Herrje, kaum zu glauben, dass der Beitrag über das ausgebüxte Kaninchen schon wieder fast einen Monat her ist! Nach eurer Anteilnahme wollte ich ja kurz berichten, wie es ausging. Also: Freilauf funktioniert hier in diesem Setting nicht. Leider.
Es wären ja genug Gräser, Kräuter und Stöckchen zum Knabbern da, genug zumindest für ein paar Dutzend Karnickel – aber eben nicht für ein Feinschmecker-Kaninchen.
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Das Badezimmer (mit vorher-nachher-Bildern)
Zur Abwechslung gibt es endlich mal Fotos von einem (fast) fertigen Raum. Auf die Dauer sind die Bilder von bröckelndem Putz, Schiet und Dreck ja frustrierend und jemand könnte auf die Idee kommen, dass wir in einem Rattenloch hausen. Was die Ordnung und den Status der Baustellen und Nebenbaustellen in diesem Haus angeht tun wir das auch – denke ich gelegentlich – aber auf höherem Niveau als früher. Und letztlich ist das Leben auf einer Baustelle mit Selbstversorgerwirtschaft und einem über die Maßen aktiven kleinen Kind vielleicht auch einfach dazu angetan etwas chaotischer zu sein.
Wir beginnen mit dem Bad. Dass ich der ganzen Welt einmal mein Badezimmer zeigen würde, hätte ich zunächst auch nicht gedacht, aber es macht wirklich Spaß die Sanierung und Renovierung Revue passieren zu lassen und zumindest einige der Geschichten aufzuschreiben. Wie ich sicherlich schonmal erwähnt habe ist mein Gedächtnis in gewisser Hinsicht ein Sieb und dafür, dass mir ziemlich oft kuriose Dinge passieren und seltsame Menschen begegnen, habe ich viel zu viel davon vergessen. Vielleicht sollte ich das alles einfach verbloggen. Weiterlesen
Frischer Wind und Verstärkung, die Baumfrau kommt
Ich freue mich euch berichten zu können, dass die Baumfrau ihr umfangreiches Wissen und ihre praktischen Erfahrungen mit uns teilen will, hier auf Landidylle.com.
Hinter dem Pseudonym ‚Baumfrau‘ welches einigen hier sicher aus den Kommentaren und anderen aus dem Selbstversorgerforum bekannt ist steckt Regina. Aufgewachsen in einer der schönsten Gegenden Schleswig-Holsteins, wo ihre Eltern eine respektable Selbstversorgerwirtschaft aufgebaut haben.
Von Haus aus gelernte Gärtnerin machte sie dann erfolgreich einen längeren Ausflug in die akademische Welt der Wirtschaft, stellte aber für sich fest, dass diese Modelle und dieses Leben nicht echt sind. Weiterlesen
Kombucha und Kombucha-Essig selber herstellen
Wahrscheinlich kennen die meisten von euch Kombucha, denn vor ein paar Jahren war das Zeug ziemlich in. Allerdings verhält es sich hier genauso wie bei allen anderen Fermenten: das tote, pasteurisierte Zeug aus dem Supermarkt hat mit dem lebenden Original nicht viel gemein. Das gilt für Buttermilch ebenso wie Molke, Butter wie Kombucha, Sauerkraut wie Quark, wie Joghurt, wie Ginger Ale, wie Kefir etc. etc.
Während man beim wilden Fermentieren von z.B. Sauerkraut und Kimchi auf die natürlich vorkommenden Mikroorganismen aus der Umgebung zurückgreift, nährt man bei Kombucha (und Kefir, Ginger root beer, Wasserkefir) die SCOBYs, die die Fermente herstellen. Ein SCOBY (symbiotic colony of bacteria and yeast) besteht aus den symbiotisch miteinander lebenden Mikroorganismen (Hefepilze & Bakterien wie Milchsäurebakterien) die gemeinsam in Strukturen aus Eiweißen, Fetten und langkettigen Zuckern leben – wie zum Beispiel der Kefirknolle – und diese und sich selbst auch vermehren. Weiterlesen
Ofengemüse. Fast noch lebendig.
Ofengemüse geht eigentlich immer oder? Im Winter kommen die Lagergemüse wie Kartoffeln, Topinambur, Rüben, Beten und Süßkartoffeln auf das Blech, im Sommer und Herbst die ganze große Fülle an Wurzeln und Knollen, die jetzt alle auf einmal reif sind. Im Frühjahr hingegen ist das Sortiment für Ofengemüse etwas spärlicher, die letzten Kürbisse schmecken perfekt vom Blech und mit Glück finden sich noch andere restliche Lagerbestände aber draussen sind eher die Blattgemüse und Wildkräuter fertig, da ist nichts zu holen.
Derzeit schöpfen wir aber aus dem vollen, leben wie die Maden im Speck. Weiterlesen
Sopaipillas pasadas con Chancaca
Sopaipillas an sich scheinen ein ziemlich abwechslungsreich einsetzbares Essen zu sein, es gibt sie mit Hefe und mit Backpulver hergestellt, gefüllt und ungefüllt, herzhaft und süß. In ihrer Heimat Chile werden sie wohl (wie der Namensbestandteil pasadas vermuten lässt) als Snack, als Street Food angeboten. Chancaca ist eine gewürzte Sauce, eingedickt oder auch nicht, aus Zuckerrohr. Sopaipillas con Chancaca sind also die Pfannkuchen – oft werden sie auch als chilenisches Brot oder Brötchen bezeichnet – mit dieser Sauce bzw. in dieser Sauce. Wahrscheinlich fragt sich ein jeder, der dieses Gericht zum ersten Mal sieht oder liest, ob nicht verdammt viele Kalorientierchen darin wohnen und ich denke, man kann mit Gewissheit sagen: Ja! Dieses Mahl gehört zu den alimentären Exzessen, die man sich vor allem in Hinblick auf seine Bauchspeicheldrüse nur gelegentlich antun sollte. Allerdings geht es einem nach dem Genuss nicht schlecht, ‚Death by Chocolate‚ beispielsweise ist da um einige Klassen körperverletzender. Weiterlesen
Kalk für’s Huhn, wenn man das Futter selber mischt
Mehr noch als Menschen brauchen Hühner eine recht ausgewogene Ernährung, denn unsere Haushühner sind weit von dem normalen Lebensstil ihrer Vorfahren entfernt, die nur etwa 15 Eier im Jahr legen. Ich maße mir nicht an ein Hühner-Ernährungsprofi zu sein und es gibt im Internet wirklich ausreichend richtig gute Webseiten, die sich mit dem Thema beschäftigen, aber ich will mal eben im Schnelldurchlauf erzählen, wie wir es machen. Speziell für Ismail.
Füttert man gekauftes Legemehl ist dieses üblicherweise ausgewogen, es muss nichts zugefüttert werden UND es darf an sich auch nichts zugefüttert werden – denn damit bringt man die Nährstoffzusammensetzung natürlich durcheinander. Ist das Legemehl oder Legekorn kein Alleinfuttermittel, steht entweder auf der Packung wieviel von was zugefüttert werden kann oder der nette Verkäufer im Landhandel kann Auskunft geben oder, wie in unserem Fall, die nette Bäuerin vom Biohof. Weiterlesen
Marinade für gegrilltes Wildbret (und Gemüse) nach Art der geduldigen Jägersgattin
Geduldig sollte man als Partner einer Jägerin oder eines Jägers schon sein. Denn anders als es gewisse Aufrührer uns weis machen wollen, geht der Jäger nicht in Wald und Flur, ballert das erstbeste Stück Wild ab, wiederholt dies nach Belieben wöchentlich und schleppt auf breiten Schultern grunzend zentnerweise Beute in die Höhle. Die Realität ist eher, dass man je nach Revier und Einsatzbereitschaft 2-3 Stück Rehwild im Jahr in die Truhe bekommt und diese nach wochen- oder monatelangem beobachten geschossen werden, nachdem die Jäger des Reviers von der unteren Jagdbehörde erzählt bekommen haben, wieviel Rehwild von welcher Sorte geschossen werden muss. Dann einigt man sich darauf, wer dieses Jahr wieviel und was schiessen darf und dann braucht es noch Geduld und Glück. Erfahrung schadet auch nicht. Bei Hochwild sieht das ähnlich aus, bei Wildschweinen anders. Aber darum geht es hier ja nicht. Sondern um das, was nach der Geduld und der althergebrachten Fleischbeschaffung wider der Massentierhaltung und Tiertransporten zum Schlachthof kommt.
Diese Marinade passt unserer Meinung besonders gut zu Wildschwein und Reh, aber auch als Marinade für gegrillte Zucchini, Auberginen und Süßkartoffeln macht sie sich sehr gut. Weiterlesen
Das alte Haus wird in den Rohbau-Zustand versetzt
Ich weiss, dass einige von euch diesem nächsten Beitrag über die Sanierung des Resthofes entgegenfiebern (bei uns heisst das dibbern). Nun will ich versuchen an den letzten Beitrag anzuknüpfen, in welchem ich euch das Haus von innen im Kaufzustand gezeigt habe.
Es gab also jede Menge zu tun und etwa 6 Monate Zeit bis die Umzugswagen anrollten. Es musste erstmal entkernt werden. Denn bei einem solchen Vorhaben gilt: ist der Rohbau-Zustand erreicht, hast Du schon viel gewonnen und jede Menge Arbeit und Geld investiert. Ab da kennt man die Verhältnisse ausreichend, die Materialien, die Statik, kann logisch die Arbeiten aufeinander folgen lassen und hat voraussichtlich die schlimmsten Überraschungen schon erlebt. Weiterlesen
Zucchini-Bratlinge mit Sauerrahm-Karamellzwiebel-Dip
Trotz widrigen Wetterbedingungen haben wir bereits Zucchini satt. Dank Mist-Hochbeet und dem Finden einer geeigneten Sorte für unsere Garten- und Klima-Voraussetzungen hier können wir von einer Pflanze bereits täglich ernten, eine weitere der gleichen Sorte produziert immerhin alle paar Tage und eine andere Sorte auf einem anderen Mistbeet kämpft noch wacker gegen Schnecken und Nährstoffklau von Seiten des benachbarten Mais.
Auch Zwiebeln können bereits im großen Stil geerntet werden sowie rote Bete. All‘ das (und ein wenig zugekauftes aus dem Hofladen) habe ich zu einem wirklich wunderbaren Gericht kombiniert. Probiert das unbedingt aus! Weiterlesen








