Sopaipillas an sich scheinen ein ziemlich abwechslungsreich einsetzbares Essen zu sein, es gibt sie mit Hefe und mit Backpulver hergestellt, gefüllt und ungefüllt, herzhaft und süß. In ihrer Heimat Chile werden sie wohl (wie der Namensbestandteil pasadas vermuten lässt) als Snack, als Street Food angeboten. Chancaca ist eine gewürzte Sauce, eingedickt oder auch nicht, aus Zuckerrohr. Sopaipillas con Chancaca sind also die Pfannkuchen – oft werden sie auch als chilenisches Brot oder Brötchen bezeichnet – mit dieser Sauce bzw. in dieser Sauce. Wahrscheinlich fragt sich ein jeder, der dieses Gericht zum ersten Mal sieht oder liest, ob nicht verdammt viele Kalorientierchen darin wohnen und ich denke, man kann mit Gewissheit sagen: Ja! Dieses Mahl gehört zu den alimentären Exzessen, die man sich vor allem in Hinblick auf seine Bauchspeicheldrüse nur gelegentlich antun sollte. Allerdings geht es einem nach dem Genuss nicht schlecht, ‚Death by Chocolate‚ beispielsweise ist da um einige Klassen körperverletzender. Weiterlesen
Kalk für’s Huhn, wenn man das Futter selber mischt
Mehr noch als Menschen brauchen Hühner eine recht ausgewogene Ernährung, denn unsere Haushühner sind weit von dem normalen Lebensstil ihrer Vorfahren entfernt, die nur etwa 15 Eier im Jahr legen. Ich maße mir nicht an ein Hühner-Ernährungsprofi zu sein und es gibt im Internet wirklich ausreichend richtig gute Webseiten, die sich mit dem Thema beschäftigen, aber ich will mal eben im Schnelldurchlauf erzählen, wie wir es machen. Speziell für Ismail.
Füttert man gekauftes Legemehl ist dieses üblicherweise ausgewogen, es muss nichts zugefüttert werden UND es darf an sich auch nichts zugefüttert werden – denn damit bringt man die Nährstoffzusammensetzung natürlich durcheinander. Ist das Legemehl oder Legekorn kein Alleinfuttermittel, steht entweder auf der Packung wieviel von was zugefüttert werden kann oder der nette Verkäufer im Landhandel kann Auskunft geben oder, wie in unserem Fall, die nette Bäuerin vom Biohof. Weiterlesen
Marinade für gegrilltes Wildbret (und Gemüse) nach Art der geduldigen Jägersgattin
Geduldig sollte man als Partner einer Jägerin oder eines Jägers schon sein. Denn anders als es gewisse Aufrührer uns weis machen wollen, geht der Jäger nicht in Wald und Flur, ballert das erstbeste Stück Wild ab, wiederholt dies nach Belieben wöchentlich und schleppt auf breiten Schultern grunzend zentnerweise Beute in die Höhle. Die Realität ist eher, dass man je nach Revier und Einsatzbereitschaft 2-3 Stück Rehwild im Jahr in die Truhe bekommt und diese nach wochen- oder monatelangem beobachten geschossen werden, nachdem die Jäger des Reviers von der unteren Jagdbehörde erzählt bekommen haben, wieviel Rehwild von welcher Sorte geschossen werden muss. Dann einigt man sich darauf, wer dieses Jahr wieviel und was schiessen darf und dann braucht es noch Geduld und Glück. Erfahrung schadet auch nicht. Bei Hochwild sieht das ähnlich aus, bei Wildschweinen anders. Aber darum geht es hier ja nicht. Sondern um das, was nach der Geduld und der althergebrachten Fleischbeschaffung wider der Massentierhaltung und Tiertransporten zum Schlachthof kommt.
Diese Marinade passt unserer Meinung besonders gut zu Wildschwein und Reh, aber auch als Marinade für gegrillte Zucchini, Auberginen und Süßkartoffeln macht sie sich sehr gut. Weiterlesen
Das alte Haus wird in den Rohbau-Zustand versetzt
Ich weiss, dass einige von euch diesem nächsten Beitrag über die Sanierung des Resthofes entgegenfiebern (bei uns heisst das dibbern). Nun will ich versuchen an den letzten Beitrag anzuknüpfen, in welchem ich euch das Haus von innen im Kaufzustand gezeigt habe.
Es gab also jede Menge zu tun und etwa 6 Monate Zeit bis die Umzugswagen anrollten. Es musste erstmal entkernt werden. Denn bei einem solchen Vorhaben gilt: ist der Rohbau-Zustand erreicht, hast Du schon viel gewonnen und jede Menge Arbeit und Geld investiert. Ab da kennt man die Verhältnisse ausreichend, die Materialien, die Statik, kann logisch die Arbeiten aufeinander folgen lassen und hat voraussichtlich die schlimmsten Überraschungen schon erlebt. Weiterlesen
Zucchini-Bratlinge mit Sauerrahm-Karamellzwiebel-Dip
Trotz widrigen Wetterbedingungen haben wir bereits Zucchini satt. Dank Mist-Hochbeet und dem Finden einer geeigneten Sorte für unsere Garten- und Klima-Voraussetzungen hier können wir von einer Pflanze bereits täglich ernten, eine weitere der gleichen Sorte produziert immerhin alle paar Tage und eine andere Sorte auf einem anderen Mistbeet kämpft noch wacker gegen Schnecken und Nährstoffklau von Seiten des benachbarten Mais.
Auch Zwiebeln können bereits im großen Stil geerntet werden sowie rote Bete. All‘ das (und ein wenig zugekauftes aus dem Hofladen) habe ich zu einem wirklich wunderbaren Gericht kombiniert. Probiert das unbedingt aus! Weiterlesen
Schrecken mit Quecken Teil VII
Auch der siebente Teil der geliebten Serie hält unfassbare Tatsachen über Quecke parat, zumindest für Menschen mit zahmen Gärten. Diese können sich gemeinhin nicht die Wuchskraft und Widerstandsfähigkeit unserer Monsterquecken vorstellen. Ich erwähnte sicherlich im Nebensatz schonmal, dass unsere Quecke auch fast fingerdicke Stränge in purem Sand bildet. (Dass sie eingesperrt in Eimer mit Deckel, nachdem sie über Winter eingefroren war unter Wasser weiterwächst, hatte ich ja berichtet und gezeigt). Weiterlesen
Blätterteig Caprese Stückchen
Zumindest fast. Diese Blätterteig-Stückchen sind eine wahre Wunderwaffe gegen Appetit und Hunger unter Zeitnot. Während die einen derzeit den Sommer geniessen und schnell ein leichtes aber leckeres Essen auf den Tisch bringen wollen, nutzen die anderen die Regenpausen, um trockenen Hauptes Tiere und Nutzgarten zu versorgen. Ein weiterer Vorteil neben der Tatsache, dass diese Teilchen sehr schnell gemacht und extrem lecker sind ist, dass sie total flexibel belegt werden können und man auch frisch geerntete Kleinigkeiten gut unterbringen kann. Die ersten Tomaten, die dicken aber noch nicht ausgereiften Zwiebeln, Rucola, Basilikum schnell bevor er blüht, Rosmarin und Thymian sowieso, Oregano, Mangold – alles immer schön auf einer leckeren Mozzarellaschicht gebettet und schnell in den Ofen geschoben. Weiterlesen
Willkommen Juli, Rapport, Meldung (und Küchenkunst)

Wirsing und rote Zwiebeln vor Wirsing mit roten Zwiebeln.
Herzlich Willkommen Juli, Du Monat früherer Hitzewellen, der ungefähr einzige Monat, in dem es in Schleswig-Holstein auch abends und nachts nicht wirklich abkühlte. Man schlief unter dünnen Laken, die Menschen waren knackebraun oder krebsrot, über dem Asphalt flimmerte die Luft, mein Vater begoss die Steinplatten auf der Terrasse, damit wir uns die Kinderfüße nicht verbrannten, jeden Tag war Grillwetter und in der Schule gab es Hitzefrei.
Heute hingegen gibt es Dauerregen bei 15°C, in kurzen Regenpausen kann man an der Pflanze verrotteten Broccoli ernten bevor es mit Starkregen weitergeht. Nachts habe ich ein Schaffell an den Füßen, vor einigen Tagen lag ich wach weil ich so erbärmlich fror. Die meisten Menschen gehen freiwillig nicht mehr ungeschützt in die Sonne, mir ist es egal, ich bin eh braun. Über den Asphalt jagen Sturzbäche von Wasser, die Steinplatten auf den Terrassen müssen nicht gekühlt, sondern eher von Algen und Moos befreit werden, Grillwetter gab es gefühlt zuletzt im Mai und die Schulen sind heute Ganztagsschulen, zuhause wäre eh niemand, wozu hitzefrei?
Hier in der Landidylle wird nach wie vor mit Erkältungen gekämpft – nur jetzt unter erschwerten Bedingungen, denn der Herr des Hauses ist auch krank. Weiterlesen
Gibt es Bio-Schaffelle und wenn ja, wo?
Das ist die Frage, die mich schon länger umtreibt. Natürlich kann man in den bekannten Läden für Naturtextilien Bio-Lammfelle oder Schaffelle kaufen, aber wie sind die eigentlich gegerbt? Und ist überhaupt festgelegt, was bei der Gerbung von Bio-Fellen an Substanzen benutzt werden darf? Wer kontrolliert, ob Schadstoffgehalte vielleicht doch überschritten werden?
Was passiert vor der Gerbung, gehen die Felle direkt nach der Schlachtung der Tiere in die Gerberei oder werden sie konserviert und um die halbe Welt geschickt, um dann in einem Billiglohnland ohne Umweltauflagen von Kindern verarbeitet zu werden? Weiterlesen
Zwiebelringe und Broccoli im Bierteig
Jetzt war es an der Zeit, die neulich hergestellte Sweet ’n‘ hot Chili Sauce einmal standesgemäß zu verkosten. Planmässig mit etwas frittiertem, es ist ein Bierteig geworden.
Eigentlich passt dieses essen wunderbar in diese Jahreszeit, in der nun nach und nach alles mögliche im Garten reif wird, wir haben derzeit Zucchini, Salatgurken, Broccoli, Roten Meier, Mangold, Zwiebeln, Blumenkohl, Zuckererbsen, Kohlrabi und anderes mehr. Vieles davon kann man in diesen Bierteig tauchen und ausbacken. Nur ärgerlich, dass der Koch bei diesen Gerichten auf der Strecke bleibt, weil er den Frittiervorgang, der sich ja über einige Zeit ziehen kann, überwachen muss, während der Rest der Sippe schmaust. Weiterlesen








