Archiv des Autors: Oli

Avatar von Unbekannt

Über Oli

Gärtnern, Kochen, Haus sanieren, Sachen selber machen, Familie, die richtige Gesellschaft - gut leben!

Die Vertikale nutzen und beste Anbaufläche gewinnen: das Wein-Spalier

Hochbeet an Hausmauer und Spalier

Zugegeben, alle 3 kombinierten Methoden zum Anbau von Nutzpflanzen, die wir hier testen sind für sich genommen nichts neues, absolut nicht.

Seit ewigen Zeiten kultivieren Menschen Weinreben und andere Pflanzen an Spalieren und erhöhen mit dem entsprechenden Erziehungsschnitt Fruchtgröße und Ertrag. Heute sind Anbaumethoden, die die Höhe nutzen als ‚Vertical Gardening‘ insbesondere bei urbanen Farmern wieder sehr beliebt.
Auch die Rückstrahlung von Wärme und die geschützte Lage vor Mauern macht man sich seit langer Zeit zunutze, legendär sind die französischen Pfirsichplantagen, für die 600 Kilometer Mauern errichtet wurden, vor denen vom 17 bis ins 19/20 Jahrhundert Pfirsichbäume an Spalieren aufgebunden waren und auf diese Weise 17 Millionen Früchte direkt dort produzierten, wo sie gebraucht wurden.
Le Clos de Peches: Pfirsich-Anbau vor Mauern, geschützte Lage und Wärmerückstrahlung

Die Ertragsverbesserung durch die Nutzung von Hochbeeten schließlich habe ich schon oft erwähnt und man kann die Erfolge gut auf meinen Fotos sehen. Weiterlesen →

Vor dem Frost

Gänse warten auf Fallobst

Gänse warten auf Fallobst

Vor 2 Tagen, als wir abends die Tiere ins Bett brachten, machte ich wie ferngesteuert einen Abstecher zu den Wildtomaten und verlor mich dort. Ich erntete soviele reife und halbreife Tomaten wie in meine Schüssel passten während Vater & Tochter sich um Enten und Gänse kümmerten.
Am nächsten Morgen, als ich früh meine Runde drehte war klar, dass es wieder funktioniert hatte: instinktsicher ernte ich eigentlich immer am Abend vor dem ersten Frost meine Tomaten ab, das war 2009 schon so, als dieses Blog entstand, ich noch in Tschechien gärtnerte und ein Gewächshaus hatte und es bleibt so.
Rauhreif* überzog die Gräser, eine frische kalte Herbstluft stand klar in den Senken und ich beschloss nun langsam die Exoten zu versorgen bevor sie Schaden nehmen.
‚Vor dem Frost‘ meint also nicht den gleichnamigen Thriller von Henning Mankell (den man jetzt zur dunkleren Jahreszeit mal wieder lesen könnte), sondern die Arbeiten, die ich schnell eingeschoben habe für den Fall, dass es bald den ersten ernstzunehmenden Frost gibt.
Schön, wenn man sich weitestgehend auf das Gefühl verlassen kann. Weiterlesen →

Willkommen Oktober, mögest du gülden sein.

nebel-starter

Willkommen Oktober, einer meiner liebsten Monate, der Abschluss der schönsten Jahreszeit, die für mich aus dem kühleren Teil des Spätsommers und dem schönen Teil des Herbstes besteht. Ein Oktober mit buntem Laub, frischer, kühler, würziger Luft, wärmenden Sonnenstrahlen, abendlichen Lagerfeuern, der Gewissheit, dass die Speisekammer gut gefüllt ist, kräftigen Eintöpfen aus dem Erntesegen und den ersten Ofenfeuern ist so schnell durch nichts zu toppen.
Nach diesem kalten, verregneten Sommer wäre es ein schönes Geschenk, einen trockenen, goldenen Oktober zu bekommen. Aber ich will nicht undankbar sein, der September war schon eine phantastische Entschädigung; das Wetter war wunderbar, die Ernte reich, der Fleiß groß und wir haben aus den 30 Tagen das beste herausgeholt. Weiterlesen →

Haferkuchen mit Birnen und Anis

Birnen-Haferkuchen mit Anis

Seit einigen Tagen ist es hier merklich Herbst geworden. Morgens und abends ist es frisch, tagsüber mit Glück sonnig, klar und warm. Heute aber hat es den ganzen Tag geregnet und nachdem die häuslichen Pflichten erfüllt waren, konnte ich ohne schlechtes Gewissen einen Kuchen backen und gemütlich eingemummelt vor dem Ofen lesen während draussen der Regen ans Fenster peitschte.
Andere hatten den heutigen Feiertag ohnehin schon gemächlich angehen lassen – was mich dazu veranlasste, eben jene Familienmitglieder nach draussen in den Birnbaum zu jagen und noch einige Früchte zu erhaschen. Weiterlesen →

Gartenrundgang quer durch den September – mit Schandflecken

herbst

Aus verschiedenen Gründen habe ich es diesen Monat nicht geschafft, einen Gartenrundgang an einem Tag zu fotografieren – also gibt es einen Rundgang quer durch den September.
Zusätzlich macht meine Kamera Probleme, sie fokussiert schlecht, viele Bilder waren unscharf und mussten aussortiert werden und es fehlen Fotos. Beim zoomen selber ‚weiss‘ sie oftmals schon nicht mehr, was sie fokussieren soll und ich überlege langsam wirklich, warum Kameras bei mir eine Halbwertszeit von 10 Monaten haben.

Weiterlesen →

Das alte Haus: die Mauer muss weg.

halbes-haus

Nach längerer Zeit mal wieder ein Beitrag über die Sanierung des Hauses. Wenn ich in dem Tempo weiterschreibe, überholt die nächste fällige Renovierung die Beiträge über die alte Sanierung. Das wollen wir ja nicht. Der aufmerksame Leser wird feststellen, dass sich einige Informationen über den Verlauf mit den Handwerkern wiederholen, aber da ja auch immer mal Quereinsteiger mitlesen, ist das ganz gut so – denke ich.

Ich hatte ja berichtet, dass die Außenmauern des Stallgebäudes beim Kauf marode waren und das Gebäude entweder abgerissen oder die Mauern separat neu aufgemauert werden mussten. Auf der rückwärtigen Seite war das mit einem Mauerabschnitt bereits geschehen, dort bestand das Mauerwerk aus Kalksandstein und einem potthässlichen 80er Jahre Verblender.
Die restlichen Wände standen mehr oder weniger frei, waren also über weite Strecken aus dem Verband gebrochen (wie man auf den alten Fotos schön sehen kann) und der Frost sprengte munter weiter Vollziegel aus dem Verband. Und bevor Wände von alleine einstürzen, soll man das lieber geplant machen. Weiterlesen →

Mais entkernen

Bunter Inkamais

Vielleicht ist es für jemanden interessant zu erfahren, wie wir hier unseren Mais – gemeint ist natürlich Zuckermais – entkernen. Manuell nämlich, mit 2 Händen und einem Messer. Eine Maisentkörnungsmaschine habe ich auch vorletztes Jahr nicht benötigt, als wir von 60 Pflanzen etwa 150 Kolben geerntet haben. Keep it simple ist auch hier ein guter Ratschlag wie ich finde. Und wer schlauer ist als ich, erntet ohnehin nicht alles auf einmal sondern verarbeitet kleinere Einheiten. Ansonsten ist man fast gezwungen eine Nachtschicht einzulegen denn der Zucker wird recht schnell in Stärke umgewandelt. Nicht, dass das ein echtes Drama wäre, auf dem Markt verkaufte Zuckermaiskolben wurden auch nicht am gleichen Morgen geerntet – aber der Selbstversorger möchte ja gemeinhin in den vollen Genuss ohne Abstriche kommen. Weiterlesen →

Hühner-Schaschlik mit gebackenen Kartoffelspalten, buntem Mais & Wildtomaten-Rucola-Salat: Alles aus dem Garten

img_4103

Es gibt diese Tage, da passt alles. Man hat den Vormittag gut genutzt*, einen Ausflug gemacht, ein paar entspannte Stunden mit der Familie verbracht und es ist trotzdem noch Zeit, durch den Garten zu streifen und zu ernten. Während der Ernte wird immer klarer, wie das Gericht daraus aussehen soll, schnell noch die Mistforke geschwungen und ein paar Kartoffeln ausgebuddelt und siehe da: es ist immer noch genug Zeit, um in Ruhe das Abendessen zuzubereiten. Weiterlesen →

Trinkwasser einlagern – der Anfang musste gemacht werden

mangan-im-wasser

Es sind mittlerweile alte Neuigkeiten; das Trinkwasser, welches von unserer Wassergenossenschaft bereitgestellt wird, ist seit Wochen mit erhöhten Manganwerten belastet. ‚Belastet‘ ist im Falle von Mangan vielleicht ein hartes Wort, denn immerhin ist Mangan essentiell, ein Spurenelement und zu echten Überdosierungen kommt es eher nicht. Dennoch: Wie hoch der Wert wirklich ist, ob es eine Manganverbindung oder am Ende sogar ein Isotop ist weiss der Geier, diese Mitteilung (die der Vorsitzende freundlicherweise schnell persönlich hereingereicht hat weil er weiss, dass ein Kleinkind im Hause ist) habe ich als Erinnerung für mich gewertet, doch langsam mal aktiv zu werden und ein wenig Trinkwasser einzulagern. Es kann ja auch mal ein anderer Wert erhöht sein wie wir später erfahren werden oder das Wasser – mal wieder – ganz versiegen. Weiterlesen →

Mirabellen-Vanille-Sauce

mirabellensauce

Habt ihr schon einmal Mirabellensauce hergestellt? Falls nicht – und das ist wohl kein Wunder, denn wirklich geläufig ist die wohl nicht – ist das meine unbedingte Empfehlung. Gut, für dieses Jahr kommt der Tipp etwas spät weil das Rezept zu denen gehört, die ich während der heißen Phase der Erntesaison nicht geschafft habe zu veröffentlichen, aber diese Webseite gibt es voraussichtlich ja noch länger und egal was für Katastrophen in der Zwischenzeit auch passieren mögen, auch nächstes Jahr werden die Mirabellen wieder fruchten. Ihr hättet sogar Zeit, noch schnell ein Bäumchen zu pflanzen! 😛 Weiterlesen →