Schlagwort-Archive: Vorrat

Holundermarmelade mit Pflaumen

Holunder und Pflaume

Da ich auf der Suche nach Inspirationen für die Verwertung der reifen Wildfrüchte ohnehin gerade viele meiner Kochbücher durchgeblättert habe, nahm ich auch mal wieder das hier bereits erwähnte ältere Buch mit dem etwas kitschig anmutenden Titel ‚Die gute alte Zeit – Alte Rezepte neu entdeckt‘ zur Hand. Da der Autor auch aus Norddeutschland stammt, viele Erinnerungen an altes Gebrauchswissen hat und vor allem auch schildert, was in seiner Kindheit durch die Jahreszeiten gegessen wurde, ist es für mich interessant. Wer sich für norddeutsche Alltagsgeschichte und ehrliche Rezepte aus einfachen Haushalten nicht interessiert, wird Bücher wie dieses furchtbar finden. Nichts exotisches mit dem man imponieren kann, sondern wilde Früchte aus dem nächsten Knick, nichts veganes, dafür vegetarisch satt, kein um die ganze Welt gereistes Superfood, sondern Brotsuppe mit Backpflaumen oder Brennnessel-Hafer-Suppe.
Natürlich sind Brennnesseln und Hafer auch Superfood und gerade wieder in Mode, aber vergesst auch die Holunderbeeren nicht. In dem Buch gibt es also neben allerlei anderen Rezepten mit Wildpflanzen auch eine Holundermarmelade mit Pflaumen. Weiterlesen

Blaubeer-Tomaten-Ketchup

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Nachdem ich letztes Jahr sowohl einen recht guten Blaubeer-Ketchup und einen exquisiten Wildtomaten-Ketchup gemacht hatte, habe ich dieses Jahr Blaubeeren und Tomaten kombiniert und einen weiteren wirklich guten Ketchup kreiert. Ich habe ihn erstmal pur gelassen – von ein wenig Chili abgesehen – es ist noch Raum für Gewürzexperimente, aber ehrlich gesagt gefällt er uns so ziemlich gut, wir haben keinen akuten Bedarf, etwas zu verändern.
Ausserdem plane ich, sobald ich Zeit habe, einen Pflaumen-Ketchup zu entwerfen, für geschmackliche Variationen ist also ohnehin gesorgt. Nun aber erstmal der Blaubeer-Tomaten-Ketchup. Weiterlesen

Pflaumenmus ohne Zucker aus dem Backofen

Traditionelles Pflaumenmus ohne Zucker

Vor einigen Jahren kochte ich zusammen mit meiner Freundin das weltbeste Pflaumenmus. Die Pflaumen kamen aus meinem tschechischen Garten, die ruhige Alleinlage in den Wäldern auf dem Berg schaffte genau die richtige, friedvolle Atmosphäre, die Tage dauerten Wochen und ich habe das Rezept nicht aufgeschrieben. Also das Rezept zum guten Leben habe ich soweit beisammen und feile nur noch an Feinheiten, aber das Pflaumenmusrezept ist perdu.
Ich meine, dass wir etwas Zucker benutzt haben, ausserdem waren die Pflaumen von den dunklen Sorte. So ähnlich habe ich es vor 3 Jahren nochmals gemacht und es war ebenso gut. Nun ging der gute alte Vorrat zuende und es ergab sich die Gelegenheit, 2 10l-Eimer voll ‚Königin Viktoria‘-Pflaumen geschenkt zu bekommen. Natürlich habe ich mich direkt ans Verarbeiten gemacht. Weiterlesen

Rettichblätter-Pesto

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Wie bereits erwähnt, habe ich aus den feinen, zarten Rettichblättern, die beim Kkakdugi machen übrig geblieben sind, Rettichblätter-Pesto hergestellt.
Auf die Idee brachte mich Katharina, die vor einigen Tagen ein Radieschenblätter-Pesto vorstellte. Rettich und Radieschen sind ja nunmal fast das gleiche aber Radieschen bauen wir nicht an, das Rezept klang sehr fein und so beschloss ich, es bei nächstbester Gelegenheit auszuprobieren. Normalerweise bekommen bei uns die Kaninchen die Blätter, aber zumindest die feinen, zarten selber zu konsumieren, ist auch eine schöne ‚Resteverwertung‘. Weiterlesen

Kkakdugi – ein Rettich-Kimchi

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Rettich-Kimchi wollte ich schon lange einmal machen. Mein ’normaler‘ Rettichsalat wird nur kurz fermentiert und die Art der Zubereitung nimmt sogar die Schärfe.
Nicht so beim Kkakdugi, da wird ganz traditionell koreanisch mit Schärfe nicht gespart! Das Zeug ist ganz sicher höllisch gesund aber eben auch recht scharf – man kann ja glücklicherweise als Selbermacher die Dosierung dem Gaumen anpassen. Oder sich langsam steigern was die körpereigene Toleranz gegenüber brennenden Zungen angeht. Weiterlesen

Sweet ’n‘ hot Chili Sauce

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Es begab sich, dass bei uns eine Grillfeier anstand und ich mal wieder im Laden vor einer Flasche Chilisauce stand und dachte „Bei den wenigen essentiellen Inhaltsstoffen, kann das keine Kunst sein, die selber zu machen!“ Eben, abgesehen von E0815 bis E4711 ist da nur Wasser, Zucker, Chilis, Stärke, Knoblauch und Salz drin.
Von der Steige Chilis, die wir neulich bekamen, waren auch noch mehr als ausreichen da, also machte ich mich ans Werk. Weiterlesen

Traditionelles Apfelmus mit Zitronenschale

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Nachdem ich vor einiger Zeit ja ein Apfelmus ohne Zuckerzusatz mit Apfel-Birnensaft gekocht habe und feststellte, dass es trotzdem recht süß geriet, habe ich mich nun an eine Variante ohne Zuhilfenahme von Saft gemacht so wie es zum Beispiel auch Tring macht, wie sie in einem Kommentar erzählt. Ich bereitete Apfelmus komplett ohne andere Zutaten bislang nur frisch zu, nie als Konserve. Und als ich liebevoll den letzten Tropfen Saft aus einer Zitrone quetschte, um diesen beim Kochen den zerkleinerten Äpfeln zuzugeben dachte ich mir, dass es doch sicher eine leckere und die Haltbarkeit fördernde Variante wäre, die Zitronenschale gleich mitzukochen. Kerngehäuse, Schale und Kerne der Äpfel werden ja ohnehin mit der Flotten Lotte vom Mus getrennt, da fallen ein paar Zitronenschalen nicht ins Gewicht. Weiterlesen

Wasser einlagern?

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Ich glaube Wasser einzulagern ist ein Punkt, über den sich einige Menschen gar keine und andere große Gedanken machen – dazwischen scheint es nicht viel zu geben.
In dem Haus, was ich früher gemietet hatte – inmitten der Wälder auf dem Berg – gab es 2 Brunnen, die Haus und Garten mit Wasser versorgt haben. Benötigte man im Sommer viel Wasser im Garten wurde es drinnen knapp. Fiel mal wieder die Wasserpumpe aus, gab es gar kein Wasser. Auf die Idee, mir einige Kanister voll Wasser in eine ungenutzte Nische zu stellen kam ich also erst durch die praktische Erfahrung der Wasserknappheit. (Und wie man das Wasser dann sauber hält, darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht!) Es ist schon ziemlich nervig nicht duschen zu können wann man will, sich nicht einmal einen Kaffee oder Tee kochen zu können setzt dem ganzen die Krone auf und der verwöhnte Mensch von heute ist gestresst.
Hier im Dorf haben wir eine Wassergenossenschaft, einige wenige Haushalte und Höfe werden durch ein Wasserwerk versorgt, was dementsprechend klein ist – und störungsanfälliger als man es vielleicht aus Städten gewohnt ist. Weiterlesen

Erdbeer-Rhabarber-Fruchtmus für selbst gemachte Joghurts & Flammeris

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Zugegeben, dieses Fruchtmus ist ein Überbleibsel des Rhabarber-Erdbeer-Sirups aber es schmeckt so vorzüglich, dass ich direkt eine Charge als fruchtige Sauce für Flammeris oder zum Herstellen von Joghurt und Quarkspeise hergestellt und eingemacht habe. Gerne hätte ich auch eine der beim Einkochen übrig gebliebenen Portionen gegessen, aber der Nachwuchs hat sich 3 Portionen Erdbeer-Rhabarber-Joghurt gesichert und so muss ich wohl nachts heimlich an den Kühlschrank schleichen, um auch in den Genuss dieser vielseitigen und extrem leckeren Fruchtsauce zu kommen. Weiterlesen

Erdbeer-Rhabarber-Sirup als Topping oder Getränkebasis

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Wir sind hier oben in Norddeutschland mitten in der Rhabarber-Saison, aber die Erdbeeren werden noch aus den klimatisch privilegierten Regionen Deutschlands eingeführt. Die 250g-Mikro-Schachteln zu 3€ kaufen wir normalerweise nur einmal wöchentlich für den Nachwuchs zum Naschen, für die Elterntiere ist das zu teuer. Aber als Birgit vom BackenmitLeidenschaftBlog ihren Erdbeer-Rhabarber-Sirup vorstellte, wollte ich das Rezept dringend schnell abändern, um den Sirup als Topping für Eiscrème zu benutzen – zumal ich mich durchgerungen habe, die Eismaschine für meine KitchenAid zu kaufen.  Weiterlesen