen brauche ich mehr und bin eher „voll“ als satt.

Ein Schwank aus meiner beruflichen Vergangenheit: Bis vor einem Jahr war ich beruflich oft unterwegs. Am genießbarsten war das Essen in Familiengeführten 3* Hotels auf dem Land. Am schlechtesten (auch wenn es optisch gut präsentiert und von der Auswahl vielfältig war) in 5* Kettenhotels in der Stadt. Nach diesen Edel-Speisungen merkte ich meist, dass ich öfter mal aufstoßen musste, einen vollen Bauch hatte und am nächsten Tag nicht so vital wie gewohnt war. Einmal hatte ich mehrere Übernachtungen in so einem berühmten Hotel und gleichzeitig beruflich einen sehr herausfordernden Termin. Gottseidank war am Abend etwas Zeit, ich konnte im nahegelegenen Park spazierengehen – und sammelte Wildkräuter wie Brennessel, Giersch, Taubnessel, Spitzwegerich. Ich hab‘ mich dann einfach getraut, bin mit meinem Kräuterstrauß ins Restaurant und bat darum, den Koch sprechen zu dürfen. Der kam auch und ich fragte ihn, ob er mit meinen Kräutern mir ein Omelett zubereiten würde. Der zuckte nicht mit der Wimper (das haben die wohl in diesen Edelketten gelernt) und machte mir ein überaus schmackhaftes Omelett. Danach ging es mir wieder richtig gut! Später erfuhr ich, dass die in dieser Art von Kettenhotels überwiegend Convienence (wie schreibt man das eigentlich?) Produkte benutzen, nix frisch, alles schon vorbereitet, abgepackt – aber hübsch präsentiert. Bähh!  Weiterlesen

Wintereintopf I (Grundrezept)

Ein- bis zweimal pro Woche gönne ich mir im Winter einen Eintopf aus Vorräten, der für 2 Tage hält.

Das Rezept ist jedes Mal das Gleiche, aber mit anderen Zutaten Das Tolle an diesem Eintopf ist: Er schmeckt jedes Mal anders und immer wieder super lecker. Ich muss nicht einkaufen gehen, weil ich alles im Hause habe – und was gerade nicht da ist, ersetze ich kreativ. Die Zutaten sind, da der Jahreszeit entsprechend, sehr preiswert. Und nicht zuletzt ist er gesund und wärmt.

Für den Eintopf verwende ich nur Eingelagertes, Eingekochtes, das was noch im Garten ist und regional zugekaufte Vorräte. Regional kaufe ich Fleisch und Wurst, Porree (der eigene Porree wurde dieses Jahr von Ungeziefer heimgesucht) und Knollensellerie sowie (Weiß-)kohl, die bislang bei mir im Garten nichts wurden oder mir zu aufwändig im Anbau sind. Weiterlesen

Gartenrundgang Mitte November im Eis

Eiskristalle wachsen

Ein kurzer Gartenrundgang mit Fotos von heute morgen um 7 Uhr. Wie man an den Eiskristallen sehen kann, haben wir eine feuchte Kälte, die unangenehm beisst. Die Kristalle wachsen durch Feuchtigkeit in der Luft  von Tag zu Tag weiter. Heute zog am Vormittag ein recht starker Nebel auf und am Nachmittag kam die Sonne dazu noch heraus. Als wir über Land fuhren, zeigten sich uns also herrliche Bilder von weißen frostigen Landschaften im kalten, weißen Nebel und angestrahlt von der Sonne. Natürlich war die Kamera zuhause. Demnach also nur ein paar Impressionen aus dem leeren Garten ohne Tiere. Weiterlesen

Gartenrundgang quer durch den Oktober

Zaungucker

Die Zeit rennt mal wieder, im Oktober gab es zunächst Dauerregen, dann Dauernebel, zuletzt ein paar wirklich schöne, warme und bunte Tage und nun ist er schon wieder um. Ich zeige also, genau wie letzten Monat, mehrere Gartenrundgänge in Schleifen und es gibt dieses Mal extra tiefe Einblicke in die Krötenquartiere, Igelunterkünfte, Abenteuerspielplätze und Materiallager aka Schandflecken. Das wirklich befriedigende an den Schandflecken ist, dass mit jedem einzelnen der verschwindet, ein neues Projekt angefangen oder sogar vollendet wird und sich so ein doppelt neuer Blick ergibt. Ein Schandfleck weniger heisst meistens auch, dass wieder etwas mehr Struktur im Garten geschaffen wurde, ein Meilenstein auf dem Weg erreicht.
Im Übrigen freue ich mich zu sehen, dass einige Gartenblogger die Idee aufgegriffen haben. Weiterlesen

Quittenmus mit Ziegenkäse als Dessert & das Quittenmus-Rezept

Quittenmus mit Ziegenfrischkäse

Das Quittenmus bekommt einen sehr feinen, zarten Geschmack und kann wie Apfelmus verwendet werden – hat aber natürlich das duftige Quittenaroma. Die Schalen und Kerngehäuse, in denen viel Pektin und viele Aromastoffe sitzen, werden in diesem Fall nicht mit verwendet, das Mus ist also nicht so fest wie andere Quittenprodukte und hat nur einen feinen, unaufdringlichen Quittengeschmack.
Es passt gut als Beilage zu Pfannkuchen, sicherlich auch auf einem Kuchen aber besonders gut gefiel es uns auch in Kombination mit Ziegenfrischkäse. Weiterlesen

Vor dem Frost

Gänse warten auf Fallobst

Gänse warten auf Fallobst

Vor 2 Tagen, als wir abends die Tiere ins Bett brachten, machte ich wie ferngesteuert einen Abstecher zu den Wildtomaten und verlor mich dort. Ich erntete soviele reife und halbreife Tomaten wie in meine Schüssel passten während Vater & Tochter sich um Enten und Gänse kümmerten.
Am nächsten Morgen, als ich früh meine Runde drehte war klar, dass es wieder funktioniert hatte: instinktsicher ernte ich eigentlich immer am Abend vor dem ersten Frost meine Tomaten ab, das war 2009 schon so, als dieses Blog entstand, ich noch in Tschechien gärtnerte und ein Gewächshaus hatte und es bleibt so.
Rauhreif* überzog die Gräser, eine frische kalte Herbstluft stand klar in den Senken und ich beschloss nun langsam die Exoten zu versorgen bevor sie Schaden nehmen.
‚Vor dem Frost‘ meint also nicht den gleichnamigen Thriller von Henning Mankell (den man jetzt zur dunkleren Jahreszeit mal wieder lesen könnte), sondern die Arbeiten, die ich schnell eingeschoben habe für den Fall, dass es bald den ersten ernstzunehmenden Frost gibt.
Schön, wenn man sich weitestgehend auf das Gefühl verlassen kann. Weiterlesen