Rehgulasch mit Steinpilzen und Cranberries

Ein weiteres Gericht aus der Selbstversorgerküche – und ziemlich gut geeignet für die derzeitige Herbststimmung, die hier seit etwa 2 Wochen Einzug gehalten hat. Nachts ist es kühl, morgens hält sich der Tau lange, das Gras scheint bereits langsamer zu wachsen und täglich gibt es stürmische Böen, Sonne und Starkregen im Wechsel. Herbstwetter also, zu warm zwar, um den Ofen anzuheizen aber ein deftiges Gulasch passt gerade perfekt.
Pünktlich zur Reife der Wassermelonen erwarte ich dann allerdings wieder Hitze, Trockenheit und Hochsommer!
Meine Vermutung ist, dass der Monsun für die Dauer des :WOA: noch anhält und ziemlich direkt danach eine Hitzewelle für die obligatorischen, festgebackenen Schlammkrusten sorgt.

Derzeit also aber noch Gulasch-Wetter. Weiterlesen

Mehr Sommerrezepte: Ratatouille aus dem eigenen Sommergemüse

Dank Gewächshaus ist für uns hier oben in Norddeutschland nun auch die Zeit gekommen, in der wir mitten im Sommer aus dem vollen schöpfen können, was Sommergemüse angeht. Mag sich witzig anhören, ist es aber nur bedingt wenn man es gewohnt ist, die Tomaten dank Braunfäule gar nicht zu ernten, die Paprikas erst mit dem ersten Frost und Auberginen sowieso schonmal gar nicht. Bleiben Zucchini. Na, Zucchinischwemme kann jawohl wirklich jeder, dazu braucht man kein privilegiertes Klima.

Versetzt man sich also ernsthaft in unsere bisherige Lage, kann man sich vielleicht ansatzweise die Freude vorstellen, die uns täglich überkommt, wenn wir einen Gang durch den Folientunnel machen und übervolle Auberginenpflanzen sehen, leckerste Tomaten der verschiedensten Sorten und Paprikapflanzen, die unter der Last der Früchte sich biegen. Und die Früchte sind nicht nur Spitzpaprika! Nein nein, die meisten sind besonders wärmeliebende Blockpaprika und auch diese verfärben sich gelb bzw. rot. Herrlich!

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Bratreis mit Sommergemüse: Roter Meier, Karotte, Zuckerschote, Speise-Chrysantheme und Stauden-Buchweizen

Eine wesentliche Lehre, die ich in den vergangenen Jahren im Garten gelernt habe ist die, dass es meist mehr zu ernten gibt, als man zunächst denkt. Ein paar Blätter hier, 2 Wurzeln dort, einige Kräuter und dazu ein wenig Reis, Nudeln oder Kartoffeln, vielleicht noch etwas Speck oder Ei und schon hat man ein vollwertiges, frisches und leckeres Mahl beisammen. Jedes Mal ein wenig anders und immer fast noch lebendig auf den Teller. Für diesen echten Luxus muss sich das Gemüse nicht erst für einen langsamen Tod ins Flugzeug setzen, echter Luxus ist quicklebendig und wächst vor der Haustür. Weiterlesen

Gaucho-Pfanne aus Gemüse der Saison & echt guter Chorizo

Was Chorizo angeht, bin ich ein wenig wählerisch. Die extrem würzigen Varianten, die soviel
Pimentón de la Vera beinhalten, dass die Wurst schon staubig-kratzig schmeckt, gefallen mir gar nicht. Zu meiner Zeit auf Gran Canaria, was ja ein Schmelztiegel aus verschiedensten Nationen und unter anderem vielen Südamerikanern ist, lernte ich die mildere, argentinische Variante kennen. Ziemlich fettig, lecker würzig aber nicht verwürzt und gut zu grillen – so muss für mich seitdem eine gute Chorizo beschaffen sein. Ich führe das im Scherze unter anderem auf genetische Ursachen zurück. Nur war eine solche Chorizo bislang in unserem Wirkungskreis nicht zu finden. Bislang!

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Willkommen Juli & einige Gedanken zur Zeit, zur Zukunft von Landidylle sowie eine Erklärung zur Sendepause

The light at the end of the tunnel has been turned off until further notice. NOT.

Es ist nun ziemlich genau mittlerweile über einen Monat her, seitdem ich den letzten Beitrag veröffentlicht habe. Zwar habe ich in der jüngsten Vergangenheit öfter über die rasende Zeit geklagt und bin zuletzt immer etwas spät dran gewesen mit meinen Monatsrückblicken, die derzeitige Sendepause hatte allerdings andere Gründe.
Wenn ich mir in den vergangenen Wochen Gedanken über die Zeit gemacht habe, dann über die Zeit in der wir leben. Dass die gemessene Zeit offenbar tatsächlich abartig schnell dahinrast ist vermutlich eine Nebenerscheinung der Zeit – im Sinne von Epoche – in der wir leben, denn meine natürlich höchst empirischen Privatforschungen zu dem Thema haben ergeben, dass sowohl junge als auch alte, medial abgeschirmte wie auch in der Wischphone-Matrix lebende Menschen dies so wahrnehmen.

Während ich selbst also in den vergangenen Wochen ein krasses Wechselbad der Gefühle nahm, aus der die landidyllische Lebensweise im wesentlichen als die wohltuende, die echte, die ehrliche und die durch alle Zeiten getragene hervorging, möchte ich für die Webseite Landidylle.com und für euch eben dieses Wechselbad nicht.
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Gartenrundgang Anfang Juli mit Folientunnel und Einblick in die Schneckenplage 2017

Noch ein Nachtrag. Seit Anfang Juli herrscht in Schleswig-Holstein mal wieder die Regenzeit und wir sind mehr als heilfroh, dieses Jahr zum ersten Mal im Gewächshaus gärtnern zu können.
Zwar ist das Klima im Folientunnel schwül weil die warm-feuchte Luft nicht einfach wie im Gewächshaus nach oben, sondern nur bei Durchzug zu den Seiten abziehen kann und wir hatten bereits die ersten krautfäuleverdächtigen braunen Blätter an den Tomaten, aber dank rigorosem Rückschnitt stehen die Tomatenpflanzen nun wieder gut da und Melonen, Gurken, Kürbisse sowie Auberginen und Paprika lieben das Klima anscheinend sowieso. Weiterlesen

Gartenrundgang Ende Juno

Ich reiche schnell die wenigen vorhandenen Fotos von der zweiten Hälfte des Juno nach. Es gibt jede Menge Blüten aber dafür nur wenige Impressionen von den Tieren und gar keine aus dem Folientunnel. Der Vollständigkeit halber und um im Verlauf Vergleiche anstellen zu können ist die Übersicht trotzdem auch jetzt noch wichtig und sinnvoll.

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Wilder Spinat ’10 Köstlichkeiten‘

Die Ernte von satt machendem Gemüse aus unserem Garten hält sich derzeit noch in Grenzen und diese Phase fällt vermutlich direkt in die Hungry Gap.
Blattgemüse kann man aber ernten und wer schlau ist, erntet blattweise, erhält die Pflanze, verlängert das Erntefenster und erhöht den Ertrag.
Wildkräuter und Wildgemüse gibt es reichlich und wenn man regelmässig erntet, wachsen frische zarte Blätter nach. Auch die Hühner legen noch gut und somit gibt es zu dieser Jahreszeit viel Frittata, Pfannkuchen, Omelette oder eben: Rührei mit wildem Spinat.

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Brennnessel-Käse-Nocken mit Tomaten-Salbeiblüten-Sauce (aus dem Dutch Oven)


Dieses Gericht ist eine Abwandlung der Ricotta-Gnocchi mit Salbei-Sugo vom letzten Jahr und basiert auf einem Rezept von Herrn Del Principe.
Ich würde nicht soweit gehen zu behaupten, dass ich das Rezept verbessert habe, verändert vielleicht, angepasst – oder ein wenig bunter gemacht. Und durch die reichliche Zugabe von Speck entvegetarisiert. Eigentlich schon verbessert.
Der Salbei blüht in reicher Fülle und sondert dank wochenlangem heißen, trockenen Wetter so viele ätherische Öle ab, dass Blätter und Blüten nach dem Ernten an den Händen kleben bleiben. Die Blütenblätter sind also aromatisch genug, um einer Tomatensauce markanten Salbeigeschmack zu geben, aber luftig genug, um einem aromatechnisch nicht gleich mit der Keule den Schädel einzuschlagen. Die Brennnesseln wuchern direkt neben dem Salbei und geben den Käsegnocchi einen herzhaften grünen Geschmack.

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Gartenrundgang Anfang Juno & Vorstellung der Bresse-Hühner

Blühender Salbei, weiße Pfingstrose, Erdbeerminze, Zierapfel, Holunder

Ich nehme euch schnell mit auf einen Gartenrundgang aus Anfang Juni. Wir haben anscheinend kaum Frühblüher, aber so langsam geht es hier nun auch los mit überbordender Blütenfülle. Derzeit ist augenscheinlich blau und blau-violett dran: Salbei, Storchschnabel, Iris, Bergflockenblumen, wilde Stiefmütterchen, Thymian, Rosmarin und die Kornblumen sind auch bald dran.
Es herrscht eine Üppigkeit und Fülle, die man sich noch im März nicht vorstellen konnte – oder geht es nur mir so: im Winter und Frühjahr kommt mir der Garten so karg und leer vor, als würden überall freie Plätze darauf warten, mit Bäumen und Sträuchern gefüllt zu werden und im Sommer dann weiß ich beim besten Willen nicht mehr, wo ich leere Plätze entdecken konnte.

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